Durch ein 2:1 gegen Lok Leipzig am gestrigen Montag Abend auf dem heimischen Dallenberg haben sich die Würzburger Kickers als zwanzigster und letzter Verein die Teilnahme an der Drittligasaison 2026/27 gesichert. Ob sie in der kommenden Spielzeit auch auf die Münchner Löwen treffen oder stattdessen der TSV Havelse doch in der 3. Liga verbleibt, entscheidet sich voraussichtlich endgültig am morgigen Mittwoch Nachmittag.
Würzburg zuletzt im Frühjahr 2022 in der 3. Liga
Die Unterfranken kehren nach vier Spielzeiten Abstinenz zurück in die 3. Liga. Im Mai 2022 waren sie zusammen mit dem TSV Havelse, Viktoria Berlin und Türkgücü München zuletzt in die Regionalliga Bayern abgestiegen. Bemerkenswert: Während der TSV Havelse bekanntlich ganz aktuell auf eine neuerliche Drittligasaison zurückblickt (die allerdings erst vor ein paar Wochen wieder mit dem direkten Abstieg endete), sind die Berliner und die Neuperlacher in der soeben beendeten Spielzeit beide als abgeschlagene Tabellenletzte ihrer Ligen (mit jeweils nur 13 geholten Punkten) in die Sechstklassigkeit (!) abgestiegen.
Würzburg gibt sich keine Blöße
Zweifel an einem Aufstieg des bayerischen Landespokalsiegers und offiziellen Amateurmeisters kamen am Montag abend eigentlich nie auf. Mit einem 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel vom vergangenen Donnerstag in Leipzig ging das Team von Trainer Michael Schiele in die Partie. Der uns in mehrfacher Hinsicht gut bekannte Tarsis Bonga erhöhte nach einer halben Stunde den Gesamtscore aus beiden Spielen auf 2:0. Nach 71 gepielten Minuten keimte bei den aus der Messestadt mitgereisten Fans unter den insgesamt 10.017 Zuschauern noch einmal Hoffnung auf. Djamal Ziane erzielte den Ausgleich. Nun fehlte Lok nur noch ein Tor zur Verlängerung. Doch diese Hoffnung währte nur rund 70 Sekunden. Dann traf Cherif Cisse zum 2:1 für die Gastgeber. Dabei blieb es.
Bis Mittwoch Nachmittag ist noch Zeit
Nun ist Würzburg also zurück und freut sich auf die insgesamt sechste Saison in der 3. Liga. Ob zu den Gästen am Dalle dann auch wieder der TSV 1860 München gehören wird, ist aktuell noch offen. Bis Mittwoch Nachmittag dieser Woche muss die gesicherte Finanzierung der kommenden Saison der Löweprofis beim DFB nachgewiesen werden. Hierzu sind als Sicherheit 2,7 Millionen Euro nötig, die eigentlich über zwei Darlehen durch den Gesellschafter HAM bereitgestellt werden sollten. Wie berichtet waren diese Darlehen Ende der vorletzten Woche kurzfristig und überraschend gekündigt worden, wodurch eine Liquiditätslücke entsteht, die wiederum den DFB dazu veranlassen würde, dem TSV 1860 die Lizenz für eine Teilnahme am Spielbetrieb der 3. Liga zu verweigern. Wir bleiben natürlich dran und berichten sofort, wenn sich etwas in der Sache bewegt.
Mögliche Löwengegner der kommenden Saison
Einstweilen beschäftigt sich die Leser*innenschaft am besten mit dem aktuell gültigen Starterfeld der 3. Liga für die kommende Saison. Betrachtet man die Zahlen in den Klammern, so stellt man fest: Da sind ein paar Drittliga-Dinos dabei. Aber auch zwei Vereine, die jeweils erst eine Saison in dieser Spielklasse absolviert haben.
Die 3. Liga 2026/27 – nach aktuellem Stand
(in Klammern: Die Anzahl der bisher absolvierten Spielzeiten in Liga 3)
Wehen Wiedbaden (15)
Hansa Rostock (12)
1. FC Saarbrücken (10)
Preußen Münster (10)
VfB Stuttgart II (10)
MSV Duisburg (9)
Jahn Regensburg (9)
TSV 1860 München (8)
Waldhof Mannheim (7)
Viktoria Köln (7)
FC Ingolstadt 04 (7)
SC Verl (6)
SV Meppen (6)
Sonnenhof Großaspach (6)
Würzburger Kickers (5)
Fortuna Köln (5)
Rot-Weiss Essen (4)
Alemannia Aachen (3)
Fortuna Düsseldorf (1)
TSG Hoffenheim II (1)










Der 1. Zwangsabstieg war ein Schock und hat mich extrem wütend gemacht. Dieser drohende Zwangsabstieg macht mir keine Angst. Ich bin wenn ich ehrlich bin tierisch genervt dieses ewig Gleichen “Hasi fordert, schimpft und unterstellt” und dem folgenden “Frieden”. Vielleicht zerbröselt es dieses Mal die KgaA…..der Verein nervt mich nicht aber diese KgaA kann man irgendwie nicht mehr lieben auch wenn dort die geliebte Mannschaft spielt.
Wenn diesmal wieder Zwangsabstieg ohne Insolvenz bei rauskommt, bin ich extrem sauer. Dann hol ich mir das Geld für meine Dauerkarte wieder.
Fool me once, shame on you,
fool me twice, shame on me.
Ich sehe auch nur in der Insolvenz die Lösung der Probleme. Ein Gemeinsam wird es nur dann geben wenn der Gegenpart erfürchtig den A leckt
Ach herrje, morgen schon. Und man hört seit 5 Tagen nix.
Glückwunsch an Würzburg. Kleines Double, ist doch was.