Günther Gorenzel beim Stammtisch

Die FDP-Fraktion des Bayerischen Landtags hatte am heutigen Donnerstagabend zum 1860-Stammtisch geladen, zu Gast war Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel. Im “Bayernzimmer” des Maximilianeum (über den Namen des Austragungsortes lässt sich streiten) wurde heute in lockerer Runde über die sportliche Situation und auch sonst alles rund um den TSV 1860 geplaudert. Mit anwesend waren neben Journalisten und Fraktionsmitgliedern auch Hep Monatzeder, vor einigen Jahren Interimspräsident bei den Löwen.

Martin Hagen freut sich über Präsenzveranstaltung

Nach 1,5 Jahren (damals mit Benny Lauth) freute sich FDP-Politiker Martin Hagen besonders, dass nach längerer Corona-Pause endlich wieder ein Stammtisch in Präsenz stattfinden kann. In diesem Zusammenhang wurde dem Sportgeschäftsführer ein Plakat zum 50 Geburtstag überreicht.

Gorenzel äußert sich auf Stammtisch über die aktuelle Lage

Klar ist, dass Tabellenbild, Potential und Erwartungshaltung derzeit nicht Hand in Hand gehen. Dennoch sei festzuhalten, dass auf viele Unentschieden nur wenige Niederlagen zu Buche stehen. Für den enttäuschenden Tabellenstand seien zwei Faktoren entscheidend: viele Spieler – insbesondere junge – waren im Fokus noch in der vergangenen Saison, in der ein wichtiges Ziel knapp nicht erreicht wurde. Dies wurde vom ein oder anderen nicht gut verkraftet und in die neue Spielzeit mitgenommen. Zudem sei der mediale Druck insbesondere bei 1860 enorm hoch, was gerade junge Spieler teilweise sehr beschäftigt. Zu schnell werde bei 1860 hart mit der Mannschaft ins Gericht gegangen, woran sich die “Youngster” aber auch gewöhnen müssten.

Fakt ist: es gibt die Phase einer Mannschaft, bei der die Jungs noch nicht so richtig im Hier und jetzt sind. Und es gibt die Phase, in der eine Verunsicherung in der Mannschaft entsteht. Diese beiden Phasen lägen nah beieinander. Genau in dieser Phase befinde sich die Mannschaft nun: diverse Spieler kommen mit der hohen Erwartungshaltung und der Drucksituation nicht gänzlich zurecht. Aber: der Spirit der letzten beiden Spiele habe gezeigt, dass es in die richtige Richtung geht. Dabei gilt aber auch, dass in jeder Minute, jeder Szene auf und neben dem Feld von jedem Beteiligten stets alles zu geben ist – und dies werde der Mannschaft nun verstärkt kommuniziert.

“Du musst im Hier und Jetzt sein”

Als Spieler müsse man sich nun mit dem jetzigen Moment, der eigenen Stärke, dem eigenen Spiel und der eigenen Identität beschäftigen. Hier finde derzeit ein intensiver Austausch statt: zwischen einzelnen Spielern, der Mannschaft, den Trainern und Betreuern.

Wieso kein weiterer Unterschiedsspieler?

Auf die Frage, ob man nicht mehr Unterschiedsspieler bräuchte, da Sascha Mölders als solcher in dieser Saison nicht funktioniere, antwortet Gorenzel auf dem heutigen Stammtisch: die Verstärkung Deichmann und Bär hätten in der vergangenen Saison gezeigt, dass sie zweistellig treffen bzw. 15 Scorerpunkte erzielen könnten. Selbstverständlich sei es schade, dass Mölders nicht so treffe wie in der vergangenen Spielzeit, dies sei aber auch so zu erwarten gewesen, es sei aber die klare Entscheidung gewesen, keinen 1:1 Ersatz zu Mölders zu holen, da mit Deichmann und Bär absichtlich zwei Spieler für ein variableres System geholt wurden.

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