Nach der Öffentlichen Bekanntmachung über die Anordnung von vorläufiger Insolvenzverwaltung wurde der Artikel um 18:00 Uhr um einige Details ergänzt. Den Beschluss kann man hier einsehen.

Nachdem die KGaA vorgestern Abend Insolvenz angemeldet hat und auf der Mitgliederversammlung die Gründung oder der Kauf einer neuen Spielbetriebs-GmbH beschlossen wurde, sind die Löwen unter Zugzwang. Um eigenständig in der Regionalliga bestehen zu können, müssen in kurzer Zeit viele relevante Schritte gegangen werden. Manche davon kann der Verein selbst beeinflussen, bei anderen ist man von anderen Akteuren abhängig. Einer davon ist das Insolvenzverfahren, in dem es nun vorwärts geht.

Insolvenzverwalter für die KGaA benannt

Nun wurde gestern Abend nach sechzger.de-Informationen vom Amtsgericht der für die KGaA zuständige Verwalter eingesetzt. Hierbei handelt es sich um Dr. Max Liebig. Der Münchner Diplom-Kaufmann ist nicht nur einer der am häufigsten bestellten Insolvenzverwalter Deutschlands, sondern verantwortete auch die Konkursverfahren von Türkgücü München und Alfons Schuhbeck. Die ersten Gespräche mit den Verantwortlichen bei 1860 sollen schon geführt worden sein und das Verfahren ist somit unterwegs. Laut dem gerichtlichen Dokument wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung allerdings offiziell erst am 25.06.2026 um 15:25 Uhr angeordnet. Verfahrenbevollmächtigter – also zuständiger Anwalt auf Seiten der KGaA – ist Alexander Reus, Geschäftsführer der Kanzlei ANCHOR und Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht. Gerichtlich zuständig ist entgegen des Münchner Sprichworts aber das Amtsgericht in der Pacellistr. 5 (Lenbachplatz).

Neue Spielbetriebs-GmbH ist kurz vor der Fertigstellung

Auch auf der selbstbestimmten Seite geht es weiter vorwärts. Nach dem Beschluss der Mitgliederversammlung wurden nun die nötigen Maßnahmen zur Bereitstellung einer neuen Fußballfirma ergriffen. Dem Vernehmen nach hat der TSV 1860, um Zeit zu sparen, eine Mantel-GmbH gekauft und gestaltet diese nun nach den eigenen Wünschen um. Heute und morgen sollen die neue Satzung implementiert und der Name der Firma geändert werden. Wenn dann noch ein Geschäftsführer bestellt worden ist, kann das neue Unternehmen grundsätzlich loslegen.

Der Vorteil beim Kauf einer sogenannten “Mantelgesellschaft” ist die Zeitersparnis. Da die Firma bereits gegründet und eingetragen ist, spart man sich wichtige Zeit, welche die Löwen aktuell nicht haben.

5 2 votes
Artikelbewertung
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
73 Comments
Newest
Oldest Most Voted
ISAR12

“Deine ersten zehn Kommentare müssen durch die Redaktion erst geprüft werden”!
Das ist die Auslegung von Meinungsfreiheit von Herrn Oliver Griss!
Danke einen Maulkorb lasse ich mir nicht verpassen!

Loewe60

Welche deiner Meinungen / Kommentare wurden denn nach Prüfung nicht zugelassen ?

Hakri

die Spieler der u19, u 21 und Profi gehören der KGaA sollte diese weitergeführt  werden wie  und mit wem gespielt das kann sich ja ewig hinziehen und dann ?

 

 

 

Hakri

die Spieler der u19, u 21 und Profi gehören der KGaA sollte diese weitergeführt  werden wie  und mit wem gespielt das kann sich ja ewig hinziehen und dann ?

 

 

 

ISAR12

Von der Seifenoper Blaue24 habe ich endgültig genug.

ISAR12

1860-Insolvenz?
Na und. Auf gehts Löwen, nicht alles zerreden Kopf hoch, Brust raus….
jeden Tag geht die Sonne auf und sie wird auch wieder in Giesing strahlen.

Volltreffer76

DANKE dir!

Die Sonne scheint bei Tag und Nacht…

Last edited 21 Tage zuvor by Volltreffer76
ReisingerRaus

Das Ziel des Insolvenzverwalters wird sein ein möglichst gute Quote für die Gläubiger heraus zu holen. Der Hauptgläubiger ider KGaA ist übrigens Hasan … . Damit ist das Ziel des Insolvenzverwalters nicht automatisch deckungsgleich mit den Zielen der e.v. Träumer. 😚

Leonie60

Gesellschafterdarlehn sind nachrangig, da kommen vor Hasan erstmal alle anderen dran

Don Zapata

In dem Fall kriegen sogar ggf. die Roten ihre Kohle vor deinem Idol Hasan Ismaik, da seine Darlehen nachrangig sind.

Last edited 21 Tage zuvor by Don Zapata
Loewe60

Das “Idol” hat den 60ern 80 Mio. gegeben, Ergebnis ? richtig 4.Liga !

age

Bitte um eine Richtigstellung:
Das Idol von RR hat Sechzig kein Geld gegeben sondern nur als Darlehen zur Verfügung gestellt bzw. Verbindlichkeiten übernommen und dafür die KGaA-Anteile erhalten.

Last edited 17 Tage zuvor by age
Kraiburger

Vielleicht muss man es nochmal richtig stellen: Das “Idol” hat für 18 Millionen Euro 60% eines insolventen Unternehmens gekauft, dafür gesorgt dass niemand anderes mehr darin investieren konnte, und die dann auftretenden Löcher mit hoch verzinsten Krediten gestopft, sodass das Unternehmen daran erstickt ist.

Benjisson

Nachrangig da Genussscheine…..Ups! Blöd diese Fakten.

Kraiburger

§ 39 InsO – Einzelnorm

In diesem Paragraph ist festgelegt, dass zuerst alle anderen Gläubiger bedient werden müssen, und erst zum Schluss die Gesellschafter.

Bedeutet aber auch, dass der eV relativ wenig bis nichts aus seinen (ohnehin gestundeten) Leistungen des Servicevertrags sehen würde.

By the way würde ich dir raten, dass wenn du dich hier ernsthaft beteiligen willst, dir einen Nicknamen zulegen würdest, durch den sich nicht sofort einerseits 99% der Nutzer provoziert fühlen, und der andererseits so dermaßen peinlich ist, dass die Qualität deiner Beiträge schon sehr hoch sein muss, um das wieder raus zu reißen.

Last edited 21 Tage zuvor by Kraiburger
daOstl

Und ggf würde es ihm helfen, sich vor dem tippen mit Fakten zu beschäftigen.

_Flin_

Da sind sich alle einig. Und die beste Quote holt er raus, wenn er mit einem in München ansässigen Verein eine Übereinkunft findet, dass der Kohle in die leere Hülle pumpt.

Ismaik ist da übrigens als Mehrheitsgesellschafter ziemlich aussen vor und mit den nachrangigen Genusscheinen ebenfalls.

Schadensersatzklagen wären auch eine Möglichkeit, aber gegen wen? Gegen Ismaik / HAM wegen der Kreditvertragskündigung? Oder wegen Nicht Akzeptanz der Liquiditätsbeibringung? Gegen den e.V. wegen… welchem Sachverhalt?

Klagen wegen Fortführung des Spielbetriebs und Kündigung des Koopvertrags gegen den e.V.?

Da wird wenig genug Substanz sein. Insofern wirds eh nicht einfach. Aber ich habe keine Ahnung, wie ein Insolvenzverwalter bei sowas vorgeht. Du?

Last edited 21 Tage zuvor by _Flin_
Muckl

Sag mal Gerhard, wie ist es eigentlich mit so vielen Accounts? Des is doch ganz schön anstrengend den ganzen Tag einloggen, Schmarrn schreiben, ausloggen. Habt’s da a Excell Liste mit eure Passwörter oder noch alles auf Papier? 
Werd Zeit für a neues Hobby! 

Chemieloewe

Wahnsinn, Du weißt einfach alles ganz genau. Gut, dass wir Dich haben…lies mal die Antworten zu Deinem Kommentar. Bei Dir fällt mir der lustige Spruch ein: (ver)Irren ist menschlich sagte der Igel u. stieg von der Haarbürste…😉🤣😂🤣

Last edited 21 Tage zuvor by Chemieloewe
Linksblau

Ein Insolvenzverwalter sollte ja eigentlich streng rational und wirtschaftlich handeln.

Das heißt für mich, dass er alle unnötigen Kosten minimiert.

Insofern sollte sich eine Lösung finden z.b. die Spieler, Trainer, das Trainingsgelände, das Stadion an einen dritten (den e.V.) weiter zu “vermieten”.

age

Wenn die kGaA sowas wie eine Untervermietung machen sollte, dann müsste sie weiter die Erbpacht uvm. bezahlen.
Nach meinem Verständnis ist die KGaA jedoch zahlungsunfähig 🤔

_Flin_

Aus Insolvenzverwalter-Sicht ist sicherlich die Frage, inwieweit überhaupt eine Fortführung der Gesellschaft für möglich gehalten wird. Stand jetzt sind keinerlei Einnahmen absehbar. Insofern ist die Frage, was von der KGaA man überhaupt versilbern kann. Da tritt dann wahrscheinlich der e.V. auf den Plan. Oder irgendwelche Störmanöver von Ismaik, falls er sich das wirklich noch antun will.

Mit Sicherheit wird auch geprüft, inwieweit für die KGaA irgendwelche Schadensersatzansprüche oder Forderungen gegenüber Dritten bestehen.

Am Ende des Tages ist ja der Job, so viel Geld für die Gläubiger wie möglich aufzutreiben. Dabei seinen eigenen Job bezahlt zu bekommen. Und das Ding geordnet zu überführen wenn möglich, und abzuwickeln wenn nötig.

In der aktuellen Lage ist ja der einzige Weg dafür, alles so schnell wie möglich abzuwickeln. Aber vielleicht treibt mich da auch Wunschdenken.

Der Erbpachtvertrag… Würde mich doch schwer wundern, wenn der nicht recht bald von der Stadt gekündigt wird und heimfällt.

Last edited 21 Tage zuvor by _Flin_
Loewe2004

Erbpachtvertrag:
Da stellt sich zunächst die Frage, ob er mit dem e.V. oder der KGaA abgeschlossen wurde. Wenn mit dem Verein, ist er m.E. nicht einseitig kündbar, es sei denn, es gibt entsprechende Auflösungsklauseln.
Mit der KGaA ist er wohl obsolet.

Insolvenz:
Da prüft der Insolvenzverwalter zunächst, ob das vorhandene Vermögen des Schuldners (KGaA) überhaupt ausreicht, die Gerichtskosten und die Vergütung des Insolvenzverwalters zu decken. Die Gesellschaft wird daraufhin von Amts wegen aufgelöst und im Handelsregister gelöscht.
Da der Komplementär der KGaA der Verein ist, sind nach dem Insolvenzrecht die rechtlichen Folgen und die Haftungsfolgen zu prüfen.

ohne Gewähr

Claus

“Da der Komplementär der KGaA der Verein ist, (…)”

NEIN. Der Komplementär ist die “TSV München von 1860 Geschäftsführungs- GmbH”, die dem Verein gehört. Der Unterschied ist wichtig aus genau den von Dir genannten Haftungsgründen.

Kann man übrigens normalerweise mit wenigen Klicks im offiziellen Registerportal nachschauen. Allerdings sind die KGaA und die GmbH da wohl gerade zum Abruf gesperrt…

Loewe2004

ok dann wirst du schon recht haben
(ich hab das in den medien anders gelesen)

Drittligist

Kurze Info an der Stelle: Visa hat mir heute das Geld für zwei Dauerkarten rückerstattet!

Stefan Kranzberg

Wie hattest Du argumentiert?

Drittligist

mit dem Lizenzentzug und damit der Nichterfüllbarkeit der Jahreskarte für die dritte Liga (inkl. Link zu einem damals aktuellen Artikel)

Claus

In dem Zusammenhang: Ich hatte vor knapp zwei Wochen bei meiner Bank die Rückerstattung der Überweisung beantragt (“SEPA-Recall”). Wurde von der Empfänger-Bank (also der DZ Bank, bei der das entsprechende Konto der KGaA liegt) abgelehnt.

Leonie60

Ja war bei mir dasselbe. Abgelehnt wegen Widerspruch des ursprünglichen Zahlungsempfängers.

age

Ging mir leider auch so 😬

Don Zapata

Ich habe das bei meiner Bank auch in die Wege geleitet, habe aber noch nichts gehört. Rechne aber mit “negativem” Ausgang.

Last edited 21 Tage zuvor by Don Zapata
age

Das finde ich super, dass zumindest die Kreditkarten- und Paypal-Zahler in aller Voraussicht, ihr sauer verdientes Geld wiedersehen.
Für alle anderen (Überweiser) muss der e.V., respektive die neue GmbH in Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter, eine „tragbare“ Lösung finden!
Und das können keine 4% Rückerstattung sein.

ThomasZander

Bei mir will die Bank irgendwelche Belege von der KGaA und sagt, es könne ja noch sein, dass noch Drittligaspiele stattfinden wegen des Protests (wann wird das eigtl. entschieden?). Ich hoffe mal, die ziehen auch noch nach. Ich glaube aber, das hat nichts mit Visa als vielmehr mit der ausgebenden Bank zu tun, ob man da Chancen hat.

Don Zapata

Bei Überweisung braucht deine Bank das Einverständnis der Empfängerbank (KGaA) um das Geld zurückzuholen. Das Einverständnis wird momentan nicht erteilt.
Ich kennen eine Person, bei der die Rückholung der Überweisung geklappt hat, der hatte vorher aber auch einen Mahnbescheid ans Ticketing/KGaA rausgeschickt.
Bei Kreditkarten- und paypalzahlungen ist die Rückholung deutlich leichter.
Wobei auch paypalrückzahlungen, auf Grund des laufenden Einspruchs beim DFB, bei Freunden von mir nicht erfolgt sind.

Aber jetzt passiert da ohne den Segen des Insolvenzverwalters eh nix mehr.

Volltreffer76

Greift durch den Insolvenzantrag nicht der Käuferschutz von PayPal?

Don Zapata

Kann sein, die paypalablehnung von meinem Kumpel war kurz vor Insolvenzanmeldung.

Volltreffer76

Greift durch den Insolvenzantrag nicht das Chargeback der Kreditkarte?

tsvmarc

Ich bin guter Dinge, dass Mang genau dafür der Richtige ist. Der VR hat sich bei seiner Verstellung genau etwas dabei gedacht. Und zwar dem Konstrukt den Stecker zu ziehen. Das es nun so schnell gehen würde nach seiner Amtseinführung hätten sich wohl die wenigsten vorgestellt. Hasan hat aber zum Glück oder leider zu keiner Zeit irgendein vernünftiges betriebswirtschaftliches Verhalten an den Tag gelegt. Er wird sich genaustens mit den Anwälten und Kanzleien, im vorfelde den KO-Vertrag und die Verträge der KGaA auseinandergesetzt haben und die nun notwendigen Schritte veranlasst haben. Ich kann einer Insolvenz nichts abgewinnen. Wenn es aber die einzige Möglichkeit ist den Kreditgeber für alle Zeit loszuwerden unterstütze ich ihn auch.

Niemand ist größer als der Verein und Hasan schonmal gar nicht.
ELIL

Monaco222

tsvmarc, Du schreibst:
Du bist guter Dinge, dass Mang ist der richtige ist
“Der VR hat sich genau etwas dabei gedacht”
“dem Konstrukt den Stecker zu ziehen” usw.
war das Ganze dann bewusst gewollt?

Benjisson

Wie soll etwas gewollt sein was man nicht aktiv beeinfussen kann?

Kraiburger

Mit Verlaub, aber bevor du so etwas in die Welt posaunst solltest du doch ein wenig in dich gehen und nachdenken:

  • Das bewusste Herbeiführen einer Insolvenz kann als Straftat bewertet werden. Ich würde es unterlassen, so etwas jemandem zu unterstellen. Übrigens kann das Unterstellen einer Straftat ebenfalls strafrechtlich relevant sein, also achte auf deine Wörter.
  • Dass Hasan Ismaik die Darlehen am 21. Mai kündigt, konnte niemand hervorsehen, planen oder sogar aktiv herbei führen. Vor allem, nachdem 2 Tage vorher noch der Geschäftsführerposten verlängert wurde.
  • Bis zum 21.Mai waren bereits ein Großteil der 8.000 Dauerkarten verkauft. Mir fehlt da schon sehr die Phantasie anzunehmen, dass man eine Insolvenz aktiv dadurch herbeiführt, indem man 8.000 Kunden um ihr Geld bringt.

Also ganz ehrlich: Da bist du schon sehr im Verschwörungsbereich. Denk lieber nochmal drüber nach!

Monaco222

Servus Kraiburger,

da bin ich der falsche Ansprechpartner. Das solltest/kannst Du dem tsvmarc schreiben!

Ich habe ihn nur zitiert und eine Frage gestellt. Daher FRAGEZEICHEN

Ich überlege vorher was ich schreibe und auch wie ich es formuliere im Gegensatz zu manch anderen.

Monaco222

Servus Kraiburger, eigentlich ist das Geschreibe hier gar nicht mein Ding und vermutlich mache ich das nur aus absoluter Leidenschaft zu TSV.

Ich habe die letzten Tage viel gelesen von allen Seite. Recherchiert, telefoniert und mit KI gearbeitet. Im Grunde ist es ganz einfach.

Die einen wollen ihren Fussball beibehalten. So wie er ist. Den ehrlichen, bodenständigen nicht von Kommerz versnopten Elitefussball. Ihr wollt durch die Straßen und Biergarten Eures Viertels schlendern oder nach dem Spiel in die Kneipe. Bezahlbare Tickets, Snacks und Bier. Das Flair soll beibehalten werden. In Zeiten starker Veränderung einfach etwas das was bleibt. Ein Gefühl von Heimat und Zugehörigkeit.

Das ist alles verständlich, wenn man Giesing / die Au und Haidhausen kennt. Und mir geht es dabei genau so.

Den anderen ist die Giesinger Lokation nicht so wichtig. Sie kommen von außerhalb ob als Fan/ Gönner/Sponsor/Investoren/VIP Karten Besitzer. Sie wollen nicht durch die Stadt tingeln. Sie wollen vom Autobahnring in eine moderene Fussballstätte. Sie möchten mit Ihren Gästen / Geschäftspartner/ Freunden oder der Familie in eine komfortable Spielstätte mit allem was dazu gehöhrt.

Das sind gegensätze die sich nur schwer in Einklang bringen lassen.

Die “normalen” Fussball Fans werden durch die Commerzialisierung immer weiter an den Rand gedrängt. Ihr “Fussball” wird ihnen “geklaut”. Spieltagsverschiebungen usw. sind ja auch ständig ein Thema.

Leider geht´s ums Geld und auch wenn sich das jetzt Böse anhört und auch nicht meine Gesinnung ist….Es interessiert sehr wenig ob in den Kurven dieser Stadien die Ultras/Kurvenfans noch present sind oder nicht. Gerne mal gesehen um etwas Stimmung zu machen aber die Einnahmen sind Verhältnismäßig so gering das dies keine Rolle spielt.

Und wenn man dort oben mitspielen will führt gibt es keine Alternative. Man muss diesen Weg mitgehen.

Wenn man Pleite ist und in der Regionalliga kickt brauche ich mir über ein neues Stadion keine Gedanken zu machen.

Ich wäre gerne ich Giesing geblieben. Jedoch braucht es mindestens 35.000 Zuschauer. Angemessen und wirtschaftlich.

Ich unterstelle allen, dass sie positive Absichten haben. Ich bin auch davon überzeugt, dass der Ismaik einen Plan hatte aber dieser Weg den er einschlagen wollte ist nicht der Weg den Ihr “sechzger” möchtet. Die anderen großteils schon.

Das ist jetzt meine persönliche Meinung/Vermutung.

Ihr wehrt Euch mit aller Kraft gegen diesen Weg und darum ist es auch nicht in Eurem Sinne das alle wählen können.

Die anderen resignieren, weil ihr in deren Augen den “Schuss” immer noch nicht gehört habt und im gestern lebt sowie den Investor auf überlste beleidigt. Und das gehört sich nicht! Unabhängig von Meinungsfreiheit.

Ganz ehrlich ich wäre so gerne im Grünwalder Stadion, modern verbunden mit Tradition aber mit mindestens 35.000 Zuschauer. Nur wenn viele Logen verkauft werden können, können die Stehplatztickets subentioniert werden. Langfristig sind 25.000 für eine Stadt und einen Verein wie 60 gar nichts!!

Um all das umzusetzten braucht es einflussreiche Leute sowie Investoren. Einen Geschäftsplan für 15 Jahre. Die 50+1 muss eingehalten werden aber wir müssen auf die Investoren zu gehen. Nur mit guten Image bekommen wir Sponsoren und nur mit Spielern wie Benny Lauth bekommen wir wieder junge Fans.

Ich hoffe es geht alles gut aus! Was mich einfach ärgert ist, dass es soweit gekommen ist und im Dialog keine Lösung erarbeitt werden konnte. Es wird viele viele Jahre dauern bis die Juristen das geklärt haben. Wir hätten uns vieles ersparen können! Davon bin ich 100% überzeugt.

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

Gruß

randpositions_loewe

Zitat: “Was mich einfach ärgert ist, dass es soweit gekommen ist und im Dialog keine Lösung erarbeitt werden konnte.”

Dann lies dir deinen Beitrag noch einmal durch, und schau wieweit du bereit bist Kompromisse einzugehen. Kurzgefasst: Deine Agenda ist sehr deutlich, dass man sich dem Diktat des Kommerzes zu beugen hat. Und falls ein mitgliederbestimmter Verein das versucht etwas moderater zu sehen, bzw. umzusetzen dürfen urplötzlich schon wieder nicht alle wählen. Ich frage mich, wo du das in der Satzung liest.

Sorry, aber das sind sehr viele schöne Worte, leider ohne den Willen, sich selbst nur ein Jota zu bewegen.

Monaco222

servus nein muss man nicht, absolut nicht; man darf dann nur die erwartungen nicht zu hoch schrauben; dann gibts eben keine 1.Liga für mich ok wenn das ziel so definiert ist und die mehrheit dafür ist alles ok; ich brauche keinen videoschiri und spieler die 20 mio netto verdienen. aber ob das alle so sehen???das ist auch deren verein und die haben ggf andere Vorstellungen. Gruss

randpositions_loewe

Kannst du in die Zukunft blicken, oder woher nimmst du diese Ausschließlichkeit. Wenn man als Verein vernünftig und zukunftsorientiert handelt, gibt es keine 1. Liga? Weder du noch irgendjemand anders kann das in die eine oder andere Richtung mit Sicherheit sagen. Genauso möchte ich im passenden Rahmen so viel Erfolg wie möglich haben. Warum sollte ich das nicht?

Ich weiß aber auch nicht, warum du jetzt wieder mit Fans daher kommst, die andere Vorstellungen, oder soll ich sagen Wunschvorstellungen hätten. Nur was soll das bringen? Fußball ist halt kein Wunschkonzert. Wir sind in der Situation in der wir sind. Oder glaubst du tatsächlich irgendjemand fährt lieber nach Buchbach anstatt nach Düsseldorf?

Monaco222

Morgen, nein Gott sei dank nicht!
Jedoch bei allem was ich bis dato gebaut habe, hatte ich stets die kommenden Generationen im Blick. Ein Stadion baut man für 50 Jahre. Der Verein wird NIE Eigentümer sein! Die Investition wird umgelegt. Rechne mal die Kosten von 125 Mio auf 27.000 Zuschauer um. Davon 13.000 preiswerte Plätze für die Westkurve. 2.000 VIP Plätze. ca. 12.000 Sitzplätze. Aktuell haben wir in der Alm 450 Plätze und die waren in der dritten Liga vergriffen. Stadion immer ausverkauft.
Für eine Stadt München und einen Verein wie 1860 ist diese Kapazität zu wenig im Hinblick auf die Nutzungsdauer. Die Erste Liga zahlt deutlich höhere Gehälter als die zweite. Was willst du hier erwirtschaften? Ich kann mir das beim Besten Willen nicht vorstellen.

Im Übrigen ist Buchbach ein schönes Dorf:-) und mit 3.500 Einwohner sehr erfolgreich und das seit vielen Jahren! wir haben einen Löwenfan Club. 1977 gegründet mit ca. 300 Mitglieder.

Darf ich fragen wie alt Du bist? Ich bin 48

Gruss

age

Wir hätten uns vieles ersparen können!

Richtig, wenn Sechzig nicht der damalige Größenwahn gepackt hätte, man sich Stadiontechnisch wie Pauli oder Union aufgestellt hätte und man nicht versucht hätte sich mit dem Marktführer auf eine Ebene zu stellen.

Das mit HI biegst du dir hin wie du es möchtest.
Er hatte von Anfang an kein Interesse Sechzig voranzubringen oder zu investieren.
Wenn du anderer Meinung bist, dann zeig uns fundierte Beispiele.

Woher weißt du das nur ein Stadion mit 35t sich rechnet?

Monaco222

servus mit dem grössenwahn hast du 100% recht. sehe ich genauso. Der Investor hat einen Fehler gemacht weil er die 50+1 Regel nicht kannte und ihm das (vermutlich) keiner gesagt hat. somit war meines Erachtens von Anfang an eine schlechte Stimmung und Misstrauen.
Leider konnte das nie ausgeräumt werden. Gezahlt hat er jedenfalls viele Millionen dafür das alle zerstritten und Pleite sind. anyway

Die Stadionkapazität habe ich unter anderem mit KI recherchiert. Aber es ist auch so nicht all zu schwer. Die Hütte ist dich bei ein bisschen Erfolg locker voll. Und unter 25.000 hast laut diversen Gutachten welche der Presse zu entnehmen waren eh keine Chance

BigBad

Dafür, das die Kündigung, bzw. die daraus resultierende Insolvenz geplant war, gibt es keinerlei Anhaltspunkte (wie hättest Du das von Vereinsseite steuern wollen/können?). Allerdings muss jeder strategisch denkende Mensch, einen Plan, oder zumindest eine Idee haben, was zu tun ist, wenn HAM wieder die gleiche Show wie 2017 abziehen würde. Von außen (von innen wahrscheinlich noch viel mehr) betrachtet, konnte man Jahr für Jahr die “4” niemals ausschließen. Bedeutet, irgendwann zwischen 2017 und 2026 hat sich ein Anwalt hingesetzt und eine schicke Mappe mit dem Titel “What if..” erstellt – und darin steht ganz bestimmt ein Vermerk “Spielrecht”.

Last edited 21 Tage zuvor by BigBad
_Flin_

“bewusst den Stecker zu ziehen”? Das ist das HAM Narrativ.
Tatsächlich gings wohl eher darum, einen erfahrenen Manager mit Erfahrung im Umgang mit notleidenden Firmen zu haben.

Kann mir zwar vorstellen, dass im Vorfeld bereits einmal überlegt wurde, was passiert, wenn die Liquidität nicht bereit gestellt wird. Aber da gab es ja – neben 2016/17 – genug Anlässe, zu denen es recht knapp war.

sechzger27

Frage: Wer wird neuer Geschäftsführer der GmbH? Paulas Vertrag wurde ja von der KGaA Seite jüngst verlängert und kann nicht nach Vertragsende “übernommen” werden. Gibt es eine Möglichkeit ihn für eine geringe Ablöse einzustellen? Oder ist Paula aufgrund seiner Tätigkeit als Notfall-Geschäftsführer eng in das Insolvenzverfahren der KGaA mit Hr. Liebig als Verwalter eingebunden und kann gar nicht “übernommen” werden? (Sorry für die Laien-Sprache)

Benson

Ich glaube nicht dass es klug wäre, Paula ins Spiel zu bringen, solange das Insolvenzverfahren läuft.

Don Zapata

Paula ist wohl für den Posten eigeplant, ,allerdings weiß ich nicht, wie sie das im laufenden Insolvenzverfahren machen wollen. Vielleicht mit einem “Übergangsgeschäftsführer” mit zeitlich befristetem Vertrag?

1860forever

Für solche Vorgänge haben wir mit Herrn Mang einen absoluten Fachmann als Präsidenten. 

United Sixties

Was weiß man über diesen Dr. Max Liebig als erfahrenen Insolvenzverwalter noch ?
Sollte ein Neustart in der RL gelingen bleibt für mich die wichtigste Lehraus den letzten 22 Jahren: nie wieder mehr Geld im Profifußball ausgeben als Einnahmen fix möglich sind ! Dazu die richtigen Fachleute für die sportliche Leitung einstellen ( Sportdirekor , Scouting und junger Trainer-Staff), denn nur so wird es eine bessere Löwenzukunft werden.
Wir Fans und Mitglieder liefern seit Jahren bereits durch den treuen Support !

Benson

Was hat denn das Alter des Trainers damit zu tun? Ich habe bisher keine Korellation zwischen Alter und Erfolg unserer Trainer der letzten 20 jahre gesehen

Und dass man die richtigen Leute einstellen sollte, ist jetzt nicht wirklich eine neue Erkenntnis.

Benjisson

Ich verstehe seinen Ansatz und deine Antwort. Junge Trainer gehen anders an modernen Fussball ran als ältere Trainer. Ich denke ein jüngerer Trainer wagt auch mehr und der ältere Trainer eher so das haben wir immer schon gemacht. ABER das kann auch nur die Theorie sein.

sechzger27

Das Alter versteh ich auch nicht. Siehe Horst Steffen Elversberg. Frank Schmidt Heidenheim.
Aber ja, es braucht zwingend wieder einen Sportdirektor und Scouting-Staff, die sich nur um das Sportliche kümmern. Arbeitsteilung.

Stewabu

In der Regionalliga war Frank Schmidt aber noch recht jung 🙂

_Flin_

Wenn man die KI fragt, ist Dr. Liebig ein harter Hund, der erfahren ist, durchsetzungsstark und alles daran setzt, Vermögenswerte für die Insolvenzmasse sicherzustellen.

So wie das klingt, denke ich, dass sich da sowohl HAM als auch Verein warm anziehen können.

Niederbayernloewe

Ich kann mir gut vorstellen, dass die erste Saison gepflegt in den A**** geht, da das zeitlich einfach alles fast nicht machbar ist.

Offen bleibt auch ob mit gewissen “Pfeilern” geplant werden kann mit denen man langfristig wieder etwas aufbauen kann.

Das nehme ich aber alles sehr gerne in Kauf, wenn man sich dafür endlich von dem unberechenbaren Märchenonkel befreit.

Auf Sicht wird Sechzig immer im Amateurfußball bestehen und da auch wieder raus kommen, der Wettbewerbsvorteil in den Amateurligen gegenüber den anderen ist einfach zu groß mit unserer Fanbase.

AUF DIE LÖWEN!!

_Flin_

Selbstläufer wird das keiner. Aber mal abwarten, was für ein Kader zusammengestellt werden kann.

Frenzel

Wäre ja vielleicht auch mal ein guter Zeitpunkt, dass Bayern bzw. BFV das Kompass-Modell unterstützt. Nicht das wir irgendwann wie Lok-Leipzig nur wegen Relegationsspielen nicht aus dem Amateurbereixh raus kommen 

Benson

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Benjisson

Die Schritte werden gemacht und der Weg nicht leichter aber es fühlt sich nach Freiheit an. Und das fühlt sich gut an. Keiner kann aber von uns in die Zukunft schauen aber deutlich schlechter kann das Alles nicht laufen da man ja hoffentlich einiges gelernt hat wie es nicht geht. Auch wenn auch ich nicht in die Zukunft schauen kann wird man GARANTIERT keinen Investor, egal was ist, an Board holen.

_Flin_

Ein Investor kann durchaus auch eine Genossenschaft sein.

Wichtiger als die Aussage “kein Investor” ist in meinen Augen, dass man das Management verpflichtet und auch kontrolliert, keine hanebüchenen Verträge abzuschließen. Und verhindert, dass mehr Geld ausgegeben wird, als da ist. Schwarze Null.

Am Ende des Tages waren es nämlich 3 Verträge, die uns die Löffel gebrochen haben:

  • Vertrag über Betrieb und Kosten in der AA (mit den Abnahmeverpflichtungen für Essen und die Business Seats)
  • Kauf- und anschließender Mietvertrag mit den Seitenstrasslern
  • Koop Vertrag

Und in all der Zeit wurde dann vom Management trotzdem mehr Geld ausgegeben, als da war. Immer wieder, von unterschiedlichsten Personen.

Benjisson

Vielleicht hätte ich eher schreiben sollen von einem Investor komplett abhängig zu sein.

CoTrainer60

Ich würde das nicht kategorisch und auf alle Ewigkeit ausschließen wollen, es kommt halt auf die Umstände an.

Für mich sind eher folgende Eckpunkte wichtig:

  • Erst einmal überhaupt wieder ins Spiel kommen. Ich bin überzeugt, dass wir eine Mannschaft sehen werden, die in der RL mithalten kann kommende Saison, einen direkten Aufstieg erwarte ich nicht.
  • Ein tragfähiges längerfristiges sportliches Konzept entwickeln. Das kann nur eines sein, dass auf die eigene Jugend baut. Dazu gehört auch eine altersübergreifende Systemidee.
  • Aus eigener Kraft 3. und 2. Liga angehen. Das geht mit guten Partnern und Sponsoren auch ohne Investor, solange man auf sein Konzept vertraut und keinen zeitlichen Druck aufbaut. Wenn man zur Eröffnung des neuen Grünwalder noch nicht wieder in der 2. BL ist, dann ist das eben so.
  • Wenn denn wirklich mal der Sprung zur 1. BL anstehen sollte, halte ich einen Investor schon für denkbar, aber der sollte nur ohne Not geholt werden und immer unter echter Beibehaltung von 50+1, ich würde mich wohler fühlen, wenn deutlich weniger Anteile vom Verein weg gingen.
_Flin_

Auf in den Kampf! Spielbetrieb sicher stellen, Kader und Training sicherstellen, Ausrüstung sicherstellen. Und dann auf in die neue Saison.

Der Insolvenzverwalter wird schon recht schnell merken, mit wem man zusammenarbeiten kann und mit wem es eher schwierig ist. Ich hoffe, dass der Insolvenzverwalter zum – für mich – klaren Schluß kommen wird. Nämlich dass der Verein alles rechtlich Mögliche versucht hat, die KGaA am Leben zu halten. Und auf der anderen Seite der Gesellschafter bis zum Schluß eine undurchschaubare Agenda verfolgt hat, und jeglichen Lösungsansatz torpediert hat. Darum denke ich, dass die Chancen gut stehen, in einem schwierigen Prozess zu letztendlich positiven Ergebnissen zu gelangen.

Falls der Fokus darauf liegt, den Spielbetrieb als Kerngeschäft der KGaA in anderem Konstrukt am Leben zu halten, ist mir nicht bang. Natürlich wird der Insolvenzverwalter die Interessen der KGaA (Edit: Beziehungsweise ihrer Gläubiger) vertreten. Angesichts der finanziellen Situation und des Konflikts der Gesellschafter ist eine Fortführung allerdings nur schwer vorstellbar.

Last edited 22 Tage zuvor by _Flin_
Esperanza

Das sind doch ermutigende Zeichen. Auch eine neue Spielbetriebs-GmbH wird kompetente Mitarbeiter/innen brauchen. Das schafft Möglichkeiten für bislang bei der KGaA Beschäftigte.

Fred

Das Thema ist ja identisch mit den angestellten Spielern und Trainern.