Ski-Löwe Linus Straßer blieb beim Olympia-Slalom am Montagnachmittag mit deutlichem Rückstand ohne Medaille und landete im Abschluss-Klassement auf Rang neun. Gold holte sich in Bormio der Schweizer Meillard vor dem Österreicher Gestrein und dem Norweger Kristoffersen. Straßer hatte am Ende 2,19 Sekunden Rückstand und übte im Interview nach dem Rennen erneut harte Kritik an der Organisation. Dabei sprach er wie schon im Interview vor einer Woche von “sterilen Spielen”.
Deutlicher Rückstand nach dem ersten Durchgang
Nach dem ersten Durchgang lag der Ski-Fahrer des TSV 1860 München mit +2,35 Sekunden Rückstand auf Rang zwei. Es führte der Norweger McGrath, der dann im zweiten Lauf ausschied. Strasser sagte im Interview nach dem ersten Durchgang:
“Ich finde ich bin es sehr gut angegangen und nicht so schlecht gefahren. Im zweiten mit vielleicht ein bisschen mehr Risiko reingehen und schauen was noch geht”
Strasser macht drei Plätze gut
Mit einem ordentlichen zweiten Lauf schob sich Strasser dann noch um drei Plätze auf Rang Neun nach vorne und schimpfte im Interview nach dem Rennen über die fehlende Olympia-Stimmung.
“Wenn die Zuschauer auf fünf Meter Höhe stehen, wenn das Leistungssport-Genuss sein soll, dann kann ich gerne darauf verzichten.”
Kritik an der Organisation absolut berechtigt
Eine Kritik, die man als Olympia-Besucher von sechs Eishockey-Spielen in Mailand absolut unterschreiben kann. Nach dem olympischen Flair sucht Straßer nicht nur in Bormio vergebens. Auch in Mailand würde man von den olympischen Wettkämpfen wohl absolut gar nichts mitbekommen, wären die Plakate und Werbetafeln nicht allgegenwärtig.
Milano 2026 wird nicht in Erinnerung bleiben
Ansonsten geht dort alles seinen gewohnten Gang, Olympia läuft an den Italienern einfach nur vorbei. Organisatorisch ist Milano 2026 auch weit unter internationalem Niveau, die Laufwege sind lang, die öffentliche Anbindung der Wettkampfstätten oft sehr kompliziert, die Beschilderung teilweise schlichtweg nicht vorhanden. Stimmung gibt es nur in den Stadien und in Straßers Fall wohl nicht mal dort in Bormio. Olympia 2026 wird nicht in bleibender Erinnerung bleiben – weder bei den Athleten, noch bei den Fans!











Also 9. Platz ist jetzt nicht so schlecht. Klar der Zeitabstand war groß, trotzdem waren nur 8 besser.
Die Ski Alpin Speedwettbewerbe in Bormio fand ich sehr cool, endlich mal wieder im Vergleich zu Pyeongchang und Peking olympiawürdige Pisten, mit der Stelvio.
Warum jetzt das Eishockey Tunier in Mailand keine olympiawürdige Stimmung hervorruft, weiß ich nicht. Gut ist auf jeden Fall, dass man auch vorhandene Infrastruktur wie Bormio und Cortina genutzt hat und nicht alles neu nur für Olympia an einem Ort aus dem Boden stampft.