Ein Kommentar vom Franzos zum vermeintlichen Burgfrieden beim TSV 1860:
“Die Woche der überraschenden Einigkeit beim TSV 1860” – so könnte man als Boulevardblatt titeln, wenn man über die Ereignisse der laufenden Woche beim TSV München von 1860 berichtet. Natürlich hat es auch mich verwundert, dass zu der positiven Entscheidung in puncto Sechzgerstadion und dem grandiosen Auswärtssieg beim KFC Uerdingen auch noch eine einstimmige Beiratsentscheidung bezüglich des neuen Geschäftsführers für die Geschäftsführungs GmbH der KGaA gefallen ist.
Es ist ein starkes Zeichen, welches die Funktionäre und Gesellschafter des TSV hier gesetzt haben und es verfehlt auch seine Wirkung nicht. In vielen Foren, und Social Media-Netzwerken wird das alles größtenteils positiv kommentiert. Auch ich finde es gut, dass diese erste einstimmige Gesellschafterentscheidung (abgesehen von der Ära Casalette) seit Hasan Ismaiks Einstieg nun in trockenen Tüchern ist. Marc-Nicolai Pfeifer wird Michael Scharold nachfolgen.
Hasan Ismaik hat dazu einen sehr wohlgesonnen Post auf seiner Facebook-Seite abgesetzt. Er schreibt über gemeinsames Handeln und neue Zusammenarbeit. Einzig verwunderlich ist der Nebensatz, “werde auch ich, sobald jeder getan hat, was er konnte, meinen Teil dazu beitragen.” Warum sollte nicht jeder der Beteiligten das tun was er kann und warum erst sobald alle anderen was getan haben? Ist das schon die Vorbereitung auf ein weiteres Kapitel des Hinhaltens bezüglich vereinbarter monetärer Mittel, wie man es seitens des Mitgesellschafters gewohnt ist? Ich hoffe nicht.
Es hielten sich leider auch hartnäckig Gerüchte um nicht eingegangene Zahlungen für bereits getätigte Transfers, Vertragsverlängerungen und das Wintertrainingslager. Das hat die Geschäftsführung mittlerweile in Teilen widerlegt. So weit, so gut.
Ich bin durchaus gewillt, die Ereignisse der vergangenen Tage als einen positiven Schritt aufeinanderzu zu sehen und nicht, wie vereinzelte Kommentatoren in Foren und Social Media-Netzwerken, als (Zitat) “Kreide fressen” oder ähnliches des Mitgesellschafters. Dieser will, eigenen Aussagen zufolge, auch bald weitere Gespräche mit den Vereinsvertretern folgen lassen und stellt das Ergebnis der Gespräche bereits im Vorfeld – zuversichtlich – als ein Gutes dar.
“Die Botschaft hör’ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.” (J. W. v. Goethe) Dieses Zitat trifft zu dem ganzen Sachverhalt für mich ins Schwarze, wenn ich die Ereignisse der letzten Woche auf Funktionärsebene des TSV ansehe, bzw. die in die Öffentlichkeit getragenen Botschaften lese. Ich bleibe aber trotz aller bisher eingestürzten Luftschlösser optimistisch, dass es diesmal keine leeren Versprechungen waren, sondern tatsächlich endlich an einem Strang und auch, was viel wichtiger ist, noch in die gleiche Richtung gezogen wird.

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