Die Rubrik Der Mann an der Pfeife (oder ggf. auch Die Frau an der Pfeife) stellt unseren Leser*innen den Schiedsrichter (oder die Schiedsrichterin) der jeweils nächsten Partie des TSV 1860 in der 3. Liga vor. Heute geht es hier um Luca Jürgensen aus Hamburg. Er wird den “Krisengipfel” zwischen den beiden zuletzt mit vier bzw. zwei Niederlagen gebeutelten Mannschaften von Erzgebirge Aue und des TSV 1860 (Samstag, 14:00 Uhr – im sechzger.de-Liveticker) leiten. Bei der letzten Begegnung der Löwen mit dem 28jährigen stand noch ein anderer Cheftrainer am Spielfeldrand.
Leicht unterdurchschnittliche Verwarnungs-Statistik
Auf 35 Einsätze in der 3. Liga blickt Luca Jürgensen bereits zurück. Die meisten Erfahrungen an der Pfeife sammelte er aber bislang in der Oberliga Nord (61 Spiele), wo er schon vor zehn Jahren erste Begegnungen leitete. Auch in der Regionalliga Nord kam Jürgensen bis zur vergangenen Saison regelmäßig zum Einsatz. Seine Kartenbilanz in der 3. Liga ist leicht unterdurchschnittlich. Genau vier Mal zog er im Schnitt in jeder Partie den gelben Karton. Hinzu kommen zwei Gelb-Rote und sechs glatt Rote Karten. Das wiederum ist relativ viel. Ebenfalls sechmal zeigte der für Eintracht Norderstedt (derzeit mit der ersten Herrenmannschaft in der Regionalliga Nord am Ball) aktive Jürgensen in der 3. Liga bislang auf den Elfmeterpunkt.
Jürgensen und die Löwen
0:1 gegen Viktoria Köln
Bislang dreimal pfiff der Schiedsrichter, der am Samstag in Aue am Start ist, den TSV 1860 in der 3. Liga. Und unsere Bilanz ist in diesen Spielen katastrophal. Im März 2023 war er auf Giesings Höhen im Einsatz, als die Löwen gegen Viktoria Köln mit 0:1 unterlagen (Torschütze damals für die Gäste: David Philipp). Dies war gleichzeitig das erste Spiel von Maurizio Jacobacci an der Seitenlinie des TSV 1860.

0:1 in Freiburg
Auch die zweite Partie für Jürgensen mit Sechzig – in der folgenden Saison – war aus weißblauer Perspektive eine absolute Enttäuschung. Erneut mit 0:1 unterlagen die Löwen – inzwischen angeleitet von Argirios Giannikis – am vorletzten Tag im März 2024 bei der Zweitvertretung des SC Freiburg, die am Saisonende sang- und klanglos aus der 3. Liga absteigen musste.

0:4 in Saarbrücken
Seinen letzten Auftritt bei einem Spiel des TSV 1860 hatte der 28jährige am 18. Januar diesen Jahres. Das 4:0 in Saarbrücken dürfte vielen Löwenfans noch in lebhafter Erinnerung sein. Bekanntermaßen wurde zwei Tage später Argirios Giannikis entlassen und durch Patrick Glöckner ersetzt.

Vorsicht vor Notbremsen!
In der laufenden Saison ist das Spiel im Erzgebirge der dritte Einsatz in der 3. Liga für Luca Jürgensen. Am ersten Spieltag war er beim 2:2 zwischen Waldhof Mannheim und dem SC Verl, vier Runden später bei der 1:3-Heimniederlage von Alemannia Aachen gegen den SSV Ulm an der Pfeife tätig. Bemerkenswert: Schon in den ersten 25 Minuten beider Partien zeigte er jeweils einem Akteur wegen einer Notbremse die Rote Karte. Da sollte die Hintemannschaft der Löwen vielleicht ein wenig aufpassen, um sich nicht frühzeitig selbst zu schwächen.
Linienrichter und vierter Offizieller
An den Seitenlinien wird der Schiri am Samstag Nachmittag – wie in Mannheim und Aachen – von Fabian Porsch aus Barsbüttel (in Schleswig-Holstein) und von Gerhard Alexander Ludoph aus Hoisbüttel (ebenfalls im nördlichsten Bundesland gelegen) unterstützt. Der 36jährige Porsch blickt bereits auf 110 Drittligaeinsätze seit 2015 als Linienrichter zurück. Den Löwen begegnete er dabei schon einige Male. Auch bei Siegen für 1860! Ludolph hingegen ist erst seit dieser Saison in der niedrigsten deutschen Profiliga im Einsatz. Der vierte Offizielle wird am Samstag Johannes Drößler aus Gotha sein. Er begegneten 1860 bisher einmal in dieser Rolle. Beim 2:5 in Dresden im Februar.
– – – – –
Titelbild: Spielaufbau der Löwen. Beobachtet von Schiedsrichter Luca Jürgensen ganz rechts im gelben Oberteil. Am 18. Januar 2025 im Saarbrücker Ludwigspark.










