Nach seiner emotionalen Videobotschaft zum Abschied blickt Kevin Volland in einem ausführlichen Exklusiv-Interview mit der Allgäuer Zeitung auf seine Zeit bei den Löwen zurück. Der 33-Jährige äußert sich dabei sehr reflektiert und positiv über seine tiefe Verbundenheit zum Verein, lobt die aktuellen Verantwortlichen und erklärt, warum er sich nun enorm auf die Rückkehr zu seinen fußballerischen Wurzeln freut.
Körperlicher Tribut und der Knick im Frühjahr
Dass Volland sich gegen ein weiteres Jahr Profifußball entschieden hat, hängt stark mit seinem körperlichen Befinden zusammen. Nach 16 Jahren Leistungssport lagen in der abgelaufenen Saison hinter jedem Training und Spiel Einheiten auf der Massagebank, um Knie- und Gelenkprobleme in den Griff zu bekommen. Die 3. Liga sei hart und man bekomme dort „ohne Ende auf die Knochen“. Wäre er aktuell 30 Jahre alt und fit, hätte er diesen holprigen Weg noch drei Jahre weitergehen können. Doch für ein einziges weiteres Jahr wollte er seinem Körper diese enorme Belastung nicht mehr antun, um seine eigenen sportlichen Ansprüche nicht zu unterbieten.
Sportlich und mental begann die schwierige Phase für ihn bereits im Frühjahr: Nach dem Spiel gegen Cottbus verlor die Mannschaft den Faden. Es prasselten in der Folge viele negative Dinge auf das Team ein, sodass er sich enorm pushen musste, um die eigene Motivation hochzuhalten.
Tiefe Verbundenheit trotz Abstiegs-Chaos
Der Zwangsabstieg nach der Saison, der die Mannschaft „wie aus dem Nichts“ traf, sowie die anschließenden rechtlichen Streitigkeiten und die ungewisse Zukunft brachten schließlich den Wendepunkt. In dieser unfassbar aufreibenden Zeit, in der man mental viel abseits des Rasens investieren musste, ging die Lust auf noch eine Saison Profisport letztlich verloren.
Dennoch stellt Volland unmissverständlich klar: Seine Liebe zu Sechzig hat unter diesen turbulenten Wochen absolut nicht gelitten.
Tür für die Zukunft bleibt offen: Lob für Mang und Paula
Der Abschied als aktiver Spieler verläuft absolut im Guten. Volland hebt die „sehr guten Gespräche“ mit Gernot Mang und Manfred Paula ausdrücklich hervor. Die sportliche Leitung zeigte größtes Verständnis für seine persönliche Entscheidung.
Zwar hätten Mang und Paula ihn gerne weiter auf dem Rasen gesehen, doch Volland wünscht sich für den Verein nun einen echten, nachhaltigen Neustart. Der TSV 1860 brauche nun einen Dreijahresplan und Zeit, um ein Fundament für eine junge Mannschaft und einen Trainer aufzubauen. Er wolle nicht nur für ein paar Monate sein Gesicht zur Verfügung stellen, da er für einen solch langfristigen Neuaufbau als Spieler schlicht nicht mehr zur Verfügung steht.
Die Löwenfans dürfen aber hoffen, dass der sympathische Allgäuer dem Verein erhalten bleibt: „Ob ich 1860 in einer anderen Funktion erhalten bleibe, wird man sehen“, so der 33-Jährige. Man werde definitiv in Kontakt bleiben.
Volland mit Vorfreude auf den Amateurfußball in der Heimat
Für Kevin Volland schließt sich nun der Kreis auf eine sehr schöne Art und Weise. Er lässt seine aktive Laufbahn im Amateurfußball beim FC Thalhofen ausklingen, wo er unbeschwert und ohne Druck auflaufen kann. Dort steht ab sofort der reine Spaßfaktor im Vordergrund – gemeinsam mit seinem Bruder Robin, seinem Cousin Nico Beutel und unter seinem guten Kumpel und Trainer Tobias Hänsle. Schon am 19. und 25. Juli stehen die ersten Pflichtspiele für ihn in seiner Heimat an.










Offtopic: mein paypal-Köuferschutzantrag wurde abgelehnt:
Diese Entscheidung wurde getroffen, da ein Artikel, der im Wesentlichen der Beschreibung des Verkäufers entspricht, nicht mit dem Grund “Entspricht nicht der Beschreibung” beanstandet werden kann.
Scheinbar spielen wir doch 3. Liga.