Es vergeht kaum eine Woche ohne neue personelle oder strategische Kapriolen aufseiten des ehemaligen Mitgesellschafters. Diesmal hat es wohl die PR-Agentur Heller & Partner erwischt. Die Kommunikationsstrategie von Hasan Ismaik schlägt derzeit Haken. Dieser Umstand lässt selbst ihm Wohlgesonnene ratlos zurück und zeigt einmal mehr, warum eine Zusammenarbeit mit ihm völlig unmöglich ist und zum Glück der Vergangenheit angehört.
Ohne PR-Agentur Heller & Partner: Kryptische Posts und ratloser Boulevard
Hasan Ismaik hat sich nach Informationen der tz (Artikel aktuell nur als e-paper verfügbar) von seiner Münchner PR-Agentur Heller & Partner, Spezialisten für „Intensivkommunikation“, getrennt. Auf deren Homepage heißt es:
„Mit unserer Arbeit verhindern wir Imageschäden – in jedem Fall minimieren wir deren Auswirkungen.“
Dass der filternde Puffer professioneller Kommunikationsberater nun offenbar weggefallen ist, lässt sich auf den Social-Media-Kanälen des Investors live mitverfolgen. Die Tonalität ändert sich spürbar, die Inhalte wirken zunehmend seltsamer. Die tz bezeichnete eines seiner jüngsten Postings unmissverständlich als “wirres Statement”. Auch die Abendzeitung (AZ) steht den medialen Alleingängen ratlos gegenüber und konstatiert trocken: “Wie Ismaiks Masterplan ausschaut, um seine Anteile zu schützen, ist derweil schwerlich erkennbar.”
Ein bekanntes Muster: Die extrem kurze Halbwertszeit von Partnerschaften
Die Trennung von der Agentur Heller & Partner ist für sich genommen vielleicht nur eine Randnotiz. Doch sie steht stellvertretend für ein tiefgreifendes Muster, das den TSV 1860 seit Jahren lähmt: Ismaik ist als Partner absolut unberechenbar und sprunghaft. Wer die hochfliegenden Erwartungen nicht auf Anhieb erfüllt oder schlichtweg auf rechtliche oder strategische Realitäten hinweist, wird aussortiert.
Besonders drastisch zeigte sich diese fehlende Konstanz, wie wir in einem früheren Artikel berichteten, auf juristischer Ebene. Innerhalb eines einzigen Jahres verschliss die HAM-Seite gleich drei verschiedene Rechtsvertreter. Auf Dr. Ali Mosfer folgte Dr. Michael von Rüden, bevor das Mandat schließlich an Dr. Peter Gauweiler weitergereicht wurde. Jeder Wechsel brachte eine noch konfrontativere Ausrichtung.
Ein Segen für Sechzig
Ex-Oberbürgermeister Dieter Reiter und andere Kritiker bemängelten in der Vergangenheit oft, der TSV 1860 habe keine gemeinsame Stimme und es fehle ein verlässlicher Verhandlungspartner. Die Personalpolitik der Investorenseite liefert die schmerzhafte Erklärung dafür: Wie soll der e.V. mit einem Gesellschafter vertrauensvoll planen, bei dem man nie weiß, wer morgen eigentlich das Sagen hat und welche Berater gerade das Ohr des Jordaniers haben?
Dass Ismaik nun auch seine PR-Berater vor die Tür setzt, unterstreicht nur, wie toxisch und unplanbar die Zusammenarbeit mit ihm war und wie wichtig die Trennung von ihm ist.
Titelbild: Anne Wild











Dann hoffen wir mal, dass unser ehemaliger Kreditgeber genauso delitantisch bei den wohl anstehenden auseinandersetzungen vorgeht.
…und täglich grüßt das Murmeltier…
Interessiert mich inzwischen Null was Hasan so treibt.
Also bei HI kann man erfreulicherweise keinerlei Besonnenheit, Linie oder Strategie erkennen. Das sieht eher nach einer Aneinanderreihung von Verzweiflungstaten aus.
Gibt ja den alten Spruch “A hires A, B hires C”. Also dass erfolgreiche Menschen andere Menschen einstellen, die gleichgut oder auch besser als sie selbst sind. Und die, die andere Prioritäten setzen, lieber schlechtere einstellen, die ihnen nicht gefährlich werden.
Ismaik will, dass das gemacht wird, was er will. Nicht das, was sinnvoll ist. Er bewertet Loyalität und Umsetzung seiner Launen höher als ein gutes Ergebnis. Langfristiges Denken ist ihm fremd. Und deswegen wird er über längeren Zeitraum immer mit mittelmäßigen und schlechten Arschkriechern enden, anstatt mit echten Profis. Weil die echten Profis nicht immer nur “ja” sagen, zu allem, was ihm gerade durch den Kopf geht.
Und so endet man dann in 15 Jahren mit 3 Abstiegen inkl. 2 Lizenzentzügen, 80 Millionen verbraten, und auf der Habenseite ein Aufstieg und ein Totopokal. Und eine insolvente Firma. Und dazu unendlich viele Konflikte mit allen am Projekt Beteiligten.
Jedes Mal, wenn man meinte, die Zusammenarbeit läuft doch ganz ordentlich, oder zumindest in geregeltem Rahmen, hat er in einer Art Wutanfall alles kurz und klein geschlagen. Saison 16/17. Nach der Köllner Entlassung. Nach der Saison 25/26. Immer Hoch-Risiko Aktionen, bei denen das Risiko nie im Verhältnis zum Nutzen stand. 20 Millionen riskieren, um 2,7 Millionen für die Lizenz nicht zahlen zu müssen, zum Beispiel. Und dabei regelmäßig zu verlieren.
Hoffentlich sind wir ihn irgendwann endgültig los. Aber die Vorzeichen stehen ja ganz gut.
Hasi, Hasi, Hasi……ein ewiges Fragezeichen wirst du sein!
Ismaik ist doch der einzig wahre Löwe, er ist lediglich schlecht beraten. Wenn „immer Glück“ Können ist, dann ist ständig schlecht beraten was? Genau…
Danke für diesen erHELLERnden Hinweis. Vor allem die “Abendzeitung” hat sich nach meiner Wahrnehmung hier stark in Dienst nehmen lassen. Mittlerweile schimpt Ismaik ausgerechnet auf deren 1860-Reporter, was seine Kommunikation zur völligen Farce werden lässt.
Ich fand in der Vergangenheit auch diesen Artikel auf sechzger.de spannend. Er bestätigt das Bild: https://sechzger.de/hasan-und-die-anwaelte-ismaiks-juristischer-kamikaze-kurs
Hervorragend, ganz hervorragend. Dann stellt er sich mit seinen wirren KI-Postings künftig noch weiter ins Abseits.
Artikel gibt es auch ohne Bezahlschranke bei Merkur die zusammengehören mit tz
https://www.merkur.de/sport/fussball/ismaik-mimt-den-retter-der-1860-fans-zr-94390509.html
Ismaik kritischer Kommentar auf Absolut Sechzig, just als die PR Agentur gekündigt wurde? Wie gibt’s jetzt des?
…ganz, ganz merkwürdiger Zufall 😉
Gauweiler wird der Nächste sein. Und wenn er noch ein kleines bisschen Hirn und Stolz hat, dann beendet er es selbst. Auf jeden Fall gebe ich dieser Geschäftsbeziehung noch maximal 2 Wochen!
Bei dem aufgerufenen Streitwert könnte sie schon noch länger dauern.
solange das Geld im Voraus aus das Konto der Kanzlei Gauweiler & Sauter fließt, wird der die Geschäftsbeziehung nicht beenden.
Hirn werde ich Gauweiler (CSU) nicht absprechen.
Wohingegen Begriffe wie Ehre, Stolz, Bescheidenheit, Anstand, Würde, Respekt, Ehrlichkeit sich erfahrungsgemäß eher weniger auf der Prioliste eines Politikers finden. (Ich habe jetzt bewusst nicht Anwalt geschrieben, da es da ja tatsächlich ein paar anständige gibt)