Ungeschlagen, aber auch etwas abgeschlagen von den vorderen Plätzen stehen die Löwen in diesem Jahr da. Alles läuft ganz in Ordnung, aber aus dem grauen Ligadurchschnitt kommt man auch nicht wirklich raus. Nun müsste mal der erste Dreier her, aber in der Heimat von Andrea Berg wartet ein Gegner, der den Löwen schon so manches Mal Probleme bereitet hat. Nach drei “gestandenen” Mannschaften müssen wir bei einer Zweitvertretung ran, und zwar bei der des schwäbischen Aushängeschilds. Auf geht’s gegen den Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V. II!

Wo spielen wir da eigentlich?

Wenn wir in der Hauptstadt des Schwabenländle auflaufen würden, wäre diese Frage widersinnig. Es ist aber nun mal so, dass die Heimspiele des VfB II in Großaspach ausgetragen werden, da das heimische “Robert-Schlienz-Stadion” nicht drittligatauglich ist. Großaspach ist ein Ortsteil der Gemeinde Aspach bei Backnang, welche ca. 8300 Einwohner hat und ungefähr 45 Autominuten nord-östlich von Stuttgart liegt.

Bekannt ist die Gemeinde für den Verein SG Sonnenhof-Großaspach, der den Löwenfans aus seiner längeren Drittligazeit ein Begriff ist. Weiters wohnt die Schlagersängerin Andrea Berg in der Gemeinde und es ist der Geburtsort eines Gründers der Autofirma AMG, weshalb das G im Firmennamen für “Großaspach” steht. Sehenswürdigkeiten sind die Kirchen in Groß- und Kleinaspach, sowie das alte Rathaus.

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Auch irgendwo im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt sind die Stuttgarter, welche aktuell hinter den Löwen auf Rang 13 stehen. Mit 29 Punkten und einer Bilanz von 8-5-9 ist man aber deutlich näher an den Abgründen des Abstiegs als an den Aufstiegsrängen. Die Tordifferenz von -9 (27:36) lässt kein Torspektakel erwarten, defensiv stehen aber einige Mannschaften sicherer als die Schwaben. In der Heimtabelle steht man sogar auf Rang 16, was Mut macht, dass die Löwen drei Punkte aus dem Stuttgarter Umland entführen können.

Außerdem lässt auch die Form der Mannen von Trainer Nico Willig aufhorchen. In diesem Kalenderjahr konnte man noch keinen Punkt holen und musste sich Duisburg, Verl und Ingolstadt geschlagen geben. In der Winterpause besiegte man jedoch den Europacup-Teilnehmer Universitatea Craiova und konnte zum Hinrundenabschluss den VfL Osnabrück bezwingen. Hoffentlich zieht sich die Pechsträhne aber noch weiter und wir können auch davon profitieren.

Wintertransfers

Viel ist nicht passiert in Stuttgart, der große Kader wurde nur etwas verkleinert. Abwehrmann Kaden Amaniampong (21) zog es für mehr Spielpraxis zu Düsseldorf II und der FC Augsburg verpflichtete den rekonvaleszenten, aber bundesligaerfahrenen Thomas Kastanaras (23, MS) um ihn über die U23 an die Profis heranzuführen. Mit Efe Korkut (21) zog es außerdem den Sohn des früheren Stuttgart Trainers Tayfun Korkut ins Baskenland zu Athletic Bilbao. Da er in San Sebastian geboren wurde, ist der junge Deutsch-Türke auch für die Basken spielberechtigt.

Die “Player to Watch” sind außerdem Torhüter Florian Hellstern (18), der bisher eine atemberaubende Durchschnittsnote von 2,60 vorweisen kann und der uns wohlbekannte Mansour Ouro-Tagba, der aktuell Toptorjäger und -scorer der jungen Schwaben ist.

Stadion

Das Stadion in Großaspach trägt “dank” eines Sponsors den klangvollen Namen “WIRmachenDRUCK Arena” und bietet 10 001 Sitz- und Stehplätze. Nach Baubeginn im Herbst 2010 wurde die Fußballarena ein Jahr später im Sommer eröffnet. Laut Vereinswebsite ist sie seitdem das “sportliche Aushängeschild des Rems-Murr-Kreises”. Neben dem Sport finden hier auch regelmäßig große Konzerte statt.

Besonderes Merkmal ist die Photovoltaikanlage auf dem Dach. Ansonsten erinnert das Stadion sehr an österreichische Erstligagrounds kleinerer Vereine, bei denen die Proportion von Dorf zu Arena etwas aus der Form geraten scheint.

Das Hinspiel

Das 1:1 im Hinspiel ist den Löwenfans noch als großes Liegefestival der jungen Stuttgarter in Erinnerung geblieben. Leicht überforderte Löwen gerieten in der ersten Hälfte dann auch einem schlampig verteidigten Freistoß in Rückstand und hatten im zweiten Durchgang einiges gut zu machen.

Freistoss für Stuttgart im GWS 25/26

Nach dem Seitenwechsel zeigte man sich verbessert und auch der Referee war besser auf die Weiß-Blauen zu sprechen. Tief in der Nachspielzeit brachte aber dann Sigurd Haugen das Grünwalder zum Beben, als er nach einer Ecke im Nachschuss abstaubte und dem TSV noch einen Punkt bescherte.

Der 23. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr SV Waldhof Mannheim 07 – SSV Ulm 1846 Fußball
Samstag 14:00 Uhr FC Ingolstadt 04 – FC Energie Cottbus
14:00 Uhr FC Erzgebirge Aue – 1. FC Saarbrücken
14:00 Uhr VfL 1899 Osnabrück – TSV Havelse 1912
14:00 Uhr SV Wehen Wiesbaden – 1. FC Schweinfurt 05
14:00 Uhr SSV Jahn Regensburg – FC Viktoria Köln 1904
16:30 Uhr VfB Stuttgart II – TSV 1860 München 
Sonntag 13:30 Uhr TSG 1899 Hoffenheim II – FC Hansa Rostock
16:30 Uhr Aachener TSV Alemannia – Rot-Weiss Essen
19:30 Uhr MSV 02 Duisburg – SC Verl 1924

 

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