Nach dem Heimsieg gegen den 1.FC Schweinfurt 05 unterhält sich Jan im sechzger.de Talk Nummer 240 mit Peter und Thomas aus der Redaktion über die Löwen. Thema ist natürlich auch das kommende Auswärtsspiel beim FC Ingolstadt.
Drei Punkte gegen Schweinfurt
Zum bereits sechsten Mal in der aktuellen Spielzeit durften sich die Löwenfans im Sechzgerstadion über drei Punkte freuen. Die Schweinfurter präsentierten sich als gute Gäste und halfen gleich zwei Mal tatkräftig beim Toreschießen. Rittmüller machte dann mit seinem Premierentreffer im weiß-blauen Trikot den berühmten Deckel drauf. Jan diskutiert im sechzger.de Talk Nummer 240 mit seinen beiden Gästen Peter und Thomas die Leistung der Löwen. Die Stimmung, Pfiffe aus der Stehhalle und die Bewertung des Unparteiischen dürfen in der aktuellen Ausgabe natürlich auch nicht fehlen.
Vorschau FC Ingolstadt
Nach einer Schnellraterunde, bei der es im Verlauf aus Punktesicht doch noch einmal spannend wird, widmet sich der Podcast dem kommenden Gegner der Löwen. Auf Platz 13 liegt der FC Ingolstadt derzeit und hat sechs Punkte weniger als der TSV 1860 München erzielt. Zudem liegen die Löwen in den Bilanzen vorne – eigentlich gute Omen für das kommende Wochenende. Nach drei Siegen in Folge ist die Stimmung in der Runde zudem gut, sodass man sich durchaus etwas ausrechnet bei dem Duell mit den Schanzern am Samstag. Erwartet werden – wie in Ingolstadt üblich – mehrere tausend Löwenfans, die ihre Mannschaft aus dem Gästeblock heraus sowie im restlichen Stadion lautstark unterstützen werden. Ob es zu den nächsten drei Punkten reicht, wird sich am Samstag ab 14 Uhr zeigen – und dann in der kommenden Woche im nächsten sechzger.de Talk wieder vortrefflich diskutiert werden.
Der sechzger.de Talk 240 als Video und Podcast
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Schönen guten Tag,
grundsätzlich feiere ich Euren Podcast und gerade zu Saisonbeginn habe jede Sekunde davon aufgesaugt.
Die Folgen über das Ulm-Auswärts- und das Schweinfurt-Heimspiel habe ich erst vor einer Stunde hören können.
Ich oute mich jetzt als Stehhallen-Steher und gelegentlich auch als Bierdimpfl, wenn auch seltener im Stadion. Ich habe zwar gegen Schweinfurt nicht gepfiffen, aber ich war in Halbzeit eins sehr häufig mit einzelnen Entscheidungen unzufrieden und habe das zwar nicht durch Pfiffe, aber durch Rufe kund getan.
Ich bin jetzt auch schon ein paar Jahrzehnte dabei und bin mir bewusst, dass wir durchaus in der Lage sind, solche Spiele gerade dann Zuhause zu vergeigen, wenn wir wieder oben hin schmecken. Wie schade wäre das gewesen und es bestand retrospektive berechtigte Hoffnung, dass es diesmal anders wird, weshalb vielleicht der ein oder andere einen ticken nervöser war, als sowieso schon.
Ich glaube weiterhin, dass wir einen der besten Kader der Liga haben und dass in dieser Saison überwiegend wir diejenigen sind, die entscheiden, ob wir gewinnen oder nicht. Und vielleicht hätte sich Unsereins gewünscht, dass die Spieler in manchen Situationen mehr an sich glauben und mutiger und selbstbewusster auftreten.
Und jetzt kommt das, was bei mir und manch anderem in der Stehhalle für Unmut sorgt: Wir sind mir den Schienenspielern links wie rechts mit dem Ball an der Außenlinie bereits auf Höhe des Strafraum, in der Box warten Haugen und Hobsch und wir drehen über drei Stationen bis zu Dähne ab, statt den gefährlich zu machen. Zusätzlich zur verpassten Gelegenheit, den Gegner mit einem Ball auf unsere Top-Offensive zu überfordern besteht mit dem Ball in der Abwehr immer die latente Sorge, dass das nach Hinten losgehen kann, auch wenn unsere Spieler, allen voran Dähne, das dieses Jahr oft hervorragend lösen.
Gegen Schweinfurt hat in Halbzeit eins Rittmüller (u.a.) zu oft den aussichtsreichen Weg abgebrochen und beim Stand von 0-0 in meinen Augen mehr mutlos als clever den Spiel an die Abwehr zurückgereicht. Das wurde halt dann irgendwann kritisiert, es es wirkt, als traue man sich mehr garnicht zu oder als wolle man garnicht so richtig gewinnen. Und es wird kritisiert, weil wir viel mehr drauf haben, als diese unsäglichen Rückpasszeiten der Vergangenheit, als beispielsweise Jacobsen auf 5-10 Vorwärtspässe pro Spiel kam. Jetzt unter Kauczinski zeigt er neben seinen Defensivqualitäten auch seine Fähigkeiten nach vorne und wir werden dadurch viel unberechenbarer und einfach erfolgreicher.
Und natürlich hat niemand etwas gegen einen langen Ball und niemand verlangt Tiki-Taka-Fußball in Champions-League-Manier. Ich persönlich finde es sogar falsch, nur flach hinten rauszuspielen, das ist viel zu berechenbar. Aber Mut, den Willen zu Siegen und richtigere Entscheidungen kann man schon verlangen.
Vielleicht sieht das aus Sicht der Westkurve weniger dramatisch aus, wenn der Ball 70 Meter nach hinten geht und von dort die Seite wechselt. Aber aus meiner Perspektive nutzen wir da oft entweder die Unsortiertheit des Gegners oder unsere gute Position nicht und vermitteln mit dem Rückzug, dass wir zu mehr nicht in der Lage sind.
Ich bin alles andere, als ein Freund von Harakiri-Fußball und fordere keinen blinden Sturm nach vorne, jedoch können wir da in meinem Augen oft einfach mehr draus machen.
Zum Abschluss noch eins: Ich bin auch kein Freund von Pfiffen, auch wenn manchmal ein bisschen Schimpfen einfach dazu gehört. Aber einen Löwenfan an die Seitenstraße zu schicken, weil er mal zu unrecht die Pfeife auspackt, halte ich für inakzeptabel. Die Stehhalle ist vielleicht unterschiedlicher im Meinungsbild, als die Westkurve, aber trotzdem sind das Löwenfans und jede Art der Vorverurteilung oder Verallgemeinerung ist hier unangebracht!