Die Rubrik Der Mann an der Pfeife heißt heute zum ersten Mal Die Frau an der Pfeife. Darin stellen wir unseren Leser*innen die Schiedsrichterin der nächsten Partie des TSV 1860 in der 3. Liga vor. Heute geht es an dieser Stelle um Fabienne Michel vom TSV Gau-Odernheim im rheinhessischen Landkreis Alzey-Worms. Sie pfeift am Samstag spätnachmittags (16.30 Uhr, im sechzger.de-Liveticker) das finale Löwenheimspiel dieses Jahres gegen den Tabellendritten der 3. Liga, den SC Verl.
Michel hat noch nie Gelb-Rot gezeigt…
Seit zwei Jahren leitet Fabienne Michel Spiele in der 3. Liga als Schiedsrichterin. Die Partie auf Giesings Höhen ist der 31. Einsatz der 31jährigen in dieser Klasse. Elf Spiele mehr hat sie in den letzten sechs Spielzeiten in der Regionalliga Südwest gepfiffen, im Sommer 2024 und 2025 war sie jeweils an der ersten Runde im DFB-Pokal aktiv beteiligt. Mit 128 gezeigten Gelben Karten liegt sie ganz leicht unter dem Drittligadurchschnitt, Gelb-Rot hat sie in ihren 30 Spielen tatsächlich noch nie gezeigt. Die zwei glatt Roten Karten sind ebenfalls weniger, als das Mittel ihrer – männlichen – Kollegen, zehn verhängte Strafstöße dagegen leicht überdurchschnittlich.
…aber Leroy Kwadwo glatt Rot
Einer ihrer beiden Drittligaplatzverweise rührt aus einem Spiel des TSV 1860 München. Leroy Kwadwo war der Übeltäter, den Michel am 20. April letzten Jahres beim 1:1 gegen den 1. FC Saarbrücken kurz vor der Pause wegen einer Notbremse des Feldes verwies. Für ein wenig Aufruhr sorgte dabei, dass Michel zunächst den gelben Karton in der Hand hatte, sich nach Rücksprache mit ihrem Assistenten jedoch auf Platzverweis umentschied. Schiedsrichter-Experte Babak Rafati lobte sie danach für diese richtige Entscheidung. Vom kicker erhielt sie für dieses Spiel allerdings – wohl auch wegen des Übersehens einer klaren Roten Karte gegen den Saarbrücker Gaus – nur die Note 4.
Die beiden anderen Berührungspunkte der Schiedsrichterin für den kommenden Samstag mit den Löwen waren – aus weiß-blauer Sicht – noch erfolgreicher als das Spiel gegen die Saarländer: In der Hinrunde der gleichen Spielzeit 23/24 leitete Michel das 2:0 auf Giesings Höhen gegen den Tabellenletzten SC Freiburg II am 21. Oktober, kam dabei mit je einer Gelben Karte für beide Teams aus und erhielt vom kicker eine solide Note 3.
Die letzte Begegnung Michels mit Münchens großer Liebe war dann der 3:0-Auswärtssieg beim SV Sandhausen am 2. November letzten Jahres. Ein Erfolgserlebnis für Sechzig und für Michel. Der kicker belohnte sie für diesen Einsatz mit einer 2,5.


Linienrichter mit sehr viel Erfahrung
Vierter Offizieller ein alter Bekannter der Löwen
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Titelbild: Fabienne Michel schaut im Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken im April 2024 nach Löwen-Mittelfeldspieler Marlon Frey











Na da haben wir – ausser blöden Sprüchen aus dem Publikum – ja nicht viel zu erwarten.
Frau Michel hat bisher nicht unbedingt mit umfassender Kompetenz überzeugt, Einschätzung ist eher “für die Dritte Liga reichts”. Da reiht sie sich bei ihren männlichen Kollegen nahtlos ein.
Wie werden in Kürze keine Schiris mehr haben, die uns in vorherigen Spielen nicht mindestens einmal spielentscheidend beschissen haben. Zeit wird’s, dass der VR-Light kommt, so geht’s nimmer weiter.
Die Rote für Kwadwo is mir sofort eingefallen als ich den Namen las.
Ich geh bei ihr mit einem guten Gefühl ins Spiel am Sa
Ich gehe bei deinem Gefühl von Ironie aus. 😉
Sehr gute Rubrik. So wichtig, dass die Menschen hinter diesem undankbaren Job näher gebracht werden.
Dass wir andauernd spieltäglich verschoben werden, ist natürlich trotzdem klar…😎🤣
Naja, der Mensch wird uns nicht wirklich nahe gebracht, es werden die Statistiken und die bisherigen Begegnungen dargelegt.
Ich finde die Rubrik auch gut, aber ich will nur sagen, ich weiß jetzt nicht wer Frau Michels ist und wie sie privat tickt, just saying.