Die Leistungen sind nicht berauschend, aber die Löwen gewinnen und gewinnen. In Hoffenheim wurde der dritte Sieg in Folge gefeiert und man blickt wieder ernsthaft auf die vorderen Plätze. Nun folgen in der englischen Woche die nächsten Partien gegen Teams, die eigentlich als Punktelieferanten eingeplant sind. In der Hinrunde ist dieser Plan schon einmal schief gegangen, weshalb jetzt Revanche angesagt ist. Zuerst einmal kommt eine Mannschaft nach Giesing, welche auf dem Papier um einiges besser dastehen sollte, als sie es aktuell tut. Die Löwen empfangen den Fußballclub Erzgebirge Aue e.V.!

Aktuelles – die Ausgangssituation

Das Abstiegsgespenst geht um im Erzgebirge. Der FCE, mittlerweile klar zum Inventar des deutschen Profibetriebs gehörig, steht auf Platz 17 und hat fünf Punkte Rückstand auf den 16. Saarbrücken. Zudem hat Ulm auf Rang 18 ebenso viele Punkte (24) wie die Männer aus dem Schacht. Auch das Torverhältnis macht wenig Hoffnung. Mit -14 ist es das viertschlechteste der Liga, 19 geschossene Tore sind die zweitschwächste Offensive, trotzdem man mit Marcel Bär einen der besten Drittliga-Torschützen in seinen Reihen hat. Zumindest die Defensive ist halbwegs konkurrenzfähig (43 Gegentore) und steht stabiler als z.B. Hoffenheim, Mannheim oder sogar Essen.

Die Formkurve schaut aktuell auch nach unten. Nach dem Letzten, empfangen die Löwen heut den Vorletzten der Rückrundentabelle. Auswärts hat Aue außerdem bisher nur sieben Punkte geholt, nur Schweinfurt hat weniger. In diesem Jahr hat der FCE noch nicht gewonnen, nicht einmal ein Testspiel. Die letzten zwei Partien gegen die Topteams aus Osnabrück und Cottbus gingen eher knapp verloren – speziell gegen Energie blitzte das Potential öfter auf – davor gab es gegen zwei Nachzügler ein Unentschieden. Ende Januar wurde außerdem gegen die Abstiegskonkurrenten Ulm und Havelse klar verloren, was einen Trainerwechsel nach sich zog.

Wie der Auftritt der Aue-Fans im Gästesektor aussehen wird, ist im Moment schwer abzusehen. Die aktive Fanszene der Schachter befindet sich – gelinde gesagt – in einer Umbruchphase. Nach dem Heimspiel gegen Stuttgart II in der Hinrunde wurde nämlich das Material-Auto der Sachsen überfallen und fast alle Zaunfahnen der führenden Gruppen entwendet. Dies hatte naturgemäß deren Auflösung zur Folge. Es gibt mittlerweile wieder Support, aber ohne Zaunbeflaggung, etc. Wer die Fetzen entwendet hat ist bis heute unbekannt, die kolportierten Umstände des Diebstahls würden den Verantwortlichen in diesem Fall auch wenig Achtung einbringen.

Wintertransfers

Viel ist über den Winter nicht passiert im Erzgebirge, verwunderlich bei der Hinrunde. Eigengewächs Paul Seidel (19, RV) wurde nach Bocholt verliehen und Vincent Ocansey (25, MS) aus Bielfeld geliehen. Größter Aufreger ist der Trainerwechsel Ende Januar. Nach einem desaströsen Start in die Rückrunde wurde der in der letzten Saison als Heilsbringer geholte Jens Härtel von seinen Aufgaben entbunden. Nun soll es Christoph Dabrowski richten, der nach dem Aufstieg einige Jahre Rot-Weiss Essen in Liga 3 trainiert hatte.

Das Hinspiel

Das Hinspiel wiederum leitete einen größeren Umbruch bei den Löwen ein. Nach der 2:0 Niederlage im Schacht mussten Patrick Glöckner und Dr. Christian Werner ihren Hut nehmen. Große Aufregung gab es in der Anfangsphase, als Kevin Volland nach einem Eckball den vermeintlichen Führungstreffer erzielte. Dieser wurde aber fälschlicherweise wieder zurückgenommen. Die Sechzger taten sich schwer und Marvin Stefaniak traf Mitte der ersten Halbzeit nach schlechtem Stellungsspiel des TSV zur Auer Führung.

Aue auswärts 26/26

Nach dem Seitenwechsel drückten die Löwen und erspielten sich einige Chancen, welche der FCE aber mit Mühe und Not vereiteln konnte. In der Schlussphase konnte Aue sich wieder etwas befreien und Uhrmann traf nach einem Freistoß gegen eine unsortierte Löwendefensive. Fast hätte Stefaniak mit einem Freistoß noch einen draufgesetzt, doch sein Schuss ging an die Querlatte. So blieb es bei einem enttäuschenden 0:2 aus Löwensicht.

Der 27. Spieltag im Überblick

Dienstag 19:00 Uhr SSV Ulm 1846 Fußball – TSG 1899 Hoffenheim II
19:00 Uhr VfL 1899 Osnabrück – FC Viktoria Köln 1904
19:00 Uhr SC Verl 1914 – SSV Jahn Regensburg
19:00 Uhr VfB Stuttgart 1893 II – FC Energie Cottbus
19:00 Uhr TSV 1860 München – FC Erzgebirge Aue 
Mittwoch 19:00 Uhr FC Ingolstadt 04 – MSV 02 Duisburg 
19:00 Uhr 1. FC Saarbrücken – SV Wehen Wiesbaden
19:00 Uhr TSV Havelse 1912  – FC Hansa Rostock
19:00 Uhr Aachener TSV Alemannia – 1. FC Schweinfurt 05
19:00 Uhr Rot-Weiss Essen – SV Waldhof Mannheim 07
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