Bayerns Sport- und Innenminister Joachim Herrmann hat heute in einer Pressemitteilung den Beschluss von neuen Regelungen verkündet. Damit steigt die mögliche Auslastung im Grünwalder Stadion auf bis zu 50%.

Bundesbeschlüsse werden in Bayern umgesetzt

Wie am heutigen Freitag bekannt wurde, werden die Beschlüsse auf Bundesebene von Bayern eins zu eins umgesetzt. Im Grünwalder Stadion bedeutet dies, dass zukünftig eine Auslastung von 50% aller Plätze erlaubt ist. 7.500 Tickets könnte der TSV 1860 München also verkaufen. An Interessenten hierfür dürfte es nicht mangeln, auch wenn der Kartenvorverkauf zuletzt teils überraschend schleppend lief.

Auslastung im Grünwalder Stadion gegen Köln unverändert

Für das Heimspiel gegen Viktoria Köln dürfte die Anpassung der Regelung allerdings zu spät kommen. Die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden dürfen auf Basis der neuen Lockerung, die offiziell erst am Montag in Kraft tritt, zwar bereits an diesem Wochenende Spiele mit 50% Auslastung bzw maximal 25.000 Zuschauern zulassen. Doch die Rudelbildung ist bereits abgeschlossen und die Personalisierung in vollem Gange. Zudem müsste das aktuelle Hygienekonzept grundlegend überarbeitet werden. Das dürfte in der Kürze der Zeit kaum möglich sein.

Ob es überhaupt zu einem Spiel vom TSV 1860 München mit 7.500 Fans kommen kann, liegt auch am weiter steigenden Inzidenzwert. Stand heute liegt dieser bei 43, ab 50 gelten die alten Regelungen (maximal 1.500 Zuschauer). Das nächste Heimspiel der Löwen nach dem Duell mit Viktoria Köln findet am Samstag, den 04.09. statt. Gegner ist dann der SV Meppen, der bisher aus drei Spielen vier Punkte erzielen konnte. Fraglich, ob der Wert in zwei Wochen nicht schon längst die 50er Marke überschritten hat. Trotz allem ist die neue Regelung ein Schritt in die richtige Richtung.

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Stehplätze sind weiterhin verboten!

“…Die zulässige Höchstzuschauerzahl einschließlich geimpfter und genesener Personen bestimmt sich nach der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Plätzen gewahrt ist, und beträgt bis zu 50 % der Kapazität der jeweiligen Sportstätte, höchstens aber 25 000 Zuschauer mit festen Sitzplätzen; Stehplätze sind nicht zugelassen. …”.

Das ist der entscheidende, neue Teil in der neuen Fassung der “Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung”. Was aber wohl in den meisten Kommentaren und Einschätzungen dazu völlig übersehen wird, ist der Nebensatz “…bei denen ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Plätzen gewahrt ist…”. Theoretisch könnten also 7.500 Fans ins GWS, aber dabei muss jeweils in Abstand von 1,5 m zum nächsten gewahrt bleiben. Dadurch erscheint die Zahl von 7.500 unmöglich realisiert werden zu können.

Sind jetzt Stehplätze erlaubt oder nicht? Davon steht nichts drin….