Nachdem die KGaA vorgestern Abend Insolvenz angemeldet hat und auf der Mitgliederversammlung die Gründung oder der Kauf einer neuen Spielbetriebs-GmbH beschlossen wurde, sind die Löwen unter Zugzwang. Um eigenständig in der Regionalliga bestehen zu können, müssen in kurzer Zeit viele relevante Schritte gegangen werden. Manche davon kann der Verein selbst beeinflussen, bei anderen ist man von anderen Akteuren abhängig. Einer davon ist das Insolvenzverfahren, in dem es nun vorwärts geht.
Insolvenzverwalter für die KGaA benannt
Nun wurde gestern Abend nach sechzger.de-Informationen vom Amtsgericht der für die KGaA zuständige Verwalter eingesetzt. Hierbei handelt es sich um Dr. Max Liebig. Der Münchner Diplom-Kaufmann ist nicht nur einer der am häufigsten bestellten Insolvenzverwalter Deutschlands, sondern verantwortete auch die Konkursverfahren von Türkgücü München und Alfons Schuhbeck. Die ersten Gespräche mit den Verantwortlichen bei 1860 sollen schon geführt worden sein und das Verfahren ist somit unterwegs.
Neue Spielbetriebs-GmbH ist kurz vor der Fertigstellung
Auch auf der selbstbestimmten Seite geht es weiter vorwärts. Nach dem Beschluss der Mitgliederversammlung wurden nun die nötigen Maßnahmen zur Bereitstellung einer neuen Fußballfirma ergriffen. Dem Vernehmen nach hat der TSV 1860, um Zeit zu sparen, eine Mantel-GmbH gekauft und gestaltet diese nun nach den eigenen Wünschen um. Heute und morgen sollen die neue Satzung implementiert und der Name der Firma geändert werden. Wenn dann noch ein Geschäftsführer bestellt worden ist, kann das neue Unternehmen grundsätzlich loslegen.
Der Vorteil beim Kauf einer sogenannten “Mantelgesellschaft” ist die Zeitersparnis. Da die Firma bereits gegründet und eingetragen ist, spart man sich wichtige Zeit, welche die Löwen aktuell nicht haben.











Die Schritte werden gemacht und der Weg nicht leichter aber es fühlt sich nach Freiheit an. Und das fühlt sich gut an. Keiner kann aber von uns in die Zukunft schauen aber deutlich schlechter kann das Alles nicht laufen da man ja hoffentlich einiges gelernt hat wie es nicht geht. Auch wenn auch ich nicht in die Zukunft schauen kann wird man GARANTIERT keinen Investor, egal was ist, an Board holen.
Ein Investor kann durchaus auch eine Genossenschaft sein.
Wichtiger als die Aussage “kein Investor” ist in meinen Augen, dass man das Management verpflichtet und auch kontrolliert, keine hanebüchenen Verträge abzuschließen. Und verhindert, dass mehr Geld ausgegeben wird, als da ist. Schwarze Null.
Am Ende des Tages waren es nämlich 3 Verträge, die uns die Löffel gebrochen haben:
Und in all der Zeit wurde dann vom Management trotzdem mehr Geld ausgegeben, als da war. Immer wieder, von unterschiedlichsten Personen.
Vielleicht hätte ich eher schreiben sollen von einem Investor komplett abhängig zu sein.
Ich würde das nicht kategorisch und auf alle Ewigkeit ausschließen wollen, es kommt halt auf die Umstände an.
Für mich sind eher folgende Eckpunkte wichtig:
Auf in den Kampf! Spielbetrieb sicher stellen, Kader und Training sicherstellen, Ausrüstung sicherstellen. Und dann auf in die neue Saison.
Der Insolvenzverwalter wird schon recht schnell merken, mit wem man zusammenarbeiten kann und mit wem es eher schwierig ist. Ich hoffe, dass der Insolvenzverwalter zum – für mich – klaren Schluß kommen wird. Nämlich dass der Verein alles rechtlich Mögliche versucht hat, die KGaA am Leben zu halten. Und auf der anderen Seite der Gesellschafter bis zum Schluß eine undurchschaubare Agenda verfolgt hat, und jeglichen Lösungsansatz torpediert hat. Darum denke ich, dass die Chancen gut stehen, in einem schwierigen Prozess zu letztendlich positiven Ergebnissen zu gelangen.
Falls der Fokus darauf liegt, den Spielbetrieb als Kerngeschäft der KGaA in anderem Konstrukt am Leben zu halten, ist mir nicht bang. Natürlich wird der Insolvenzverwalter die Interessen der KGaA (Edit: Beziehungsweise ihrer Gläubiger) vertreten. Angesichts der finanziellen Situation und des Konflikts der Gesellschafter ist eine Fortführung allerdings nur schwer vorstellbar.
Das sind doch ermutigende Zeichen. Auch eine neue Spielbetriebs-GmbH wird kompetente Mitarbeiter/innen brauchen. Das schafft Möglichkeiten für bislang bei der KGaA Beschäftigte.