Während des 2. Weltkriegs nahm der TSV 1860 München am Spielbetrieb der Sportbereichsklasse Bayern teil und siegte heute vor 80 Jahren bei der (WKG BSG) Neumeyer Nürnberg mit 4:1. Am Ende belegten die Löwen Platz 1 und nahmen an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil. Dort scheiterte man dann leider an Rapid Wien.

Illustres Teilnehmerfeld

Wenn man an 1941 denkt, kommt einem vermutlich nicht automatisch Fußball in den Sinn. Doch mitten in den Wirrungen des Krieges ging man dem Sport nach und Sportbereichsklasse Bayern beheimatete damals etliche Vereine, die auch heute aktiv und durchaus erfolgreich sind. Neben unseren Löwen tummelten sich u.a. der 1. FC Nürnberg, der FC Bayern, Jahn Regensburg, Schweinfurt 05, die SpVgg Fürth und die Würzburger Kickers in der Liga. Mit Neumeyer Nürnberg nahm aber auch ein Club teil, den man heute vergeblich im Vereinsregister sucht.

Verworrene Vereinsgeschichte

Mit der Vereinsgeschichte der Wettkampfgemeinschaft Betriebssportgruppe Neumeyer Nürnberg könnte man vermutlich ganze Bücher füllen – oder aber einen Wikipedia-Artikel. Lange Rede, kurzer Sinn: Was 1902 als FC Vorwärts Nürnberg gegründet wurde, hieß von 1937 bis 1942 WKG BSG Neumeyer Nürnberg, benannt nach dem Unternehmer Fritz Ludwig Neumeyer. In dieser Zeit agierte der Verein überaus erfolgreich und gehörte bis zur Ligenreform der Gauliga Bayern an. Das erfolgreichste Jahr war vermutlich 1939, als man zeitweise die Liga anführte, am Ende Vierter wurde, aber beispielsweise den 1. FC Nürnberg und die SpVgg Fürth hinter sich ließ. Im Tschammer-Pokal (Vorläufer des DFB-Pokals) erreichte man im selben Jahr die 4. Runde und setzte sich u.a. gegen den damaligen Spitzenclub Dresdner SC durch. Nach etlichen Fusionen, Trennungen und Umbenennungen firmiert der Verein heute als ASN Pfeil Phönix und kickt in der Kreisklasse Nürnberg/Frankenhöhe.

5.000 Zuschauer auf dem ASV-Platz

Die Löwen kamen mit drei Siegen am Stück (5:4 in Schweinfurt, 10:1 gegen Wacker München und 2:1 gegen den Club) auf den ASV-Platz und waren natürlich hoher Favorit. Dieser Rolle wurde 1860 vor 5.000 Zuschauern auch gerecht und setzte sich am Ende relativ deutlich mit 4:1 durch. Auch die folgenden fünf Partien konnte Sechzig für sich entscheiden, ehe man Anfang März ausgerechnet gegen die Roten mit 0:1 den Kürzeren zog.

Aufstellung des TSV 1860

Folgende Elf schickte Trainer Dr. Max Schäfer dür die Löwen auf den Platz:

Ertl – Pledl, Schmeiser – Graf, Bayerer, Wendl – Staudinger, Burger, Krückeberg, Schmitt, Stepberger

Tore:
0:1 Schmitt (32.), 0:2 Stepberger (36.)

1:2 Zolleis (61.), 1:3 Brückner (??., Eigentor), 1:4 Staudinger (85.)

Statistik auf sechzger.de

Auch diesmal haben wir die statistischen Daten aus dem großartigen Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys bezogen. Besucht auch gerne den Statistik-Teil auf sechzger.de! Dort habt Ihr die selbst die Möglichkeit, Spiele einzutragen oder zu markieren, welche Partien Ihr besucht habt.

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