Auch in der laufenden Saison werden in der 3.Liga vier Absteiger bestimmt, die 2022/23 in der Regionalliga antreten müssen. Gleichzeitig dürfen natürlich auch wieder vier Teams feiern, denn sie werden in die Drittklassigkeit und damit in den Profifußball aufsteigen. Kurz vor der Winterpause werfen wir einen Blick auf die fünf Wettbewerbe. Unter anderem darf sich in Bayern etwas überraschend die SpVgg Bayreuth als Herbstmeister feiern lassen.

Regionalliga Nord

Im Norden wird weiterhin in einem Playoff-Modus gespielt (siehe Wikipedia-Artikel unter “Platzierungsrunden”). Dieser ermöglichte in der letzten Spielzeit dem TSV Havelse den Aufstieg. Auch dieses Jahr wird es also eine Aufstiegsrunde geben, wodurch aktuell überhaupt nicht absehbar ist, wer an der Relegation zur 3.Liga teilnehmen wird. Zehn Vereine werden die Teilnahme an den beiden Spielen unter sich ausmachen. Zurzeit in der besten Form befinden sich unter anderem der VfB Oldenburg, Weiche Flensburg, Kiel II sowie Bremen II. Es könnte also eine weite Auswärtsfahrt für den TSV 1860 München werden.

Regionalliga Nordost

In der Relegation wird der Nord-Vertreter auf einen Verein aus der Regionalliga Nordost treffen. Hier sieht das Ganze schon etwas klarer aus, auch wenn ebenso freilich noch nichts entschieden ist. Es könnte nach der Hertha, Union und der Viktoria ein weiterer Verein aus der Bundeshauptstadt den Schritt in den Profifußball schaffen. Dafür kommen aktuell gleich drei Vereine in Frage. Während die VSG Altglienicke schon etwas Rückstand auf die Tabellenspitze aufweist, haben der Berliner AK (Platz 3) und vor allem der BFC Dynamo als Ligaprimus beste Chancen, in die Relegation einzuziehen. Aber auch Carl Zeiss Jena, Energie Cottbus und Lok Leipzig wollen noch ein Wörtchen mitreden.

Regionalliga West

Den Auftakt zu einer Liga mit einem festen Aufstiegsplatz macht die Regionalliga West. Bekanntlich ist die Konkurrenz hier besonders stark. Viele bekannte Mannschaften tummeln sich in der Viertklassigkeit im Westen. Zurzeit grüßt Rot-Weiss Essen von der Tabellenspitze, doch die Konkurrenz in Namen von Münster, Wuppertal, Oberhausen und Fortuna Köln ist dem ehemaligen Verein von Sascha Mölders dicht auf den Fersen.
In der Abstiegszone findet sich neben Alemannia Aachen auch der KFC Uerdingen. Sollte der Abzug von neun Punkten durch den Westdeutschen Fußballverband rechtskräftig sein, hätten die Krefelder nach 20 absolvierten Spielen ein schier unglaubliches Punktekonto von -1 vorzuweisen.

Regionalliga Südwest

Auch der Südwesten erhält wie die Regionalliga West in jeder Saison einen Aufstiegsplatz. Dieser ist mindestens genauso umkämpft, aktuell führen die Kickers aus Offenbach die Tabelle an. Direkt dahinter haben sich der SSV Ulm und der die zweite Mannschaft des Bundesligisten aus Mainz positioniert. Auch Steinbach und Elversberg sollte man im Aufstiegsrennen noch nicht abschreiben.

Regionalliga Bayern: Herbstmeister ist die SpVgg Bayreuth

Gleich zwei Besonderheiten entfallen aktuell auf die bayerische Regionalliga. Während sie in dieser Spielzeit den festen Aufstiegsplatz inne hat, der jährlich zwischen dem Norden, Nordwesten und Bayern rotiert, ist sie auch die einzige viertklassige Liga, die sich bereits in der (Zwangs-)Winterpause befindet. Bereits seit Anfang Dezember pausiert der Spielbetrieb, wodurch bisher maximal 24 Spiele absolviert wurden. Dadurch durfte sich die SpVgg Bayreuth über den Titel Herbstmeister freuen.

Vor Saisonbeginn hatten viele die “Amateuren” eines Vereins aus der Seitenstraße als Kandidat Nummer 1 für den Aufstieg gehandelt. In den letzten Wochen vor der Einstellung des Spielbetriebs nahmen die Punkteausbeuten allerdings merklich ab und so wurde Bayreuth mit vier Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger Herbstmeister. Überhaupt ist es die einzige 4.Liga, in der eigentlich nur noch zwei Teams für den ersten Platz in Frage kommen. Schweinfurt als drittplatzierte Mannschaft hat (mit einem Spiel weniger) bereits 13 Punkte Rückstand auf die Altstädter, bei denen sich mit Felix Weber, Nicolas Andermatt, Ivan Knezevic oder auch Markus Ziereis (bereits 12 Saisontore) zahlreiche ehemalige Spieler des TSV 1860 München tummeln.

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