Das Stadtderby gegen die Seitenstraße II endete für den TSV 1860 München mit einer bitteren 2:4-Niederlage. In der zweiten Halbzeit wurde massiv gezündelt: Dichter Rauch zog durch das Grünwalder Stadion und zwang Schiedsrichter Felix Wagner in der 53. Minute dazu, die Begegnung für rund vier Minuten unterbrechen. Auch im weiteren Verlauf kam es zu wiederholtem Pyrotechnik-Einsatz. Nun stellt sich die Frage: Verlieren am Ende nicht nur die Löwen Punkte im Derby?
Was ist in der Regionalliga Bayern verboten?
Die Sicherheitsrichtlinie des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) regelt ausdrücklich den Umgang mit Pyrotechnik bei Spielen der Regionalliga Bayern. Die aktuelle, zum 1. Juli 2024 veröffentlichte Richtlinie untersagt das Einbringen und Abbrennen von Pyrotechnik strikt. Grundsätzlich dürfen pyrotechnische Gegenstände weder in die Spielstätte gelangt noch dort abgebrannt oder verschossen werden. Das Verbot betrifft insbesondere Bengalos, Leuchtkugeln, Raketen, Böller und andere Feuerwerkskörper.
Welche Konsequenzen drohen?
Pyrotechnik kann sowohl für einzelne Personen als auch für den betroffenen Verein Folgen haben. Wie hoch die Strafe ausfällt, hängt unter anderem davon ab, welche Gegenstände verwendet wurden, ob Menschen gefährdet oder verletzt wurden, ob das Spiel unterbrochen werden musste und ob der Verein bereits mehrfach auffällig geworden ist. Es könnten sowohl Geldstrafen, Blocksperren oder Punktabzüge verhängt werden. Die Roten zündelten bereits diese Saison bei der Niederlage gegen Buchbach. Auch letzte Saison wurden Sie bestraft, erst im Juli 2026 belegte der BFV die Seitenstraßler wegen wiederholter Pyrotechnik-Vorfälle mit einer Geldstrafe von 16.750 Euro und einem Abzug von zwei Punkten. Zuvor waren bereits 26.000 Euro Strafe und ein weiterer Punktabzug fällig geworden. Der BFV könnte nun erneut sowohl eine Geldstrafe als auch einen Punktabzug ins Spiel bringen.
Wie geht es weiter?
Dass Pyrotechnik für viele zur Fankultur gehört und eine ganz besondere Atmosphäre schafft, ist hierbei zweitrangig. Einige Löwen hätten sich beim Derby sicher eine Pyroeinlage unseres Fanlagers gewünscht. Gleichzeitig finden wir es aber absolut richtig, im Sinne des Vereins und angesichts der drohenden Konsequenzen vernünftig zu bleiben und darauf zu verzichten. Entscheidend ist jetzt nur, dass jede Mannschaft in der Liga gleich behandelt wird – völlig unabhängig davon, wie man zu dem Verbot steht. Mit einer bloßen Geldstrafe würde man den FC Bayern jedenfalls nicht empfindlich treffen.








































































