Mit Spannung erwartet wurde die Löwenrunde vor dem Heimspiel gegen den SSV Ulm am morgigen Samstag. Weniger, weil das Spiel selbst aus Löwen-Sicht so brisant wäre, sondern vielmehr aufgrund der gestern verkündeten Abgänge von sechs Löwen-Spielern nach der Saison. 1860-Coach Markus Kauczinski blickte aber dennoch auch auf die bevorstehende sportliche Aufgabe und sagte: “Wir haben in Saarbrücken enttäuscht und wollen uns zu Hause zwei Mal gut verabschieden“. Das Grünwalder Stadion ist, ebenso wie der Gästeblock mit 1.500 Ulmern, ausverkauft.

Die personelle Lage vor dem Ulm-Spiel

Fehlen werden die Löwen verletzungsbedingt Christiansen, Verlaat, Fassmann, Jakob, Maier und Reinthaler. Bei Verlaat sei der “Heilungsverlauf sehr langsam”, berichtete Kauczinski, der sich nicht festlegen wollte, ob die Löwenfans den scheidenden Kapitän noch einmal auf dem Feld sehen werden. Tunay Deniz hat das Training zwar in den letzten Tagen wieder aufgenommen. Ein Einsatz käme nach seiner Knieverletzung aber noch deutlich zu früh. Erstmals wieder auf der Bank sitzen wird nach seiner Verletzung aus der Saisonvorbereitung hingegen Dulic. “Er wird im Kader stehen, aber wir noch nicht anfangen”, erklärte Kauczinski. Kein Geheimnis machte er daraus, dass Jacobsen, der den Verein ebenfalls verlassen muss, das Team als Kapitän aufs Feld führen wird.

Knappes Personal in der Defensive

Die Alternativen in der Defensiv-Kette sind mit Schifferl und Voet, sowie Dulic auf der Bank, damit sehr begrenzt. Rittmüller und Dordan nannte der Löwen-Coach als Möglichkeiten, zudem sei “eine Vierkette, vielleicht phasenweise, eine Option”. Man wolle auf sich selbst schauen und im Hinblick auf das entscheidende Toto-Pokal-Finale in Würzburg im Rhythmus bleiben. “Wir schauen auf uns und wollen gewinnen. Das Spiel in Saarbrücken war von Willen und Gegenwehr her enttäuschend. Wir wollen uns jetzt zu Hause zwei Mal gut verabschieden”, sagt Kauczinski weiter.

Althaus “kann das Übergangsspiel machen”

Auf Frage von sechzger.de ordnete der Sechzger-Coach die Leistung von Samuel Althaus ein: “Mit ihm war ich, wie mit allen anderen, in Saarbrücken nicht zufrieden. Er ist ein talentierter Fußballer, aber er hat in Saarbrücken, genau wie auch Volland oder Haugen, keine gute Leistung gezeigt”, sagte Kauczinski und fügte an: “Er muss lernen konstanter zu sein. Für mich ist er ein offensiverer Sechser oder Achter. Wenn wir mit zwei Zehnern spielen, dann kann er auch Zehner spielen. Das ist systemabhängig. Er passt auch gut zu einem defensiven Mann neben sich auf der Sechs”.

Gründe für Verletzungsmisere vielfältig

Auffällig viele Verletzungen prägten bei den Löwen in der Rückrunde das Bild, auch darauf ging der 1860-Coach näher ein: “Es war fast jede Woche ein Kommen und Gehen. Wir mussten uns mehrmals neu einspielen. Der Einser-Platz ist sicher hart, da machen wir uns Gedanken. Aber es sind viele unterschiedliche Sachen, unterschiedliche Verletzungen”.

Sich den Gästen aus Ulm erstmal “entgegenstellen”

Zur aktuellen Lage der Gäste sagte Kauczinski: “Ich kenne solche Momente unter anderem aus der Relegation. Das kann Kraft gegeben, wie man an Saarbrücken gesehen hat. Ulm hat das letzte Spiel gewonnen, der Wille wird bei ihnen sicher da sein. Wir müssen uns entgegenstellen, erst einmal selbst viel investieren. Dann kann man vielleicht von der Situation profitieren, davon dass es möglicherweise wild wird.”.

“Das ist ein ganz normaler Prozess”

Natürlich waren auch die bevorstehenden Abgänge von Verlaat, Schifferl, Jacobsen, Schröter, Philipp und Wolfram ein großes Thema. “Das ist ein ganz normaler Prozess”, erklärte der Coach. Er werde auch weiterhin nach Leistung in Training und Spiel entscheiden, wer aufläuft und nicht nach Gültigkeitsdauer des Arbeitspapiers. Lippmann hatte zuletzt zwei Mal nicht mehr im Kader gestanden, nachdem klar war, dass er den Verein verlassen wird. “Ich habe mit ihm gesprochen und ihm mitgeteilt, dass wir auf ihn verzichten. Wir haben mit Pfeifer links und Danhof rechts auch Spieler, die ein Thema für die nächste Saison sind”, sagte der 1860-Trainer weiter.

Ans Team appelliert “weiter Gas zu geben”

Man habe die Entscheidung sich von sechs Spielern zu trennen der Mannschaft mitgeteilt. Dazu berichtete Kauczinski: “Ich habe an die Spieler appelliert, weiter Gas zu geben, ihr gutes Gesicht zu zeigen für uns als Team und für die Fans. Wir wollen so viele Punkte holen wie möglich und jeder hat jetzt die Chance, sich im Hinblick auf das Pokalfinale zu zeigen.”.

“Veränderungen brauchen Raum”

Die Entscheidung, die sechs Spieler nicht zu verlängern, habe man in Absprache zwischen Geschäftsleitung und Trainerteam getroffen. “Wir haben gemeinsam entschieden. Wir hatten das Gefühl, dass sich Dinge verändern müssen und Veränderungen brauchen Raum. Das ist sicher emotional und menschlich schwer, aber man muss sich in der Sache entscheiden. Hier haben wir einen Konsens gefunden, hinter dem ich stehe”, sagte Kauczinski weiter. Man habe mit dem bestehenden Team “viele Dinge umgesetzt, aber nur phasenweisen”, daher sei es “keine Option gewesen, mit dem gleichen Kader wieder ins Rennen zu gehen.”.

Verfolgt das Spiel bei uns im Live-Ticker

Wir freuen uns schon auf das vorletzte Heimspiel im morgen hoffentlich wieder sonnigen Giesing. Alle die nicht selbst mit dabei sein können, haben natürlich wieder die Möglichkeit, das Match bei uns im Live-Ticker zu verfolgen. Wir berichten wie gewohnt ab dem Vormittag über alles Wichtige rund um das Spiel gegen Ulm.

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