Die Hinrunde mit der “fehlenden Breite im Kader”

Die Hinrunde ist vorbei und wir sind voll im Geschäft. Und zwar um den Aufstieg in die zweite Bundesliga und nicht um den Klassenerhalt in Liga drei! Das nur zur Erinnerung an jene, die vor der Saison einen sang- und klanglosen Abstieg prophezeit hatten. Die die Mannschaft wahlweise als zu jung, zu unerfahren, zu alt oder zu unausgewogen bezeichnet haben. „Fehlende Breite im Kader“ war eine häufige Diagnose der sogenannten Experten. Nach dem unglücklich gelaufenen November mit 5 sieglosen Spielen am Stück hörte man das Schlagwort „fehlende Breite im Kader“ lauter durch Giesing hallen als einen Torjubel nach einem Tor gegen die Roten. Wir bei sechzger.de mahnten damals zur Besonnenheit, sprachen von Formschwankungen und einer gewissen Pechsträhne.

Wir hatten immer Vertrauen in die Mannschaft. Nicht nur in die ersten 11 oder 14, die regelmäßig auf dem Platz stehen. Sondern in den ganzen Kader und den Trainerstab. Da ist hinter den Kulissen ein Semi Belkahia herangereift, an dem sich die Spitzenstürmer der Liga die Zähne ausbeißen. Da steht ein Lorenz Knöferl parat und erzielt kurz vor Schluss den wichtigen Ausgleich gegen Wehen und sorgt so für einen wichtigen Punkt. Da sitzen ein Daniel Wein und ein Dennis Dressel zum zweiten Mal in Folge auf der Bank. Ist das „fehlende Breite im Kader“???

Was für ein Team!

Nein, das ist eine Mannschaft samt Trainerteam außenrum, auf das jeder Löwenfan stolz sein kann. Ein Team, das sich von zwischenzeitlichen Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lässt, das sich mit einem grandiosen 5:0 gegen Waldhof am eigenen Schopf aus der kurzzeitigen Misere gezogen hat und das wirklich eine Mannschaft ist. Das hat man am Jubel der Generationen zwischen Mölders und Knöferl nach dem Ausgleich gegen Wehen gesehen, das hat man an Marco Hillers Willensleistung gegen die Roten gesehen und das hat man auch gestern gegen Ingolstadt gesehen.

Der gestrige Sieg

Die Elf von der Donau war uns optisch überlegen. Besonders in Hälfte zwei. Aber es ist der Löwen Abwehr immer gelungen, irgendwie einen Fuß dazwischen zu kriegen, Schüsse abzublocken oder lange Bälle abzufangen. Mit einem 0:0 wäre man schon gut bedient gewesen und hätte mehr als zufrieden sein können.

Aber diese Mannschaft weiß auch, dass sie sich auf Ihren Käpt’n verlassen kann. Irgendwie spürt man, dass es ein Grundvertrauen gibt, dass der Sascha schon einen einnetzt. Und so kam es auch gestern. Biankadi legte am Sechzehner auf Mölders ab, der schießt per Flachschuss unhaltbar zum Siegtreffer ein.

Auf in die Rückrunde

Löwen, ich bin sehr stolz auf Euch. Ich hatte vor der Saison schon gedacht, dass Ihr oben mitspielt. Dass Ihr es nun geschafft habt, nach Ende der Hinrunde auf dem Relegationsplatz zu stehen, hätte ich aber nicht gedacht. Manche Leute halten mich ja für einen Pessimisten, aber ich sage Euch, da geht was in der Rückrunde!!!

Aber jetzt muss ich mich an mich selbst erinnern: Ball flach halten, Augenblick genießen und weder Euphorie noch Rückschläge übertreiben. Einfach auf dem Teppich bleiben und so weitermachen. Dann werden wir es ganz weit bringen. Hier mein ganz persönlicher Musiktipp für die Rückrunde.

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