Der Traum vom Aufstieg ist auch in dieser Saison vorzeitig geplatzt. Während Kevin Volland in einem BR-Interview deutliche Worte zur fehlenden Mentalität findet, richtet sich der Blick an der Grünwalder Straße bereits auf die kommende Spielzeit. Das Positive: Erstmals seit Jahren steht ein stabiles Gerüst, das nun punktuell und strategisch verstärkt werden muss.
Kevin Volland im BR: “Sachen, aus denen wir lernen müssen”
Es ist die bittere Erkenntnis nach einer Spielzeit mit zu vielen Wellenbewegungen: Der TSV 1860 München wird auch im nächsten Jahr drittklassig bleiben. In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (BR) analysierte Routinier Kevin Volland nun gewohnt offen, woran es in den entscheidenden Momenten gehapert hat.
Laut Volland war es weniger ein spielerisches als vielmehr ein psychologisches Problem, dass die Löwen im Aufstiegsrennen letztlich abreißen lassen mussten. Besonders die fehlende Konstanz unter Druck bemängelte der 33-Jährige: “Als der Druck weg war, haben wir eine Serie gestartet”, so Volland. Für ihn ein klares Indiz dafür, dass die Mannschaft in den “Big Points”-Spielen mental nicht stabil genug war. Das sei etwas, “was wir im Kopf etwas ändern müssen.”
Kontinuität statt Kahlschlag: Das Fundament steht
Doch trotz der verpassten Ziele gibt es einen entscheidenden Unterschied zu den Vorjahren: Die Zeit der großen Massen-Abgänge und des kompletten Neuaufbaus scheint vorbei zu sein. Das letzte Heimspiel gegen Regensburg lieferte dafür den statistischen Beweis: In der Startelf standen gleich zehn Spieler, die auch für die kommende Saison einen gültigen Vertrag an der Isar besitzen.
Das bedeutet: Endlich herrscht eine sportliche Basis. Statt wie so oft 15 Neuzugänge integrieren zu müssen, geht es im kommenden Sommer um gezielten Feinschliff an den richtigen Stellstellen.
Die Marschroute: Verjüngung, Qualität und der “Löwen-Weg”
Nun liegt der Ball bei Sport-Geschäftsführer Manfred Paula und Trainer Markus Kauczinski. Die beiden verantworten erstmals gemeinsam ein Sommer-Transferfenster. Ihre Aufgabe ist klar umrissen: Der Kader soll nicht nur punktuell verstärkt, sondern auch verjüngt und verschlankt werden. Ein zu aufgeblähter Kader soll vermieden werden, um den Fokus auf Qualität und Schnelligkeit zu legen.
Ein zentraler Baustein bleibt dabei die Durchlässigkeit zum eigenen Nachwuchs. Unter Kauczinski hat die Integration von Spielern aus dem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) bereits hervorragend funktioniert. Diesen Weg gilt es nun konsequent fortzuführen, um hungrige Talente fest im Profikader zu verankern.
Schnelligkeit, Kreativität, Mentalität & Identifikation
Für den Transfer-Sommer stehen 3-4 Attribute ganz oben auf dem Wunschzettel:
- Schnelligkeit & Kreativität: Um offensiv variabler und im Umschaltspiel gefährlicher zu werden.
- Mentalität: Um genau jene Drucksituationen zu bestehen, an denen man in dieser Saison gescheitert ist.
- Identifikation: Junge Talente aus dem NLZ, die den “Löwen-Weg” verinnerlicht haben.
Der Grundstein für den neunten Anlauf ist gelegt. Wenn Paula und Kauczinski die richtigen Puzzleteile finden, um die vorhandene Stabilität mit neuer Dynamik zu mischen, könnte die aktuelle Enttäuschung die Geburtsstunde für einen erfolgreichen neuen Anlauf sein.











Prinzipiell ein guter Ansatz, jetzt kommt’s auf die konkrete Umsetzung an. Und auf die Finanzierung.
“Das Fundament steht” das ist so wichtig, das ist was uns die letzten Saisons immer gefehlt hat. Ich die Durchmarschierer und Fast-Durchmarschierer Jahr für Jahr beneidet, weil bei denen das Team einfach gestimmt hat und die so oben mitmischen konnten.
Ist aber natürlich auch nur eine Chance die man erstmal nutzen muss