Bin ich froh, dass ich Euch in dieser Rubrik meine Gedanken schriftlich darlegen darf. Und nicht wie der Kollege Winninger meine Gedanken in Form einer Sprachnachricht übermitteln muss. Meine Kollegen hätten mit “Giesinger Geplapper” wahrscheinlich auch schon einen passenden Namen dafür. Nur das Giesinger Geplapper müsste heute ausfallen. Ich bin vollkommen heiser aus Wiesbaden zurückgekehrt und könnte Euch maximal etwas zusammenkrächzen, was wahrscheinlich niemand verstehen könnte.

Das erste Mal seit dem 29.02.2020

Ich war gestern tatsächlich das erste Mal seit dem Spiel gegen Chemnitz in einem Fußballstadion mit Zuschauern. Und ich muss sagen, es war wunderschön, sehr emotional und mit dem hart erkämpften Punkt können die Löwen zufrieden sein. Endlich wieder die Mannschaft anfeuern, endlich wieder gegnerische Fans, endlich wieder in einem Auto voller Löwen vier Stunden auf der Hinfahrt und nochmal vier Stunden auf der Rückfahrt über den Mikrokosmos TSV 1860 München diskutieren. Das hat meiner Stimme den Rest gegeben, so dass ich jetzt vollkomen heiser bin. Das alles hat mir so gefehlt!

Schein und Sein

Etwas überrascht bekam ich gestern des Öfteren zu hören, dass die emotionalere Rückkehr zum TSV tatsächlich gestern stattgefunden und nicht vor einer Woche beim Heimspiel gegen Würzburg. Ich habe dieses Spiel  – der aufmerksame Leser wird sich erinnern – nur am TV verfolgen können. Vor dem heimischen Fernsehschirm kam die Kulisse und der Support gegen Würzburg wirklich super rüber. Offenbar hatte der BR wohl die Mikrofone sehr geschickt platziert, so dass bei mir ein wesentlich besserer Eindruck entstand als ihn die meisten Stadionbesucher beschreiben, die beim Spiel im Sechzgerstadion waren. Das habe ich gestern nicht nur ein Mal gehört.

Die Magie ist wieder da

Bis auf eine kurze Phase vor der Halbzeit, in der der Block deutlich ruhiger wurde, war die Unterstützung der Mannschaft aus meiner Sicht sehr gut. Besonders nach der Halbzeit, als mit den eingewechselten Dressel und Lex endlich mehr Sicherheit im Spiel war, sprang der Funke von der Mannschaft auf das Publikum sofort über. Das ist diese Magie, die ich am Fußball, am TSV 1860 München und seinen Fans so liebe. Löwen-Leader Sascha Mölders genoss die Stimmung sichtlich und animierte den Block etwa ein halbes dutzend Mal, den Support noch zu intensivieren. Das ließen sich die Löwen auf den Rängen nicht zwei Mal sagen und sofort herrschte ohrenbetäubende Lautstärke.

Ein Lob vom Gegner

Dass auch die Hausherren vom SV Wehen die neue, alte Fußballatmosphäre genossen, war nach dem Spiel zu beobachten. Innenverteidiger Sascha Mockenhaupt blickte einige Zeit mit lächelndem Gesicht in den Löwenblock und streckte dann seine Hand mit dem Daumen nach oben aus. Er schien, als wolle auch er sich bedanken, dass er endlich mal wieder an einem “normalen” Fußballspiel teilnehmen durfte nach all den Geisterspielen.

Wie wird es weiter gehen?

Die Löwen haben sich gestern einen Punkt hart erkämpft. Beim SV Wehen werden wahrscheinlich andere Konkurrenten um den Aufstieg Punkte liegen lassen. Also, alles gut!

Aber: Die Inzidenzen steigen, die Möglichkeit, Fußballspiele in dieser “Fast-Normalität” sehen zu dürfen, wird wahrscheinlich bald nicht mehr gegeben sein. Ich möchte jetzt nicht über Sinn und Unsinn der Regelungen diskutieren. Ich hoffe einfach, dass ich nächsten Freitag unter Flutlicht wieder die Löwen sehen und anfeuern darf. Ich bin gerne noch ein paar Mal vollkommen heiser in dieser Saison.

 

 

 

2 KOMMENTARE

  1. Ihr lebt auch das Fansein und nicht wie so ein gewisser Blogger dem es in erster Linie darum geht wieviele Wurstsemmeln er zum fressen bekommt….
    Macht weiter so-ihr seid spitze!!!

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