In den letzten Wochen kann man rund um den TSV 1860 vermehrt lesen, dass die Löwen unter Präsident Robert Reisinger “sieben Jahre Stillstand” hinter sich haben. Aber stimmt das wirklich?

In einem Gastbeitrag setzt sich Löwenfan Thomas Briel mit diesem Mythos auseinander. Und leistet Aufklärungsarbeit.

Sieben Jahre Stillstand? Wirklich?

“Sieben Jahre Stillstand und Sumpf unter dem Präsidium Reisinger.” Dies war und ist eine der zentralen Behauptungen im Wahlkampf des Bündnis Zukunft. Eine fragwürdig anmutende Behauptung. Sieben Jahre Stillstand, wie ein Mantra monatelang und gebetsmühlenartig wiederholt und via einer großangelegten, kostspieligen PR-Kampagne befeuert. Verbreitet über bundesweite Medien, die kritische Fragen nicht stellen wollen. Verbreitet über die eigenen Kanäle des BZ, über die Kandidaten selbst und selbstverständlich über einen investorennahen, kommerziellen Blog. Seit ein paar Tagen lässt es sich auch unser Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik nicht nehmen, in den Jammerchor des Stillstands einzustimmen. Diesmal anhand eines saftigen und großzügigen Kopfgelds von 100 Millionen Euro, wenn die Mitglieder diesen angeblichen Stillstand-Spuk nur beenden mögen. Skurriler als diese 14 Minuten vom Tegernsee kann es nicht werden.

Sieben Jahre Stillstand also. Aber hält diese Behauptung einer kritischen Überprüfung anhand von Zahlen und Fakten überhaupt stand? Es gilt eine Zwischenbilanz des TSV München von 1860 e. V für die Jahre 2017 bis 2024 zu ziehen. Ich möchte versuchen, das so kurz als möglich an vier Themengebieten beispielhaft zu erläutern. Mitgliederzahlen und Altersstruktur, Abteilungen und Sparten, Gemeinnützigkeit sowie wirtschaftliche Kennzahlen.

DIE MITGLIEDERZAHLEN DER LETZTEN SIEBEN JAHRE

So ging der Löwe, der Löwe, der ging so: Seit dem Bundesligaabstieg der Profifußballer 2004, war die Zahl der Mitglieder im TSV München von 1860 e. V. kontinuierlich rückläufig. Ebenso rückläufig war die Zahl der aktiv Sporttreibenden. Was jedoch stetig nach oben ging, war das Durchschnittsalter der Mitglieder. Exakt seit dem Präsidium Reisinger liest sich das anders:

  • 2016/2017 — 18.892 Mitglieder
  • 2017/2018 — 20.960 Mitglieder
  • 2018/2019 — 21.976 Mitglieder
  • 2019/2020 — 22.541 Mitglieder
  • 2020/2021 — 23.473 Mitglieder
  • 2021/2022 — 24.437 Mitglieder
  • 2022/2023 — 26.031 Mitglieder

Dies bedeutet eine 40-prozentige Steigerung der Mitgliederzahlen und einen absoluten Mitgliederrekord in der 164-jährigen Geschichte unseres Vereins. Auch hinsichtlich der Altersstruktur unserer Mitglieder kann das Präsidium Reisinger positive Kennzahlen vorweisen. Lag der Anteil von Jugendlichen im Jahr 2016/2017 noch unter 10 Prozent, betrug deren Anteil im vergangen Geschäftsjahr 2022/2023 schon über 14 Prozent. Der Anteil jüngerer Mitglieder im Verein ist unter dem Präsidium deutlich gestiegen und entspricht mittlerweile dem tatsächlichen Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung in Deutschland.

FAZIT: Der Negativtrend bzgl. Mitgliederstärke und Überalterung wurde unter dem Präsidium Reisinger erfolgreich gestoppt und umgekehrt. Sieben Jahre Stillstand? Ganz im Gegenteil!

ABTEILUNGEN, SPARTEN UND DIVERSIFIZERUNG DER SPORTARTEN

So ging der Löwe, der Löwe, der ging so: Vor dem Sommer 2017 wurden Abteilungen im gemeinnützigen Verein eher geschlossen als neu eröffnet.

Seit 2017 sind neue Abteilungen wie beispielsweise Präzisionssport, Inklusionssport, E-Sports, Golf und Vereinsgeschichte gegründet worden. Hinzu kommen zahlreiche neue Sparten innerhalb bestehender Abteilungen wie Klettern, Bouldern und Ski-Tourengehen in der Bergsport-Abteilung, Rennradfahren und Fechten in der Abteilung Turn- und Freizeitsport, Volleyball bei den Fitnesslöwen der Abteilung Leichtathletik oder die großartige Wiederbegründung des Frauenfußballs. Dieser Verein bietet mittlerweile 50 verschiedene Sportarten an. In Worten: Fünfzig! Er ist ein Verein, der für seine Sportler/innen ein in München unvergleichbares Angebot in den Bereichen Breiten- und Leistungssport bietet.

FAZIT: Der gemeinnützige Verein lebt mehr denn je. Er boomt. Er ist mehr als nur Profifußball. Er bietet für jeden etwas. A echter Münchner is a Sechzger! Sieben Jahre Stillstand? Ganz im Gegenteil.

GEMEINNÜTZIGKEIT

So ging der Löwe, der Löwe, der ging so: Eine mögliche Aberkennung des Status der Gemeinnützigkeit schwebte – seit der leider fehlerhaft ausgeführten Ausgliederung der KGaA aus dem e.V. unter Präsident Karl-Heinz Wildmoser im Jahr 2002 – wie ein Damoklesschwert über unseren Köpfen.
Denn im theoretischen Falle einer Insolvenz der Profifußball-Tochter, der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, und einem damit verbundenen möglichen Verlust der Immobilie des Nachwuchsleistungszentrums an der Grünwalder Straße 114, hätte der Mutterverein finanziell bis an die Substanz bluten müssen. Es wäre schlichtweg gesagt ein Desaster gewesen. Seit 2003 haben dann sieben verschiedene Präsidien probiert, dieses dringliche Problem zu lösen. Ohne Erfolg. Der Durchbruch gelang 2018 unter dem Präsidium Reisinger/Schmidt/Sitzberger. Unter Federführung des Steuerberaters, Vize-Präsidenten und Schatzmeisters Heinz Schmidt. Es wurde eine vertragsrechtliche Absicherung gefunden, die sowohl die Finanzbehörden wie auch die Landeshauptstadt München zufrieden stellte.

FAZIT: Diese jahrelange Drohkulisse wurde seitens des Präsidiums Reisinger erfolgreich abgewendet. Vielen Dank für diesen Meilenstein. Sieben Jahre Stillstand? Ganz im Gegenteil.

WIRTSCHAFTLICHE KENNZAHLEN

So ging der Löwe, der Löwe, der ging so: Seit der Ausgliederung des Profifußballs aus dem Verein in die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA im Jahr 2002 unter Karl-Heinz Wildmoser, haben zehn verschiedene Präsidenten den TSV München von 1860 e. V. geführt. Die meisten mit Fokus auf die Fußballtochter und wenig Augenmerk auf den Hauptverein. Mit dementsprechend wirtschaftlich fragwürdigen Bilanzen.

Wie sieht die wirtschaftliche Bilanz des Präsidiums Reisinger aus? Die Entwicklung der Jahresergebnisse lautet wie folgt:

  • 16/17 Euro 54.412 Verlust
  • 17/18 Euro 204.599 Gewinn
  • 18/19 Euro 398.868 Gewinn
  • 19/20 Euro 434.335 Gewinn
  • 20/21 Euro 388.660 Gewinn
  • 21/22 Euro 192.042 Gewinn

In den letzten fünf Geschäftsjahren wurden somit über 1,5 Millionen Euro Gewinn erzielt.
Das Eigenkapital einschließlich Anlagevermögen wurde unter dem Präsidium Reisinger
von Euro 2.713.406 (Stand 30.06.2016) auf Euro 4.277.498 (Stand 30.06.22) erhöht.

FAZIT: Das Präsidium Reisinger kann mit den erfolgreichsten Bilanzen aller veröffentlichten Jahresabschlüsse seit zwei Jahrzehnten aufwarten. Der Verein steht wirtschaftlich gesünder da, als jemals zuvor und ist deutlich breiter aufgestellt. Sieben Jahre Stillstand? Ganz im Gegenteil.

Und jetzt zurück zu euch, liebes Bündnis Zukunft

Hier kommt die Gretchenfrage: Wo genau ist hier Stillstand zu erkennen? Diesen sehe ich beim besten Willen nicht. Es verstärkt sich der Eindruck, dass Ihr zwar für ein Gremium des eingetragenen Vereins antretet, aber bzgl. dessen Aufgaben, Strukturen und Erfolgen nur peripher im Bilde seid. Euer legendärer Matchplan beschäftigte sich von Tag eins an einzig und allein mit Fragen, welche allein die KGaA betreffen, denn darum geht es euch primär. Nicht um den Hauptverein. So weit, so gut. Eure Fragen sind richtig und wichtig. Denn diese Fragen stellen wir uns alle. Nur sind das keine Fragen für den Verwaltungsrat. Diese Fragen stellt ihr seit dem ersten Tag an den falschen Adressaten. Um mit der Behauptung des vermeintlichen Stillstands die Mitglieder des e.V. im Wahlkampf hinter euch zu versammeln. Um ein neues Luftschloss mit Hasan Ismaik zu bauen. Um einen Umsturz zu erwirken. Mit „Alternative Facts“ wohlgemerkt. Die Abteilung „Fake News“ sind ja wir, die Stadion-Clique und der Abschaum aus dem Sultanat Giesing.

Ich würde euch daher gerne den richtigen Ansprechpartner für eure Fragen vermitteln:

Warum haben wir kein Stadion in Riem mit 35k Fassungsvermögen und spielen noch immer in der „Ruine“? Das Angebot der Stadt lag auf dem Tisch. Fragt die HAM.

Warum geht es mit dem Bau der Turnhalle aufgrund des Erbpachtvertrags nicht weiter? Fragt die HAM.

Warum ist es bisher nicht zu der elementar wichtigen und willkommenen Kapitalmaßnahme gekommen? Der e.V war bereit. Die BAYRISCHE war bereit. Fragt die HAM.

Warum kommt es nicht zu einem konstruktiven Miteinander der Gesellschafter auf Augenhöhe? Der e.V. ist seit Jahren gesprächsbereit. Fragt die HAM.

Warum ist Horst Heldt nun bei Union Berlin? Warum wurde Achim Beierlorzer nicht Trainer bei 1860? Warum fallen wichtige Beiratssitzungen aus? Warum wird juristisch versucht, den Beirat patt zu stellen? Warum wird seit 7 Jahren jedes zarte Pflänzchen einer zumindest pragmatischen Zusammenarbeit erwürgt? Fragt die HAM.

Warum will Hasan Ismaik 100 Millionen für die Abwahl des VR und Präsidiums bezahlen, aber nicht 10 Millionen sponsoren, um in die 2. Liga aufzusteigen? Um damit den Wert seines eigenen Produkts nachhaltig zu steigern? Das wäre nachweislich in seinem eigenen Interesse. Ohne uns mit weiteren Schulden zu erdrücken oder nicht erfüllbare Bedingungen zu stellen. Fragt die HAM.

Und warum hat es unsere neue Geschäftsführung bis Ende Mai geschafft, einen konkurrenzfähigen Kader mit vielen Eigengewächsen auf die Beine zu stellen? Einen Kader, der im Rahmen der zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln zusammengestellt wurde. Einen Kader, für den Hasan Ismaik nicht einen Euro gegeben hat. Fragt NICHT die HAM. Fragt das Präsidium und unsere GF. Fragt die HAM aber unbedingt, warum sie Dr. Christian Werner und Oliver Mueller auf groteske Art und Weise täglich Knüppel zwischen die Beine wirft.

Warum kann man mit der HAM nicht auf Augenhöhe zusammenarbeiten? Fragt jeden, der es schon einmal versucht hat.

Sieben Jahre Stillstand? Falsch! Sieben Jahre Fortschritt und Emanzipation!

#wirsindderverein #freiheitfürsechzig

Quellen:
Jahresberichte des TSV München von 1860 e. V., 2016/2017 — 2022/2023

_______________

Thomas Briel

Über unseren Gastautor:

Thomas Briel, 53 Jahre alt, aufgewachsen im Landkreis Fürstenfeldbruck und Löwenfan seit Mitte der 1970er Jahre. Beruflich seit 30 Jahren in der Marketing- und Kommunikationsbranche tätig, davon zehn Jahre in New York.
Aktives Mitglied verschiedener Fan-Initiativen.

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7 Jahre Stillstand ist Fakt.

Eurasburger1860

Deswegen: Freiheit für Sechzig! Keine HAMpelmänner im VR

Dennis M.

Zumindest in den Dingen, die für viele Löwenfans relevant sind:

-Ligazugehörigkeit
-Stadionumbau

Falsch!!!
Ligazugehörigkeit, ganz klar vorerst die 2. Liga
Stadionumbau: Schwachsinn

Dennis M.

Das Stadion musst schon umbauen. Weiß nicht, inwiefern sich ein Neubau realisieren lässt. Wäre definitiv aber nicht abgeneigt von. In Sachen Stadion muss was passieren. Ein guter (!) Umbau wäre für mich aber in Ordnung.

Das GWS ist eine Ruine. Umbau Schwachsinn (Fragen Sie mal nach bei den Mannschaften, die bei uns im GWS zu Gast waren) HaHa
Für einen solch großen Verein, deren Namen immer noch weltweit einen starken Eindruck hinterlässt ist das GWS ein Nogo

Dennis M.

Im aktuellen Zustand definitiv. Muss was passieren in der Thematik Stadion, da sind wir schon beinander. Muss ein klarer Plan vorgelegt werden und realisiert werden.

Korrekt!

Alfred

Das Grünwalder war leider in den goldenenen Sechziger Jahren schon zu klein, um die Meistermannschaft zu finanzieren. Der Anfang vom Ende …

Vorstopper

Stimmt nicht! Leider war das Kaiserklo sogar in den ersten beiden Jahren, zu groß und zu teuer vernünftig wirtschaften zu können. Das endgültige Ende!

Alfred

… weil man es wie im Fall der Allianz Arena geschafft hat, rechtzeitig vor dem Umzug abzusteigen… in der zweiten Liga rechnen sich solche Riesenschüsseln halt leider nicht …

Vorstopper

Ach so, tja das hätte man wohl mit einplanen müssen. Aber der Hendlbrater hatte doch behauptet, mit den Einnahmen aus dem Parkhaus seien Größenwahn abstottern zu können.

1860ZELL

War dann wohl Missmanagement von Wildmoser die AA-Finanzierung ohne einen Plan B für eine Abstiegssituation zu entwickeln. Er war für die Verträge zuständig, die wurden bereits vor seinem Abgang im März 2004 abgeschlossen!

Frag mal nach bei Wildmoser Jun. in unserer Fußgängerzone München in seinem Lokal.

1860ZELL

Den Fakten hält die unbewiesene Behauptung von dem zu kleinen GWS nicht Stand!

Oh, der arme FC Bayern musste in dem kleinen Grünwalder Stadion seine vielen Meisterschaften und Pokalsiege bis 1972 finanzieren. Das gelang 1968/69 mit dem Double, in den zwei folgenden Saisons mit jeweils der Vizemeisterschaft, und 1972 wurde der FCB erneut Meister, wobei das letzte Spiel bereits im Oly absolviert wurde.

Obwohl das GWS zu der Zeit 44.300 Zuschauer fasste, kamen im Durchschnitt allerdings nur um die 25.000 zu den FCB-Spielen.

Selbst in der Meistersaison konnte 1860 mit im Durchschnitt 29.000 Zuschauern die GWS-Kapazität für 44.300 Zuschauer bei weitem nicht füllen. In den folgenden Jahren ging der Zuschauerzuspruch bis 1970 auf 14.923 zurück, das war die Ursache für finanzielle Desaster!

Soviel zu dem Märchen (Fake News), das GWS sei zu klein gewesen.

Unbestritten ist, dass 1860 sehr häufig kompetente Finanzmanager fehlten, die dafür sorgten, dass den unfinanzierbaren Ansprüchen Einhalt geboten wurde! 1860 meinte schon damals, dass man Meisterschaften nicht sportlich erringen müsse sondern erkaufen könne

Alfred

Ich glaube umgekehrt wird ein Schuh draus, Ende der 60er Jahre konnten Stars wie Grosser nicht mehr bezahlt werden, das Niveau sank und damit der Zuschauerschnitt. Eine Abwärtsspirale. So wird es zumindest in den üblichen Chroniken dargestellt. Dass bei uns fähige Manager die Ausnahme waren, ist leider wahr …

Roloe

Aber die Stars konnten nicht deshalb nicht mehr bezahlt werden, weil das Stadion zu klein gewesen wäre. Weil es auch zu den absoluten Hochzeiten von 1964 bis 1967 nur sehr selten ausverkauft war, siehe Posting von 1860ZELL.

Alfred

Ich bin wahrscheinlich blöd, aber gleicher Zuschauerschnitt bei höherem Sitzplatzanteil ergibt doch höhere Einnahmen ?

1860ZELL

Die Stars konnten nicht mehr bezahlt werden, weil bereits in der Aufstiegssaison 1860 das Stadion bei weitem hat nicht füllen können. Das ist doch wie in der aktuellen Diskussion. Ismaik fordert ein Stadion mit einem Fassungsvermögen für 52.000 plus Besucher. Nur in der 2. BL waren das im Durchschnitt je Spiel lediglich um die 23.000 Zuschauer. Es gilt die Ambitionen in Einklang mit den finanziellen Möglichkeiten zu bringen und dazu gehört eine realistische Abschätzung des Zuschauerzuspruchs.

So haben beispielsweise der BVB und der FCB Arenen für 66.000 bzw. 70.000 Besucher bei intern. Spielen. Obwohl die Kartennachfrage weit mehr als 100.000 ergibt, kommen die Klubs nicht auf die hirnrissige Idee, die Stadionkapazität für wenige Spiele drastisch zu erhöhen.

age

Wie hat es heuer Ulm gemacht?
Sicherlich hat hier die umlaufende Tartanbahn zum Erfolg beigetragen.
Aber auch mit 15.000 gewinnt man die Relegation. 😉
Aber welches Großstadion hat Elversberg nochmals?

1860ZELL

Werter Herr Briel,

vielen Dank für den phänomenalen Bericht.

Ich erlaube mir ein paar Daten der KGaA anzufügen, die belegen, dass während der letzten sieben Jahre dort in finanzieller Hinsicht eine positive Entwicklung zu verzeichnen ist, die im (häufig kritisierten) Konsolidierungsplan begründet ist:

Die KGaA hatte nach dem Jahresabschluss am 30.06.2011 Schulden iHv 18 Mio. €. Diese sind bis zum 30.06.2017 explosionsartig auf 63 Mio. € und somit um 45 Mio. € = +250 % angestiegen. Nicht zuletzt aufgrund des Verlustes von 22 Mio. € für die Saison 2016/17. Davon bestanden gegenüber HAM/Ismaik einschließlich des (tilgungspflichtigen) Genussrechtskapital 44 Mio. €. Dank der Konsolidierung erhöhten sich die Schulden bis zum 30.06.2022 (neuere Daten liegen nicht vor) lediglich auf 68 Mio. € (Erhöhung: 5 Mio. € = 8 %). Davon entfallen auf HAM/Ismaik 52 Mio.€.

Eigentlich müsste Hasan Ismaik dem Präsidium Reisinger sehr dankbar sein. Wäre die zwischen 2011 und 2017 betriebene Schuldenorgie nach dem 30.06.2017 fortgesetzt worden, hätte Ismaik rechnerisch weitere 29 Mio. € der KGaA zur Verfügung stellen müssen.

Kraiburger

Danke Tommy für diese Aufzählung.

Dabei hast du ja “nur” die Erfolge des Vereins aufgezählt und den Profifußball, den die meisten Kritiker ja glauben zu beleuchten, ausgeblendet.

Wenn man jedoch den Profifußball in den letzten 7 Jahren, also seit dem von der HAM fabrizierten Totalabsturz beleuchtet, so sieht man folgendes Resultat:

Einmal Aufstieg 2018
Klassenerhalt 2019
Zweimal Vierter Platz 2021 und 2022

Erst im Anschluss, als die HAM sich wieder intensiver in ihr Invest eingemischt hat, flogen wieder die Fetzen, was sich direkt auf den sportlichen Erfolg der ersten Mannschaft ausgewirkt hat.

Wenn man so will, hat die HAM in den letzten 2 Jahren einen Stillstand fabriziert. Von den letzten 7 Jahren kann aber absolut nicht die Rede sein.

Und wenn man ehrlich ist und nur die letzten 7 Jahre, also von 2017 bis 2024, isoliert betrachtet und sie in Vergleich stellt zu anderen Zeiträumen. Ja dann Jungs und Mädels von db24, dann muss ich euch schon fragen wo der “Stillstand 17-24” denn soviel schwerfälliger und trostloser gewesen sein soll, als der “totale Aufschwung 2001 bis 2004” oder die “Sensationszeit von 2011 bis 2017”.

Manchmal frage ich mich echt, wie schnell Leute vergessen!

Wolfratshauser

Applaus, perfekt. Warte wie viele andere auch noch auf den Löwen-Park mit echten Tieren neben dem neuen Stadion.

Dennis M.

Ich nicht. Ich warte auf ein vernünftig und ligaunabhängig ausgebautes GWS. Das würde allen Löwenfans gut tun.

moosham_michA

weitere erfolge sind die blaskapelle, das bamboleo, das wieder mit der stadt gesprochen wird, der umgang mit fanblogs seit mnp weg ist und das undichtigkeiten gegenüber manchen “medien” gestopft sind, seit sitzberger und mnp furt sind.

United Sixties

Sehr richtig. Und ja es bleibt elementar, dass die Mitglieder auf der MV als höchstes Vereinsgremium Ihre Vertreter im VR wählen und für die Präsidiumsbesetzung legitimieren. 50+1 bleibt und das ist im Sinne des Vereins und seiner Mitglieder! Basisdemokratie funktioniert so und auch das ist gut so..genau wie die Kandidatenauswahl und ein Wahlkampf dafür.
Nur so kann sich jeder ein Bild machen und Argumente abwägen.
Sechzig existiert durch seine treuen Mitglieder und Fans, mit diesem oder einem anderen Präsidium oder VR. Zur Tochtergesellschaft KGaA bedarf es kluge und mutige Entscheidungen der GF , sportlich und wirtschaftlich und besonders in der Stadionumbaulösung mit der Stadt. Nur so können die Fanlager wieder versöhnt und vereint werden: auf Giesings Höhen in einem ligaunabhängigen, vollüberdachten, modernen Sechzgerstadion für dann hoffentlich mindestens 21 860 treue Stadionbesucher. Mit neuer Haupttribüne, B-Seats ohne Zäune .Mit Sponsoren und den TV-Geldern wird die 2. Liga finanziert und da müssen wir schnell wieder hin.

Urloewe

Da bin ich bei dir.
Nur ist das Konstrukt bei 60 mit der HAM vollkommen im Blockademodus gefangen.
Und deine Ziele sind unerreichbar, wenn man sich nicht einigt.
Oder es gibt einen neuen Investor, der alte gibt auf.
Oder es gibt ein neues Präsidium, das alte schmeißt hin.
Das ist der Zustand, wenn man mit Abstand bei uns draufschaut.
Leider ist die Situation so.

andstrix

Also ich sehe den Fortschritt nur beim e.V.
Warum betrachtet man hier die KGaA nicht?
Klar, da schaut es zappenduster aus.
Ich bin Mitglied bei 1860 wegen dem Profifußball und wegen nichts anderem, und da ist nicht Stillstand, sondern Rückschritt angesagt.
Würde mich eigentlich als neutralen Fan ( seit der 70 er Jahre!) bezeichnen und habe inzwischen mit meinen 8 Spezln zusammen den Eindruck, dass es mit dem derzeitigen VR nur noch in die falsche Richtung geht. Deshalb werden wir dieses Jahr wählen gehen!
Für eine bessere Zukunft!!
ELiL

Alexander Schlegel

Warum man die KGaA nicht betrachtet? Weil es bei der Wahl des VR um den e.V. geht und nicht um die KGaA. Und warum es bei der KGaA nicht vorwärtsgeht, wurde hier doch schon rauf und runter dekliniert. Schau Dir die einzelnen Baustellen an und überlege Dir, wer hier permanent blockiert.

Es gibt in meinen Augen nur eine mögliche gedeihliche Zukunft für den Profifußball in unserem Verein. Und das ist mit Sicherheit nicht die Wahl des VR im e.V., sondern dass sich dieser schlimme Kreditgeber endlich vom Acker macht. Sonst bekommen wir keine Ruhe mehr hier rein. Reichen da nicht die kranken Gewaltfantasien des Herrn, dass eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist?

Urloewe

50+1
Beirat des eV bestimmt den Präsidenten.
Der wiederum kann 50+1 anwenden.
Ist das so schwer?
Muss man das immer und immer wieder wiederholen?

Und dann fängst DU wieder an uns sagst, es ginge nur um den eV.
Mann, Mann, Mann!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Leonie60

Das ist halt falsch! mei Wahnsinn

Der Beirat des EV bestimmt nicht den Präsidenten, der wird gewählt, von den Mitgliedern.

Der VR ist nicht der Beirat.

Der VR schlägt einen Kandidaten vor, das ist alles, der muss dann erstmal gewählt werden.

Der VR hat kein Weisungsrecht ans Präsidium oder an die KGaA.

Der Beirat – besetzt 2x Ham 2x ev – beschließt zB über die GFs in der KGaA, nur bei Patt geht die Entscheidung an die GeschäftsführungsGmbH = Präsidium=3 Personen, hier kann dann in einigen Fällen (nicht immer) 50+1 gezogen werden.
Und dann gibt’s noch den AR, mit Mehrheit HAM, hier hat weder der VR noch der Beirat ein Weisungsrecht.

Leonie60

Und dann gibt’s noch den Kooperationsvertrag, Satzungen etc.

Alexander Schlegel

Tut mir leid, aber Du stehst komplett auf dem Schlauch. Natürlich geht es bei der BZ um die KGaA und das ist genau der Missbrauch, den es zu verhindern gilt. Denn es ist nicht die Aufgabe eines VR des Gesamtvereins mit all seinen Abteilungen darauf zu reduzieren im Bereich der angegliederten KGaA 50+1 auszuhebeln. Denn darum genau gehts doch bei der BZ. Woraus sie ja überwiegend auch kein Geheimnis machen.

Stepanek

Und das BZ möchte sich ja auch am eV und seinen “Werten” bedienen. Die Wandlung des NLZ in ein Profit-Center sagt es ja schon, es soll Profit erzeugen. Für wen, sicher nicht den eV, sondern die KGaA, oder für die neuen Eigentümer des NLZ. Schon vor Jahren hat Herr Ismaik versucht das NLZ an sich zu reißen, bis hinunter zu den Kleinsten wollte er bestimmen, brasilianische 10-jährige ins NLZ holen um diese dann gewinnbringend verkaufen zu können.
Alleine das ist für mich schon ein Grund, dass das BZ auf gar keinen Fall eine Mehrheit im VR bekommen darf.
Geht zur MV und wählt nur nicht die Kandidaten des BZ!

Last edited 1 Monat zuvor by Stepanek
Alexander Schlegel

Volle Zustimmung!

Benjisson

Du lernst es nicht oder?

50+1 kann nicht alles entscheiden. Das wurde doch schon mehrfach immer wieder ausgiebig erklärt

Schwabenpower

Wenn in allen Bereichen, die der e.V. eigenständig entscheiden kann, Fortschritte erkennbar sind, und in dem einzigen Bereich, in dem man sich mit einem Investor – dem zudem 60% der KGaA gehören – abstimmen muss, keine Fortschritte erzielt werden, soll der e.V. also verantwortlich sein? Das einzige, was ich dem e.V. vorwerfe, ist, dass die 50+1-Regel nicht häufiger angewendet wurde und man HAM zu oft freie Hand gelassen hat.

1860ZELL

Die Entwicklung des Profi-Fußball-Unternehmens TSV KGaA muss man vor allem betriebswirtschaftlich betrachten. Am 30. Juni 2017 hatte die KGaA Schulden von 63 Mio. €, keine Profi-Mannschaft mehr und war hoffnungslos überschuldet und insolvenzgefährdet.

Endgültig vorbei waren die Zeiten von 2011 bis 2017, als getrieben von dem Darlehensgeber Ismaik man bei 1860 meinte, der Aufstieg müsse nicht sportlich erreicht werden, sondern könne mit Schulden erkauft werden.

Und wer jahrelang, um nicht zu sagen jahrzehntelang, maßlos über die finanziellen Möglichkeiten gelebt hat, muss dann erst einmal “kleine Brötchen” backen und sich auf sportlichem Wege wie beispielsweise Ulm und Münster den Aufstieg ermöglichen

Urloewe

Da sind viele stichhaltige Argumente dabei.
Erst mal Respekt für den Beitrag!
Allerdings betreffen die Zahlen den eV und nicht die KgaA, dort sieht es nämlich zappenduster aus.
Was falsch ist an dem Beitrag: Es wird suggeriert, dass die Wahlen des eV ja die KgaA und deren Belange nichts anginge. Das ist Unsinn. Solange es 50+1 gibt, solange der Präsident des Vereins damit die Entscheidungen überstimmen kann, sind diese Wahlen elementar.
Deshalb gibt es ja den aktuellen richtungsweisenden Wahlkampf.

Mutloewe

Welche sinnvollen, zukunftsorientierten Entscheidungen wurden denn vom Präsidenten überstimmt? Beierlorzer? Horst Held? Turnhalle? Ach so, das war ja Ismaik.

_Flin_

Bei der KGaA sieht es nur dann zappenduster aus, wenn Ismaik seine Finger im Spiel hat. Je mehr, desto düsterer.

Niemand hindert ihn an positivem Wirken. Will er aber nicht. Er will Krieg gegen den Verein, dessen gewählte Vertreter, seine Mitglieder und zuguterletzt auch seine Kunden.

Wer das nach dieser Saison nicht verstanden hat, in der er mal wieder aktiv die KGaA durch die mangelhafte Arbeit seiner Lakaien und Untergebenen geschädigt hat, wirds auch nicht mehr verstehen.

Urloewe

Das ist doch totaler Quatsch.
Ich seh mich eher als unabhängig und keinem Block zugehörig.
Aber die These, alles was eV und Präsident machen, ist gut und alles was die HAM und der Hasan machen ist schlecht, ist einfach zu extrem und schlichtweg falsch.

Leonie60

genauso falsch wie die Aussage, das Präsidium bzw. der EV könne alles per 50+1 entscheiden, das ist schlichtweg falsch

Benjisson

Du bist alles andere als unabhängig.

Lisa

Die gestiegenen Mitgliederzahlen hängen ganz wesentlich mit der viel zu geringen Kapazität des Sechzger und der Dauerkartennachfrage zusammen.

Bei den Abteilungen zeigte insbesondere die neugegründete der Golfer jahrelang Stillstand mit knapp 40 Mitgliedern und musste erst kürzlich wiederbelebt werden.

Das Problem der Gemeinnützigkeit des e.V. konnte nur mit Hilfe der HAM gelöst werden.

Entsprechend den Mitgliederzahlen ist der Gewinn im Verein gestiegen.

Das Grundstück in Riem war zu klein.

Zum Turnhallenbau fehlt dem e.V. die Finanzierung. Zuletzt erklärte Robert, dass er die fehlenden 20 Mio. EURO mit Crowdfunding und Eigenleistung der Uf60 darstellen will.

Eine Kapitalerhöhung in der KGaA wurde mehrfach besprochen. Da die Höhe der Anteile der HAM bestehen bleiben soll und ein Verkauf der Anteile des e.V. einer Zustimmung von 75% der Mitglieder auf einer MV bedarf, ist Stillstand eingetreten.

Einladungen des e.V. zu einem Löwenspiel im Sechzger an den Mehrheitsgesellschafter mit 60% des 1860 Profiunternehmens können nicht ernsthaft ein Thema sein. Der Präsident hatte zudem Flugangst bekundet zu einem Trip nach Dubai. Um wenig später in Afrika und Asien zum Golfen zu verweilen.

Heldt wollte niemals ernsthaft zu 1860 in Liga 3. Zuvor war er Manager beim VfB, bei Schalke und dem 1. FC Köln in der Bundesliga. Und nun ist er Manager bei Union in Liga 1. Bundesweit ist zudem bekannt, dass die Vereinsführung im Sechzger verbleiben will. Was allein schon aus wirtschaftlichen, aber auch aus Gründen i.Z. mit Auflagen für die Lizenzerteilung durch die DFL für die Bundesliga, einen (dauerhaften) Aufstieg in die DFL unmöglich macht. Somit ist 60 für viele Spieler, Trainer und Manager unattraktiv.

Nur ein Umzug in ein größeres und modernes Stadion ermöglicht 60 die Rückkehr in die Bundesliga. Zunächst ab Mitte 2027 in das Olympiastadion und dann in einen Neubau für mindestens 30.000 Zuschauer. So muss geplant und gearbeitet werden. Um 60 wieder eine Zukunft im Profifußball zu ermöglichen.

Ob die neue Geschäftsführung der KGaA mit ihrem Konzept erfolgreich sein wird, wird man sehen. Vermeintlich gute Spieler für Liga 3 bilden noch nicht ein richtig gutes Team auf dem Platz. Bisher bleibt nur haften, dass man in 5 Jahren die Nr. 2 in Bayern sein will. Das ist naiv und wird im Sechzger nicht möglich sein.

Wo ist also der reale Fortschritt? Ein Konzept zu 60 auf den Weg in die Bundesliga hatte die Vereinsführung nie vorgelegt. Vielmehr hält man krampfhaft am Sechzger fest. Und hofft auf ein baurechtliches Wunder zur deutlichen Erhöhung der Kapazität. Das nicht eintreten wird.

Dennis M.

Ich will ja auch in die Bundesliga, wie du Lisa. Zudem möchte ich auch ein Konzept, wie man langfristig wieder dahinkommt und nicht in Liga 3 verkommt. Findest du aber echt, dass dir Ligazugehörigkeit mit der Stadionkapazität korreliert? Klar, das GWS im aktuellen Zustand ist nicht zukunftsträchtig. Allerdings reichen 25k-30k, oder? … 60k wären überdimensioniert für 60.

Last edited 1 Monat zuvor by Dennis M.
JohnnyDepp

Die Mitgliedszahlen steigen konstant. Stünden sie nur im Zusammenhang mit Stadiontickets, könnte man auch einmal eintreten, sich eine Dauerkarte im Vorverkauf sichern und wieder austreten. Man würde sein Vorkaufsrecht für die kommende Saison behalten. Tageskarten gibt es inzwischen durch den Ticket-Zweitmarekt bei nahezu jedem Spiel zu erwerben, auch für Nicht-Mitglieder.

Der “Stillstand” der Golfer hing maßgeblich mit Corona zusammen. Seit letztem Jahr blüht die Abteilung wieder auf, organisiert Turniere, kostenfreie Trainings und attraktive Mitgliedschaften in Clubs. Also bitte nicht diese Märchen erzählen, sondern auf Mitgliederversammlungen zuhören oder sich auf der Vereinswebsite informieren.

Das Grundstück in Riem war für ein Stadion mit 55000+ Plätzen für HAM zu klein. Finde den Fehler.

DIe Finanzierung des Turnhallenbau ist gesichert. Der e.V. würde eine erhebliche Förderung der Stadt bekommen – Voraussetzung ist aber eine eigene Halle, die nur auf einem im Eigentum befindlichen oder mit Erbpacht verbundenen Grundstück möglich ist. Die KGaA würde diese Förderung nicht bekommen. Die KGaA ist übrigens (einklagbar) zum Bau der Turnhalle ggü. dem e.V. UND DER STADT verpflichtet.

Das mit der Kapitalerhöhung ist unwahr. Diese scheiterte bislang am fehlenden Interesse der HAM, bevor die Mitglieder überhaupt dazu gefragt werden konnten.

Heldt und Reisinger waren sich mündlich einig. Saki gab Heldt aber zu verstehen, dass dessen Arbeit von HAM mit allen Mitteln blockiert werden würde, da er vom e.V. kommt.

Das mit dem Oly ist eigentlich nicht mal wert, kommentiert zu werden. Ein halbes Stadion, das übrigens weder zweit- noch erstligatauglöich ist und auch nicht entsprechend saniert wird. Vielen Dank!

Stefan Kranzberg

Gut zusammengefasst. Danke.

Alexander Schlegel

Super Antwort! Fakten statt Polemik. so muss es sein.

Lisa

Ich habe geschrieben, dass die Mitgliederzahlen ganz wesentlich und nicht nur mit der Dauerkartennachfrage zusammenhängen. Und das ist so.

Das Grundstück in Riem war für die damalige Stadionplanung zu klein. Und stand dann nicht mehr zur Verfügung. Für eine neue Planung mit Stadion und Auslagerung der KGaA von der GWS 114 wäre es auch zu klein.

Der Stillstand der Golfabteilung hätte gerade coronabedingt am wenigsten zu erwarten sein müssen. Golf ist kein Indoor-Sport. Und Golf und 60 passen nicht zusammen. Zudem wurde die Abteilung bisher auch noch schlecht geführt.

Eine Finanzierung des Turnhallenbaus gibt es nicht, wie schon geschildert. Anders als ursprünglich von Robert angenommen, gibt es nur Fördermittel in Höhe von 3 Mio. Euro und 2 Mio. Euro könnte der e.V. beisteuern. Das hatte er selbst bestätigt. Da die KGaA kein Geld zum Turnhallenbau hat, wird die Stadt keinen Klageweg bestreiten wollen. Gegenüber dem e.V. ist sie ohnehin vertraglich nicht verpflichtet.

Ismaik hatte mehrfach erklärt, dass er eine Kapitalerhöhung wünscht. Jedoch nicht um 3-5 Mio. Euro wie auch mit der Bayerischen diskutiert, sondern um eher 30 Mio. Euro. Dazu kann der e.V. finanziell jedoch nicht mithalten. Und müsste seine Anteile bis auf einen Rest verkaufen. Und dazu wiederum müsste erst einmal eine (grundsätzliche) Zustimmung auf einer MV eingeholt werden. Was bisher nicht geschehen ist. Daher bleibt es bei dem Stillstand.

Heldt hatte sich beide Gesellschafter angehört. Und sich dann entschieden, kein Engagement einzugehen. Denn das wäre weder finanziell noch perspektivisch für ihn auch nur annähernd ansprechend gewesen.

Das Olympiastadion ist bereits jetzt grundsätzlich DFL-tauglich für den überdachten Bereich. Dazu gibt es 2 Bestätigungen von der DFL. Besonders saniert werden müsste hierfür fast nichts. Denn selbst ein wünschenswerter VIP-Bereich ist nicht zwingend erforderlich.

Kraiburger

Hallo Lisa,

ich finde es interessant, dass du die Korrelation der Mitgliedszahlen zu den verkauften Dauerkarten heran ziehst, und dabei noch ernsthaft das Olympiastadion als Spielstätte heran ziehst.

  • Denkst du, 1860 könnte im Olympiastadion ebenfalls die teuersten Dauerkarten Deutschlands verkaufen?
  • Denkst du, die Steigung der Mitgliederzahlen würde so weiter gehen, wenn eine Tages- oder Jahreskarte keine Mangelware mehr ist?
  • Denkst du, die Fans würden sich weiterhin Dauerkarten kaufen, wenn es doch am Spieltag selbst leicht möglich ist an Karten zu kommen?
  • Denkst du, 1860 würde seine Stahlkraft im Olympiastadion ebenso ausspielen wie im Sechzgerstadion?
  • Denkst du, ein nicht vorhandener VIP-Bereich im Olympiastadion wäre für Sponsoren, Partner und VIPS interessanter als die Alm?
  • Denkst du, Fernsehbilder die 1860 nur mit einer leeren, unüberdachten Gegentribüne des Olympiastadions zeigen, erhöhen den Marktwert des Produkts?

Ich für meinen Teil würde jeden einzelnen dieser Punkte mit “Nein” beantworten. Und wenn man hinter meine emotinalen Einschätzungen noch finanzielle hard-facts legt, dann wirst du schnell erkennen, dass die Olympiastadion-Diskussion keinem Skill einen Mehrwert bietet: Den Dauerkartenzahlen nicht, der Vermarktung nicht, der Auslastung nicht, den Mitgliederzahlen nicht – und damit auch den Einnahmen nicht!

Wenn du mir jetzt darstellen willst, dass “kein Olympiastadion” für dich Stillstand ist, dann sehe ich der weiteren Auseinandersetzung
locker entgegen!

Lisa

Sportlich erfolgreiche Klubs können ihre großen Stadien füllen. Das Sechzger ist nur deshalb ausverkauft, weil es viel zu klein ist. Diesen erheblichen Mangel gilt es aus wirtschaftlichen Gründen zu beheben. Da so ein Weg in die Bundesliga unmöglich ist. Ein Auszug ist unausweichlich. Den Dauerkartenverkauf an eine Mitgliedschaft zu koppeln, behindert die Fortentwicklung. So etwas kann gemacht werden, wenn man als Spitzenklub sein 70.000 Plätze Stadion ohnehin voll bekommt.

Das Olympiastadion ist eines der schönsten Stadien der Welt. Es ist kein optimales Fußballstadion wie eine Arena. Jedoch besonders in den wärmeren Monaten ein unvergleichliches Erlebnis – siehe dazu auch die Leichtathletik EM 2023 und unzählige Konzerte, bei denen sich die Zuschauer bzw. Zuhörer keineswegs über eine mangelnde Nähe zum Sportfeld bzw. zur Bühne beschweren. Hingegen ist das Sechzger in jeder Hinsicht veraltet und bietet zudem erhebliche Sichtbehinderungen. Die Strahlkraft von 60 würde im Olympiastadion weit mehr glänzen als im Sechzger. Das eher nur für eine besondere Spezies Fans geeignet ist. Die jedoch gewinnbringend den Klub nicht voran bringen (können).

Natürlich ist ein VIP-Bereich wirtschaftlich gesehen erforderlich. Aber nicht zwingend von der DFL vorgesehen. Die Stadt ist jedoch dringend aufgefordert, einen modernen VIP-Bereich im Olympiastadion für alle Veranstaltungen im Rahmen der Generalsanierung einzurichten.

Das angebliche optische Problem einer leeren Gegengerade sollte sich durch entsprechende Kamerapositionierungen und mobile großflächige Werbeträger einfach beheben lassen.

Lisa

Während der (Beton-)Sanierung des Sechzgers ab voraussichtlich Herbst 2027 für etwa 2 Jahre muss 60 ins Olympiastadion umziehen. Dann wird man sehen, wie der wirtschaftliche Erfolg dort ausfällt.

Stefan Kranzberg

Im Olympiastadion bräuchte 1860 einen Schnitt (!) von knapp unter 30.000 Zuschauern, um kostendeckend rauszugehen.

Alexander Schlegel

Es wird im Oly in der Zukunft keinen Fußball mehr geben. Völlig unnötige Diskussion.

Lisa

Diese Behauptung belege nun bitte mit Zahlen.

Stefan Kranzberg

Erstaunlicherweise finde ich in Deinem Kommentar nicht einen einzigen Punkt, bei dem ich Dir zustimmen kann. Sowas kommt selten vor, zumal Du an sich ordentlich argumentierst und Dich angenehm artikulierst.

Alexander Schlegel

Von was träumst Du eigentlich? Der Sanierungsbeschluss für das Olympiastadion steht schon länger, der Umbau hat wohl auch bereits begonnen und sieht keinerlei Ertüchtigung für den Fußball vor. Du tust gerade so, als ob da morgen die Bagger vorfahren und wir ab 2026 dort Bundesliga spielen könnten. Das ist reine Griss-Propaganda. Es ist gibt dazu keinen Beschluss und es wird sich über viele Jahre daran nichts ändern, wenn jetzt die Modernisierung vollzogen wird. Hört doch mit diesem Schwachsinn auf.

Wir brauchen keine 50.000-Mann-Arena, sondern ein modernes oder modernisiertes Stadion, das auf die modernen Erfordernisse eingeht (siehe VIP-Lounges, Business-Seats etc.). Das ist auch mit einem relativ kleinen, aber dann sehr fein umgebauten Grünwalder zu schaffen. Klar, jeder wünscht sich bei so einem Umbau eine größere Zuschauerzahl als die im Gutachten ermittelten 18060. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert und Heidenheim zeigt uns mit seinem nur 15.000 Zuschauer fassenden Voith-Stadion, dass man sehr gut damit 1. Bundesliga spielen kann. Und wir müssen erst mal überhaupt in die 2. Liga kommen. Und das wird schwer genug. Hör also doch endlich mit Deiner Träumerei auf und nimm einfach die Realitäten mal zur Kenntnis.

Dennis M.

Sehe es ähnlich. Allerdings sollte das GWS für die ersten 2 Ligen auch langsam mal auf Vordrrmann gebracht werden. 15k erachte ich trotz allem als zu wenig. Bisschen mehr muss da schon gehen. 60 mobilisiert mehr als Heidenheim. Wichtig ist, dass aber überhaupt mal was passiert. Fortschrittlich, sukzessive und progressiv.

Alexander Schlegel

18000 scheint ja wohl laut Gutachten möglich zu sein. Besser als nichts, zumal wenn sich die Lage für die wirklich einnahmeträchtigen VIP-Plätze nachhaltig ändert. Dann kann man im Grünwalder schon auch Geld verdienen. Außer die Stadt ruft bei der Stadionmiete astronomische Summen nach dem Umbau auf. Aber das kann man ja im Vorfeld durchrechnen und vertraglich festlegen.

Dennis M.

18.000 wäre zumindest mal ein Anfang. Man muss das Stadion auf jedenfall auf Vordermann bringen. Wirtschaftlich und für Lizenzbedingungen. 25k-30k wäre meiner Meinung nach top – 18k sicherlich ein Anfang. 70k sind zu viel für 60 natürlich.

Alexander Schlegel

Übrigens, Dennis. Die ewige Stadion-Diskussion und wie viel Einnahmen man da machen könnte, ist schon auch sehr, sehr überholt. Ich habe mal vor einiger Zeit eine Studie gelesen, dass die Einnahmen in der Bundesliga durch Stadionbesuchern inzwischen nur mehr 16% des Gesamtvolumens ergibt. Das mag vielleicht in der 3. Bundesliga noch gehörig anders sein, aber je weiter es nach oben geht, desto unwichtiger wird die Frage nach den Ticketerlösen. Deswegen hält auch Heidenheim mit seinen 15.000 Zuschauern mit und erreichte Union Berlin in einem Stadion von 22.000 Zuschauern die Chamions-League. Die Gleichung hohe Zuschauerzahlen = tolle Bilanzen ist schon lange ein Märchen.

Das nur am Rande, weil hier schon wieder so antiquierte Zusammenhänge von Stadion und Wohlergehen des Vereins hergestellt werden. Wir leben nicht mehr in den 70er-Jahren.

Dennis M.

Klar, das habe ich nicht zur Diskussion gestellt :). Mir ist es wichtig, dass das Stadion die Lizenzbedingungen für Liga 1 und Liga 2 erfüllt und dass es zumindest auf ne gewisse Zuschauerzahl ausgebaut wird. 60 hat ne andere Base als Heidenheim. Prinzipiell weiß ich aber, auf was du hinaus möchtest.

Vorstopper

Wie ist das Wetter so in Südafrika? Es reicht doch wenn du deinen Dung beim
Blogger ausbringst.

Dennis M.

Für mich ist das Oly auch ein sehr schönes Stadion. Das Oly alleine erachte ich aber nicht als optimale Lösung. Ein modernes umgebautes GWS mit 25k-30k oder ein Neubau ist meiner Meinung nach die Lösung. Das GWS im momentanen Zustand kannst vergessen. Da muss sich natürlich was tun.

Lisa

Das hatte ich gestern dazu geschrieben: Nur ein Umzug in ein größeres und modernes Stadion ermöglicht 60 die Rückkehr in die Bundesliga. Zunächst ab Mitte 2027 in das Olympiastadion und dann in einen Neubau für mindestens 30.000 Zuschauer. So muss geplant und gearbeitet werden. Um 60 wieder eine Zukunft im Profifußball zu ermöglichen.

Alexander Schlegel

Du ziehst hier Deine unsinnigen Behauptungen, die reine Fantasiegebilde sind und keinerlei Grundlagen haben, einfach mal durch. Aber durch Wiederholungen von Unsinn, wird leider nicht irgendwann mal Sinn daraus.

Dennis M.

Entweder Neubau oder Umbau GWS. Aber das muss natürlich lizenztechnisch für Liga 1 und 2 den Anforderungen genügen wirtschaftlich sein. 25k würden mir persönlich auch reichen, diese Kapazität sollte es dann aber schon haben.

Lisa

Ein Umbau des Sechzger zu mehr als 20.000 Plätze ist baurechtlich nicht zulässig. Dazu kann es entsprechend dem DFL Regelwerk nicht(!) bundesligatauglich gemacht werden.

Es bleiben folglich nur Olympiastadion und nachfolgend der Neubau so bald als möglich.

Eurasburger1860

Das Sechzger wird so oder so saniert, es kommt auf die Art und Umfang an.
Es kann ein sehr ordentliches Stadion für Liga 2 werden, in dem man sogar in die erste Liga aufsteigen kann.
Die dann gültigen Regularien für Stadien schauen wir uns dann an, denn nach einem Aufstieg bekommst man derzeit eine Übergangsfrist und im Anschluss brauchts einen Plan.

Derzeit haben wir einen verrückten Investor an der Backe, mit dem im Gepäck die Stadt sicher kein Grundstück zur Verfügung stellt für einen Neubau.

Lisa

Je kleiner der Sponsoren-Pool und die finanzielle Potenz (der Hauptsponsoren) ist und je weniger hoch die TV-Gelder sind, um so mehr zählt die die Größe eines modernen Stadions mit VIP-/Business-Bereich.

Der Löwen-Sponsoren-Pool ist mit knapp 100 überwiegend Kleinstsponsoren und einem Hauptsponsor zu klein und impotent. Zum Vergleich Heidenheim hatte bereits anfangs in Liga 2 rund 400 Sponsoren davon 4 potente und einen mehr als doppelt so hohen Sponsorenumsatz als 60 heute.

Im Sechzger würden wir selbst nach einem Umbau mit Logen und Businessseats nicht einmal 10 Mio. Euro Gewinn machen können. Zudem wäre bei einem Umbauaufwand für die Stadt von über 100 Mio. EUR eine ständige Mieterhöhung zur Teilamortisation die Regel. Ein langfristiger Mietvertrag mit der Stadt könnte von 60 nicht abgeschlossen werden, da das Stadion Stand heute nicht bundesligatauglich wäre. Damit ist auch das Umbaurisiko für die Stadt erheblich zu hoch. Denn es droht der Auszug von 60. So wird es keinen Umbau geben können.
Wäre die Bundesligatauglichkeit hingegen nach Umbau gegeben, könnte man auch in der Bundesliga im umgebauten Sechzger bleiben, da dann die TV-Gelder die Ticketeinnahmen in den Hintergrund stellen. Allerdings müssten die Sponsorenumsätze sich mindestens verdreifachen.

Würden Investoren und Sponsoren die nachhaltige Finanzierung eines Stadionneubaus vorlegen, wäre die Stadt sicherlich bereit, ein entsprechendes Grundstück zügig nachzuweisen.

Kraiburger

Weißt Lisa,

jetzt machst mal 3 Dinge:

Erstens: Du redest mit Leuten, die schon 1860-Spiele im Olympiastadion erlebt haben und lass dir ihre Eindrücke schildern. Ich für meinen Teil habe im Oly über 150 Spiele von 1860 gesehen, nachdem ich 1995 auch mit diesen Phrasen geködert wurde, wir würden in dieser vollkommen überdimensionierten, unpersönlichen, zugigen Schüssel bald wie der FC Bayern sein, nur anders heißen. An vielleicht 5 Spiele davon erinnere ich mich gerne – und die meisten davon waren auch noch Niederlagen. Letztendlich wollten wir da wieder schneller raus als wir da drin waren. Statt aber aus dem Fehler zu lernen, Giesing verlassen zu haben, haben wir gleich noch einen Fehler gemacht – und haben uns auf einen Deal mit Bayern eingelassen. Nachdem wir bereits 1982 einen Zwangsabstieg dank dem oly hinlegen mussten, war der zweite Umzug 1995 die Einleitung schon zum Zwangsabstieg 2017.

Zweitens: Du fährst mal zum Marienplatz und redest mit der Stadtverwaltung, ob die dir irgendwo ein Grundstück überlassen würden, das nicht schon für die dringend benötige Wohnbebauung verplant ist. Wenn du dann noch jemanden findest, der uns in der aktuellen Kojunkturphase ein Stadion finanziert, dann darfst dich wieder melden! In den letzten 30 Jahren, seit ich diese Diskussion führen muss, hat sich da jedenfalls noch niemand gefunden.

Drittens: Du gehst mal ganz tief in dich und überlegst, ob eine Stadtverwaltung, die zusätzliche Maßnahmen ergreift um uns ein Oly zu ertüchtigen, wirklich bereit ist uns 2 Jahre später ein nicht vorhandenes Grundstück zu überlassen – und die Kosten für den Oly-Umbau abschreiben kann. Ich glaube nein!

Weißt du: Dein Hochglanz-Marketing-Sprech ist ja ganz nett. Und deine eloquenten Argumentationsversuche eine tatsächlich willkommene Abwechslung zu den Dummvolkphrasen, die ich von den Sechzgerstadion-Gegnern von db24 so kenne. Aber es wirkt für mich ein wenig gekünstelt, wenn man annehmen muss dass du von dem, was du schreibst einfach keine Ahnung hast. Und man sich irgendwie so fühlen muss, als würdest du glauben mit Deppen zu sprechen die von der Thematik keine Ahnung haben.

Was ich bisher gemacht habe: Ich habe die Stadiondiskussion mittlerweile 30 Jahre geführt. Habe über 150 1860-Spiele im Olympiastadion und 400 1860-Spiele im Sechzgerstadion gesehen. Ich betreibe Fußballtourismus und habe knapp 400 Stadien in 86 verschiedenen Ländern besucht. Und ich habe nur ganz, ganz wenige Stadien besucht, deren Charme und Umfeld annähernd mit dem Sechzgerstadion mithalten können.

Was ich zukünftig mache: Solange Sechzig im Sechzgerstadion spielt, gehe ich auch regelmäßig hin und freue mich drauf. Sollten wir irgendwann so dumm sein, den Fehler mit einem Umzug ins Oly ein drittes mal zu machen, dann werde ich vielleicht noch gelegentlich hin gehen. Aber nicht mehr mit Jahreskarte, weil es dann nicht mehr notwendig ist. Dann mache ich es so, wie ich es auch 1995-2004 gemacht habe: Ich kaufe mir an der Stadionkasse das billigste Stehplatzticket und setze mich damit auf einen der Zehntausend leeren Sitzschalen. Und langweile mich.

Und viele werden es mir gleich tun. Und dann hast du eine graue Maus als Verein die für Sponsoren nicht interessant ist. Und dann wirds wieder sehr, sehr fad!

Lisa

Worum es dir geht, kann ich nachvollziehen, bringt aber 60 auf dem Weg zurück in die Bundesliga keinen Schritt weiter, sondern eher Richtung Bayernliga. Was bekanntlich für viele Fans kein Problem darstellen würde. Denn für die ist Giesing mit dem Sechzger und den Kneipen das eigene “Wohnzimmer”, in dem sie langjährige Löwen-Freunde beim netten Umtrunk immer wieder (regelmäßig) treffen können. Der Sport in seiner Qualität spielt dazu eine untergeordnete Rolle.
Das ist aber nicht mein Ansatz. Und der vieler tausend Fans, die mit 60 wieder jubeln wollen wie in bekannt besten und erfolgreichsten Zeiten. Und dazu ist der Standort Giesing mit diesem Stadion längst überholt und nicht geeignet.

Das Sechzger mochte ich schon als Kind nicht, da mich (bis heute) die karge, alkoholgeschwängerte Atmosphäre nicht anzieht. Im Oly hatte ich eine Dauerkarte. Und in der Allianz Arena war ich nur wenige Male, weil ich weder die Lage noch den Eigentümer akzeptieren wollte.

Beruflich befasse ich mich u.a. mit der Analyse von Spezialimmobilien und deren wirtschaftlichen und rechtlichen Begleitung bis zur Realisierung. Mir sind daher die Probleme zu einem Stadionneubau sehr wohl gut bekannt. Und wie man ein Baurecht für ein Stadion schaffen kann, haben nicht nur die Städte Mainz und Freiburg eindrucksvoll gezeigt. Auch die Stadt München zeigte sich in Fröttmaning sehr kreativ. Dass würde sie möglicherweise auch wieder sein. Wenn ein Neubau-Stadion vom Eigentümer auch mindestens einem anderen Klub zur Miete zur Verfügung gestellt würde. Denn dann könnte das Sechzger zu Gunsten von Sozialwohnungsbau weichen.

Dass du dich gegen den Kommerzfußball stellst, aber ihn mit deinen Reisen zu u.a. WM und EM stark förderst, ist wiederum kaum nachvollziehbar.

Stefan Kranzberg

Worum es dir geht, kann ich nachvollziehen, bringt aber 60 auf dem Weg zurück in die Bundesliga keinen Schritt weiter, sondern eher Richtung Bayernliga. Was bekanntlich für viele Fans kein Problem darstellen würde. Denn für die ist Giesing mit dem Sechzger und den Kneipen das eigene “Wohnzimmer”, in dem sie langjährige Löwen-Freunde beim netten Umtrunk immer wieder (regelmäßig) treffen können. Der Sport in seiner Qualität spielt dazu eine untergeordnete Rolle.

Schau, genau mit so pauschalen Aussagen wie dieser reißt Du Deine Argumentationskette mit dem Arsch wieder ein. Es gibt kaum einen Löwenfan, der keinen erfolgreichen Fußball sehen möchte und fast niemanden, der lieber ab- als aufsteigt. Das ist – sorry – einfach Bullshit, was Du da in den Raum stellst.

Tatsächlich ist es aber natürlich schon so, dass man schauen muss, welchen Preis man zu zahlen hätte, um erfolgreich zu sein. Mich persönlich stößt beispielsweise das von Herr Ismaik vorgeschlagene Szenario absolut ab und ich bin nicht bereit, ihn diesbezüglich zu unterstützen.

Last edited 1 Monat zuvor by Stefan Kranzberg
Lisa

“Wasch mich bitte, aber mach mich nicht nass ist” ist kein Vorgehen, dass zum Erfolg führt. Das Sechzger kann aus den geschilderten Gründen kein Thema auf dem Weg in die Bundesliga sein. Das gilt es zu akzeptieren.

Von Ismaik war von meiner Seite im Zusammenhang mit dem Stadionneubau gar nicht die Rede. Mir wäre auch lieber, 2 bayerische Konzerne würden seine Anteile übernehmen. Und entsprechende Investments tätigen. Die werden sich allerdings nicht finden lassen, solange eine Vereinsführung nicht ein auch sportlich erfolgreiches Miteinander zu 50+1 vorlebt. Sondern dagegen strikt an einer Fata Morgana namens Sechzgerstadion in der Bundesliga festhält.

Kraiburger

Liebe Lisa,

es mag für dich eigenartig klingen. Aber als Profiverein, der gerade mal knapp dem Abstieg in die Vierte Liga entgangen ist, haben wir definitiv andere Probleme, als die Suche nach einer Spielstätte für die erste Liga.

Ein Schritt nach dem anderen: Die Frage, wo wir in der Bundesliga spielen sollen können wir uns stellen, wenn wir uns mal in der zweiten Liga etabliert haben sollten. Und sollte das mal der Fall sein, dann – so verspreche ich dir – gehen auch beim Thema Sechzgerstadion wieder ganz neue Türen auf.

Für mich grenzen deine Luftschlösser schon ein wenig an Größenwahn.

Dennis M.

Deine Ansicht ist an sich richtig. Nur kann man nach den ganzen Jahren in Liga 3 schon erwarten, dass sich mal was zum Besseren bewegt.

Lisa

Wie schon geschrieben: Ein langfristiger Mietvertrag mit der Stadt könnte von 60 zu einem Umbau des Sechzger nicht abgeschlossen werden, da das Stadion Stand heute auch dann nicht bundesligatauglich wäre. Damit ist auch das Umbaurisiko (Kosten zu Ertrag) für die Stadt erheblich zu hoch. Denn es droht der Auszug von 60. So wird es keinen Umbau geben können.

Und also hätte 60 im Fall des Aufstiegs kein zweitligataugliches Stadion mit dem Sechzger. Folglich bliebe nur der Umzug in das Olympiastadion. Um sich zunächst in der 2. Bundesliga etablieren zu können.

Was soll daran Luftschlösser oder gar Größenwahn sein?

Stefan Kranzberg

Natürlich unterschreibt 1860 keinen längerfristigen Mietvertrag, sofern nicht bekannt ist, wie die Konditionen nach dem Umbau aussehen.

Die Umbaupläne würden das GWS aber zumindest zweitligatauglich machen. Und wie der Kraiburger schon richtig schrieb: Für den Fall eines Aufstiegs in die 1. Liga werden die Karten ohnehin neu gemischt.

Dennis M.

Ich möchte von den handelnden Personen auch einen klaren Plan an der Hand haben, welcher uns wieder in die 1. Bundesliga führt. Man hat jetzt jahrelang gelitten, irgendwann ist auch mal genug.

Uns unterscheidet evtl. nur, dass ich mir einen Umbau des GWS vorstellen könnte. Mueller und Werner sind auf jedenfall gefragt Fortschritte zu erzielen. In jeglichen Ebenen.

1860ZELL

Ich halte die ganze Stadiondiskussion für müßig. Jede wie auch immer geartete Lösung bedarf des Wohlwollens der Landeshauptstadt. Und die hat zuletzt mehrmals sinngemäß verlauten lassen: 1860 spricht nicht mit einer Stimme.

Solange aber Ismaik mit seinen laufend wechselnen Meinungen dazwischen grätscht, wird das nichts. Und OBM Reiter hat mit Ismaik schlechte Erfahrungen gemacht. Er tanzte mit einer Idee für eine 30.000 Zuschauer fassende Arena in Riem beim OBM an und meinte plötzlich, es müssten 52.000 plus sein mit einem Löwenzoo. Und anschließend hat Ismaik dummerweise noch versucht der Stadt die Verantwortung für die Beendigung der Gespräche zuzuschieben.

Mit solch einer Basarmentalität mag Ismaik wie unlängst Irakern blenden können, denen er eine Fata Morgana verkaufen wollte mit einem Investment über zehn Milliarden Dollar. Und wie er das bei 1860 seit 13 Jahren versucht, erwartet er erst einmal personelle und strukturelle Änderungen, womit für ihn die Gefahr gebannt ist, seinen leeren Worten zu Taten werden zulassen.

Es ist schon spannend mit diesem Dicke Zigarre rauchenden Pyjamaträger.

Kraiburger

Ist ja in Ordnung. Du willst Sechzig eine Spezialimmobilie andrehen, ohne dass die Kunden das wollen. Vermutlich bist du in deinem Job eine Chorephäe. Du machst das richtig gut!

Lisa

Da ich mich mit dem Ende diesen Jahres frühzeitig aus dem Berufsleben verabschieden werde, erübrigt sich eine Antwort dazu.

60 bleibe ich jedoch (sehr) kritisch erhalten.

age

Soviel Text und so wenig Ahnung 😉

Dennis M.

Also bzgl. der Kapazität wäre meines Wissens nach 15k die Anforderung für eine Bundesligatauglichkeit? Bzgl. Den Sitzplätzen, der VIP Logen und der Infrastruktur hat das GWS auch viele Mängel und Nachholbedarf.

Ich stehe einem richtigen Umbau und einem Neubau schon offen gegenüber. Es muss auf alle Fälle was gemacht werden endlich. Es sind schon 7 Jahre ins Land gestrichen und nichts ist passiert. Haben keine Zeit zu verlieren.

AckermeisterTSV

7 Jahre verstrichen und was war davor? Schon interessant wie sich ein Stuttgarter so um das Stadion in München bemüht. Macht auch TOTAL Sinn das jetzt anzugreifen, wo man die aktuelle Saison ganz knapp am Abstieg vorbeigeschrammt ist … Nimm dir lieber mal ein Beispiel am Christoph

Dennis M.

Das Stadion muss so oder so renoviert werden.

Zudem frage ich mich, warum du auf meine Beiträge noch reagierst? Dass wir nicht auf einer Wellenlänge sind wissen wir beide 👍

Last edited 1 Monat zuvor by Dennis M.
Dennis M.

Und was meine Herkunft mit 1860 zu tun hat weiß ich auch nicht. Glaube 60 Fans gibts nicht nur in München, sondern auch in Passau, Köln, Stuttgart oder Kiel.

AckermeisterTSV

Ganz genau, sogar aus Paderborn wie der Christoph. Komischerweise wissen die sich aber zu benehmen und lassen nicht tagtäglich ihren unsinnigen Senf hier ab. Unglaublich, dass Leute hier eine Stadiondisskussion anfangen, nachdem man es endlich mal geschafft hat aus dieser komischen Schüssel in Fröttmanig rauszukommen und noch dazu wir sportlich aktuell alles andere als knapp an einem Aufstieg dran sind.

Aber schreib ruhig weiter deinen Schmarrn, ich werd dich nicht aufhalten 😉 In die Westkurve schaffst es ja leider auch nicht, aber groß daherschnabeln. Das sind mir echt die liebsten <3

Dennis M.

Siehst, sogar aus Paderborn.

Ich wüsste jetzt nicht, wo ich mich hier nicht benehme? Schreibe ganz zivilisiert und überhalb der Gürtellinie oder nimmst du das anders wahr? Versuche wertschätzend mit jedem User umzugehen, sofern dieser mir den nötigen Respekt entgegenbringt. Mir geht’s da weniger um unterschiedliche Meinungen, sondern vielmehr um den respektvollen Dialog. Verschiedene Meinungen sind normal.

Ich habe keine Stadiondiskussion angefangen ( an der Stadionlösung ist 60 und sind viele Anhänger so oder so interessiert), sondern habe ganz normal meine Meinung geschildert. Das dürfen andere User auch machen. Das Löwenspektrum ist halt nunmal vielfältig und nicht schwarz oder weiß. Zudem möchte ich gar nicht in die AA. Dieses Stadion ist mir egal. Mag ich nicht und brauche ich nicht. Ich bin an einer vernünftigen und guten Lösung für 1860 interessiert – nicht mehr und nicht weniger.

Ich kenne dich nicht, sondern nur deinen Usernamen. Würde dich nicht mal erkennen. Wenn du magst kann man aber gerne mal n Bier oder so zusammen trinken, wenn du daran interessiert bist. In der Westkurve bin ich nie. An einem gepflegten und respektvollen Austausch soll nichts im Wege stehen.

LG

Dennis

Stefan Kranzberg

Ich sehe jetzt auch nicht, wo Du Dich respektlos oder unangemessen äußern würdest, auch wenn wir des Öfteren nicht der selben Meinung sind.

Da gibts ganz andere Kandidaten, die sich mal hinsichtlich ihrer W