Beim Wahlforum des Ippen Verlags am 10. Februar 2026 kam auch das Thema Sechzgerstadion zur Sprache. In den letzten Minuten stellte ein Zuschauer die direkte Frage, ob sich die OB-Kandidaten zu einem Ausbau des Grünwalder Stadions auf 30.000 Plätze in Giesing bekennen.
OB-Kandidaten antworten zum Grünwalder Stadion: Zustimmung ja, Substanz unterschiedlich
Dieter Reiter: „Auf gutem Weg“ – aber weiter viele offene Punkte
Der amtierende Oberbürgermeister Reiter blieb im Wesentlichen bei seiner bekannten Linie: Der Draht zwischen Stadt und TSV 1860 sei aktuell sehr eng, außerdem gebe es erstmals eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Stadt und Verein. Ein Gutachten solle im Juli vorliegen und naturgemäß vor allem abklopfen, was genehmigungsrechtlich überhaupt möglich ist.
Zur Finanzierung wurde Reiter konkret in der Richtung, aber nicht in Zahlen: Entscheidend sei, wer zahlt. Er kündigte an, sich für möglichst günstige Konditionen einzusetzen, falls 1860 das Stadion in Erbpacht übernehme – etwa durch eine weitgehende Absenkung der Erbpacht sowie Modelle, bei denen städtisch vermiedener Sanierungsaufwand dem Klub wieder „gutgeschrieben“ werden könnte.
Auffällig war seine Bemerkung zum Freistaat: Reiter sagte, 1860 sei bei Markus Söder vorstellig gewesen; Söder habe dabei „20 Millionen oder so“ in den Raum gestellt. Das klang aber eher nach einer saloppen Wiedergabe eines Gesprächs als nach einer belastbaren Zusage oder abgestimmten Finanzierungszusage.
Clemens Baumgartner: wohlwollend, aber sichtbar nicht im Detail
CSU-Kandidat Baumgärtner signalisierte grundsätzlich Offenheit und betonte Sympathie für 1860. Inhaltlich wirkte er jedoch nicht sattelfest: Er nannte 18.600 Zuschauer als Kapazität, die er aktuell kenne, und bezeichnete die Zahl 30.000 als „sportlich“ – eine Einordnung, die eher Distanz zum Thema als konkrete Unterstützung für die Löwenträume transportierte.
Dominik Krause: klares Standort-Plädoyer
Der Grünen-Vertreter auf dem Podium, Krause sprach weniger über Eurobeträge oder Zuschauerzahlen als über den Ort: Als Giesinger Nachbar sei das Stadion Teil seines Viertels. Ja, an Spieltagen gebe es viel Verkehr und auc Einschränkungen – aber eben auch Atmosphäre, Leben im Quartier und die typische Geräuschkulisse. Er wünschte sich, dass das Stadion dort langfristig bleibt und bekam dafür den deutlichsten Applaus.
Mang-Interview: konkreter Zeitplan, klare Finanzierungslogik
Parallel zur politischen Debatte lieferte Löwen-Präsident Gernot Mang am selben Tag in einem Interview eine zusätzliche Einordnung – vor allem mit Blick auf Zeitplan und Finanzierung für das Sechzgerstadion. Für die Machbarkeitsstudie rechnet Mang mit einem Abschluss bis Anfang Juni, erste belastbare Tendenzen erwartet er bereits im April oder Mai.
Wichtig ist dabei Mangs Einschätzung zur politischen Rückendeckung: Er sagt, er spüre fraktionsübergreifend Unterstützung für den Ausbau – ausdrücklich auch über den Wahltermin hinaus. Damit setzt Mang große Zuversicht dem oft geäußerten Verdacht entgegen, das Thema werde im Wahlkampf nur kurzfristig „mitgenommen“ – und danach sicher wieder vergessen.
Am deutlichsten wird Mang im Interview beim Punkt Finanzierung. Er zählt mehrere denkbare Bausteine auf – Investoren, Stadt, Land, Namensrechte, Genossenschaften, Banken – und formuliert die Grundannahme in einem Satz, der die Debatte gut zusammenfasst: „So etwas wird immer finanziert – aber Schritt für Schritt.“ Das ist nüchtern gelesen kein Versprechen, dass das Geld „einfach da“ ist – sondern die Ansage, dass ein Projekt dieser Größenordnung typischerweise über mehrere Quellen und Etappen strukturiert wird.
Auch zur praktischen Umsetzung äußert sich Mang: Einen Umbau im Bestand hält er grundsätzlich für „sehr realistisch“, will aber die Studie abwarten. Und er koppelt das Stadionprojekt an eine klare mittelfristige Zieldefinition: Sportlich 2. Liga, wirtschaftlich schwarze Zahlen, strukturell „das Stadion auf den Weg bringen“.











Nach Ansicht der Bilder gibt es eigentlich nur eine Antwort: Wer diesem OB noch irgendeine Empathie den Löwen gegenüber unterstellt, sollte seinen Naivitätskompass neu justieren. Großkotzig bis zur Unerträglichkeit. Selbstgefällig, und in seinem Nachtreten gegenüber unserem Ex-Präsidenten eines OBs nicht würdig. Cool auch, wie er mit zwei Nebensätzen mal 2 Säulen der Finanzierung von Gernot Mang zerlegt.
@randpositions_loewe
“Wer diesem OB noch irgendeine Empathie den Löwen gegenüber unterstellt, sollte seinen Naivitätskompass neu justieren.”
Nicht umsonst wird er von einigen Löwen-Fans als “doppelt roter Reiter” bezeichnet.
Ich persönlich glaub’ schon lange nicht mehr an “Aus-/Umbau, Ertüchtigung, (Teil-)Sanierung, Erweiterung der Zuschauerkapazität…” im/am/um GWS.
Viel zu lange dauern diese ermüdenden Diskussionen um Machbarkeitsstudien, Finanzierungsmodelle, mit/ohne Unterstützung durch Dritte (Stadt M, Freistaat BY, Investoren…), als dass sich auch nur ein kleines Fünkchen Hoffnung auf “den” entscheidenden Schritt eingestellt hätte.
Vor dem Wahlk(r)ampf werden möglichst viele “Zuckerl” in Aussicht gestellt, indem unverbindliche Absichtserklärungen unter die potentiellen WählerInnen verteilt werden.
Nach der Wahl fällt dann alles mangels finanzieller Möglichkeiten bzw. veränderter Prioritäten in der ToDo-Liste zusammen.
Wer weiterhin an ein weiß-blaues 60 München-Wolkenkuckucksheim glauben mag, der/die soll das gerne tun.
Hoffentlich ist nicht nach dem Wahlkampfrummel u. der Wahl wie nach der letzten dann wieder mal gähnende Ruhe, Stillstand, Stagnation u. Tiefschlaf, Aus, fertig, Schluss u. Ende beim Sechzgerumbauprojektfortschritt angesagt – nach dem Motto: vor der Wahl geht “fast” Alles solange es beim Wähler ankommt u. Stimmen bringt u. nach der Wahl geht nix mehr…bzw. “Nach der Wahl ist vor der Wahl”… Vertröstet o. besser gesagt verarscht wurden wir ja schon viiiel zu lange u. zu oft. Ausreden u. Gründe, warum was nicht geht, weil man es hinter den Kulissen nicht will, gab u. gibt es sicher auch in Zukunft mehr als genug. Wollen wir hoffen, dass zur Abwechslung mal Alle WOLLEN(!!!) u. MACHEN(!!!). Gel Herr Reiter&Co?😉
Mich interessieren nur mehr Fakten zum Thema und vorrangig klare Aussagen zur Finanzierung und vom Mitgesellschafter HAM dazu, denn wie so soll es realisierbar werden ohne Schuldenschnitt der kgaA oder Verkauf seiner Anteile an zuverlässigeren Investorpartner?
Ich sehe den Stadionumbau völlig unabhängig von Hasan.
Ja und Nein. Der Zuschuss von einem Investor kann schon förderlich sein. Auch wenns am Ende nicht der entscheidende Betrag ist.
Die Gesellschafterfrage sehe ich daher als nicht ganz unerlässlich, wenn auch nicht unbedingt komplett essentiell an.
Es wird doch eh eine Betreibergesellschaft für das Stadion geben, und an der wird HAM nicht beteiligt sein.
Dass HAM nicht beteiligt sein wird ist schon klar, aber ein Gesellschafterwechsel im Sommer wäre trotzdem produktiv – auch in finanziellen Belangen.
das der produktiv wäre, steht glaub ich außer Frage. Aber die ungelöste Gesellschafterfrage darf uns am Ausbau des Stadions nicht hindern.
Das nicht ne. Würde halt finanziell Vieles erleichtern, wenn das gelöst wäre.
Bei uns müssen 4 zentrale Punkte gelöst bzw auf Vordermann gebracht werden: die Gesellschafterstruktur, das Sportliche, das Stadion und die Wirtschaftlichkeit.
Hinsichtlich des Stadions könnte ja im Juni der vorentscheidende Schritt getan werden. Vielleicht kippen dann auch alle anderen Punkte mal ins Positive über..
Ich sag ja nicht, dass wir das Stadion ohne Investor stemmen können. Ich sage nur, dass der Investor nicht die HAM sein kann.
👍👍
Da sind wir ausnahmsweise mal anderer Meinung. Gerade hinsichtlich der Förderungen durch Stadt, Land und Bund sollte schon frühzeitig geprüft werden, ob man hier nicht wieder in so eine Nummer reinläuft wie damals mit den Corona Beihilfen.
Ich finds shady, dass sich der Dieter Reiter nie wirklich für das Grünwalder interessiert hat, jetzt aber plötzlich vor den Kommunalwahlen hochmotiviert wirkt. Das ist genauso Wahlkampf wie die Aufhebung von Tempo 30 aufm Ring. In einem Monat wird sein Interesse wieder versumpfen.
Leider wirken die anderen Kandidaten kein bisschen besser, außer das Krause wohl weiß wie man sich Applaus einfängt.
Gibt ja auch wichtigere Bausstellen für die Stadt München oder andere Kommunen. Profifussball-Förderung bleibt stets fragwürdig.
Auf Sechzger.de gibt es nichts wichtigeres als Sechzig München 😉
Aber im Ernst: mein Punkt ist, dass Reiters handeln nur nach Wahlkampf aussieht und eben wenig authentisch ist.
Dass es wichtigere Themen gibt ist schon klar, nur verteilt er gerade Zückerlis in alle Richtungen um Wählerstimmen abzugreifen und nach der Wahl ist mit dem Thema wieder Feierabend.
Ja servus, das vermute ich auch, ois nur Wahlpropaganda und blabla…wir werden belogen, betrogen, verraten und verkauft, des zieht sich wie ein ROTER FADEN durch die ganze sechzga Biographie.