Krachend gescheitert. Konditionell schwach. Zu schlecht auf der Bank. Was hat man in den letzten Wochen nicht alles über die Löwen lesen müssen? Nach dem 3:1 in Zwickau legte der TSV 1860 heute gegen Kaiserslautern nach und besiegte die Pfälzer in einer temporeichen Partie durch ein spätes Tor des eingewechselten Kevin Goden. Münchens große Liebe verbessert sich damit auf den 7. Tabellenplatz.

Horror-Start nach 90 Sekunden

Dabei hätte die Partie katastrophaler nicht beginnen können. Bereits nach 90 Sekunden wollte Salger einen Rückpass auf Hiller spielen, übersah dabei jedoch Wunderlich. Der Routinier spritzte dazwischen, umspielte Hiller und netzte zum 0:1 ein. Ganz, ganz bitter – aber auch der Startschuss für einen legendären Fußballabend in Giesing.

Sechzig nahm den Kampf an, agierte extrem laufintensiv und ließ sich durch den Rückstand nicht beirren. Das, was heute Vormittag noch exzessiv trainiert worden war, wurde von der Mannschaft nahezu perfekt umgesetzt.

Bär mit Glück zum verdienten Ausgleich

In der 26. Minute war es dann endlich so weit: Biankadi zog ab, Bär fälschte den Ball mit der Hacke ab und der fand den Weg in die Maschen. Giesing bebte und das Team von Michael Köllner wurde endlich mal vom Glück begünstigt.

Sechzig spielte sich phasenweise in einen Rausch, ohne dass die Pfälzer wirklich enttäuschten. Die 7.500 Zuschauen im Grünwalder Stadion sahen ein fantastisches Drittligaspiel mit Highlights hüben wie drüben.

1860 besiegt Kaiserslautern spät

Mitte der 2. Halbzeit zog der TSV 1860 teilweise ein Powerplay auf, während Kaiserslautern alle Hände voll zu tun hatte, sich der Offensivkraft der Löwen zu erwehren. Erst nach 70 Minuten fanden die Pfälzer wieder besser in die Partie, während Sechzig plötzlich die Ideen fehlten. Eine Viertelstunde vor Schluss brachte Michael Köllner mit Greilinger und Goden zwei neue Offensivkräfte – und wechselte damit den Sieg ein.

Fünf Minuten vor dem Ende ersprintete sich Bär einen Ball an der Auslinie und wurde gefoult. Den nachfolgenden Freistoß flankte Tallig an den langen Pfosten, wo Goden völlig freistehend zum 2:1 einschob und das Sechzgerstadion in ein Tollhaus verwandelte.

Wir sind die Geilsten!

Die Statistik zum Sieg

Aufstellung:
1 Hiller – 36 Steinhart, 6 Salger, 27 Belkahia, 20 Deichmann – 5 Moll, 14 Dressel, 19 Biankadi (75. 11 Greilinger) – 8 Tallig (89. 39 Morgalla) – 7 Lex (C) (75. 16 Goden), 15 Bär (90. 22 Linsbichler)

Bank:
40 Kretzschmar, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 34 Freitag

Tore:
0:1 Wunderlich (2.), 1:1 Bär (26.), 2:1 Goden (85.)

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Wir sind die Geilsten!

dem ist nichts hinzuzufügen 🙂

und: Wir haben zum 2. mal gegen ein Team von oben ein Spiel gedreht, nicht nur gewonnen! Ich finde das durchaus respektabel!

Für uns war nahezu wichtig im Nachhinein, dass wir so früh in Rückstand geraten sind. Damit blieb nur die Flucht nach vorn. Und das Team sollte dies erkennen und daraus das notwendige Selbstvertrauen tanken: Löwen können gegen jeden beißen.

Rollt das Feld von hinten auf, Jungs. Ihr seid von der Formtabelle (Ergebnisse 2022) sowieso schon jetzt auf Platz 4.

Und in der Rückrundendentabelle auf Platz 3!