Am Sonntag, den 21. Juni findet die jährliche Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. – wie gewohnt – im Zenith statt. Nach den Rücktritten von Dr. Markus Drees und Martin Obermüller, die sich Ende November in die Führung der Fußballabteilung der Löwen wählen ließen, und zuletzt Nicolai Walch (zum 20. Juni) aus dem Verwaltungsrat sind drei der insgesamt neun Plätze im Gremium neu zu besetzen. Bis Ende Februar konnten Vereinsmitglieder beim Wahlausschuss Vorschläge – ebenfalls aus dem Kreis der Vereinsmitglieder – für mögliche Kandat*innen machen. Elf solcher Vorschläge sind eingegangen. Überraschend viele. Ein Beleg für die lebendige Demokratie bei 1860.

Leider keine Kandidatin für den Verwaltungsrat

Der Wahlausschuss hat die Namen der Kandidaten heute bekannt gegeben. Ein wenig bedauerlich ist, dass keine weibliche Kandidatin vorgeschlagen wurde. Beatrix Zurek bleibt definitiv die einzige Frau im Verwaltungsrat. Wir von sechzger.de werden in den kommenden knapp vier Monaten die einzelnen Kandidaten näher beleuchten und vorstellen. Aufgrund der großen Anzahl an Kandidaten werden wir – wie schon vor der MV 2024, als das Gremium komplett neu gewählt wurde – allen Kandidaten einen gleich lautenden Fragebogen vorlegen und die Antworten dann hier veröffentlichen. Für den Moment begnügen wir uns heute erstmal mit einer Auflistung der Namen. Der eine oder andere dürfte ja bereits eine gewisse Bekanntheit haben.

Die elf Kandidaten in der Übersicht:

  • Helmut Erdmann (vorgeschlagen von Andreas Gradl) 
  • Jan Walla (vorgeschlagen von Sebastian Seeböck, Nicolai Walch, Sascha Königsberg, Constantin Ahammer) 
  • Uwe Seemann (vorgeschlagen von Eva Modlmayr, Nicolai Walch, Willi Fischl, Constantin Ahammer) 
  • Stefan Hartl (vorgeschlagen von Willi Fischl) 
  • Alfred Geyer (vorgeschlagen von sich selbst) 
  • Dominik Heckmair (vorgeschlagen von Constantin Ahammer, Nicolai Walch, Sebastian Seeböck, Sascha Königsberg) 
  • Jürgen Pusch (vorgeschlagen von sich selbst) 
  • Michael Graeter (vorgeschlagen von sich selbst) 
  • Matthias Braumandl (vorgeschlagen von Maximilian Donhauser) 
  • Karl Sochurek (vorgeschlagen von sich selbst) 
  • Nikolaus Schrenk (vorgeschlagen von Philipp Schrenk)


Titelbild: Acht der neun neu gewählten Verwaltungsratsmitglieder auf der Mitgliederversammlung im Juni 2024.

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Vorstopper

Graeter und Pusch. Das werden sicher interessante Redebeiträge bei der Vorstellungsrunde. Die Graete hat ja ein Faible für Rennsport, kann er ja dann nach der krachenden Niederlage mit dem Jürgen auf ein Weißbier in die Motorworld gehen.

Kraiburger

Pusch und Graeter, na Mahlzeit!

Das erklärt auch, weshalb Bündnis Weiss&Blau gestern schon wieder mit kryptischen Verschwörungstheorien auf den sozialen Medien herumgeworfen haben.

Persönlich kenne ich drei der Kandidaten. Unschwer zu erkennen, dass diese drei “Stand jetzt” auch meine Favoriten wären.

Ich bin gespannt, was wir über die restlichen Kandidaten noch erfahren.

Google verrät mir, dass Stefan Hartl der Papa vom Framerunner Paul ist. Und dass Mattthias Braumandl bereits einmal kandidiert hat. Und der Zahnarzt schon mehrfach…

Eurasburger1860

Der Zahnarzt hat es jetzt langsam mal verdient 😉

Ohne Pusch und Gräter wäre es aber auch wirklich zu langweilig geworden. Die beiden Herren sind für mich die absoluten Highlights. Ich würde ihnen deutlich mehr Redezeit als den anderen Kandidaten einräumen und ihnen mehrere Slots zwischen den Sachdiskussionen geben, um die ganze Veranstaltung intellektuell zu “grounden”.

Kraiburger

Grater ist so ein extra-Ding. Einerseits steht in der Satzung:

Die Mitglieder des Verwaltungsrats sollen angesehene Personen sein, die aufgrund ihrer Kenntnisse und Erfahrungen in der Lage sind, dem Verein beratend in rechtlichen, wirtschaftlichen, sportlichen, sport- und fanpolitischen Belangen sowie aufsichtsführend zur Verfügung zu stehen.

Andererseits steht in Michael Graeters Vita auf wikipedia:

Am 13. März 2002 wurde er vom Landgericht München wegen Insolvenzverschleppung, Bankrott und Veruntreuen von Arbeitsentgelt zu 14 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Graeter setzte sich deshalb in die Schweiz ab und arbeitete dort für einen Schweizer Privatsender. Er wurde jedoch 2008 ausgeliefert und musste aufgrund des Bruches seiner Bewährungsauflagen die restliche Zeit von acht Monaten in der Justizvollzugsanstalt Landsberg absitzen.

Wenn man ehrlich ist, dann hätte der Wahlausschuss diese Kandidatur aufgrund des Vorwissens bereits ablehnen müssen. Wir sind hier schließlich nicht beim FC Bayern.

Andererseits bin ich aber auch ganz froh, dass sie ihn nicht abgelehnt haben, um so der Legendenbildung aus dem Weg zu gehen.

Wahrscheinlich reicht es schon, dass OG Werbung für ihn macht, denn bislang ging das noch immer schief. Jemand mit solch einer Vita muss man aber auch nicht, so wie du es zynischerweise forderst, allzuviel Plattform auf einer MV geben.

Er darf sich vorstellen, dann kann man ihm diese Aussage aus wikipedia hinwerfen, und dann wählt man ihn einfach nicht. Fertig.

Rudel

Andererseits ist es 20 Jahre her und wir es soll ja sowas wie Resozialisierung geben. Außerdem kann er vermutlich super bewerten, wie man eine Insolvenz eventuell verhindern (oder herbeiführen) kann 😁

Wastl1860

Zuchthäusler bleibt Zuchthäusler

Vorstopper

Was für ein Sche..haus Kommentar. Ich kann den Typen auch nicht leiden, aber die Geschichte ist 25 Jahre her und die JVA Landsberg ist auch kein Zuchthaus. Du hast bestimmt alles richtig gemacht im Leben. Wenn ich was nicht ausstehen kann sind es selbst ernannte Moralapostel 🤬