Heute vor 32 Jahren traf Bernhard Winkler doppelt für die Löwen und verhalf dem TSV 1860 zu einem wichtigen Heimsieg gegen Fortuna Köln.
Zweiter gegen Fünfter in Giesing
Eine Woche nach der 0:1-Niederlage bei Bayer Uerdingen empfing der als Aufsteiger so fantastisch gestartete TSV 1860 München im Grünwalder Stadion Fortuna Köln. Der Tabellenzweite hatte den Fünften aus dem Rheinland zu Gast, aber trotz aller Euphorie waren “nur” 12.000 Zuschauer live vor Ort.
Die aber bereuten ihr Kommen nicht, denn bereits nach einer guten Viertelstunde ließ Bernhard Winkler, der vor der Saison von der Fortuna nach Giesing gewechselt war, die Maschen des gegnerischen Tores erstmals erbeben. Danach aber kehrte der Schlendrian ein und die vom legendären Hannes Linßen trainierten Südstädter glichen in der 26. Minute durch Jürgen Radschuweit aus.
TSV 1860 besiegt Fortuna Köln dank Winkler
Es folgte eine Partie auf des Messers Schneide, in dem die Löwen das bessere Ende auf ihrer Seite hatten. Erneut war es Bernhard Winkler, der kurz nach der Pause für das 2:1 sorgte. Diesmal kam Fortuna Köln nicht zurück, die zwei (damals gab es ja die Drei-Punkte-Regel noch nicht) Zähler blieben also in Giesing und die Löwen holten einen Punkt auf Tabellenführer VfL Bochum auf, der gegen Uerdingen nicht über ein Remis hinauskam.
Am Saisonende stiegen die Löwen bekanntlich in die 1. Bundesliga auf, während Fortuna Köln die Spielzeit mit nur einem Punkt vor den Abstiegsrängen beendete.
Die Aufstellung der Löwen
Trainer Werner Lorant setzte am 23.10.1993 auf folgende Elf des TSV 1860:
Nach dem Heimsieg der Löwen gegen Tabellenführer MSV Duisburg muss Trainer Markus Kauczinski mindestens eine Änderung vornehmen, da Tunay Deniz im Carl-Benz-Stadion gesperrt fehlen wird. Wie sehen die Wunschaufstellungen der Redaktion für das Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim SV Waldhof Mannheim aus?
Wunschaufstellungen zu Waldhof Mannheim – TSV 1860
Christian Jung
Das 3-4-1-2 hat gegen Duisburg ordentlich geklappt, deswegen behält Christian das System – ebenso wie Peter und Thomas bei. Auch personell nimmt er nur eine Änderung vor und dies (wie oben angedeutet) gezwungenermaßen. Für Deniz rückt Christiansen in die Startelf.
Thomas Enn
Gleich drei Änderungen nimmt Thomas vor, der Kilian Jakob nach (hoffentlich) auskurierter Verletzung auf der linken Seite eine Chance gibt. Auch Samuel Althaus rückt bei ihm in die erste Elf und spielt auf der Doppel-Sechs neben Thore Jacobsen. Überraschenderweise muss Kevin Volland diesmal David Philipp weichen und zunächst auf der Bank Platz nehmen.
Peter Gratz
Vier Wechsel nimmt Peter vor, der ebenfalls auf Kilian Jakob und Samuel Althaus zurückgreift und zudem Philipp Maier im defensiven Mittelfeld aufbietet. Clemens Lippmann rückt auf rechts, weswegen Marvin Rittmüller ebenso wie Thore Jacobsen auf die Bank muss. Im Angriff erhält Patrick Hobsch den Vorzug vor Florian Niederlechner.
Stefan Kranzberg
Im Gegensatz zu den anderen Redakteuren kehrt Stefan beim Auswärtsspiel in Mannheim zur Viererkette zurück. Manuel Pfeifer ist wieder von Beginn an dabei, für Siemen Voet hingegen ist diesmal kein Platz in der Abwehr. Im defensiven Mittelfeld bekommt Samuel Althaus eine Chance, im offensiven Mittelfeld des 4-2-2-2 sollen Kevin Volland und David Philipp Chancen kreieren.
Deine Meinung ist gefragt
Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt Deiner Wunschelf am nächsten? Oder hast Du ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf Deinen Vorschlag!
Die Süddeutsche Zeitung berichtet von einer gravierenden Unterdeckung beim TSV 1860 München e.V., die durch ein Minus in der Fußballabteilung entstanden sein soll. Über die letzten zwei Jahre in Hinweg soll das Loch in der Kasse insgesamt fast 1,5 Mio. € betragen haben.
“Finanzielle Schieflage” im e.V. durch massive Unterdeckung in der Fußballabteilung?
Wie die SZ schreibt, sollen in den letzten beiden Geschäftsjahren ein Miunus von knapp 1,5 Mio.€ entstanden sein. Die Fußballabteilung nimmt der SZ zur Folge jährlich ca. 1,5 Mio. € an Mitgliedsbeiträgen ein. Die Kosten zum Betrieb der Fußballabteilung und des NLZ bis zur U17 (ab der U19 fallen die Mannschaften in den Bereich der KGaA) soll aber um Einiges mehr kosten. So stehen angeblich für die Saison 23/24 900.000 € Unterdeckung zu Buche, für 24/25 soll es sich um “rund 500.000” € handeln. Außerdem soll die Sparte Frauenfußball mit 50.000 € zum Minus beigetragen haben.
Gründe für das Minus
Die Belastung zum Betrieb des NLZ ist für den e.V. nach dem Doppelabstieg 2017 immens gestiegen. Damals verpflichtete sich der e.V. die Kosten des NLZ alleine zu schultern, bis ein neuer Servicevertrag für die Ausbildung der NLZ-Spieler geschlossen würde. Diesen neuen Servicevertrag gibt es aber bis heute nicht. Das bedeutet in der Kosequenz, dass der e.V. die Ausbildung junger Spieler aus eigenen Mitteln stemmen muss, während der Profifußballbetrieb (also die KGaA) Ablösesummen von Spielern wie Morgalla, Glück oder Reich einstreicht. Kurios ist außerdem, dass der e.V. die Nutzung der Plätze am Trainingsgelände der KGaA vergüten muss, da sich das Trainingsgelände bekanntlich im Besitz der KGaA befindet. Weitere Ursachen für die Unterdeckung in der Fußballabteilung dürften vielen kleineren Sportvereinen bekannt vorkommen: höhere Mindestlöhne für Trainer, steigende Energiekosten etc.
Schwierige Aufgabe für die neue Abteilungsleitung
Es liegt nun also an der neuen Abteilungsleitung um Martin Obermüller, die Fußballabteilung wieder in stabileres finanzielles Fahrwasser zu führen. Eine Schlüsselrolle dürfte dabei Manfred Paula zukommen, der als langjähriger Leiter des NLZ die Situation sicherlich bestens kennt und nun als Geschäftsführer der KGaA einen direkten Zugang zu den Vertretern von Hasan Ismaik hat. Eine Möglichkeit Einnahmen für das NLZ zu generieren, sollte ihm dabei ganz besonders am Herzen liegen: Durch den Einsatz von Eigengewächsen unter 23 Jahren aus dem NLZ bei den Profis lassen sich aus dem Fördertopf des DFB schnell Einnahmen generieren. Eine Maßnahme, die sicherlich auch viele Löwenfans befürworten würden.
Am Samstag sind die Löwen in Mannheim gefragt und wollen die neu aufgekommene Euphorie nach dem Sieg gegen den MSV Duisburg natürlich aufrecht erhalten. Für das Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken sind die Tickets ab heute verfügbar.
Vorberichterstattung zum Spiel in Mannheim
sechzger.de startet heute mit der Vorberichterstattung auf die Partie in Mannheim am Samstag. Selbstverständlich werden wir wieder live aus dem Carl-Benz-Stadion berichten. Um 10.30 Uhr präsentieren wir Euch die Wunschaufstellungen der Redaktion, im Laufe des Tages stellen wir Euch den Schiedsrichter näher vor.
Tickets für Saarbrücken ab heute erhältlich
Am Sonntag, den 23. November empangen die Löwen die ambitionierten Saarländer im Grünwalder Stadion. Tickets für die Partie gegen Saarbrücken sind heute ab 14 Uhr verfügbar. Wie immer gilt: Schnell sein! Und vermutlich gilt ebenso: Nicht ärgern, wenn das Online-Ticketing nicht sofort funktioniert…
Rise & Fall
Am Samstag, 25. Oktober, erscheint in der ARD-Mediathek die neue Doku-Serie “Rise & Fall”. Darin geht es um den Aufstieg und den tiefen Fall von drei großen Traditionsvereinen. Genauer gesagt den TSV 1860 München, den 1. FC Kaiserslautern und den VfB Stuttgart. Der BR hat eine fünfteilige Serie über die Löwen produziert, die am Dienstagabend im Filmtheater Cincinnati beim offiziellen Pre-View gut 300 geladenen Gästen präsentiert wurde. Eine Delegation von sechzger.de war natürlich für Euch dabei.
Finanzielle Probleme der Fußballabteilung
Für die Saison 2023/24 steht ein Minus von 900.000 Euro im gesamten e.V. zu Buche, von dem der Großteil auf die Fußballabteilung zurückzuführen ist. Aus der Spielzeit 2024/25 kommen vrsl. nochmal ca. 500.000 Euro dazu. Mehr zum Thema könnt Ihr in der SZ lesen. (Abo notwendig)
Neues aus der 3. Liga
MSV Duisburg will Braune halten
Der Tabellenführer aus Meiderich möchte Torhüter Maximilian Braune längerfristig binden, muss sich jedoch namhafter Konkurrenz erwehren. So bemüht sich der niederländische Erstligist PEC Zwolle um den 22-Jährigen und auch englische Zweitligisten haben wohl schon ihre Fühler ausgestreckt.
RWE: Schultz wieder fit
Rechtzeitig zum Derby gegen den MSV Duisburg meldet sich Abwehrspieler und Kapitän Michael Schultz wieder zurück. Sorgen bereitet hingegen Lucas Brumme, der aufgrund einer Oberschenkelverletzung nicht trainieren konnte.
Alemannia Aachen auf Trainersuche
Wer wird neuer Trainer in der Kaiserstadt? Nach der Freistellung von Benedetto Muzzicato wird auch im Fanumfeld der Alemannia reichlich spekuliert. Man kennt das ja… In den Fanforen geistern Namen wie Pavel Dotchev, Sascha Hildmann, Christoph Dabrowski, Mersad Selimbegović oder Fuat Kilic umher. Warum eigentlich nicht Patrick Glöckner? Sollte man sich in Aachen für den ehemaligen Coach der Löwen entscheiden, hätte dies den angenehmen Nebeneffekt, dass man ihn an der Grünwalder Straße nicht länger auf der Gehaltsliste hätte.
Sommerpause bei den Löwen heißt entweder kein Fußball für ein paar Wochen, alternativ Zeit für andere Mannschaften in der Relegation oder sogar anderen Ländern. sechzger.de-Redakteur Jan plante rund um das schwedische Pokalfinale gleich eine ganze Tour und berichtet davon in mehreren Artikeln. Nach Stops in Litauen, Lettland, Finnland und Norwegen wurde dann das eigentliche Ziel der Tour sowie Elfsborg und Mjällby angesteuert.
Zum Abschluss Pokalfinale und zwei Mal erste Liga
Eines vorweg: eigentlich sollte dieser Bericht bereits im Sommer erscheinen, so wie die anderen Artikel von der zugehörigen Reise. Der aktuelle, völlig überraschende und sensationelle Meistertitel vom Mjällby AIF war nun Anlass genug, den letzten Bericht verspätet doch noch zu vervollständigen.
Im Nachtbus von Frederikstad nach Malmö erwischten wir eher wenige Stunden Schlaf, nach einem Kaffee sah der persönliche Gemütszustand aber schon wieder deutlich besser aus. Bei bestem Wetter verfolgten wir das Standardprogramm der letzten Tage. Ein wenig Stadterkundung, die in diesem Fall an der Strandpromenade mit einem kalten Getränk endete. Mit Blick auf die Östersund-Brücke nach Kopenhagen ließ es sich hier wirklich gut aushalten – doch es sollte an diesem Tage ja auch noch Fußball gespielt werden. Für uns ging es frühzeitig in Richtung Stadion, da die Heimfans einen gemeinsamen Treffpunkt ausgerufen hatten.
Pokalfinale: Malmö FF – BK Häcken
Dieser lag idyllisch gelegen mitten in einem Park und mehrere hundert himmelblaue Anhänger stimmten sich auf das Pokalfinale im eigenen Stadion ein. Gesänge oder Ähnliches vermisste man hier, stattdessen gab es diverse Speisen vom Grill, Getränke und das ein oder andere Gespräch unter den Fans. Wir betrachteten die Szenerie ein paar Minuten und machten uns dann weit vor Anpfiff auf den Weg zu unseren Plätzen. Grundsätzlich war die Partie ausverkauft, im Gäste-Kontingent wurden wir allerdings über Kontakte vor Ort doch noch fündig. Bei Anpfiff waren sogar noch einige Plätze frei – mein Kumpel verglich den BK Häcken (Vorort in Göteborg) mit Haching. Das erklärte natürlich einiges… Zumindest zum Anpfiff war im Gästeblock einiges los. Der ein oder andere Schwenker kam in dichten, gelben Rauchwolken gut zur Geltung und die meisten Anhänger in gelb und schwarz feuerten zu diesem Zeitpunkt ihr Team an.
Auf der Gegenseite beobachteten wir das Treiben bei Malmö schon, als die Heimtribüne noch spärlich besetzt war. Diverse Zaunfahnen wurden angebracht und frühzeitige Vermummung ließ auf reichlich Pyrotechnik hoffen. Erst einmal jedoch begannen diese Kollegen das Ball-Fangnetz vor der gesamten Kurve zu demontieren. Zunächst interessierte das niemanden, der dann auf den Plan gerufenen und eher halbscharig agierende Ordnungsdienst konnte auch nicht allzu viel ausrichten. Der Fußballverband als Veranstalter wollte jedoch ein Machtspiel durchführen und schickte die Mannschaften nach dem Einlaufen erst einmal wieder in die Kabinen. Nach geschlagenen 40 Minuten waren alle mit dem wieder montierten Netz zufrieden und es konnte losgehen.
Kein Sieger in der regulären Spielzeit
Malmö dominierte die Partie quasi zu jeder Zeit, verpasste es jedoch einen Treffer zu erzielen. Zu Beginn supportete der Heimbereich sehr lautstark, die Trommel war bis zu uns auf der anderen Stadionseite gut zu hören. Man merkte allerdings auch zunehmend im Spielverlauf die Ungeduld und den Frust wachsen.
Zur Halbzeit gab es dann tatsächlich den ein oder anderen Pfiff zu hören. Kurz vor Schluss wurde ein Gästespieler mit einem Becher am Arm getroffen. Meinen Respekt bekam er, weil er stehen blieb und nicht den sterbenden Schwan spielte. Der Schiedsrichter sah das allerdings ein bisschen ernster und erneut gingen die Teams für eine ganze Weile in die Kabinen. In dieser Zwischenzeit wurde eine Zuschauerin – die vermeintliche Werferin – vom Ordnungsdienst abgeführt. Auf dem Platz blieb es dann beim 0:0 und auch in der Verlängerung gelang keinem der beiden Teams ein Tor. Im Elfmeterschießen entschied schließlich Häcken das Finale für sich und wurde nach 2016, 2019 und 2023 zum vierten Mal Pokalsieger.
Binnen weniger Minuten war das Stadion komplett verwaist, alle Himmelblauen hatten sich schleunigst auf den Heimweg gemacht. Das hatten wir uns natürlich komplett anders vorgestellt… Dennoch war es cool, für diese Partie überhaupt Karten zu bekommen. Häcken feierte vor den paar hundert mitgereisten Anhängern die Pokalübergabe, im Anschluss begaben wir uns nach rekordverdächtigen 4,5 Stunden im Stadion zurück zu unserer Unterkunft.
IF Elfsborg – Hammarby IF
Für uns ging es am Tag darauf weiter nach Göteborg, wo wir nicht nur ein Spiel im niederklassigen Bereich anschauten, sondern auch ein weiteres Stadion in der ersten Liga live im Einsatz erleben durften. Es kam zum Wiedersehen mit Hammarby, die ich ja bereits in Stockholm live gesehen hatte. Gastgeber war der IF Elfsborg und das Stadion konnte dabei auf jeden Fall überzeugen. Wir hatten Tickets im Oberrang der Gegengerade: das war nicht nur grundsätzlich eine gute Übersicht, sondern sah einfach auch cool als Stadion an sich aus. Wir hatten vor dem Spiel schon zahlreiche Hammarby-Fans in der Stadt gesehen, entsprechend voll war der Gästeblock dann auch.
Zu Beginn war das ein wahres Stimmungsfeuerwerk: beide Kurven gaben ordentlich Gas und feuerten ihre Mannschaften an. Den deutlich längeren Atem erwischte allerdings Hammarby (übrigens unterstützt von einem Aachener), Elfsborg ging nach 20-25 Minuten etwas die Puste aus. Das ein oder andere Lied – bzw. vielmehr die Melodie – kam mir bekannt vor und sicherte mir für die nächsten Tage wieder Ohrwürmer. Wie schon beim ersten Mal war ich auch von diesem Auftritt von Hammarby wieder begeistert. Auf dem Platz lief es dann ebenfalls und die Grün-Weißen konnten die mitgereisten Fans mit zwei Toren glücklich machen. Es war der erste Sieg seit 18 Jahren für HIF in Boras, entsprechend erleichtert waren Anhänger und Spieler über die drei Punkte. Mit diesen Eindrücken ging es dann zurück in das Hotel zur letzten Nacht in einem schwedischen Bett.
Die Fans aus Elfsborg……und von Hammarby
Mjällby AIF – IFK Värnamo
Eigentlich nur zur Liga-Komplettierung für meinen Kumpel wurde am nächsten Morgen abschließend Mjällby direkt am Meer angesteuert, es sollte jedoch auch sonst ein gelungener Abschluss der Tour werden. Mit dem Zug machten wir uns auf den Weg und erreichten unser Ziel ohne größere Vorkommnisse. Vor Ort wurde wir von einem zuvor kontaktierten Supporter der Heimseite zunächst abgeholt und dann etwas herumgeführt, er beantwortete uns außerdem diverse Fragen rund um die für uns bis dato unbekannten Gastgeber. Das Stadion “Strandvallen” steht nicht nur direkt am Meer – vom Stadionausgang bis zum Strand sind es etwa 200 Meter, siehe hier – sondern auch im Ort Hällevik, der gerade einmal um die 1000 Einwohner zählt. Verrrückte Details zu einem schwedischen Erstligisten… Punkten konnte Mjällby vor allem im kulinarischen Bereich. Ein Gericht mit frittiertem Hering, Kartoffelbrei, Preiselbeere und Dill bekam von mir eine glatte 1 und war sicherlich das coolste, was ich jemals bei einem Fußballspiel in einem Stadion gegessen habe.
Mjällby wird sensationell Meister in der schwedischen Allsvenskan
Nicht so cool an der Spielstätte ist dafür die grundsätzliche Erreichbarkeit. Einmal in der Stunde fährt vom nächstgelegenen Bahnhof ein Bus nach Hällevik. Ansonsten bleibt einem nur das Taxi oder die Anreise mit dem eigenen Auto. Bei den Auswärtsfahrern ist das Strandvallen daher trotz der herausragenden Lage am Meer nicht unbedingt beliebt. Heute zu Gast war der IFK Värnamo, nur einzelne Gästefans versammelten sich im Auswärtsblock. Auf der Heimseite sorgte eine kleine Supporter-Gruppe (keine Ultras) für Stimmung, nur selten beteiligten sich allerdings die weiteren Zuschauerbereiche daran.
Auf dem Platz taten sich die Gastgeber als Tabellenführer gegen den Tabellenletzten überraschend schwer, die Gäste hätten durchaus ein Remis verdient gehabt. Es kam jedoch, wie es kommen musste. Mjällby schlug dann doch noch zwei Mal eiskalt zu und sicherte sich damit den nächsten Heimsieg. Wie man mittlerweile weiß, kamen sie von diesem Kurs nicht mehr ab und sicherten sich tatsächlich völlig überraschend den schwedischen Meistertitel.
Wir stoßen mit einem Kaltgetränk am nahe gelegenen Strand auf die Liga-Komplettierung sowie eine gelungene Tour an, bevor wir uns frühzeitig auf den Weg zum bereits erwähnten Bus machten. Über Malmö ging es dann mit Nachtzug nach Hamburg und von dort erreichten wir mit einem pünktlichen ICE die bayerische Landeshauptstadt wieder.
Fazit zu Schweden
Insgesamt gefiel es mir in Schweden und speziell auch beim Fußball richtig gut. Dass so viele Menschen hier in die Stadien gehen und oft auch eine wirkliche gute Stimmung mit Choreografien, Fahnen, Pyrotechnik und Gesängen herrscht, hat mich tatsächlich überrascht, da ich bislang wenig aus Schweden diesbezüglich mitbekommen habe. Das und vor allem Hammarby ist auf jeden Fall eine Reise wert.
Das Niveau auf dem Platz könnte dagegen noch etwas besser sein im europäischen Vergleich. Das sieht man regelmäßig auch am Abschneiden der schwedischen Teams in den länderübergreifenden Pokalwettbewerben. Auch der Meistertitel von Mjällby ist ein entsprechender Fingerzeig. Hier ist beispielsweise in Norwegen das fußballerische Niveau deutlich höher. Was nicht ist, kann ja allerdings noch werden – die Fans stehen auf jeden Fall hinter ihren Mannschaften und feuern sie an, soviel ist schon einmal sicher.
Groundhopping auf sechzger.de
In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine Übersicht:
Am Sonntag, 23. November, um 13:30 Uhr empfängt der TSV 1860 München den 1. FC Saarbrücken. Hoffentlich wird es bis dahin wieder ein echtes Spitzenspiel zwischen den beiden Traditionsvereinen. Mit dem 3:1-Heimsieg gegen den MSV Duisburg haben die Sechzger am vergangenen Wochenende ja schon einmal einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die Saarländer liegen aktuell ohnehin schon auf Rang drei des Klassements.
Tickets für Saarbrücken ab Donnerstag 14h
Am morgigen Donnerstag, 23.10.2025, beginnt um 14 Uhr der offizielle Mitglieder-Vorverkauf der Tickets für das Heimspiel gegen Saarbrücken. Über den Ticket-Shop des TSV 1860 München oder die Ticket-Hotline, sowie an der Geschäftsstelle sind dann bis zu vier Eintrittskarten pro Mitglied erhältlich. Schnell sein lohnt sich, denn die Karten werden wohl wieder in kürzester Zeit vergriffen sein.
Am Samstag, 25. Oktober, erscheint in der ARD-Mediathek die neue Doku-Serie “Rise & Fall”. Darin geht es um den Aufstieg und den tiefen Fall von drei großen Traditionsvereinen. Genauer gesagt den TSV 1860 München, den 1. FC Kaiserslautern und den VfB Stuttgart. Der BR hat eine fünfteilige Serie über die Löwen produziert, die am Dienstagabend im Filmtheater Cincinnati beim offiziellen Pre-View gut 300 geladenen Gästen präsentiert wurde. Eine Delegation von sechzger.de war natürlich für Euch dabei.
Popcorn und Cola: Komplettes Drittliga-Team bei Pre-View
Mit dabei war auch die komplette Profi-Mannschaft mit Trainer Markus Kauczisnki, der kürzlich beim 3:1-Sieg gegen Spitzenreiter Duisburg einen perfekten Einstand gefeiert hatte. Auch Löwen-Legenden wie Fredi Heiß, Manni Schwabl, Daniel Bierofka oder Benny Lauth ließen es sich nicht nehmen, die Vor-Premiere live im Cincinnati zur verfolgen. Die Stimmung war gut unter den Profi-Kicker, wie auch unter den weiteren geladenen Gästen, die es sich bei Butterbrezen, Popcorn und Kaltgetränken von Sponsor Hacker-Pschorr im großen Kino-Saal gut gehen ließen.
Rise & Fall: Gänsehaut garantiert
Im ersten Teil “We go to the top” dreht sich alles um den Einstieg von Investor Hasan Ismaik. Erzählt wird die Geschichte von verschiedenen reellen Darstellern wie dem damaligen Geschäftsführer Robert Schäfer, der sehr sympathisch und sachlich auftritt. Zu Wort kommen aber auch ehemalige Spieler und Haupt-Akteure dieser Epoche. Keineswegs zu kurz kommt dabei die Fan-Sicht, wie die von Putzfrau Susi Scheffler, sie sagt beispielsweise
Bei den Löwen fragt auch keiner, wie du ausschaust. Hier wirst du einfach akzeptiert.
und ist so etwas wie der heimliche Star der Serie, gemeinsam mit Bierfahrer Peter Ringlstetter. Aber auch Pfarrer Rainer Maria Schießler oder der damalige Oberbürgermeister Dr. Christian Ude plaudern aus dem Nähkästen. Ude sagt beispielsweise:
Also ich habe bald 60 Jahre Sozialdemokratie nur durchgestanden, weil ich schon von den Löwen her gewohnt war, dauernd vom eigenen Laden enttäuscht zu werden und trotzdem dabei zu bleiben.
Gänsehaut ist bei Rise & Fall absolut garantiert.
Griff nach den Sternen und Größenwahn
Im zweiten Teil mit dem Titel “Griff nach den Sternen” geht es um den “Rise” (den Aufstieg), den das Duo Wildmoser und Lorant mit den Löwen feierte, vom Durchmarsch aus der Bayernliga bis in die Champions League-Qualifikation. Wem es bei den Bildern vom Aufstieg in Meppen, dem Heimspiel im Olympiastadion gegen Leeds United oder den beiden Derbysiegen in der Saison 1999/2000 nicht warm ums Herz wird, der hat die Sechzger nie geliebt. Niemals zu kurz kommen auch die Eigenarten der damaligen Akteure, wie auch der Größenwahn, der letztlich zum “Fall” (dem Absturz) führte.
Angenehm wertungsfreie Dokumentation
Besonders angenehm ist, dass das die Stimmen in der Dokumentation wertungsfrei wiedergegeben werden. Einen Sprecher, der durch die Thematik führt, gibt es nicht. Dies gilt auch wenn die Aussagen in völlig unterschiedliche Richtungen gehen. Beispielsweise wenn es darum geht, ob der Standort Giesing Flucht oder Segen ist für die Löwen. Natürlich dürfen historische Fakten nicht fehlen, aber oft geht es vor allem um das Drumherum, das Gefühl, die Gemütslage im Löwen-Kosmos. Die Serie wurde vom BR produziert, verantwortet von Lennart Bedford-Strohm, Robert Grantner, Christoph Nahr und Maximilian Stockinger, die redaktionelle Arbeit lag in den Händen von Thomas Becht, Andreas Egertz (BR). Entstanden ist eine beeindruckende und packende Doku, die auf moderne Art und Weise zeigt, was hinter dem Mythos 1860 München steckt.
Diese Dokumentation muss man gesehen haben
Mit einer Diskussionsrunde schloss die Veranstaltung. Mit dabei unter anderem Benny Lauth, Christoph Nahr und die ehemaligen Pressesprecherin Claudia Leupold. Der Pre-View machte Lust auf mehr, denn die Dokumentation Rise & Fall muss man gesehen haben. Egal ob Löwen-Fan oder nicht. Die kompletten fünf Folgen werden am Samstag in der ARD-Mediathek veröffentlicht und laufen im Free TV. Die gut 300 Gäste des Pre-Views bekamen schon einmal einen eindrucksvollen Vorgeschmack, der Lust auf mehr machte. Weitere Infos zu Rise & Fall gibt es auf der Webseite des BR.
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Nachdem das UEFA-Cup Spiel in der 1. Runde bei Jazz Pori die richtige Europacup-Atmosphäre leider vermissen ließ, lagen die Hoffnungen des Löwen-Anhangs auf eine stimmungsvolle Fahrt nun auf der zweiten Runde – und die Löwen-Fans sollten nicht enttäuscht werden:
Ein neuer Liveticker, die nächste Podcast-Folge und ein neuer Vertrag für einen Ex-Löwen: das sind unter anderem die Themen rund um den TSV 1860 München vom gestrigen Dienstag. Außerdem steht für Linus Straßer und Fabiana Dorigo am Wochenende der Saisonauftakt an. Zum Start in den Tag gibt es wie gewohnt einen Überblick aller Meldungen rund um die Löwen.
sechzger.de Talk Folge 233 online
Mittlerweile ist der nächste sechzger.de Talk online. In Folge 233 empfängt Jan drei Gäste: Edge und Stefan aus der Redaktion sowie Ralf aus Duisburg. Gemeinsam besprechen sie alles rund um den Heimsieg der Löwen gegen die Zebras. Abschließend gibt es noch eine Vorschau auf den nächsten Spieltag mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 und Waldhof Mannheim.
Neuer Liveticker im Einsatz
Noch einmal zurück zum Spiel gegen Duisburg: dabei war das erste Mal der neue Liveticker von sechzger.de im Einsatz. Neben einem neuen Design hatte die Veränderung vor allem technische Hintergründe, wie gestern in einem Artikel erläutert wurde. Auch bei der Partie in Mannheim wird dann der neue Ticker wieder im Einsatz sein.
Ski-Löwen Dorigo und Straßer beim Saisonauftakt im Einsatz
Am kommenden Wochenende sind die Löwen nicht nur auf Rasen im Einsatz, sondern auch auf der Skipiste. Namentlich Fabiana Dorigo und Linus Straßer fahren für weiß und blau beim Saisonauftakt mit. Das erste Rennen findet in Sölden statt, insgesamt gehen zehn Deutsche an den Start. Besondere Spannung liegt auf der nun startenden Saison wegen den Olympischen Winterspielen in Italien im Februar 2026.
Frey unterschreibt in Bocholt
Ex-Löwe Marlon Frey hat einen neuen Verein gefunden. Er spielt künftig in der Regionalliga West für den 1.FC Bocholt, der durchaus Ambitionen auf den Aufstieg in die 3.Liga hegt. Derzeit liegt man allerdings auf Rang 9 und hat bereits 8 Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter Schalke II. Womöglich kann Frey einen Teil zur Aufholjagd beitragen – genügend Zeit ist dafür auf jeden Fall noch.
Vier-Länder-Turnier der bayerischen U16
Seit gestern findet an der Sporthochschule in Oberhaching ein kleines Turnier statt. Dabei treten vier Mannschaften aus der Altersklasse U16 gegeneinander an, die jeweils den Leistungskader eines Bundeslandes darstellen. Vom TSV 1860 München sind Drion Ibrahimi und David Voß mit dabei. Gestern ging es gegen Sachsen, heute morgen um 10 Uhr trifft die bayerische Auswahl auf Bremen und morgen um 11 Uhr auf Württemberg.
News aus der 3.Liga
Keine Ausgliederung in Saarbrücken
Eine Entscheidung von großer Tragweite ist im Saarland gefallen. Die angestrebte Ausgliederung des Profibereichs beim 1.FC Saarbrücken ist vom Tisch. Das gab Präsident Hartmut Ostermann in einem Interview bekannt. Gleichzeitig wird auch eine Ära enden, der 72-Jährige wird nach 25 Jahren nicht erneut als Präsident kandidieren. Ob er auch seine Sponsortätigkeit, die sich derzeit auf rund 6 Millionen Euro beläuft, ebenfalls einschränkt oder sogar beendet, ist bislang noch unklar.
Im sechzger.de Talk Nummer 233 findet sich Jan mit seinen Gästen zu einem schönen Anlass ein. Gemeinsam bespricht die Vierer-Runde nämlich gewohnt ausführlich den Heimsieg gegen den MSV Duisburg. Außerdem gibt es eine Vorschau auf das Auswärtsspiel gegen Waldhof Mannheim am kommenden Samstag.
Heimsieg gegen den MSV Duisburg
Ein 3:1 zeigte die Anzeigetafel im Grünwalder Stadion nach dem Abpfiff an, der TSV 1860 München und vor allem seine Fans freuten sich über einen Heimsieg gegen den bis dato noch ungeschlagenen Tabellenführer aus Duisburg. Haugen mit zwei Treffern sowie Jacobsen waren für die Löwen erfolgreich und sorgten dafür, dass die Partie aus Löwensicht so endete, wie sie begonnen hatte. Mit einer tollen und beeindruckenden Choreografie begann das Spiel – und sie fand ihren gelungenen Abschluss in dem bereits erwähnten Heimsieg. Markus Kauczinski dürfte mehr als zufrieden sein mit seinem Auftakt als Trainer des TSV 1860.
Vorschau Waldhof Mannheim
Ob die Mannschaft mit dem neuen Trainer an die Leistung direkt anknüpfen kann, wird sich am kommenden Samstag zeigen. Dann sind die Löwen nämlich zu Gast bei Waldhof Mannheim, die bislang auf eine gemischte Bilanz in der aktuellen Saison zurückblicken. Platz 10 bedeutet das mit einem Blick auf die aktuelle Tabelle – also knapp vor dem TSV 1860, der von den Mannheimern einen Zähler entfernt auf Rang 12 liegt. In jedem Fall muss Markus Kauczinski eine Änderung an der Startaufstellung vornehmen, da Tunay Deniz gelbgesperrt zuschauen muss. Wie sich die Löwen schlagen und ob es im Carl-Benz-Stadion etwas Zählbares zu holen gibt, wird nächste Woche dann in der nächsten Ausgabe vom sechzger.de Talk wieder genauestens besprochen und analysiert.
Der sechzger.de Talk 233 als Video und Podcast
Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren: