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Rafati: Zupfer an Volland war kein Elfmeter

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Rafati: Zupfer an Volland war kein Elfmeter

Am Ende waren die Löwen-Fans mit dem 1:1 gegen Rot-Weiss Essen zum Rückrunden-Start sicherlich zur Mehrzahl zufrieden. Einen Aufreger gab es aber doch, nämlich einen möglichen Elfmeter für die Hausherren. In der 78. Minute wird Kevin Volland im Strafraum, direkt vor der Westkurve von seinem Gegenspieler Brumme von hinten am Trikot gezogen und dann leicht gestoßen. Volland fällt nach vorne und reklamiert vehement auf Strafstoß. Doch die Pfeife von Schiedsrichter Felix Weller (kicker-Note 3,0) bleibt stumm. Nun analysierte Schiedsrichter-Experte Babak Rafati die Szene für liga3-online.de die Szene.

Rafati: Zupfer an Volland war kein Elfmeter

Konkret schreibt der ehemalige Bundesliga-Referee:

Bei einem Zweikampf springen Brumme und Volland zum Kopfball hoch. Dabei zieht Brumme seinen Gegenspieler Volland von hinten am Trikot, was natürlich völlig unnötig ist. Anschließend kommt Volland theatralisch zu Fall. Natürlich ist diese Aktion des Verteidigers völlig überflüssig, aber wiederum ist das gängige Praxis und solange ein Vergehen nicht entscheidend ist und kein Foulspiel darstellt, lässt man weiterspielen. Dieses Trikotziehen ist nicht ursächlich für das Zufallkommen, denn Volland macht mehr daraus, als tatsächlich vorliegt. Somit eine richtige Entscheidung, weiterspielen zu lassen und keinen Elfmeter zu geben.

Geteilte Meinungen unter den Löwen-Fans

Während wir bereits im Live-Ticker und ohne Ansicht der TV-Bilder der Meinung waren, dass die Szene kein klarer Strafstoß war, gingen die Meinungen unter unseren Lesern auseinander. Letztlich bleibt festzuhalten, dass es sicherlich kein gravierender Fehler gewesen wäre, auf Strafstoß zu entscheiden. Ein Muss-Elfmeter war es aber wohl auch nicht.

Max Reinthaler in der kicker-“Elf des Tages”

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TSV 1860 16 Reinthaler Max

Max Reinthaler war beim 1:1-Unentschieden zum Rückrundenstart gegen Rot-Weiss Essen, das Löwen-Gesicht des Tages. Der Hüne hielt im Defensiv-Zentrum die Abwehr der Sechzger zusammen und erzielte in der Schlussminute nach einer Ecke auch noch den Ausgleich zum 1:1-Endstand. Wenig überraschend steht er deshalb auch in der “Elf des Tages” des kicker und das bereits zum vierten Mal in dieser Saison!

Reinthaler mit Note 1,0 in kicker “Elf des Tages”

Der Defensiv-Profi wurde vom kicker mit der ganz selten vergebenen Bestnote 1,0 bewertet. Er war es schließlich auch, der den Löwen den Punktgewinn sicherte. Für Reinthaler ist es bereits die vierte Berufung in die Elf des Spieltags. Hobsch, Maier, Dordan und Schifferl erhielten eine 2,5. Alle anderen Löwen finden sich zwischen 3,0 und 4,0 wieder.

Die Spieltagself im Überblick

Brdar (Wiesbaden) – Kijewski (Verl), Reinthaler (1860), Wilhelm (Saarbrücken), Mhamdi (Verl) – Berger (Havelse), Angleberger (Schweinfurt), Boujellab (Havelse), Costly (Ingolstadt) – Lobinger (Duisburg), Besio (Verl)

Video- & Bildergalerie zu TSV 1860 – Rot-Weiss Essen

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Titelbild TSV 1860 Rot-Weiss Essen Bildergalerie

Dank des späten Treffers von Max Reinthaler holten die ersatzgeschwächten Löwen am Samstag immerhin einen Punkt – und den hochverdient! In unserer Video- und Bildergalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Heimspiel des TSV 1860 München gegen Rot-Weiss Essen.

Video aus dem Grünwalder Stadion

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Bildergalerie zu TSV 1860 – Rot-Weiss Essen

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Sechzig um Sieben: Remis zum Auftakt gegen Rot-Weiss Essen

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Die 3.Liga ist zurück aus der Winterpause und für den TSV 1860 gab es zum Beginn ein 1:1-Remis gegen Rot-Weiss Essen. Andere Begegnungen in der 3.Liga sorgten dagegen durchaus für Überraschungen. Was rund um die Löwen am vergangenen Wochenende passiert ist, gibt es nun bei Sechzig um Sieben auf einen Blick.

TSV 1860 trennt sich mit Remis von Essen

In einer lange Zeit ausgeglichenen Partie sah es am Samstag im Grünwalder Stadion nach einem torlosen Unentschieden aus, ehe der eingewechselte Marvin Obuz spät den Führungstreffer für RWE erzielte. Die Löwen gaben sich allerdings nicht geschlagen und kamen durch Max Reinthaler in der Schlussminute der regulären Spielzeit noch zum Ausgleich. Schlussendlich steht zwischen dem TSV 1860 und Rot-Weiss Essen also ein Remis zu Buche. Kommendes Wochenende sind die Löwen dann in Osnabrück gefordert.

Giesinger Gedanken mit Fokus auf Damjan Dordan

Auch wenn die 90 Minuten am Samstag nicht immer packend und mitreißend waren, für einen war es eine ganz besondere Partie. Die Rede ist von Damjan Dordan, der mit 23 Jahren sein Debüt in der 3.Liga feiern konnte. Seine Sache machte er ordentlich wie Thomas Spiesl in den Giesinger Gedanken darlegt.

In den Stimmen zum Spiel haben sich außerdem verschiedene Akteure zu der Partie gegen Essen zu Wort gemeldet.

TSV 1860 II startet Rückrunden-Vorbereitung mit Sieg

Bis die U21 der Löwen wieder im Einsatz ist und auf Punktejagd in der Bayernliga Süd geht, dauert es noch eine Weile. Erst Ende Februar ist das Team von Alper Kayabunar wieder gefordert. Am Samstag stand nach dem Spiel der Profis allerdings das erste Testspiel im Kalender, Gegner war der FV Rot-Weiß Weiler. Nach einem Treffer im ersten Durchgang wurde es nach dem Seitenwechsel deutlich und die Löwen feierten einen klaren Erfolg. Kommenden Samstag steht am Trainingsgelände das nächste Testspiel an.

An gleicher Stelle setzte sich am Sonntag die U19 gegen den Landesligisten SV Aubing durch.

Löwinnen mit Platz 2 bei Hallenturnier

Auf anderem Untergrund, nämlich in der Halle waren die Frauen des TSV 1860 München gestern im Einsatz. Sie nahmen an einem Hallenturnier des FC Issing (Landkreis Landsberg am Lech) teil. In der Gruppenphase wurden alle Spiele gewonnen, darunter auch das Duell gegen die Gastgeberinnen. Erst im Finale setzte es die erste und einzige Niederlage, sodass am Ende Platz 2 zu Buche stand.

Magdeburg mit Interesse an Lippmann

Außerdem wurde am gestrigen Sonntag noch vermeldet, dass der Zweitligist 1.FC Magdeburg Interesse an einer Verpflichtung von Clemens Lippmann hat. Der TSV 1860 hingegen befindet sich bereits in Vertragsgesprächen mit dem 19-Jährigen. Sollten diese allerdings nicht wie gewünscht verlaufen, könnte sogar ein Wechsel im Winter möglich sein. Helfen könnte den Löwen eine bestehende Vertragsoption.

Straßer verfehlt Top 10 in Wengen knapp

Nach den zuletzt eher mauen Resultaten hat sich Linus Straßer gesteigert und beim Slalom in Wengen (Schweiz) zwei gute Fahrten gezeigt. Am Ende verfehlte der Skilöwe die Top 10 knapp und belegte Rang 11 im Endklassement. Bis Olympia bleiben ihm noch wenige Wochen, um seine Form wiederzufinden.

News aus der 3.Liga

Der 20.Spieltag

Die 3.Liga hat nach dem Rückrundenauftakt einen neuen Tabellenführer. Nach dem 20.Spieltag grüßt der SC Verl von ganz oben an der Spitze, die sich im Heimspiel wieder einmal furios mit 5:2 gegen Waldhof Mannheim durchsetzten. Der MSV Duisburg zog mit einem klaren 4:0 gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart nach, auch Hansa Rostock (2:1 gegen Aue) und der nächste Löwen-Gegner Osnabrück (3:0 in Aachen) zogen nach. Als einziger in der Spitzengruppe ging Cottbus nicht als Sieger vom Platz. Sie spielten 1:1-Unentschieden in Saarbrücken. Überraschungen gab es außerdem im Tabellenkeller. Schweinfurt holte gegen Viktoria Köln mit einem 2:0 den dritten Saisonsieg, Havelse gewann sogar mit 4:0 gegen Hoffenheim II am Sonntagabend.

Der TSV 1860 München belegt nach dem Rückrundenauftakt mit 31 Zählern Rang 9.

Reisig wechselt nach Essen

Kurz nach dem Remis bei den Löwen hat Rot-Weiss Essen einen Neuzugang präsentiert. Von der TSG Hoffenheim II wechselt Ruben Reisig an die Hafenstraße. Der 29-Jährige zählte bei der TSG fest zur Startformation und kann bereits 18 Saisoneinsätze vorweisen. Da er noch bis 2027 in Hoffenheim unter Vertrag stand, muss RWE Medienberichten zufolge 100.000€ für den Neuzugang überweisen.

Löwinnen I mit Platz 2 bei Hallenturnier des FC Issing

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Löwinnen I Hallenturnier Issing

Einen starken 2. Platz erreichten die Löwinnen I beim Hallenturnier des FC Issing. Erst im Finale musste sich der TSV 1860 dem FC Moosinning mit 0:1 geschlagen geben.

2. Platz für Löwinnen bei Hallenturnier in Issing

Zum Auftakt bekamen es die Löwinnen mit dem TSV 1909 Gersthofen zu tun und besiegten ihre Gegnerinnen deutlich mit 4:1. Auch die Gastgeberinnen vom FC Issing konnten den TSV 1860 nicht stoppen und unterlagen mit 0:2. Im letzten Gruppenspiel setzte sich Münchens große Liebe mit 3:1 gegen die SG Isarwinkel durch und gewann somit ihre Gruppe mit der Maximalausbeute von 9 Punkten.

Im Halbfinale trafen die Löwinnen dann auf den zweiten der anderen Gruppe, den TSV Friedberg. Auch hier setzte sich Sechzig überzeugend durch und zog mit mit einem souveränen 4:0 ins Endspiel ein. Gegner dort war der TSV Moosinning, der seine bisherigen Spiele allesamt deutlich gewonnen hatte und mit einem Torverhältnis von 21:0 ins Finale durchmarschiert war.

Dort lieferten die Löwinnen dem TSV Moosinning zwar einen beherzten Kampf, doch auch diesmal blieben die Gegnerinnen ohne Gegentreffer und sicherten sich mit einem knappen 1:0 den Turniersieg.

TSV 1860 U19 besiegt Landesligist SV Aubing in Testspiel

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TSV 1860 U19 SV Aubing

Einen deutlichen Testspielsieg gegen den Landesligisten SV Aubing feierte die U19 des TSV 1860 am Sonntag an der Grünwalder Straße. Nach 90 Minuten stand es auf dem Kunstrasen am Trainingsgelände 5:1 für die Junglöwen.

TSV 1860 U19 besiegt SV Aubing deutlich

Bei eisigen Temperaturen hatten sich immerhin rund 70 Zuschauer an der Grünwalder Straße 114 eingefunden, um dem Testspiel zwischen der U19 der Löwen und der Herrenmannschaft des SV Aubing beizuwohnen. Etwas überraschend entwickelte sich die Partie zu einer deutlichen Angelegenheit zugunsten der Junglöwen. Noah Plöttner eröffnete den Torreigen per Elfmeter in der 35. Minute, Vlanetin Bannert (43.) und Efe Karakoc (45.) erhöhten bis zur Pause auf 3:0.

Nach dem Seitenwechsel ließ Sami Kenzeddine den vierten Treffer für 1860 folgen (50.), ehe Alexander Rojek für die Gäste verkürzte (61.). Den Schlusspunkt zum 5:1-Endstand setzte Paul Sturm in der 72. Minute.

In der DFB Nachwuchsliga geht für die U19 am 08.02. wieder Punkte. Erster Gegner für die Elf von Trainer Jonas Schittenhelm ist der SC Freiburg.

1.FC Magdeburg streckt Fühler nach Clemens Lippmann aus

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"Keine Identifikation aufgebaut" - Lippmann-Abgang fix

Im Sommer läuft der Vertrag von Clemens Lippmann aus, die Löwen wollen mit einem der Durchstarter der aktuellen Spielzeit unbedingt verlängern. Doch mit seinen Auftritten hat der 19-Jährige Begehrlichkeiten geweckt. Medienberichten zufolge denkt der Zweitligist 1.FC Magdeburg über eine Verpflichtung von Lippmann nach.

Weiter Löwe oder Wechsel? Magdeburg mit Interesse an Lippmann

Anfang Oktober feierte er beim Unentschieden gegen Viktoria Köln sein Startelfdebüt. Spätestens seit dem Heimsieg gegen den damaligen Tabellenführer MSV Duisburg ist er nicht mehr aus der ersten Elf wegzudenken. Die Rede ist von Clemens Lippmann, einem der Senkrechtstarter in der aktuellen Spielzeit beim TSV 1860 München. 14 Mal lief er in dieser Saison bereits für die Löwen auf, sieben Mal davon über die volle Distanz. Auch gestern beim 1:1 gegen Essen absolvierte er das Duell über die komplette Länge, dabei allerdings im rechten Mittelfeld. In den Spielen zuvor beackerte der 19-Jährige jeweils die linke Seite.

Diese Vielseitigkeit ist auch anderen Vereinen nicht verborgen geblieben. Hinzu kommt, dass sein Vertrag derzeit nur noch bis zum kommenden Sommer läuft. So ist es nicht verwunderlich, dass Zweitligist Magdeburg Medieninformationen zufolge Interesse an einer Verpflichtung von Lippmann hat. Die Quelle ist wieder einmal Florian Plettenberg – der für gewöhnlich gut informierte Journalist hatte bereits den Abgang von Marco Hiller exklusiv vermeldet. Andererseits pocht der TSV 1860 München wiederum auf eine Vertragsverlängerung mit dem Mittelfeldspieler. Dabei könnten die Löwen ein Ass im Ärmel haben. Laut dem Statistikportal transfermarkt gibt es eine vereinsseitige Option für eine Verlängerung um ein weiteres Jahr.

Der Poker um Clemens Lippmann hat also begonnen. Sollte die Information mit der vereinsseitigen Option allerdings tatsächlich der Wahrheit entsprechen, bestehen beim TSV 1860 München derzeit wohl keine Bedenken, die gegen eine Verlängerung mit dem 19-Jährigen sprechen.

Lippmann begann mit dem Fußball beim FC Schwabing 56 und wechselte später zum FC Deisenhofen. Von dort führte ihn sein Weg 2023 in die A-Jugend des TSV 1860 München. Dort spielt aktuell sein zwei Jahre jüngerer Bruder Xaver, der bereits fünf Mal in der U19 Nachwuchsliga zum Einsatz kam und dabei einen Treffer erzielte.

 

Giesinger Gedanken: Talentschmiede TSV 1860 München

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Giesinger Gedanken: Talentschmiede TSV 1860 München

Einen Tag nach dem 1:1-Unentschieden zum Rückrundenstart gegen Rot-Weiss Essen dürfte die Mehrzahl der Löwen-Fans zufrieden aufgewacht sein. Mit einer starken kämpferischen Vorstellung holten sich die Sechzger trotz elf (!!!) Ausfällen gegen den selbsternannten Aufstiegsaspiranten aus dem Westen der Republik einen verdienten Zähler. Entscheidend dafür waren neben der Moral und dem Willen der Hausherren zwei Faktoren: Die enorme Breite im Kader und die gute Nachwuchsarbeit der Talentschmiede TSV 1860 München.

Treffende Analyse von Coach Kauczinski

In der Löwenrunde am Freitag hatte Coach Markus Kauczinski zwei bemerkenswerte Aussagen gemacht. Zum einen sagte er, dass er sich auf “die Jungen” freut und dass es keinen Sinn mache, irgendwelche Transfers zu tätigen, um kurzfristige Engpässe aufzufangen. O-Ton: “Sonst haben wir wenn wieder alle fit sind sieben Innenverteidiger im Kader und dann beschweren sich alle, warum die Spieler aus dem Nachwuchs keine Chance bekommen”. Wie recht er haben sollte mit der nächsten Aussage, man könne trotz der Ausfälle “immer noch eine gute Mannschaft aufbieten“, zeigte sich schon am Tag danach.

Sogar ein Sieg wäre drin gewesen

Während die meisten Drittligisten angesichts von elf Ausfällen wohl Probleme gehabt hätten überhaupt anzutreten, war den Löwen auf dem Rasen kaum anzumerken, wie viele Umstellungen es gegeben hatte. Mit etwas Glück wäre sogar ein Sieg drin gewesen. Klar, die Chancen waren rar, aber sie waren da. Der Kopfball von Hobsch hätte mit etwas Glück reinfallen können, der Freistoß von Volland schrammte nur knapp über den Kasten und ein möglicher Elfer nach dem Schubser an Volland wäre eine weitere gute Gelegenheit gewesen. Wobei ich auch nach Ansicht der TV-Bilder bei meiner Meinung aus dem Stadion bleiben: Den muss man nicht pfeifen, geben kann man den Strafstoß aber natürlich.

Die Breite im Kader zahlt sich aus

Wie es den Löwen gelungen ist, die Ausfälle von so vielen Leistungsträgern zu kompensieren, ist erklärbar. In solchen Phasen zahlt sich die Kaderplanung aus. Unkenrufe gab es vor der Saison genug, der Kader der Löwen sei viel zu groß. Dass dieser Kader in der aktuellen Form Sinn macht, zeigte das gestrige Spiel, denn die Sechzger sind auf fast jeder Position dreifach besetzt. Und welches andere Team hätte in solchen Situationen sogar noch erfahrene Spieler auf der Bank wie einen Rittmüller, einen Danhof oder einen Wolfram. Klar kostet ein solch breiter Kader auch Geld und Spielzeit für den einen oder anderen Akteur. Dennoch kommen Talente aus dem Nachwuchs, vor allem unter Kauczinski, immer wieder zu ihrer Chance und damit sind wir bereits beim zweiten Grund.

Die Nachwuchsarbeit zahlt sich aus

Wie ein Damjan Dordan gestern unaufgeregt neben einem ohnehin in bärenstarker Form befindlichen Philipp Maier agierte, war beeindruckend. Bei Dordans Profi-Debüt war ihm keine Nervosität anzumerken. Dordan überzeugte mit gutem Stellungsspiel, eroberte frühe Bälle und zeigte mehrmals seine Ballsicherheit. Einem Außenstehenden wäre sicherlich nicht aufgefallen, wer der Debütant auf dem halbgefrorenen Grün war. Hut ab, aber keine Überraschung für Löwen-Fans, die auch die Amateure verfolgen. Denn dort gehört Dordan zu den Leistungsträgern. Er könnte nach Dulic und Lippmann bereits der dritte Kicker aus dem eigenen Nachwuchs werden, dem in dieser Spielzeit der Durchbruch gelingt. Auch Lippmann wurde in der ersten Saisonhälfte ins kalte Wasser geworfen, überzeugt durch Einsatz, Stellungsspiel und unbändigen Willen. Auch wenn die Flanken noch ausbaufähig sind, seine Qualität zeigt, dass er einem gestandenen Zweitliga-Profi wie Rittmüller den Rang abgelaufen hat und inzwischen scheinbar sogar vom Zweitligisten FC Magdeburg umworben wird. Vertrag bitte verlängern, lieber Manfred Paula.

Talentschmiede TSV 1860 München

Und damit ist die Liste der Talente noch längst nicht zu Ende. Ein Klose steht in den Startlöchern, überzeugt in der Bayernliga mit Toren und stand gestern erstmals im Profi-Kader. Zum Einsatz kam er zwar nicht, dass er aber nach dem Profispiel sofort noch zu den Amateuren fuhr und dort im Testspiel gegen Rot-Weiß Weiler sogar noch eine Halbzeit spielte und ein Tor schoss, spricht für den Willen des Youngsters, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Auch ein Fuchs, der gestern auf der Kaderliste stand, hat seine Karriere vor sich und das Zeug dazu, den Sprung zu schaffen. Der TSV 1860 München ist und bleibt also weiterhin die Talentschmiede Nummer eins in der bayrischen Landeshauptstadt und das ist auch gut so.

Faktor Fans in der Festung Grünwalder Stadion

Zudem waren die Fans gestern sofort zur Stelle, standen lautstark hinter ihrem Team und taten das, was Kauczinski in der Pressekonferenz gefordert hatte: Die jungen Spieler aufzufangen und zu unterstützen. Das Grünwalder Stadion wird immer mehr zu einer Festung. Nimmt man das 0:2 gegen ein übermächtiges Team aus Verl aus, so ist es kein Zufall, dass die Löwen schon fast ein halbes Dutzend Punkte in den letzten Spielminuten durch späte Treffer holten. Denken wir an Stuttgart oder Havelse… Es war, wie schon gestern angemerkt, ein Punkt der Moral und eine Leistung der Sechzger, die Lust auf mehr macht. Lust auf kampfstarke Löwen, mit etlichen Eigengewächsen auf dem Feld, für die in der Rückrunde auch weiterhin alles möglich ist.

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

 

Stimmen zum Spiel: TSV 1860 – Rot-Weiss Essen

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In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute geht es um das Jahres- und Rückrundenauftaktspiel gegen Rot-Weiss Essen, das am Samstag Nachmittag bei eisigen Temperaturen mit 1:1 endete.

Philipp (RWE-Fan und Betreiber des Youtube-Kanals DaKoen):

Ein Ergebnis, das den Spielverlauf in keinster Weise widerspiegelt, denn es ist definitiv jeweils um ein Tor zu hoch ausgefallen! Wer auf der einen Seite mit Volland & Hobsch vorne aufläuft und auf der anderen Seite einen Stürmer aufstellt, der sich selbst am besten auf der 10 bzw. 8 sieht, der muss sich auch nicht wundern, wenn beide Torhüter am Ende eine viel zu hohe Spielprämie für ihre kaum benötigten Dienste erhalten. Aus Essener Sicht war es das gewohnte Bild und der Grund dafür, dass trotz guter Ausgangslage überhaupt gar keine Euphorie herrscht. Der Ball wird angenommen, verarbeitet und erst dann weiter gespielt, wenn auch der letzte gegnerische Spieler wieder auf seiner Position ist. Man nimmt es so hin und geht alle zwei Wochen zum Heimspiel, aber meinen Hintern kriege ich dafür an einem frühen Samstagmorgen nicht zur Auswärtsfahrt hoch. Wir sehen uns nächste Saison wieder!

Thomas Spiesl (Redakteur bei sechzger.de):

Für mich war es eine starke Vorstellung der Löwen, die sich den Punkt gegen Essen mehr als verdient haben. Mit elf Ausfällen wäre wohl kaum eine Mannschaft in dieser Liga noch so konkurrenzfähig, um einen selbsternannten Aufstiegskandidaten streckenweise sogar in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Hut ab vor einem Damjan Dordan, der im Zentrum sehr ballsicher war und bei seinem Debüt zu keinem Zeitpunkt nervös wirkte. Gut gefallen haben wir darüber hinaus vor allem Maier, Lippmann und ein ruhiger Vollath im Tor. Trotz eisiger Kälte gab es auch etwas zu lachen, als sich die beiden Fanlager (natürlich völlig unsinnigerweise) in der Schlussphase über die Treppen zwischen den Blöcken A und B hinweg auf der Haupttribüne mit vollen Bier- und Glühweinbechern bewarfen. Insgesamt ein Auftakt, der Vorfreunde schürt auf den Rest der Rückrunde – denn auch die Stimmung war aus beiden Fanlagern stark.

Markus Kauczinski (nach dem Spiel bei MagentaSport):

Ich glaube, es ist am Ende leistungsgerecht. Beide Mannschaften haben sich neutralisiert über lange Zeit. Es sind zwei Systeme, die fast ähnlich sind, die aufeinanderprallen. Da gab’s viele Zweikämpfe, wenig Räume. Beide waren sehr konzentriert, alle sehr fokussiert. Und am Ende… Ich hab immer das Gefühl gehabt, dieser letzte Pass, diese letzte Gelegenheit… wir kamen so oft durch. Auch am Anfang der zweiten Halbzeit haben wir nochmal Gelegenheiten gehabt, vielleicht diesen Tick mehr.  Aber wenn man sie nicht macht, dann muss man damit auch zufrieden sein.

Richard Golz (Ex-Bundesligatorhüter und Vater des Essener Torwarts):

Ärgerlich aus RWE-Sicht, wenn man so spät in Führung geht. Vom Spielverlauf ist es ein gerechtes Ergebnis, Essen ist zu wenig Risiko gegangen, um den Sieg zu erzwingen, wenn man bedenkt, wieviele Spieler bei den 60ern gefehlt haben. Auf dem
Platz war aber auch kein gepflegtes Spiel möglich, was den Löwen sicherlich entgegen kam. Die Ecke zum Ausgleich kann man sicher auch besser verteidigen.

Uwe Koschinat (Trainer RWE in der Pressekonferenz nach dem Spiel):

Ich glaube, heute hat man gesehen, was passiert, wenn zwei Mannschaften, die relativ baugleich sind, aufeinandertreffen. Wenn das dann zu so einer Situation wird, wo beide nicht so richtig über spielerische Faktoren ein klares Übergewicht haben. (…) Wenn das der Fall ist, dann kann so ein Spiel auch mal sehr zäh werden. Dann belauern sich zwei Teams. Es geht dann sehr stark darum, Zweikämpfe zu gewinnen. Es geht darum, sich in einem offenen Eins-gegen-Eins trotzdem gegenseitig gut zu sichern, viel Energie in die Defensivleistung zu bringen. Ich glaube, das haben beide Mannschaften in hohem Maße getan. (…) Am Ende ist es dann bei einem – wahrscheinlich – leistungsgerechten Unentschieden geblieben und das ist für uns mit Sicherheit kein schlechtes Ergebnis.

Max Reinthaler (Torschütze zum Ausgleich bei MagentaSport):

Am Ende, wenn du so spät das Gegentor kriegst, dann bist du froh, wenn du noch einen Punkt mitnimmst, aber ich glaub, wir hatten schon das Gefühl, dass wir heute auch als Sieger vom Platz gehen können. Ich glaub, es war grundsätzlich ein ausgeglichenes Spiel, hatte aber schon das Gefühl, dass wir auch gute Möglichkeiten nach vorne hatten, auch in der ersten Halbzeit. Und dann aber irgendwie der letzte Ball nicht so richtig gekommen ist.

 

Erstes Testspiel: TSV 1860 München II startet 2026 erfolgreich

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TSV 1860 München II FV Rot-Weiß Weiler Testspiel Januar 2026

Einen erfolgreichen Start hat die zweite Mannschaft der Löwen in das Jahr 2026 hingelegt. Beim ersten Testspiel des Jahres setzte sich der TSV 1860 München II deutlich gegen den FV Rot-Weiß Weiler durch. Torschützen waren unter anderem zwei Spieler, die kurz zuvor noch beim Duell gegen Rot-Weiss Essen auf der Bank Platz genommen hatten.

TSV 1860 II schlägt Weiler im Testspiel deutlich

Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Rot-Weiss Essen durften sich die Löwen in der Kabine sowie unter der Dusche aufwärmen – zumindest fast alle. Für Noah Klose und Finn Fuchs ging es unmittelbar nach Abpfiff weiter zum Trainingsgelände des TSV 1860 München, wo die U21 im ersten Testspiel des Jahres auf den FV Rot-Weiß Weiler traf. Die Gäste spielen derzeit in der Landesliga Württemberg und liegen dort zur Winterpause auf Rang 6. Tatsächlich spielte im vergangenen Jahr eine Mannschaft des TSV 1860 einmal in Weiler: die U17 feierte einen Testspiel-Achtungserfolg gegen den FC Liverpool.

Lange dauerte es am heutigen Samstag nicht, ehe die Mannschaft von Alper Kayabunar das erste Mal erfolgreich war. Brahim Moumou eröffnete nach neun gespielten Minuten den Torreigen. Dass es zunächst bei diesem Spielstand blieb, verdankten die Weiler insbesondere ihrem Torwart Lasse Fink. Mit zahlreichen Paraden verhinderte er einen höheren Rückstand. Nach dem Seitenwechsel sollte es dann allerdings doch noch deutlich werden. Zunächst erhöhte der mittlerweile eingewechselte Noah Klose (63.), ehe Lance Fiedler nur drei Zeigerumdrehungen später für die U21 erhöhte. Knapp zehn Minuten später folgte der nächste Doppelpack. Jamie Jenni traf nach einer Ecke (74.), der ebenfalls eingewechselte Finn Fuchs traf aus etwas abseitsverdächtiger Position zum 5:0 (76.). Ihm gehörte in der letzten Spielminute auch der Schlusspunkt, als er mit dem 6:0 den letzten Treffer des Tages erzielte.

Kommenden Samstag bestreiten die Löwen dann das nächste Testspiel am Trainingsgelände. Gegner ist der TSV Schwabmünchen (Landesliga Südwest), los geht es um 13:00 Uhr. Gepfiffen wird die Partie übrigens von Julian Perl. Der 23-Jährige ist der Sohn des ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichters und pfeift seit kurzem in der Regionalliga Bayern. Ihm wird in den kommenden Jahren aufgrund von guten Leistungen der Schritt in den Profifußball zugetraut.