Die 2.712 Zuschauer in der Brita-Arena in Wiesbaden sahen beim Spiel SV Wehen – TSV 1860 München zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten Halbzeit mussten die Münchner Löwen vor etwa 1.200 lautstarken mitgereisten Anhängern ihr ganzes Können Aufbieten, um nicht in Rückstand zu geraten.

Hohes Pressing der Wehener von Beginn an

Die Wehener pressten von Beginn an sehr hoch und unterbanden den Spielaufbau der Giesinger im Keim. So kamen die Löwen in den ersten 25 Minuten kaum in die gegnerische Hälfte und sahen sich konstantem Druck der Hausherren gegenüber.

Wehen vergibt hochkarätige Chancen

Die Wehener ließen drei hoch karätige Chancen vor der Pause ungenutzt. In der 25. Minute verpasste Kurt nach einem von Nilsson clever weitergeleiteten Einwurf  den Ball zentral vor dem leeren Tor, anstatt ihn einfach über die Linie zu drücken. In der 40. Minute brachte Goppel den Ball auf Mockenhaupt in den Strafraum, dieser legte den Ball am rechten Pfosten vorbei. Eine Minute vor der Pause kombinierten sich die Wehener erneut über Mockenhaupt und Goppel vor den Strafraum der Löwen und servierten Lankford den Ball perfekt für einen Fernschuss. Kretzschmar konnte den gut platzierten Ball gerade noch über die Latte lenken.

Verändertes Bild in Halbzeit 2

Der TSV 1860 München konnte froh sein, dass es mit 0:0 in die Pause ging. Michi Köllner nahm in der Pause zwei Wechsel vor, die sich sehr positiv auf das Spiel seiner Mannschaft auswirkten. Stefan Lex und Dennis Dressel ersetzten Erik Tallig und Richy Neudecker, der heute keinen Sahnetag erwischt hatte. Durch diese Umstellungen gelang es den Löwen nun ihrerseits, das Spiel in die Hand zu nehmen und Druck auf das Tor der Gastgeber zu erzeugen.

In der 49. Minute setzte Mölders einen Fernschuss knapp neben das Lattenkreuz. Stefan Lex hatte ihn sehenswert freigespielt. Trotz Feldüberlegenheit konnten die Löwen keine zwingenden Chancen herausspielen. Ab der 60. Minute hatte sich der SV Wehen besser auf die taktischen Veränderungen eingestellt und das Spiel wurde wieder ausgeglichener. In der 70. Minute blieb den ca. 1.200 Löwenfans dann fast das Herz stehen. Goppel tauchte von halbrechts frei vor Kretzschmar auf, der aber bravorös klären konnte.

Offener Schlagabtausch bis zum Schlusspfiff

Nun wogte das Spiel hin und her, ohne dass noch Großchancen heraussprangen. Lediglich in der 90. Minute musste Kretzschmar noch gegen Thiel klären, den Abpraller konnte Salger endgültig entschärfen. In der Nachspielzeit waren die Löwen die aktivere Mannschaft und setzten sich nochmals am Wehener Strafraum fest. Außer zwei Ecken sprang aber für die Giesinger nichts mehr heraus.

SV Wehen – TSV 1860 München endet 0:0

So ging das Spiel leistungsgerecht 0:0 zu Ende. Die Löwen können sich glücklich schätzen, dass sie in der ersten Halbzeit nicht in Rückstand gerieten. Dafür waren sie über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, ohne sich allerdings Großchancen erspielen zu können. Mit dem Punkt kann man in Giesing aber sehr zufrieden sein, denn Wehen hatte besonders im ersten Durchgang einen ganz starken Auftritt. Hier wird der ein oder andere Favorit sicher Punkte liegen lassen.

Der TSV 1860 liegt in der Tabelle nun auf Rang 3. Am Freitag kommt im DFB-Pokal der SV Darmstadt nach Giesing, am 13.08. steht dann das nächste Ligaheimspiel gegen Türkgücü an.

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