Angesichts der tabellarischen Situation im Tabellenkeller der 3. Liga ist beim Auswärtsspiel des SSV Ulm bei den Löwen am Samstag Nachmittag (14.00 Uhr – im sechzger.de Liveticker) ein Sieg der Spatzen Pflicht, sofern man die theoretisch noch vorhandene Chance nutzen will, den derzeitigen Rückstand von sechs Punkten auf das rettende Ufer noch irgendwie aufzuholen und den Durchmarsch aus der 2. Bundesliga zurück in die Regionalliga zu verhindern.
Dotchev schwärmt von Stimmung in Giesing
Drittligatrainer-Urgestein Pavel Dotchev stand der berichtenden Zunft in Ulm schon am Donnerstag Mittag in einer Pressekonferenz zur Verfügung. In knapp neun Minuten wurden recht unaufgeregt alle wichtigen Themen zur aktuellen Situation in Ulm und zum Gastspiel in Giesing besprochen. Angesprochen auf seine Erwartungen an das anstehende Spiel in München, sagte der 60jährige Bulgare:
“Für die ist der Zug abgefahren, was den Aufstieg betrifft. Die haben eine tolle Serie hingelegt, von sechs Spielen in Folge. (…) Jetzt ist es ja ein bisschen anders, jetzt haben sie sechs Spiele in Folge nicht gewonnen, vier davon unentschieden. Und durch diese negative Serie – wenn ich das so sagen darf – ist der Aufstieg für die jetzt schon futsch. Ich denke schon, dass die jetzt im Hinterkopf schon die nächste Saison planen. Aber die spielen zu Hause. Ich hab schon oft dort gespielt und die Stimmung ist da immer hervorragend. Die werden gewinnen wollen und die wollen sich bestimmt auch sauber verabschieden dieses Jahr von der 3. Liga. Und deswegen erwarte ich schon sehr motivierte Gegner mit sehr sehr heißer Kulisse.”
U19 der Ulmer am Samstag ebenfalls gefordert
Einen Großteil der kurzen Presserunde beschäftigte man sich mit verschiedenen Personalfragen rund um das Ulmer Team, obwohl Dotchev direkt zu Beginn ankündigte, “keine großen Veränderungen im Vergleich mit dem letzten Spiel” vornehmen zu wollen. Dieses hatten die Ulmer am vergangenen Samstag in der fünften Minute der Nachspielzeit noch mit 2:1 beim designierten Absteiger TSV Havelse gewinnen können und dadurch noch einmal Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt aufkommen lassen.
Die U19 des SSV, die sich im Herbst ja auch mit dem Nachwuchs des TSV 1860 duelliert hatte und damals – anders als die Junglöwen – den Einzug in die Liga A der DFB-Nachwuchsliga realisieren konnte, empfängt am Samstag Mittag den VfL Bochum und hat im Erfolgsfall noch Chancen, sich für das Achtelfinale um die Deutsche A-Juniorenmeisterschaft zu qualifizieren. Entsprechend dürften keine Jungspatzen mit nach Giesing fahren. Jene Ulmer Anhänger, die keines der 1.500 verkauften Tickets für die Ostkurve im Sechzgerstadion ergattern konnten, forderte Dotchev aber auf, die U19 bei ihrem wichtigen Heimspiel zu unterstützen.
Drei Torhüter auf der Bank des SSV Ulm
Um dennoch die in der 3. Liga gültige U23-Regel einhalten zu können, saßen in Havelse – und voraussichtlich auch am Samstag in München – zwei Ersatztorhüter auf der Ulmer Bank. Der 20jährige Max Schmidt, im Sommer letzten Jahres vom Nachwuchs der Seitenstraße nach Ulm verliehen, hilft – ohne realistische Chance auf einen Einsatz im Spiel – mit, die Vorgaben des DFB bezüglich ausreichend junger Kicker im Spieltagskader einzuhalten.
Sieg in Havelse soll Kraft geben für das Spiel am Samstag
Zum Abschluss der Pressekonferenz beschäftigte man sich nochmal mit dem bereits oben erwähnten Sieg in Havelse. Inwieweit dieser Erfolg das Umer Team wieder hat aufleben lassen, wollte ein Journalist wissen. Pavel Dotchev erklärte dazu:
“Ich hab das der Mannschaft ganz klar vor Augen geführt, dass wir stolz sein müssen, oder können, auf das was wir geleistet haben. Die Mannschaft von Havelse war sehr formstark und wir mussten unbedingt gewinnen. Dass wir das Spiel so gedreht haben, spricht nur für die Jungs und da würde ich dieses Spiel gar nicht so unter Wert verkaufen wollen. Im Gegenteil: Das war ein toller Sieg gegen einen sehr sehr unangenehmen Gegner. Dieser Sieg muss uns auch Hoffnung und Kraft geben für das Spiel am Samstag!”
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Titelbild: Screenshot SpatzenTV










