Das Unentschieden gegen Wehen hat den Höhenflug der Löwen und insbesondere der Träume ihrer Fans wieder etwas auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht. Tatsache ist aber auch., dass man nur mehr 4 Punkte Abstand auf einen direkten Aufstiegsplatz hat und die Euphorie ungebrochen ist. Fast 2000 Fans werden die Sechzger am Sonntag nach Duisburg begleiten. Doch dort wartet mit dem MSV eine Heimmacht. Die Zebras wollen den Durchmarsch schaffen, denn dann ist wer wieder wer, der Meidericher Spielverein 02 e.V. Duisburg.

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Seit der letzten Runde grüßen die Zebras aus Duisburg das erste Mal in dieser Spielzeit nicht von einem Aufstiegsplatz. Der Aufsteiger war davor immer unter den ersten drei gewesen, muss nun aber dank 51 Punkten mit Platz 5 vorliebnehmen. Die sehr starke Offensive und ebenfalls annehmbare Verteidigung erzeugen ein Torverhältnis von 52:40 oder +12.

Die Löwen könnten aber wieder eine Serie beenden. Der MSV steht aktuell auf Platz eins der Heimtabelle und hat in dieser Saison noch kein einziges Spiel im Wedau-Stadion verloren. Bislang stehen 10 Siege und 4 Unterschieden zu Buche. Etwas mehr Mut machen kann aber vielleicht die aktuelle Form. Aus den letzten 5 Spielen holte man zwar 8 Punkte, doch zuletzt gab es eine 5:1 Klatsche in Rostock.

Außerdem holte man sowohl gegen Ingolstadt als auch gegen Havelse (daheim) nur ein Unentschieden. Wenn die Löwen einen guten Tag haben, kann es immer auch mal hoch ausgehen, wie eine weiter Klatsche – 6:1 in Wiesbaden – Mitte Februar zeigt. Aufpassen müssen die Löwen offensiv besonders auf Patrick Sussek (16 Scorer) und Connor Noß (9 Tore).

Wintertransfers

Nachdem der Durchmarsch in greifbare Nähe gerückt ist, hat der MSV im Winter ordentlich nachgelegt. Aus Dresden kamen Aljaz Casar (25, ZM) und per Leihe Dominik Kother (25, OM). Von Viktoria Köln holte man außerdem mit Lex-Tyger Lobinger (26) den Wunschstürmer von Trainer Dietmar Hirsch. Zudem verpflichtete man Dominik Becker (26, IV) aus der Vereinslosigkeit, nachdem sein Vertrag in Saarbrücken im Sommer nicht verlängert worden war.

Um die Balance im Kader zu holten wurden auch zwei Spieler abgegeben. Moritz Montag (27, RV) kehrt zu Düsseldorf II zurück und Andy Visier (21, MS) soll per Leihe Spielpraxis bei Jong Sparta, der Zweitvertretung von Sparta Rotterdam, in der dritten niederländischen Liga sammeln.

Stadion

Der MSV trägt seine Heimspiele im Wedau-Stadion aus, das aktuell nach einem Sponsoren Schauinsland-Reisen-Arena heißt. Die moderne Arena wurde – als reines Fußballstadion – während der Saison 2003/04 errichtet und ersetzte das 1921 erbaute alte Wedau-Stadion. Der neue Bau fast 31.418 Zuschauer*innen und befindet sich in Besitz er Stadt Duisburg. Die Kapazität setzt sich aus 7.000 Steh- und 24.418 Sitzplätzen zusammen, zusätzlich gibt es noch 41 Logen.

Das Hinspiel

Das Hinspiel im Grünwalder Stadion war aus vielerlei Hinsicht ein besonderes. Zum einen brachten die Löwen dem MSV die erste Saisonniederlage bei, zum anderen war es das Debüt für Markus Kauczinski als Trainer des TSV 1860. Außerdem gab es die größte Choreografie in der Geschichte der Westkurve zu bestaunen.

fotogalerie titelbild tsv 1860 msv duisburg löwen zebras

Nach gutem Beginn der Sechzger flachte die Partie etwas ab, bis Haugen in der 41. das 1:0 erzielen konnte. Die Freude währte nicht lange, denn man fing sich quasi postwendend den Ausgleich. Duisburg versucht daraufhin zu drücken, doch konnte nicht das vorher so unbesiegbare Powerplay aufziehen. So war es wieder Haugen, der den TSV on der 78. Minute in Front brachte. Das 3:1 durch Jacobsen in der Nachspielzeit war danach den hoch aufgerückten Zebras zu verdanken, die davor an Dähne verzweifelt waren.

tsv 1860 msv duisburg löwen zebras

Der 30. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr SV Wehen Wiesbaden – FC Hansa Rostock
Samstag 14:00 Uhr SV Waldhof Mannheim 07 – FC Erzgebirge Aue
14:00 Uhr FC Ingolstadt 04 – Aachener TSV Alemannia
14:00 Uhr SSV Jahn Regensburg – TSV Havelse 1912
14:00 Uhr FC Energie Cottbus – SSV Ulm 1846 Fußball
14:00 Uhr 1. FC Schweinfurt 05 – VfB Stuttgart 1893 II
16:30 Uhr SC Verl 1924 – 1. FC Saarbrücken
Sonntag 13:30 Uhr TSG Hoffenheim 1899 II – VfL 1899 Osnabrück 
16:30 Uhr MSV 02 Duisburg – TSV 1860 München
19:30 Uhr FC Viktoria Köln 1904 – Rot-Weiss Essen

 

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