Wer ist BFC Dynamo Berlin?

Gegründet wurde der Verein erstmals 1949 als SG Volkspolizei Berlin und durch den Anschluss der SG Volkspolizei Potsdam 1953 in SG Dynamo Berlin umbenannt. Zum Ende der DDR war man das Maß aller Dinge und wurde zehn Jahre am Stück Meister. Diese Titelgewinne wurden von angeblichen Spielmanipulationen überschattet, welche aber nie nachgewiesen werden konnten. International konnte man vor der Wende 1971/72 den Einzug in das Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger verzeichnen. Auch konnten die Berliner 3x den FDGB-Pokal gewinnen.

Nach der Wende (eine Weile ganz schlicht als FC Berlin unterwegs) fuhr sich der Verein wirtschaftlich komplett an die Wand und war zwischenzeitlich sogar insolvent. Mittlerweile ist der BFC seit 2014 in der Regionalliga und könnte gegen den Sieger der Nord-Staffel den Aufstieg in die 3. Liga perfekt machen. Seine Heimspiele würden die Hauptstädter im Friedrich Ludwig-Jahn-Sportpark (siehe Titelbild) austragen, welchen einige Löwen aus dieser Saison noch kennen.

Die Saison des BFC

Der Aufstieg des BFC war von Anfang an anvisiert und das merkte man. Am dritten Spieltag übernahm man die Tabellenspitze und gab sie danach nur noch an sechs Spieltagen an den BAK ab, welcher die Saison auf Platz 7 beendet hat. Am Ende der Saison ist Dynamo mit 82 Punkten aus 38 Spielen souverän Meister geworden. Zwar hätte man am letzten Spieltag theoretisch noch von Carl-Zeiss Jena überholt werden können, aber das war aufgrund des klar besseren Torverhältnisses sehr unwahrscheinlich.

Gibt es gar keine Relegation?

Eigentlich würde man in den zwei anstehenden Relegationsspielen auf den Sieger der Regionalliga Nord treffen, jedoch steht hier das würde im Vordergrund. Denn dem BFC Dynamo Berlin fehlt es an Geld – und davon gar nicht mal so wenig. Auf ganze 900.000 € summiert sich der Fehlbetrag und wenn dieser bis zum 1. Juni nicht vorliegt, steigt der VfB Oldenburg kampflos auf. Denn das erste Relegationsspiel steigt schon am 28. Mai, womit ein Nachrücken des Tabellenzweiten aus Jena nicht mehr möglich ist. Sollte sich keine Bürgschaft finden, gibt es nächstes Jahr zu 100% keinen Verein aus der Hauptstadt in Liga 3. Somit könnte diese die einzige Profiliga ohne Berlin sein, falls der HSV in der Relegation gegen die Hertha seine Hausaufgaben erledigt.

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Dann hoffen wir mal, dass der BFC die Relegation gewinnt und das Geld auftreiben kann. Momentan wird gespendet was das Zeug hält.

Naja, deren Fanszene ist zumindest fragwürdig.