Am Sonntag um 16:30 Uhr (live bei MagentaSport) sind die Löwen bei Arminia Bielefeld zu Gast. Es wird das erste Spiel unter Frank Schmöller als Interims-Coach an der Seitenlinie sein, nachdem das Heimspiel gegen Essen am vergangenen Wochenende aufgrund der Schneemassen abgesagt werden musste. Bei der Löwenrunde vor dem Auswärtsspiel sprach Schmöller über die Kaderzusammenstellung, den Gegner und die Stimmung in der Mannschaft. Von den Zuschauerplätzen aus verfolgte Stefan Lex die Löwenrunde, er hat inzwischen seinen neuen Job in der Verwaltung der Sechzger angetreten.

Baby-Pause für Hiller – Greilinger fehlt

Gut gelaunt begrüßte Schmöller die Pressevertreter. Er informierte zu Beginn, dass Greilinger aufgrund eines Virus-Infekts am Wochenende nicht zur Verfügung stehen wird. Frühzeitig in die Winterpause verabschiedet hat sich auch Keeper Hiller. “Seine Frau und er erwarten ein Kind. Am Sonntag ist der Geburtstermin. Sonst hätte es einen offenen Konkurrenzkampf gegeben. So aber wird in Bielefeld und Mannheim Richter im Tor stehen”, erklärte Schmöller. Als Ersatz-Keeper steht Schmid auf dem Aufstellungsbogen. Keinen Kontakt habe es von ihm zu Zwarts gegeben, der seine Reha bekanntlich außerhalb Münchens absolviert.

Chance für junge Spieler ist denkbar

Auf Nachfrage von sechzger.de erklärte Schmöller, der in den letzten Tagen einige Spieler der U19 und der U21 zur ersten Mannschaft hochgezogen hatte: “Die Jungs haben einen guten Eindruck hinterlassen. Es kann gut sein, dass jemand mitfährt. Der eine oder andere hat sich ins Blickfeld gespielt, aber das teile ich der Mannschaft morgen mit”. Weiter wollte er sich zum Kader nicht äußern. Schmöller erklärte, dass es in Bielefeld wichtig sei, die Einstellung und die Mittel zu finden, um die Bielefelder in den Griff zu bekommen, die offensiv große Qualität im Kader haben. “Sonst kann es auf der Alm unangenehm werden”, sagte der Interims-Coach weiter, der sich gerne an Bielefeld erinnert: “Als Spieler habe ich dort nie verloren. Uns erwartet sicher eine tolle Atmosphäre und eine große Herausforderung”.

Fortschritte im Training erkennbar

Ebenfalls auf Frage von sechzger.de bestätigte Schmöller, er habe im Training Fortschritte im Team erkennen können. “Wir haben eine bessere Kommunikation auf dem Platz. Man hat im Training gesehen, das Leben im Team ist. Ich habe viele Einzelgespräche geführt und mit dem Mannschaftsrat kommuniziert. Jeder Spieler weiß woran er ist”, sagte der Löwen-Dompteur. Selbstvertrauen müssen sich seine Kicker über harte Arbeit im Training und Spiel holen und “bereit sein, sich zu wehren”, ergänzte Schmöller.

Schmöller: “Können in zwei Wochen alles vergessen machen”

Dem abgesagten Heimspiel gegen Essen trauert Schmöller nur bedingt hinterher. “Die zusätzliche Zeit mit der Mannschaft war nicht schlecht. Auch wenn ich gerne mit einem Heimspiel im Grünwalder angefangen hätte. Das war ein Traum von mir”, sagte der TSV-Coach. So habe man die Zeit genutzt um sich kennenzulernen. Nun wisse jeder Spieler, was von ihm erwartet wird. “Wir haben jetzt in zwei Spielen die Möglichkeit, fast alles vergessen zu machen, was vorher war. Es ist sehr wichtig, mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen”, sagte Schmöller weiter.

Schwerer Gegner – gute Vorbereitung

“Bielefeld ist eine sehr flexible Mannschaft mit Tiefgang. Wir müssen auf dem Platz die richtigen Antworten finden. Ich bin kein Freund des Steinchenverschiebens an der Taktiktafel. Wir haben sie analysiert und gesehen, wo sie ihre Stärken und Schwächen haben. Ob wir über einen geordneten Spielverlauf oder über Umschaltspiel agieren, das ist situationsbedingt. Wir müssen Antworten finden”, fordert Schmöller auch von seinem Team Flexibilität.

Mit dem Flugzeug zum Auswärtsspiel

Die Löwen reisen am Samstag mit dem Flugzeug nach Hannover und verbringen ist Ostwestfalen eine Nacht im Hotel, um ausgeruht ins Spiel zu gehen. “Für mich ist das auch neu. Mein letztes Spiel mit Hotelübernachtung ist ungefähr 27 Jahre her”, gab sich Schmöller gut gelaunt. “Ich habe die Abläufe detailliert mit Fatih, unserem Teammanager, durchgesprochen. Wir werden das etwas entspannter gestalten und am Sonntag eine Stunde länger ausschlafen”, sagte Schmöller weiter.

Keine Angst vor Kloß

“Wir dürfen ihn nicht in die Gefahrenzone kommen lassen und müssen bereits frühzeitig die Flanken verhindern. Im Strafraum ist er schwer zu verteidigen. Dort muss man mit ihm Kontakt haben und eine Räume lassen”, forderte Schmöller in Bezug auf Arminia-Stürmer Kloß. Keine großen Besonderheiten, abgesehen von einem Gespräch am Rande des Spiels, erwartet er im Hinblick auf die Ex-Löwen im Kader der Arminia. “Das spielt für uns keine Rolle”, sagte Schmöller. Rund um die Pressekonferenz sorgte er immer wieder für Lacher, als er beispielsweise fragte, ob es denn bei der Löwenrunde nichts zu Essen gäbe, oder dass sich Lex nicht habe für einen Platz im Kader empfehlen können. Auch zum Abschluss hatte er die Lacher auf seiner Seite. “Die Bild ist heute so ruhig, das bin ich gar nicht gewohnt” scherzte der Übungsleiter.

Mit guter Laune und 1.000 Löwenfans unterwegs

Die Stimmung im Lager der Löwen scheint also zu stimmen. Unterstützt werden die Sechzger in Bielefeld trotz der unangenehmen Anstoßzeit am späten Sonntagnachmittag von etwa 1.000 Schlachtebummlern aus der blauen Landeshauptstadt. Mit einem Dreier könnten die Löwen nicht nur Maurizio Jacobacci, sondern auch die schwachen Ergebnisse der letzten Wochen vergessen machen. Wer zu Hause die Daumen drückt, kann das Match wie gewohnt bei uns im Live-Ticker verfolgen.

 

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