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16.11.1986: TSV 1860 schlägt Großhadern am Volkstrauertag

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Andreas Löbmann (TSV 1860)

Bayernliga-Zeiten waren oft harte Zeiten! Auch die Saison 1986/87 war kein Zuckerschlecken und am Ende wurde einmal mehr der erhoffte Aufstieg verpasst. Stattdessen feierte die SpVgg Bayreuth die Meisterschaft und stieg letztendlich sogar in die 2. Bundesliga auf. Am Volkstrauertag gab es beim TSV 1860 jedoch Grund zur Freude, denn die Löwen schlugen den TSV Großhadern im Grünwalder Stadion mit 3:1.

Großhadern schockt den TSV 1860

7.000 Zuschauer hatten sich an diesem Sonntag Nachmittag auf Giesings Höhen eingefunden und die Rollen waren klar verteilt. Der TSV 1860 ging als klarer Favorit in die Partie, Großhadern musste sich eher nach unten orientieren und wollte punkten, um sich von den Abstiegsrängen fernzuhalten.

Dennoch taten sich die Löwen extrem schwer, Hadern stand defensiv kompakt und konnte ein torloses Remis in die Pause retten. Und es kam noch besser für die Gäste: In der 56. Minute traf Schmid für den TSV Großhadern und plötzlich stand es 0:1. So hatte man sich das in Giesing sicher nicht vorgestellt…

Löbmann trifft für die Löwen

Dann aber glich Andi Löbmann (siehe Titelbild), der seine Karriere 2004 in Großhadern beenden sollte, in der 63. Minute für die Löwen aus und die Zuversicht kehrte zurück. Keine zwei Minuten später führte 1860 sogar – Prokes brachte Münchens große Liebe mit 2:1 in Front. Mit dem dritten Treffer von Becker eine Viertelstunde vor dem Ende war die Messe gelesen und zwei weitere Punkte eingetütet.

Am Saisonende fehlte dem TSV 1860 als Tabellendritten zwei Zähler auf Meister SpVgg Bayreuth. Im Entscheidungsspiel um Platz 2 unterlagen die Löwen den FC Bayern Amateuren vor 600 (!) Zuschauern mit 0:3. Wie gesagt: Bayernliga-Zeiten waren oft harte Zeiten…

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Fahrudin Jusufi setzte gegen den TSV Großhadern auf folgende Mannschaft des TSV 1860.

Zander – Prokes, Renner (62. Becker), Goldstein – Aigner, Grünwald, Seidel, Brandenburger, Pinkall – Löbmann, Engert (62. Wild)

Tore:
0:1 Schmid (56.), 1:1 Löbmann (63.), 2:1 Prokes (65.), 3:1 Becker (75.)

Die Aufstellung ist dem Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys entnommen.

Elfmeter in letzter Sekunde – Amas verlieren in Geretsried

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Unglücklich und durchaus unverdient unterlag die U21 des TSV 1860 am Samstag Nachmittag in der Bayernliga Süd beim TuS Geretsried. Ein fragwürdiger Elfmeter in der sechsten und letzten Minute der Nachspielzeit besiegelte den 2:1-Sieg des Aufsteigers im vorletzten Auswärtsspiel des Jahres für das Team von Alper Kayabunar. Zuvor hatten die Amas die erste Halbzeit bei spätsommerlichen Außentemperaturen ein wenig verschlafen, sich aber mit dem Ausgleich durch den eingewechselten Noah Klose elf Minuten vor Ende der  regulären Spielzeit eigentlich in die Erfolgsspur zurückgeschossen. In der Tabelle bleiben die kleinen Löwen trotz der Niederlage vorerst Spitzenreiter. Verfolger TSV Landsberg konnte durch ein 3:0 bei Schalding-Heining nach Punkten aufschließen, liegt aber aufgrund des direkten Vergleichs gegen 1860 auf Platz zwei.

Gut gefülltes Isaraustadion in Geretsried. Die Zuschauer genießen die Sonne im November.

Profikader-Junglöwen in Geretsried für die Amas am Ball

Über 500 Besucher*innen waren ins Isaraustadion gekommen und rechneten wohl mehrheitlich mit einem erneut klaren Erfolg für die Gäste aus München. Erst vor 17 Tagen war der TuS Geretsried beim Nachholspiel an der Grünwalder Straße 114 chancenlos gegen die Amas geblieben und mit 0:3 klar unterlegen. Löwendompteur Alper Kayabunar bot aufgrund der Länderspielpause bei den Profis mit Paul Bachmann im Tor und Lasse Faßmann sowie Samuel Althaus diesmal drei Aktuere auf, die zuletzt im Kader von Markus Kauczinski gestanden hatten. Dennoch zeigten sich die Gäste in der Anfangsphase weniger wach und erfolgreich, wie noch vor gut zwei Wochen gegen den selben Gegner. Nach Chancen stand es etwa zwei zu zwei, als der Geretsrieder Srdan Ivkovic in der 25. Minute eine Flanke unbedrängt herunterpflücken und aus acht Metern Torentfernung im Strafraumgetümmel zum 1:0 abschließen konnte. Die Amas mühten sich danach, kamen auch an den Strafraum des Aufsteiger heran, ohne jedoch zu entscheidenen Abschlussmöglichkeiten zu kommen. So ging es mit der knappen Führung für Geretsried in die Pause.

Nach der Pause weitgehend Spiel auf ein Tor

Nach dem Seitenwechsel brachte Kayabunar Noah Klose und sah zunächst fast das 0:2 aus Sicht der Amas, als der Torschütze des ersten Geretsrieder Treffers den Ball – allein vorm Tor – weit über den Kasten von Paul Bachmann donnerte. Danach stellten die Gastgeber ihre Angriffsbemühungen weitgehend ein und überließen den Löwen das Heft des Handelns, welches diese bereitwillig übernahmen und sich zahlreiche Chancen erspielten. Die logische Konsequenz des Sturmlaufs in weiß und blau war in der 78. Minute der hoch verdiente Ausgleich durch den eingewechselten Klose. Auch nach dem Tor drückten die Amas weiter und wollten unbedingt die drei Punkte die Isar flußabwärts mitnehmen. In der sechsten Minute der Nachspielzeit kamen dann die Geretsrieder per Konter noch einmal vor das Löwentor. Schiedsrichter Dominik Faber sah – relativ exklusiv – eine Notbremse von Lasse Faßmann am stark abseitsverdächtig positionierten Geretsrieder Fabian Pech, stellte den Löwen mit Rot vom Platz und entschied auf Elfmeter für die Hausherren, den Robin Renger ein wenig glücklich – Bachmann hatte die Ecke geahnt – zum umjubelten Sieg für den TuS verwandelte. Danach wurde die Partie nicht mehr angepfiffen.

Spielminute 90+6: Kurz vor der Ausführung des Strafstoßes für Geretsried. Der vom Platz gestellte Lasse Faßmann steht da noch an der Trainerbank…
…muss dann aber noch für wenige Sekunden hinter die Bande des Isaraustadions.

Kaybunar verärgert über Fehlentscheidung

Alper Kaybunar kritisierte die Entscheidungen des Unparteiischen in der finalen Schlussminute – nach dem Studium der Videoaufnahmen – im Interview mit sechzger.de danach sachlich, aber sichtlich enttäuscht über die dritte Auswärtsniederlage für sein Team. Lasse Faßmann muss nun mit einer Sperre rechnen und steht den Profis im nächsten Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken am kommenden Sonntag nicht zur Verfügung. Für die Amas geht es am Abend zuvor – zu ungewohnter Anpfiffzeit um 18.00 Uhr – am Trainingsgelände an der Grünwalder Straße gegen den SV Heimstetten zum vorletzten Mal um Bayernliga-Punkte im Kalenderjahr 2026.

 

TSV 1860 III feiert glücklichen Sieg in Neuried

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tsv neuried tsv 1860 iii dritte

Einen ebenso knappen wie glücklichen Auswärtssieg feierte der TSV 1860 III am Samstagnachmittag beim TSV Neuried. Damit behaupten die Löwen Platz 4 in der Kreisliga.

TSV 1860 III feiert glücklichen Sieg in Neuried

Beide Teams taten sich über weite Strecken der Partie in der Offensive ziemlich schwer, Torchancen waren folglich Mangelware. Die Elf von Beppo Gutsmiedl ging zwar als Favorit ins Spiel, auf dem Platz war davon leider zu selten etwas zu sehen. Bis zur Pause fielen folglich keine Tore und so ging es leistungsgerecht mit 0:0 in die Kabinen.

Auch nach dem Seitenwechsel war das Match auf eher bescheidenem Niveau, aber immerhin gab es für Löwen etwas zu jubeln. In der 54. Minute netzte Mario Krischel zum 0:1 ein und brachte die Dritte damit auf die Siegerstraße. Dass es am Ende zu drei Punkten reichte, lag auch daran, dass dem TSV Neuried ein doch recht eindeutiger Elfmeter verwehrt wurde.

Wie dem auch sei: Durch den Auswärtssieg stehen die Löwen in der Tabelle der Kreisliga nunmehr bei 25 Punkten und belegen Rang 4. Spitzenreiter ist der FC Kosova (32 Pkt.) vor dem SV München West (31) und dem FC Fürstenried (29). Der TSV Neuried findet sich auf Platz 8 (14 Pkt.) wieder.

Mario Krischel jubelt über seinen Siegtreffer in Neuried

Saisonprognose im NOVEMBER: Stimmungsabsturz geht weiter

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Der Stimmungsabsturz bei den Löwen geht weiter. Und zwar ungebremst! Nachdem schon im Oktober an dieser Stelle berichtet werden musste, dass in unserer monatlich abgefragten Saisonprognose die Antwort “Wir steigen auf” von nur noch 28% aller Teilnehmer*innen angeklickt wurde (im September waren es noch 69%, im August gar 75% gewesen), sind es im trüben November nun nur noch 13%, die komplett optimistisch bleiben und weiter an den großen Wurf im Mai 2026 glauben. Inzwischen ist das allerdings die am zweitseltesten gewählte Antwort. Die im Sommer, also von Juli bis September noch – wenn auch mit großem Abstand – am zweithäufigsten prognostizierte Abschlussplatzierung für die Löwen auf den Verfolgerrängen vier bis acht ist ebenfalls drastisch zurückgefallen. Nur noch zwölf von 100 Befragungsteilnehmer*innen erwarten aktuell ein knappes Scheitern am Aufstiegsziel. Weiter deutlichen Zuwachs erfährt im November hingegen der worst case: Mit dem Abstieg in die Regionalliga am Saisonende rechnet inzwischen rund jeder sechste Löwenfan (17%). Mehr Ernüchterung innerhalb weniger Montate geht nicht!

Vier Partien – zwei Siege, zwei Pleiten

Vier Spiele in der 3. Liga wurden zwischen der Befragung im Oktober und im November ausgetragen. Die letzte Umfrage fand direkt im Anschluss an die last-minute-Niederlage in Wiesbaden – in der letzten Länderspielpause – statt. Danach folgte der Sieg über Tabellenführer Duisburg, die Niederlage in Mannheim, dann erneut ein Erfolg über den  Spitzenreiter (aus Cottbus), bevor die Löwen bei Jahn Regensburg mit 0:4 untergingen. Gewiss beeinflusst in einem so emotionalen Umfeld wie in Giesing das letzte ausgetragene Ligaspiel sehr stark die hier erhobene Prognose. Deutlich mehr, als die Spiele direkt zuvor. Mit einem – vielleicht glücklich eingefahrenen – Punkt in der Hauptstadt der Oberpfalz wäre das Ergebnis für November sicher etwas weniger pessimistisch ausgefallen. So legt es schonungslos offen, ob die Anhänger (noch) an ihre Mannschaft glauben. Das Resultat könnte dem Team zu denken geben… Das Pokalspiel in Aubstadt am Mittwoch lag direkt im Befragungszeitraum und danach gingen die optimistischen Einschätzungen sogar wieder ein klein wenig nach oben. Eine detaillierte Betrachtung ist in dieser Hinsicht aber leider nicht möglich.

Mehrheiten für die untere Tabellenhälfte

Aktuell belegt 1860 einen enttäuschenden 14. Tabellenplatz. Nur zwei Zähler trennen Volland & Co. von den Abstiegsrängen. Die deutliche Mehrheit der für die Saisonprognose November Befragten rechnet auch in der Abschlusstabelle der 3. Liga im Mai 2026 mit einem ähnlichen Platz für die Löwen. Fast ein Drittel (32%) aller Teilnehmer*innen haben “Platz 9-12” ausgewählt, ein paar weniger (26%) “Platz 13-16”. Dies würde dann wohl ein spannendes Saisonfinale bedeuten. Allerdings ganz anders, als ursprünglich mal erwartet: Nämlich mit Abstiegskampf bis zum Schluss. Noch vor zwei Monaten hatte sich übrigens keine einzige der (damals allerdings auch nur 501) abgegeben Stimmen für die Antwortoption einer Platzierung direkt vor den Abstiegsrängen entschieden. In der Wahlforschung spricht man in so einem Fall wohl von “erdrutschartigen” Veränderungen.

Nächste Abfrage nach weiteren drei Ligaspielen

Drei Ligapartien (gegen Saarbrücken, in Ulm und gegen Schweinfurt) stehen nun auf dem Löwenterminplan, bevor wir die geneigte Leser*innenschaft schon wieder um eine Saisonprognose bitten werden. Und natürlich werden auch diese drei Spiele einen erheblichen Einfluss auf das letzte Stimmungsbarometer in diesem Jahr 2025 haben.
An dieser Stelle wollen wir es auch im November nicht versäumen, allen aktiven Teilnehmer*innen an der Saisonprognose für ihre Einschätzung zu danken!

Zurück auf dem Platz: Schröter und Verlaat wieder im Training

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Tsv 1860 morris Schröter

In der laufenden Saison absolvierte Morris Schröter aufgrund eines Sehnenrisses bislang keine einzige Drittliga-Minute für die Löwen. Nun ist jedoch Licht am Ende des Tunnels erkennbar, denn Schröter ist beim TSV 1860 wieder ins Training eingestiegen. Auch bei Jesper Verlaat rückt das Comeback näher.

Schröter und Verlaat wieder im Training

Am Donnerstag stand für Schröter zunächst eine Laufeinheit auf dem Programm, ehe er später auch erstmals wieder mit Ball trainierte. Bis der 30-Jährige wieder mit der restlichen Mannschaft trainieren wird, dürfte es jedoch noch dauern. Sein Comeback wird der gebürtige Wolfener dann vermutlich im Laufe der Rückrunde feiern. Bislang stand Schröter für die Löwen in der 3. Liga in 50 Partien auf dem Platz. Dabei erzielte er acht Tore selber und bereitete neun weitere Treffer vor.

Etwas früher dürfte Jesper Verlaat sein Comeback für den TSV 1860 feiern. Der Kapitän befindet sich derzeit noch im Individualtraining und absolviert zudem Reha-Maßnahmen mit einem externen Partner. Bei weiterem Heilungsverlauf ist nicht auszuschließen, dass der Niederländer noch im Jahr 2025 wieder für Münchens große Liebe aufläuft.

Titelbild: CR Fotos

Auch am Länderspielwochenende: Amas in Geretsried im Einsatz!

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TSV 1860 München II TuS Geretsried Bayernliga Süd Nachholpartie

Die Amas des TSV 1860 sind vom Länderspielwochenende, das die Löwenfans in Bezug auf die Profis zur Untätigkeit zwingt (was nach dem desaströsen Auftritt in Regensburg am vergangenen Wochenende aber ja vielleicht beim einen oder anderen gar nicht so unerwünscht ist) nicht betroffen. In der Bayernliga Süd rollt auch auch an diesem Wochenende der Ball. Zum drittletzten Mal in diesem Jahr. Für das Team von Alper Kayabunar geht es am Samstag Nachmittag um 14.00 Uhr nach Geretsried. Und auch bei der Zweitvertretung der Löwen steht Wiedergutmachung auf dem Programm.

Zusammenrücken an der Tabellenspitze

Trainer Kayabunar war sichtlich angefressen nach der letzten Partie seiner Truppe, dem 1:1 gegen Kellerkind TSV Kottern am letzten Freitag auf dem Kunstrasenplatz 2 an der Grüwalder Straße 114. Daraus machte er im Interview mit sechzger.de direkt nach dem Schlusspfiff keinen Hehl. Zu schlafmützig oder überheblich hatte sein Team, speziell beim Gegentor, agiert, dem Abstiegskandidaten aus dem Allgäu letztlich einen Zähler überlassen und selbst zwei Punkte im Meisterschaftsrennen verloren. Wovon allerdings der erste Löwenverfolger, der TSV Landsberg nicht profitieren konnte. Die Lechstädter kamen ihrerseits tags darauf nicht über ein 1:1 gegen den Aufsteiger Sportfreunde Schwaig hinaus und liegen somit weiter drei Punkte hinter den Amas auf Platz zwei. Etwas dichter zusammengerückt ist man dahinter, in den Top-5 der Bayernliga Süd. Der SV Erlbach und – vielleicht etwas überraschend – der FC Deisenhofen haben inzwischen je 31 Zähler aus 17 Spielen gesammelt und belegen die Plätze drei und vier. Nur einen Punkt dahinter, allerdings auch mit einer absolvierten Partie weniger auf dem Konto, liegt der FC Pipinsried. Und auch der aktuell Sechste, der SV Kirchanschöring könnte mit einem Sieg aus dem fehlenden 17. Spiel auf insgesamt 32 Zähler kommen – und damit auf Platz 3 aufrücken.

Aufsteiger Geretsried kämpft gegen den Abstieg

In ganz anderen Tabellenregionen bewegt sich der Gastgeber der Amas am Samstag. Geretsried belegt derezeit den zwölften Tabellenplatz mit zwei Rängen und vier Punkten Vorsprung auf den ersten der zwei Relegationsplätze. Immerhin gelang dem TuS nach der deutlichen 0:3-Schlappe gegen die Amas im Nachholspiel an der Grünwalder Straße 114 vorletzte Woche, eine Stabilisierung, die sich in zwei Remis (in Nördlingen und Ismaning) ausdrückte. Die letzte Niederlage, das Duell mit dem TSV 1860 war das Nachholspiel der wegen Starkregen im Juli abgebrochenen Partie vom 2. Spieltag. Der Aufsteiger aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen blick in seiner ersten Spielzeit in der Bayernliga Süd auf fünf Siege (drei davon an des Gegners Platz errungen), vier Unentschieden und acht Niederlagen zurück. Im Abstiegskampf, von dem man im Oberland nach dem Aufstieg im Sommer aber ausgegangen war, sollte für das Team des 25jährigen Trainers Daniel Dittmann ein Happy End möglich sein.

Keine Historie zwischen Geretsried und den Amas

Auf eine sportliche Bilanz zwischen dem TuS und den Amas können wir an dieser Stelle (wie im Vorbericht vor gut zwei Wochen) leider nicht zurückblicken. Sie fehlt in der Fußballgeschichte. Lediglich das relativ leicht herausgespielte 3:0 vom 29. Oktober, als auch der nach gut einer Stunde beim Stand von 1:0 abgebrochene erste Versuch für diese Partie der Bayernliga Süd am 25. Juli stehen zu Buche.

Alle nach Geretsried!

Umso mehr legen wir unseren Leser*innen an dieser Stelle den Besuch des Isaraustadions  in Geretsried am Samstag Nachmittag um zwei ans Herz. Zum einen kann man bei den Amas das eine oder andere Talent, das vielleicht bald schon für die Profis auf dem Feld steht, beobachten. Zum anderen hat es der älteste Löwennachwuchs im vorletzten Auswärtsspiel dieses Kalenderjahres verdient, nochmal von möglichst vielen Anhängern in weiß und blau begleitet zu werden. Und es ist quasi die letzte Chance, die Amas auswärts zu begleiten. Nach dem am Samstag, den 22. November um 18 Uhr auf dem Trainingsgelände anstehenden Heimfinale gegen den SV Heimstetten, geht es eine Woche später, am 29. November nachmittags um 14 Uhr dann zum FC 1920 Gundelfingen. Für viele reisebereiten Löwenfans ergibt sich dann jedoch leider eine unvermeidliche Kollision. Zeitgleich zu dieser Partie im Schwabenstadion in Gundelfingen treten die Löwenprofis im nur rund 35 Kilometer Luftlinie entfernten Donaustadion in Ulm in der 3. Liga gegen den Ball.

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Titelbild: Spielszene aus dem letzten Duell zwischen den Amas und dem TuS Geretsried, das erst gut zwei Wochen zurückliegt.

 

5.000 neue Fußball-Kindertrainer für Bayern

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Kindertrainer Bayern

Groß war die Begeisterung und Vorfreude bei den Anwesenden, als der BFV und die bayrischen Profivereine gestern in Ingolstadt ihr neuestes Projekt vorstellten. Die sogenannte bayrische Kinder-Fußball-Allianz will in den nächsten vier Jahren die Ausbildung von 5.000 Kinder-Fußball-Trainern fördern und finanzieren. So soll der Fußball im Freistaat einen großen Schritt nach vorne machen. “Gerade für uns als TSV 1860 München ist das von zentraler Bedeutung, denn unser Nachwuchsleistungszentrum und die Jugend sind das Herzstück unseres Vereins“, sagte Löwen-Präsident Gernot Mang.

5.000 neue Kinder-Fußballtrainer für Bayern

An der in Deutschland bislang einzigartigen Aktion beteiligen sich der FC Augsburg, der 1. FC Nürnberg, die SpVgg Greuter Fürth, der TSV 1860 München, der 1. FC Schweinfurt, der SSV Jahn Regensburg, der FC Ingolstadt und ein weiterer Club aus einer Seitenstraße in der Landeshauptstadt. Einen “einzigartigen Schulterschluss zwischen Profis und Amateuren” nennt der BFV die Aktion. Die der Verband auch mit seiner Sozialstiftung finanziell fördert. Die zertifizierte Ausbildung von bis zu 5.000 Kindertrainern in den nächsten vier Jahren durch den BFV ist über diese Aktion sichergestellt. Jeder Fußballverein in Bayern hat damit einen garantierten Anspruch auf mindestens zwei Ausbildungsplätze.

“Ein historischer Tag für Fußball in Bayern”

Der BFV-Präsident Christoph Kern nannte es “einen historischen Tag für unseren Fußball in Bayern”. Alle Vereine würden sich über ihre Beteiligung zur Arbeit an der Basis bekennen und zeigen, wie wichtig die Nachwuchs-Arbeit in den kleinen Clubs ist. Vor allem in den jüngsten Jahrgängen erreichten die Pass-Neuausstellungen in den letzten Jahren Rekord-Werte. Nun sei auch die qualifizierte Ausbildung der Trainer sichergestellt. Zudem wollen die Profi-Clubs auch ihre NLZs und Trainingsgelände für Ausbildungs-Lehrgänge zur Verfügung stellen.

5.000 neue Coaches seit 2018

Mit dem Kindertrainer-Zertifikat wurden seit dessen Einführung gut 5.000 Nachwuchs-Trainer ausgebildet. Der Anmeldestart soll im Frühjahr 2026 unter www.bfv.de/kfa erfolgen. Im Rahmen der Ausbildung lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Bereich der Sozialkompetenz, wie man sich gegenüber den Kindern, ihren Eltern und Coaches verhält. Natürlich kommt auch die fußballerische Ausbildung der neuen Coaches nicht zu kurz.

Löwen-Stimmen zum neuen Projekt.

Das sagen Löwen-Geschäftsführer Manfred Paula und Präsident Gernot Mang zur neuen Kinderfußball-Allianz:

Manfred Paula (Geschäftsführer TSV 1860 München): „Dieses Programm ist ein großer Mehrwert für die Nachwuchsausbildung, denn die Qualifikation von Trainern, die im Kinderfußball tätig sind, ist von großer Bedeutung für die Entwicklung von jungen Talenten. Auch unter dem Aspekt Trainernachwuchs leistet die bayerische Kinderfußball-Allianz einen wichtigen Beitrag. Mancher Kindertrainer wird seinen Weg als Nachwuchstrainer weitergehen und kann nach Erreichen weiterer Lizenzstufen die Ausbildung von Spielern in einem Nachwuchsleistungszentrum begleiten.“

Gernot Mang (Präsident TSV 1860 München): „Die bayerische Kinderfußball-Allianz ist eine hervorragende Initiative und genau der richtige Weg. Der Kinderfußball ist unsere Zukunft – und diese Entwicklung können wir nur ausdrücklich unterstützen. Gerade für uns als TSV 1860 München ist das von zentraler Bedeutung, denn unser Nachwuchsleistungszentrum und die Jugend sind das Herzstück unseres Vereins.“

Foto: TSV 1860 München

 

Verlaat zu Gast beim Löwen-Stammtisch im Bayerischen Landtag

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Jesper Verlaat zu Gast bei Landtagslöwen Bayern Bayerischer Landtag Christian Dierl

Kapitän Jesper Verlaat war am Donnerstagabend zu Gast beim Löwen-Stammtisch im Bayerischen Landtag. Dabei gab er den Landtagslöwen ein Update zu seiner Verletzung, sprach über die Stimmung innerhalb der Mannschaft – und eine mögliche Vertragsverlängerung.

Verlaat im Bayerischen Landtag: Zeitpunkt für Comeback ungewiss

Er habe privat viel zu tun, einen volleren Terminkalender als im fitten Zustand – und dennoch nahm sich Kapitän Jesper Verlaat am Donnerstagabend die Zeit und schaute bei den Landtagslöwen im Bayerischen Landtag vorbei. Begleitet wurde er von Vize-Präsident Christian Dierl, der spontan für Geschäftsführer Manfred Paula einsprang. Er bedankte sich zunächst in der Runde für den Besuch der Politiker am Trainingsgelände vor einigen Monaten. Dabei wurde insbesondere der Fokus auf das Nachwuchsleistungszentrum gerichtet und in der Folge von bleibenden -wohlgemerkt positiven – Eindrücken berichtet.

Die drängendste Frage der gesamten Runde ließ naturgemäß nicht lange auf sich warten: wann kann der Löwen-Kapitän wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz stehen? Eine konkrete Aussage, nicht einmal eine vorsichtige Prognose wollte Verlaat im Bayerischen Landtag abgeben. Er arbeitete jeden Tag hart an seinem Comeback – derzeit steht ein individuelles Training an der Grünwalder Straße pro Tag auf dem Programm. Parallel laufen weiter die Reha-Maßnahmen mit einem externen Partner. Der Tag des 29-Jährigen ist also gut gefüllt, der Kontakt zur Mannschaft ist aber nie komplett abgebrochen. Im Gegenteil: soweit möglich war Verlaat bei den Trainingseinheiten als Kiebitz am Spielfeldrand zu Gast.

Wann es soweit sein wird, bis er wieder selbst auf dem Platz stehen und im Löwen-Trikot zu sehen sein wird, steht weiterhin in den Sternen. Es könne noch vor der Winterpause der Fall sein – oder eben aber auch nicht. Mit Gewissheit ließe sich derzeit nichts sagen.

Die Niederlage beim Jahn – natürlich auch ein Thema

Viel thematisiert wurde auch die Niederlage gegen Jahn Regensburg – zu erschreckend war die Leistung der Mannschaft auf dem Platz. Eine wirkliche Erklärung hatte der Abwehrspieler dafür nicht, betonte bei dieser Gelegenheit aber auch, dass er derzeit aufgrund seiner Verletzung natürlich nicht in alle Einzelheiten und Prozesse eingebunden sei. Man habe nach dem Heimsieg gegen Cottbus gedacht die Stabilität gefunden zu haben, “dann kommt so ein Spiel“. Am Charakter der Mannschaft zweifelt der Kapitän des TSV 1860 derweilen nicht und auch die Stimmung innerhalb des Teams sei kein Grund für das Auftreten im Jahnstadion.

In der Kabine stimmts, das kann ich immer wieder nur bestätigen.

Die Verletzungssorgen der Löwen – zuletzt meldete sich Deniz für mehrere Monate ab – gingen nicht spurlos an der Mannschaft vorbei. Ein Trainerwechsel sei zudem immer auch mit einer Umstellung für jeden Einzelnen verbunden, da sich Schwerpunkte und Trainingsformen ändern. Letztendlich zähle dann aber in der Außenbetrachtung nur die Leistung in 90 Minuten im Pflichtspiel – und wenn da nicht jeder “on point” seine Leistung abrufen könne, dann reiche es eben nicht zu einem Punkt oder gar Sieg. Verlaat stellte sich bei seinem Besuch im Bayerischen Landtag aber auch schützend vor seine Kollegen.

Ich will niemanden schlecht reden – denn das sind wir nicht!

Thema Vertragsverlängerung derzeit “nicht im Kopf”

Die Löwenfans dürfen sich derweil kleine Hoffnungen machen, dass der Kapitän mit auslaufendem Vertrag auch über die aktuelle Saison in Giesing bleibt. Grundsätzlich sei diese Thematik bei ihm momentan überhaupt nicht präsent und der Fokus rein auf dem Platz, aber bereits bei der letzten Verlängerung habe er lukrative Angebote ausgeschlagen und auf sein Gefühl gehört. Dieses Gefühl werde vermutlich auch bei der nächsten Unterschrift ausschlaggebend sein.

Ich weiß, was ich an dem Verein habe und dass ich mich wohl fühle ist auch kein Geheimnis.

Vize-Präsident Christian Dierl unterstrich mit Worten wie “Führungsspieler” und “Identifikationsfigur” die Rolle von Verlaat beim TSV 1860 München. Zu einer möglichen Verlängerung wollte und konnte er ebenfalls kein Statement abgeben – er habe “vollstes Vertrauen, dass die sportlich Verantwortlichen die richtige Entscheidung treffen“.

Wenn Dierl an diesem Donnerstagabend konkret wurde, dann ging es vor allem um das Nachwuchsleistungszentrum der Löwen. Man habe in der Vergangenheit Fehler gemacht, beispielsweise mit den Abgängen von Tim Kloss oder Marius Wörl. Diese gelte es nun zu analysieren, nach vorne zu schauen und daraus zu lernen. Ziel müsse zum einen sein, die Nachwuchsarbeit wieder mehr in den Fokus zu rücken (“Wir werden uns wahnsinnig viel auf das NLZ konzentrieren“) und zum anderen auch mehr davon zu profitieren. Ablösefreie Abgänge von Junglöwen würden nicht nur schmerzen und ärgern, sondern auch Folgen für die finanzielle Situation an der Grünwalder Straße haben. Die Summe aus dem Nachwuchsfördertopf des DFB alleine werden dem TSV 1860 “nicht reichen“.

Positives Zwischenfazit von Christian Dierl

Nach ein paar Monaten im Amt sei er bislang “zufrieden mit uns als Team” – es mache dem Vize-Präsidenten weiterhin viel Spaß und außerdem würden alle “Tag und Nacht alles für unseren Verein” geben. Dennoch ist auch Dierl bewusst, dass noch viele Aufgaben auf ihn und seine Kollegen warten. Das betrifft nicht nur sportliche, sondern beispielsweise auch infrastrukturelle Themen.

Ich bin Maler- und Lackierermeister – wenn ich auf das Gelände gehe, sehe ich ständig etwas, was zu tun ist.

Kurz vor Schluss wurde dann auch noch das Dauerthema Stadion angesprochen, wobei es beim Stammtisch im Bayerischen Landtag keine wirklichen Neuigkeiten zu vermelden gab. Man wolle eine möglichst zeitnahe Lösung gemeinsam mit der Stadt treffen, zudem wird eine Erbpacht-Lösung angestrebt. Spruchreif ist derzeit aber noch nichts. Wie vereinbart wollen sich die Löwen und die Stadt München gemeinsam zu Wort melden, wenn es Neuigkeiten gibt.

Ein gutes Omen hatte die Runde der Landtagslöwen dann auch noch parat: nach dem letzten Treffen konnte der TSV 1860 München vier Mal in Folge siegen. Saarbrücken, Ulm, Schweinfurt und Ingolstadt können sich also schon einmal warm anziehen.

Sechzig um Sieben: Kollektives Aufatmen nach Aubstadt

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Sechzig um Sieben: Landsberg

Wie gewohnt sind wir auch am heutigen Freitag wieder mit Sechzig um Sieben für Euch da und fassen alles Wichtige rund um die Löwen für Euch zusammen. Zudem gibt es einen kleinen Ausblick, was Euch heute alles auf unserer Seite erwartet. Vorab möchten wir ein großes Dankeschön an Euch richten! Wahnsinn, wie viele Leute gestern den Live-Ticker vom Toto-Pokal-Spiel in Aubstadt bei uns verfolgt haben. Streckenweise waren mehr als 2.500 Sechzger gleichzeitig auf unserer Seite mit dabei, wie die Löwen ihren Halbfinal-Einzug feierten – um den geht es hier auch größtenteils.

Kollektives Aufatmen nach Aubstadt

Nach der 0:4-Klatsche beim SSV Jahn Regensburg war die Erleichterung nach dem 4:0-Erfolg beim Regionalligisten am Mittwochabend groß. Kollektives Aufatmen nach Aubstadt lautete also das Motto bei den Löwen. “Die Jungs waren schon ein bisschen frustriert nach dem letzten Wochenende. Und dann haben wir hier nichts anbrennen lassen.”, sagte Coach Markus Kauczinski nach der Partie. Alle Stimmen zum Spiel findet ihr hier!

Stimmungsvolle Bilder aus der Provinz

Gerade einmal 731 Einwohner hat die Gemeinde Aubstadt und ist damit eine der kleinsten in ganz Bayern. Wir waren natürlich für Euch vor Ort und haben in unserer Bildergalerie teils actiongelandete, teils stimmungsvolle Bilder aus der Provinz für Euch gesammelt. Vor allem der am Ende des Spiels aufziehende Nebel war ein beliebtes Foto-Motiv.

Fan-Demo am Samstag in Leipzig

Am Samstag findet in Leipzig eine vereinsübergreifende Fan-Demo statt, deren Motto für sich selbst spricht: Der Fußball ist sicher! Am Sonntag, 16. November, treffen sich ab 11:30 Uhr die Fanszenen aus ganz Deutschland in der Leipziger Innenstadt (Goethestraße) um gegen die geplanten Repressalien der Staatsmacht zu demonstrieren, die bei der nächsten Innenminister-Konferenz beschlossen werden sollen. Einige Gruppen an Löwen-Fans haben ihre Teilnahme bereits zugesagt.

Besuch bei den Landtags-Löwen

Kapitän Jesper Verlaat war gestern im Bayerischen Landtag zu Gast. Auf Einladung der Landtagslöwen, die seit mittlerweile sieben Jahren einen Stammtisch abhalten, sprach der 29-Jährige unter anderem über seinen aktuellen Gesundheitszustand sowie eine mögliche Vertragsverlängerung. Begleitet wurde er von Vize-Präsident Christian Dierl, der sich ebenfalls zu dem ein oder anderen Thema äußerte.

Heute weitere spannende Geschichten

Trotz der Länderspielpause ist auch heute wieder einiges los auf unserer Seite. Freut Euch auch eine Geschichte zur neu gegründeten Kinderfußball-Allianz aus BFV und den bayrischen Profi-Vereinen. Natürlich bereiten wir Euch auch bestens auf das nächste Duell der Amas am Samstag um 14:00 Uhr beim TuS Geretsried vor.
In diesem Sinne einen schönen Freitag und einen guten Start ins Wochenende liebe Löwen!

Stimmen zum Spiel: TSV Aubstadt – TSV 1860

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In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Hier und heute geht es um das Totopokal-Viertelfinale in Aubstadt, das das Team von Markus Kauczinski am Mittwoch Abend souverän mit 4:0 für sich entscheiden konnte. Erstmals seit vier Jahren überwintern die Löwen wieder einmal im bayerischen Landespokal und lassen ihre Fans auf eine Teilnahme am lukrativen DFB-Pokal im Sommer 2026 hoffen!

Peter Gratz (Redakteur sechzger.de):

Nach der Nichtleistung gegen Regensburg konnten die Löwen gestern wenigstens einen ungefährdeten Pflichtsieg einfahren. Mit einer leicht veränderten A-Elf sollte das gegen eine Regionalliga-Mannschaft auch kein Problem sein. Trotzdem tat sich die Mannschaft in der ersten Hälfte schwer, das Aufbauspiel war sehr behäbig und Bewegung im Mittelfeld fehlte. Die Hereinnahme von Niederlechner und die Halbzeitansprache des Trainer haben aber gefruchtet und Sechzig präsentierte sich im zweiten Durchgang giftiger und agiler. Dann war es nur eine Frage der Zeit, bis die Tore fielen. Insgesamt eine seriöse Partie im Landespokal – nicht mehr und nicht weniger. Hausaufgaben gibt es für die kommenden Partien in der Liga aber noch genug! Das hohe Pressing – insbesondere zu Beginn von Halbzeit zwei – könnte aber zum Beispiel eine Blaupause für die nächsten Spiele sein.

Mane (Allesfahrer und großer Freund des Totopokals):

Eine solide Leistung gegen einen guten Regionalligisten reichte zum Einzug ins Halbfinale. Genau so muss man in so einem Spiel auftreten, da erinnerte viel an die Toto-Pokal-Begegnung in Illertissen. Gegner nicht unterschätzt und die kämpferischen Tugenden auf tiefem Geläuf zum Einsatz gebracht. Nach dem Regensburger Katastrophenauftritt so nicht zu erwarten.
Ich bin ja bekennender Liebhaber des Toto-Pokals und empfinde die Spiele bei unterklassigen Gegnern mit freundlichen Gastgebern, die sich wirklich auf uns freuen und viel Herzblut an den Tag legen als absolut nette und bereichernde Abwechslung vom Ligaalltag.
Leider war dies gestern nicht so. Eine versuchte Fantrennung (im Toto-Pokal !!!), willkürliches Abweisen von Anhängern mit weiß-blauem Schal am Eingang zum Heimbereich und das Auftreten des unsympathischen „Sicherheitschefs“ der Aubstädter, der Löwenfans mit dem Rauswurf aus dem Stadion drohte, lassen mir diesmal kein positives Wort für die Gastgeber über die Lippen kommen.

Stefan (“verdienter Fan” und Besitzer der DENNING-Fahne):

Ein 4:0-Sieg im Toto-Pokal-Viertelfinale klingt im ersten Moment nach einem dominanten Auftritt – und genau das war es grundsätzlich auch. Der TSV 1860 hatte das Duell beim Regionalligisten TSV Aubstadt über die gesamte Spielzeit im Griff und fuhr einen ungefährdeten Erfolg ein. Nach der bitteren Klatsche in Regensburg war dieser Auftritt so etwas wie eine kleine Wiedergutmachung, ein Schritt zurück in die richtige Richtung.
Trotz des klaren Ergebnisses sollte man aber nicht in Euphorie verfallen: Es war ein Sieg ohne großen Glanz, eher eine Pflichtaufgabe, die ordentlich und solide erfüllt wurde. Für ein echtes Ausrufezeichen hat es nicht gereicht – aber für einen ruhigen, erfolgreichen Mittwochabend in Unterfranken allemal.
Der Ausflug selbst war gelungen: Knapp 600 Kilometer hin und zurück, rund 7 Stunden Autofahrt, entspanntes Spiel im VIP-Bereich, dazu durchwegs freundliche Gastgeber aus Aubstadt.
Jetzt gilt es diesen kleinen Schwung mit in die Länderspielpause zu nehmen um danach in der Liga gegen Saarbrücken nachlegen zu können. Der Pflichtsieg in Aubstadt war ein Anfang – mehr aber auch nicht. Doch manchmal ist es genau das, was es braucht.

Markus Kauczinski (im Fan-Talk nach seinem ersten Totopokalspiel mit 1860):

Ich muss micht erstmal bedanken. Wir sind hier unheimlich nett empangen worden. Klar, es ist ein Pflichtspiel. Trotzdem: Viele freundliche Gesichter, ein freundliches “Hallo”. Dafür erstmal vielen Dank. (Applaus) Der TSV Aubstadt hat uns heute das Leben schwer gemacht, aber ich muss sagen, meine Mannschaft hat einen sehr konzentrierten Auftritt hingelegt. Wir haben am letzten Wochenende ‘ne richtige Packung gekriegt, gegen Regensburg und das hat uns sehr, sehr gewurmt. Und das hat man der Mannschaft heute angemerkt. (…) Ich glaube dann in der zweiten Halbzeit nach dem frühen 2:0 hat man gemerkt, dass bei Aubstadt die Kräfte schwinden, der Glaube schwindet. Und bei uns hat man gemerkt: Uns hat’s geholfen. Die Jungs waren schon ein bisschen frustriert nach dem letzten Wochenende. Und dann haben wir hier nichts anbrennen lassen.

Christian Jung (Redakteur sechzger.de):

Sieg in Aubstadt und der Traum vom DFB-Pokal lebt weiter. Die Schmach vom März 2022 ist damit getilgt. Die vom November 2025 (in Regensburg) aber dadurch noch lange nicht! Den geforderten Charaktertest hat die Mannschaft erstmal bestanden. Gut so. Mal sehen, wie es weitergeht. Die Atmosphäre in Aubstadt am Spielfeldrand war diesmal – vielleicht ja aufgrund des sehr klaren Spielverlaufs – deutlich gast- und löwenfreundlicher, als noch vor dreieinhalb Jahren. Somit also ein rundum gelungener Mittwochabend in Unterfranken!