Start Blog Seite 171

TSV 1860 Senioren C mit Platz 3 bei Bayerischer Meisterschaft

0
Tsv 1860 Senioren C Bayerische Meisterschaft Platz 3

Mit Platz 3 im Gepäck kehrten die Senioren C des TSV 1860 München am Samstag von der Bayerischen Meisterschaft in Nürnberg zurück. Den Titel sicherte sich ungeschlagen der FC Bayern.

Auftaktniederlage gegen Gastgeber

Zum Auftakt mussten die Löwen direkt gegen Gastgeber FK Germania Nürnberg antreten und gingen früh durch Helmut Wirth in Führung (8.). Bei sommerlichen Temperaturen in Mittelfranken drehten die Hausherren die Partie jedoch noch zu ihren Gunsten. Tarik Akel und Ioan Walleth bescherten dem TSV 1860 eine Niederlage im ersten Spiel.

Das zweite Match konnte die Ü45 dann jedoch für sich entscheiden und besiegte die SG Dingolfing/Ittling durch zweit Treffer von Rene Gomis nach der Pause mit 2:0.

TSV 1860 Senioren C mit Platz 3

Vor dem letzten Spiel war theoretisch noch alles drin, im Falle eines hohen Sieges sogar noch die Bayerische Meisterschaft. Leider erwies sich der Gegner, der FC Bayern München, an diesem Tag als deutlich zu stark. Die Roten, die schon ihre ersten beiden Partien hatten gewinnen können, trafen bereits innerhalb der ersten drei Minuten zwei Mal und siegten am Ende klar mit 5:0.

Für die Senioren C des TSV 1860 stand bei der Bayerischen Meisterschaft somit Platz 3 zu Buche. Herzlichen Glückwunsch!

Remis für TSV 1860 München III & IV

0

Jeweils ein Remis konnten sich der TSV 1860 München III & IV am vergangenen Wochenende auswärts erkämpfen. Angesichts der Spielverläufe wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen.

Remis für TSV 1860 München III & IV

Die Dritte war bereits am Freitagabens beim SV München West gefordert und ging als leichter Außenseiter in die Partie. Dennoch zeigten die Löwen eine ansprechende Leistung und erzielten nach torloser erster Hälfte den ersten Treffer. Jeffrey Ebert versenkte einen Elfmeter zum 0:1 (51.), für den erhofften Auswärtssieg reichte es dennoch leider nicht. Lorenz Weber glich in der 73. Minute für die Gastgeber aus. In der Tabelle der Kreisliga liegt die Elf von Trainer Beppo Gutsmiedl aktuell auf Platz 5.

Ebenfalls mit einem Unentschieden musste sich die 4. Mannschaft des TSV 1860 begnügen. Beim TSV München-Ost gerieten die Löwen durch Ben Pollak früh in Rückstand (8.), drehten nach der Pause die Partie jedoch durch einen Doppelschlag binnen zwei Minuten. Nach Treffern von Seymen Celik (54./11m) und Thomas Papaja (56.) stand es plötzlich 1:2, doch Kevin Todorovic glich in der 68. Minute wieder für die Gastgeber aus. Manase Mbimbu brachte 1860 in der 72. Minute zwar wieder in Führung, Manuel Hübner traf in der 79. Minute jedoch zum 3:3-Endstand für die Gastgeber.

Die Vierte vor dem Auswärtsspiel beim TSV München-Ost

2. Spieltag: Löwinnen weiterhin mit weißer Weste

0
Löwinnen Mit Weißer Weste U23

Während es für Profis am Samstag bekanntermaßen eine ordentliche Packung gab, gestalteten die Löwinnen ihre Partien siegreich. Sowohl die 1. Mannschaft als auch die U23 blieben sogar ohne Gegentor.

Löwinnen jeweils mit dem zweiten Saisonsieg

Mehr oder weniger parallel zum Spiel im Grünwalder Stadion waren die Löwinnen auf dem Sechserplatz im Einsatz und gewannen auch ihr zweites Saisonspiel zu Null. Nach dem 4:0 zum Auftakt, stand es am Samstag gegen den FC Fasanerie-Nord nach 90 Minuten 3:0. Julia Keller brachte den TSV 1860 in der 16. Minute in Führung, ehe Kira Winter in der Nachspielzeit der ersten Hälfte per Elfmeter auf 2:0 erhöhte. Nach dem Seitenwechsel war es erneut Kira Winter, die in der 51. Minute den Endstand herstellte.

Die U23 der Löwinnen besiegte am Sonntag (siehe Titelbild) in einer umkämpften Partie den Munich Irish Rovers FC mit 1:0. Das goldene Tor erzielte Gloria Houndoh in der 63. Minute.

B- und C-Juniorinnen ebenfalls siegreich

Grund zum Jubeln gab es auch für die Juniorinnen des TSV 1860 München. Die U17 setzte sich in in ihrem ersten Saisonspiel etwas überraschend mit 3:1 gegen den FC Augsburg durch, wobei Helena Rudrich (8.), Dragana Stoilova (35.) und Malak Najjar (75.) für die Löwinnen einnetzten.

Die U15 hingegen feierte zum Saisonauftakt einen 10:0-Kantersieg gegen Fortuna Unterhaching. Für Sechzig trafen Daniela Ramos (3), Sophia Heße (2), Lucy Schubert, Lena Engl, Anisa Qarri, Melanie Becker und Laura Elmer.

Video- & Fotogalerie zu TSV 1860 München – TSG Hoffenheim II

0
Titelbild TSV 1860 TSG Hoffenheim II Fotogalerie

Bestes Fußballwetter, Wiesn-Auftakt, eine super Choreo in der Westkurve – es hätte am Samstag alles so schön sein können, wenn da nicht diese vermaledeiten 90+X Minuten auf dem Rasen gewesen wären. In unserer Video- und Fotogalerie lassen wir die Heimniederlage des TSV 1860 gegen die TSG Hoffenheim II noch einmal Revue passieren.

Altbayrisches Schweineschießen in Giesing

Weitere Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Fotogalerie zu TSV 1860 – TSG Hoffenheim II

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Sechzig um Sieben: Schmach gegen Hoffenheim II

2
Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Auch nach zwei Nächten ist die desolate Leistung der Löwen gegen die TSG Hoffenheim II am Samstag weiterhin Thema im weiß-blauen Umfeld. Zu schlecht und zu erschreckend war der Auftritt im Grünwalder Stadion. Zum Start in eine neue Woche gibt es einen Überblick aller Meldungen rund um den TSV 1860 München.

Giesinger Gedanken: Diskussionen um Patrick Glöckner

Zu schlecht war die Leistung des TSV 1860 München am Samstag, als dass man die Personalie des Trainers außen vor lassen könnte. Entsprechend drehen sich die Giesinger Gedanken nach der Niederlage gegen Hoffenheim II rund um die Fragestellung, ob Patrick Glöckner noch der richtige Trainer für die Löwen ist. sechzger.de-Redakteur Christian hat dazu eine eindeutige Meinung.

Stimmen zum Spiel gegen die TSG Hoffenheim II

In den Stimmen zum Spiel haben Verantwortliche wie Fans und Funktionäre die nicht ganz leichte Aufgabe, sich zu der Darbietung vom Samstag zu äußern. Wie bei dem Ergebnis zu erwarten ist, fallen die Reaktionen sehr kritisch aus. Vor allem schwingt auch Enttäuschung aufgrund des Auftritts der Mannschaft mit.

U21 verliert in Erlbach

Ebenfalls eine Niederlage – die erste in der laufenden Spielzeit – musste die U21 am Freitagabend beim SV Erlbach hinnehmen. Kurz vor Schluss bot sich sogar noch die Ausgleichsmöglichkeit für das Team von Alper Kayabunar, es sollte jedoch dieses Mal nicht sein. Christian war für die Redaktion vor Ort, sodass es auch dieses Mal wieder ein Interview gibt.

News aus der 3.Liga

Der 7.Spieltag

Duisburg ist auch nach dem 7.Spieltag weiterhin an der Tabellenspitze der 3.Liga zu finden. Allerdings mussten die Zebras beim 1:1 gegen Havelse den ersten Punktverlust hinnehmen. Auf Platz 2 liegt Saarbrücken, das sich am Freitagabend gegen Schweinfurt durchsetzte. Aachen gewann gegen Mannheim, auch Verl (2:1 gegen Cottbus) und Ulm (2:1 gegen Regensburg) erzielten am Wochenende Heimsiege. Der nächste Löwengegner Aue verlor mit 1:3 in Osnabrück und liegt derzeit in der Abstiegszone. Essen setzte sich mit 3:0 gegen Rostock durch.

Härtel-Zukunft entscheidet sich heute

Vor dem Duell mit den Löwen wird auch bei Erzgebirge Aue über den Trainer diskutiert. Ein Sieg, ein Unentschieden und fünf Niederlagen stehen im Erzgebirge bislang zu Buche. Die Verantwortlichen wollen sich im Verlaufe des Montags mit Jens Härtel zusammen an einen Tisch setzen und entscheiden, wie es beim FCE weitergehen soll. Möglicherweise steht am Samstag also auf der Heimseite ein anderer Trainer, der dann gegen den TSV 1860 möglichst dreifach punkten soll.

 

 

Giesinger Gedanken: Glöckner? – Bitte jetzt handeln, Löwen!

251
Patrick Glöckner Trainer Tsv 1860

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Vorbemerkung: Ich setze auf Kontinuität,…

Ich möchte diesen Giesinger Gedanken etwas vorwegschicken: Ich bin nachweislich (dokumentiert und nachzuhören zum Beispiel in diversen sechzger.de Talks der letzten Jahre auf unserem Youtube-Kanal) kein Freund schneller Trainerwechsel. Ob in der Personalie Michael Köllner, Maurizio Jacobacci oder zuletzt Argirios Giannikis: Ich habe in den letzten Jahren zu Zeitpunkten, als es schon sehr populär war, den Kopf des jeweils amtierenden Übungsleiters zu fordern, immer zu Besonnenheit und Geduld aufgerufen. Weil ich bei Sechzig in den letzten vierzig Jahren einfach viel zu oft erlebt habe, dass ein Trainerwechsel gar nichts ändert. Zumindest nicht langfristig. Wir kehrten eigentlich fast immer – nach kurzer Zeit – in die alte Spur zurück. Ich glaube, dass man auch mal geduldig sein und gemeinsam durch ein Tal der Tränen gehen muss. Ich sehe normalerweise nach einem gespielten Bruchteil der Saison noch überhaupt keine Notwendigkeit, etwas auf der Position des sportlich Verantwortlichen zu ändern. Zu diesem Zeitpunkt ist noch keine Mannschaft abgestiegen. Also setze ich lieber auf Kontinuität und die Erwartung, dass sich doch noch alles zum Guten entwickelt. Mit dieser unpopulären und für viele vielleicht zu langweiligen Einstellung bin ich oft in der Minderheiten und sehe mich massivem Widerspruch gegenüber.

…eigentlich!

Nach dem gestrigen sportlichen Offenbarungseid gegen die TSG Hoffenheim II auf Giesings Höhen sehe ich die Lage allerdings ein bisschen anders. Ich glaube, 1860 sollte sich von Patrick Glöckner trennen. Und zwar sofort! Warum? – Angesichts des von Geschäftsführer Christian Werner in der Sommerpause zusammengestellten Kaders sind die Ziele in der 3. Liga heuer andere, als der Klassenerhalt oder ein Mittelfeldplatz, den man nach nun absolvierten sieben Spielen belegt. Auch wenn die Verantwortlichen das vor der Saison natürlich ein wenig herunter gespielt haben, heuer kann es mit Volland, Niederlechner, Haugen, Pfeifer, Voet, Dähne, & Co. doch nur um den Aufstieg gehen. Mit diesem Kader heißt es: All in. Jetzt oder nie.

Glöckner erreicht die Mannschaft nicht (mehr)

Wir haben also, anders als in den letzten Jahren, wo es sowieso nur gegen den Abstieg ging, heuer keine Zeit zu verlieren. Jede weitere Niederlage vergrößert den Abstand zur Tabellenspitze. Aber es gibt für mich noch ein viel wichtigeres Argument, das gegen eine weitere Zusammenarbeit mit Glöckner spricht. Ich habe jetzt fünf Halbzeiten gesehen, in denen die Mannschaft willen- und lustlos agierte, obwohl uns ihr Trainer dazwischen jeweils mehrfach berichtet hatte, das Team laut und deutlich angesprochen zu haben. “Turbulent” soll es z.B. in der Pause am Mittwoch in Rostock zugegangen sein. Offensichtlich hat Patrick Glöckner die Mannschaft verloren und erreicht sie nicht mehr.

Zweite Halbzeit in Rostock wird schön geredet

Ich bin übrigens auch der Meinung, dass die zweite Halbzeit in Rostock nur deswegen etwas besser aussah, als die erste, weil die Gastgeber nach der 2:0-Führung und einem Klassenunterschied in der ersten Halbzeit zahlreiche Gänge herunterschalten. Die fünf Tore, die uns der Hoffenheimer Nachwuchs ganz entspannt gestern eingeschenkt hat, sind ein alarmierendes Signal, dass die verschiedenen Ansprachen von Glöckner zu seinen Spielern in der letzten Woche offensichtlich überhaupt keinen Adressaten mehr gefunden haben.

Nur die ersten zwei Spiele haben überzeugt

Eigentlich ist die negative Entwicklung in der laufenden Saison schleichend und schon länger zu beobachten. Die Vorbereitung war richtig stark! Ein Gegentor und viele eigene Treffer. Ein gut anzuschauendes System. Das weckte Vorfreude. Auch das Spiel in Essen hat mir persönlich wirklich richtig gut gefallen. Das Heimspiel gegen Osnabrück war bis zur 3:0-Führung, also mehr als eine Halbzeit lang ein richtig geiler Auftritt! Aber dann… Schon in Aachen – und da habe ich mir das noch gar nicht selber eingestanden – agierten die Löwen teilweise ziemlich lustlos und uninspiriert. Das war vor über einem Monat. Danach stimmten zwar punktuell noch die Ergebnisse (ein last minute Punkt gegen Stuttgart II, ein seriöser Sieg im Pokal in Illertissen und ein last minute Sieg gegen Havelse), aber bis auf die erste Halbzeit heute vor einer Woche, stimmten Systematik, Spielweise und Einsatzbereitschaft schon überhaupt nicht mehr.

Keine Spekulation, was vorgefallen sein könnte

Ich spekuliere an dieser Stelle jetzt nicht darüber, ob und was zwischen Mannschaft und Trainer vorgefallen ist. Aber es stimmt nicht (mehr), das sieht man. Die Zeit, zu prüfen, ob man das Verhältnis noch kitten kann, haben wir – wie oben angesprochen – nicht. Deswegen muss man sich jetzt, so leid es mir tut, weil Patrick Glöckner ja wirklich ein sympathischer Zeitgenosse ist, von ihm trennen.

Nachfolger für Glöckner?

Darüber, wer auf die Schnelle den Nachfolger geben könnte, möchte ich hier nicht spekulieren und prognostizieren. Vielleicht machen wir das aber bei der Aufzeichnung des sechzger.de-Talks 230 heute Abend. Die Trainerfindung ist die Aufgabe von Dr. Werner, der nun einen Übungsleiter finden muss, der zu diesem nominell richtig starken Kader passt.

Die Euphorie ist leider weg

Meine ganz persönliche, sehr ausgeprägte Euphorie, die ich zugegebenermaßen vor der Saison in vielleicht etwas übertriebenem Maße verbreitet habe, ist jedenfalls erstmal dahin. Da mag der eine oder andere schmunzeln oder sogar feixen und sich denken: „Ich hab’s ja immer gewusst.” Okay, akzeptiert und angenommen. Ich habe eigentlich noch bis Mittwoch Abend kurz nach sieben gedacht oder vielleicht auch nur noch gehofft, dass das mit Patrick Glöckner und diesen Kader funktionieren kann. Da dies aber nicht der Fall ist, sage ich: Bitte jetzt handeln, Löwen!

Stimmen zum Spiel: TSV 1860 – TSG Hoffenheim II

4

In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten rund um den TSV 1860 München eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute, nach dem gestrigen Desaster gegen die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim ist es den angefragten Teilnehmern an unseren Stimmen zum Spiel sicher nicht ganz leicht gefallen, die richtigen Worte zu finden. Umso mehr danken wir allen, die mitgemacht haben.

Nicolai Walch (Mitglied im VR des TSV 1860 e.V. & im Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH):

Zum Wiesenauftakt war alles angerichtet, Giesing zeigte sich von seiner besten Seite: Traumwetter, Sechzgermusikanten, mega Choreo und beste Stimmung. Im krassen Gegensatz dazu leider das Spiel unserer Mannschaft: Von Anfang an behäbig, mutlos und überfordert vom eigenen System. Spontan gesagt, hat mich kein Spiel in den letzten Jahren mehr enttäuscht. Und das Schlimmste: Es fehlte komplett am Einsatz und Kampfgeist. Ein schwerer Stich ins Herz derjenigen, die alles geben. Das haben die Löwenfans nicht verdient.

Thomas Spiesl (Redakteur sechzger.de):

Mir fehlen nach diesem Auftritt schon fast die Worte. Bei Sechzig hat gegen Hoffenheim gar nichts funktioniert. Das 1:5 gibt schonungslos den aktuellen Leistungsstand wieder. Das hatte sich in den letzten Wochen schon angedeutet und der Auftritt zum Wiesn-Auftakt war dann die Krönung – im negativen Sinne. Jetzt einen Trainerwechsel zu fordern – wie es erste tun – ist natürlich völlig verfrüht und in meinem Augen BLINDER Aktionismus. Aber man sollte auf jeden Fall mal über eine Systemumstellung nachdenken. Mit dem aktuellen Spielermaterial sind die Löwen hinten in dieser Formation zu anfällig. Aber ich bleibe optimistisch, lieber einmal eine Abreibung kassieren, als lauter knappe Niederlagen. Und JETZT kann es wirklich nur noch besser werden… Ich freue mich trotzdem auf den Ausflug nach Aue und sei es nur wegen dem legendären Nudeltopf.

Leonhard (12, gegen Hoffenheim mit der Mama in der Westkurve):

Wir haben leider sehr schlecht gespielt. Irgendwie war keine richtige Strategie zu erkennen und die Abwehr meistens zu weit weg. Das 0:2 zur Halbzeit war schon ein grober Schnitzer von Voet. In der zweiten Halbzeit hatten wir wenigstens eine Torchance und sogar das Ehrentor von Philipp. Die Stimmung war aber für das schlechte Spiel sehr gut

Patrick Glöckner (Trainer TSV 1860, bei MagentaSport):

Ich glaub, schlimmer hätt’s nicht kommen können. Wir haben uns so viel vorgenommen und wollten so viel den Fans auch zurückgeben nach der Rostock-Geschichte in der ersten Halbzeit und wir sind überhaupt nicht in unsere Abläufe reingekommen. Wir haben viel zu ängstlich gespielt, in beide Spielrichtungen, wir waren nicht an den Leuten dran. Man sieht’s auch an den Gegentoren, wie einfach die hergeschenkt wurden. Das hat mit Zweikampfverhalten wenig zu tun. Die Spielidee nach vorne, die wir umsetzen wollten: In die Abläufe sind wir auch überhaupt nicht reingekommen und das war sehr, sehr schwer gegen ‘ne gute Mannschaft heute was mitzunehmen (…) Natürlich ist die Anfangseuphorie verpufft. Ich mein’ von den Punkten ist es immer noch in Ordnung, aber die Art und Weise des Spiels geht halt einfach nicht und da muss man die Fans auch verstehen, wenn sie pfeifen.

Thorsten Ruinys (Autor Löwenkompendium):

Ich Hatte mich mega darauf gefreut, endlich wieder ein Heimspiel auf Giesings Höhen live verfolgen zu können. Vieles deutete auf einen perfekten Tag hin, auch wenn ich sicher war, dass der Gegner schon eine harte Nuss werden wird. Immer diese zweiten Mannschaften, die ich einfach nicht in der dritten Liga sehen möchte. Das Spiel selbst dann eine einzige Enttäuschung. Zum Vergessen. Nichts hat mehr an die engagierten Auftritte bis einschließlich letzten Sonntag erinnert. Ich hatte den Eindruck, dass irgendwas in der Mannschaft plötzlich nicht mehr stimmen könnte. Spielt sie möglicherweise gegen den Trainer? Ist seit dem Sieg gegen Havelse etwas vorgefallen?  Einer spielerisch so guten und jungen Mannschaft wie Hoffenheim II hätte man aus meiner Sicht definitiv mit unbändigem Einsatz und einer gesunden Härte begegnen müssen. Dann wäre auch hier eine Niederlage durchaus vermeidbar gewesen. So aber nicht. Und so ging es für mich mit langem Gesicht wieder aus dem Stadion raus. Die Euphorie ist erstmal komplett gewichen. Solche Auftritte wie gegen Rostock und Hoffenheim legen die Vermutung nahe, dass erneut nicht um den Aufstieg gespielt werden wird. Am Abend jedenfalls folgte noch ein Ausflug auf die Wiesn. Hier sah die Welt wieder etwas anders aus.

Thore Jacobsen (nach dem Spiel bei MagentaSport):

Wir hatten uns vorgenommen, nach dem schwachen Auftritt in Rostock ein anderes Gesicht zu zeigen und auch in der englischen Woche weiter so durchzuziehen, wie wir angefangen haben mit der Saison. Wir haben – wie gesagt – die erste Halbzeit in Rostock schon und heute das ganze Spiel verschlafen. Defensiv unsere Aufgaben nicht gemacht. Offensiv nicht kreativ gewesen. Wir müssen uns auf jeden Fall jetzt deutlich straffen die nächsten Wochen.

21.09.1974: 1860 schlägt Stuttgarter Kickers im leeren Olympiastadion

0
Reihe 60 im Olympiastadion München
Olympiastadion München, Reihe 60

10.000 Zuschauer sind nicht gleich 10.000 Zuschauer. Während diese Kulisse das eine Stadion zum Hexenkassel werden lassen kann, verteilt sie sich in einem anderen Rund so sehr, dass es fast wie ein Geisterspiel wirkt. Als der TSV 1860 am 21.09.1974 die Stuttgarter Kickers mit 4:1 schlug, hatten die wenigen anwesenden Fans immerhin reichlich Grund zur Freude.

Traurige Kulisse im Olympiastadion

Der TSV 1860 war reichlich bescheiden in die Saison 1974/75 gestartet. Bis zum 8. Spieltag standen fünf Niederlagen, ein Remis und nur ein Sieg (1:0 gegen den VfR Heilbronn vor 5.000 Zuschauern im Oly!) zu Buche. Am 21.09.1974, pünktlich zum Wiesn-Auftakt, empfingen die Löwen also die Stuttgarter Kickers vor 10.000 Unentwegten auf dem Oberwiesenfeld und wollten die Trendwende einleiten. Und das gelang vortrefflich!

Jan Nielsen brachte Münchens große Liebe bereits in der 7. Minute in Führung und sorgte für Zuversicht auf Platz und Rängen. Zwar verpasste es die Truppe von Trainer Max Merkel, noch vor der Pause nachzulegen, doch nach dem Seitenwechsel machte 1860 alles klar.

TSV 1860 schlägt die Stuttgarter Kickers

Walter Schuberth sorgte in der 58. Minute für das 2:0 und Top-Torjäger Ferdl Keller (22 Tore in 28 Saisonspielen) ließ nur drei Zeigerumdrehungen später gar den dritten Treffer folgen.

Renner verkürzte zwar nochmal für die Stuttgarter Kickers (71.), doch erneut Keller sorgte für den hochverdienten 4:1-Heimsieg des TSV 1860 (82.).

Es folgten drei weitere Siege gegen Fürth, Bayreuth und Darmstadt, ehe man Mitte Oktober in Schweinfurt wieder eine Niederlage einstecken musste. Am Ende der Saison erreichten die Löwen immerhin den 5. Platz in der 2. Bundesliga Süd. Was wäre da nicht alles möglich gewesen, wenn man den Saisonstart nicht derart verpennt hätte?

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Max Merkel schickte gegen die Stuttgarter Kickers folgende Mannschaft des TSV 1860 aufs Feld:

Hartmann – Kohlhäufl, Luxi, Reich, Nielsen – Lubanski, Kauf (55. Bierofka), Starzak, Schuberth – Keller, Metzger

Tore:
1:0 Nielsen (7.), 2:0 Schubert (58.), 3:0 Keller (61.), 3:1 Renner (71.), 4:1 Keller (82.)

Die statistischen Daten wurden dem Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys entnommen.

Kollektives Versagen – Hoffenheim Bubis führen 1860 vor

47
Kollektives Versagen

Wer nach dem 1:2 bei Hansa Rostock dachte es kann nur besser werden, der wurde zum Wiesn-Auftakt eines Besseren belehrt. Die U23 der TSG Hoffenheim führte die Löwen über 90 Minuten vor. Bei den Sechzgern funktionierte gar nichts – kollektives Versagen. Das Spiel machten nur die Gäste, die zur Pause bereits hochverdient mit 0:2 führten und direkt nach dem Seitenwechsel das 0:3 und wenig später noch das 0:4 kassierten. Das war nicht ernüchternd, das war niederschmetternd! Immerhin gelang noch der Ehrentreffer durch Philipp, am Ende siegte Hoffenheim in dieser Höhe verdient mit 1:5.

Sechzig kommt kaum aus der eigenen Hälfte

Die Stimmung vor dem Spiel war sensationell im Grünwalder Stadion, die Choreo der Fans in der Westkurve ebenfalls. Die Ränge waren passend zum Oktoberfest-Anstich festlich dekoriert und es wurde symbolisch zum “Altbayrischen Schweineschießen” eingeladen. Eingeladen wurden auch die Gäste aus Hoffenheim und zwar zum Tore-Schießen. Das Spiel machten von Anfang an die Hoffenheimer Bubis, Sechzig kam kaum einmal aus der eigenen Hälfte. Immerhin eine knappe halbe Stunde konnten die Hausherren die Null halten, dann fiel das 0:1.

Doppelschlag durch Amaimouni-Echghouyab

Anfangs rettete beim ersten Gegentor noch der Außenpfosten für Dähne, dann zog Ayoube Amaimouni-Echghouyab von der rechten Seite in den Strafraum und schoss unhaltbar zum 0:1 ein. Und es sollte noch schlimmer kommen. Ayoube Amaimouni-Echghouyab, der Pfeifer auf der Außenbahn regelmäßig Knoten in die Beine spielte, bekam den Ball von Voet nach einem unerklärlichen Stolperer am eigenen Strafraum auf dem Silbertablett serviert und bedankte sich mit dem 0:2. Er musste nur noch einschieben.

Schulnote 7-8 oder keine Bewertung möglich?

Auch wenn die Löwen durch die Bank weit von ihrer Leistungsgrenze entfernt waren, so hatten sich einige Kicker im ersten Abschnitt die Schulnote 7-8 verdient. Die Offensivkräfte der Löwen hingegen müssten eigentlich ohne Bewertung bleiben, da Niederlechner und Hobsch vorne völlig in der Luft hingen. Das Publikum begleitete die Hausherren mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabinen und das völlig zurecht, denn der Auftritt war sogar noch schlechter als in Rostock, auch wenn der Spielstand der gleiche war. Mit dem 0:2 waren die Sechzger sogar noch gut bedient.

Glöckner stocksauer – vier Wechsel zur Pause

Trainer Patrick Glöckner war entsprechend stocksauer und wechselte zur Pause vier Mal. Voet, Christiansen, Pfeifer und Hobsch und mussten nach 45 Minuten vom Feld. Philipp, Steinkötter, Deniz und Lippmann kamen in die Partie. Sechzig hatte fortan mehr Spielanteile – ähnlich wie schon in der zweiten Halbzeit in Rostock. Dies lag aber auch daran, dass Hoffenheim tiefer stand und mit der Führung im Rücken weniger nach vorne riskierte – die Konter der Gäste blieben aber brandgefährlich.

Individuelle Fehler am Fließband

Was sich nicht änderte: Die Löwen machten einen individuellen Fehler nach dem nächsten. Kaum einmal kamen drei Pässe am Stück an und wenn sie nur über fünf Meter gespielt wurden oder eher werden sollten. Die Bälle versprangen, die Flanken landeten im Nirvana und Hoffenheim legte nach. Noch keine Stunde war gespielt, als als die Gäste mit ihrem ersten Angriff im zweiten Durchgang auf 0:3 stellten. Die Hausherren ließen den Bubis aus dem Westen viel zu viel Platz, die Abstimmung zwischen den Ketten stimmte überhaupt nicht und die TSG vollendete einen feinen Spielzug mit dem dritten Treffer.

Erster Torschuss nach einer knappen Stunde

Exakt 58 Minuten waren gespielt, als Niederlechner den ersten Torschuss abgab, dann tanzte sich Steinkötter durch die Abwehr, schob das Leder aber am langen Pfosten vorbei. Immerhin ein Hauch von Torgefahr durch die Sechzger. Dann zeigten die Gäste wieder einmal wie einfach Fußball sein kann. Ein Einwurf, eine Ballannahme, ein Pass und es stand 0:4. Mit den Pfui- und Buh-Rufen, sowie lautstarken Pfiffen waren die Löwen noch gut bedient… Durch eine starke Einzelaktion von Philipp, der neben Steinkötter wenigstens ansatzweise ein Lichtblick war, gelang 1860 wenigstens der Ehrentreffer zum 1:4.

Schlussviertelstunde in Überzahl

Die letzte Viertelstunde standen die Löwen sogar mit einem Mann mehr auf dem Platz, da sich ein Hoffenheimer an der Schulter verletzte und das Wechselkontingent der Gäste bereits erschöpft war. Davon war auf dem Platz aber nichts zu erkennen, die Gäste legten nach einem langen Ball und einem Stellungsfehler von Dulic sogar das 1:5 nach. Die Löwen-Anhänger verließen spätestens jetzt fluchtartig das Grünwalder Stadion.

Kollektives Versagen – es fehlt an allen Ecken und Enden

Letztlich musste man froh sein, dass das Spiel nach sieben gefühlt unendlichen Minuten Nachspielzeit zu Ende ging. Die Löwen enttäuschten zum Wiesn-Auftakt an allen Ecken und Ende – jetzt kann es wirklich nicht mehr schlechter werden… Aufzuzählen, woran es mangelte würde hier den Rahmen sprengen. Kürzer ist die Liste woran es an diesem bitteren Samstag-Nachmittag nicht fehlte: an Sonne, an angenehmen Temperaturen, den vielen netten Gesprächen unter Löwen-Fans und an einer schönen Choreo der Fans. Aber das war es dann auch schon. Einfach bitter, das war keine Reaktion auf Rostock, das war ein Desaster, nach dem einem schon fast die Worte fehlen.

 

Liveticker: TSV 1860 München – TSG Hoffenheim II (7. Spieltag)

69
Liveticker TSV 1860 TSG Hoffenheim

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim! Die beiden Mannschaften treffen zum Wiesn-Auftakt am 7. Spieltag der 3. Liga im Grünwalder Stadion aufeinander.

Eine Premiere erleben die Zuschauer heute im ausverkauften Grünwalder Straße, denn noch nie trafen die Profis des TSV 1860 München und die TSG Hoffenheim II aufeinander. Nach der ersten Saisonniederlage in Rostock und vor allem nach der furchtbaren Leistung in den ersten 45 Minuten ist Wiedergutmachung angesagt. Kevin Volland steht den Löwen nach abgesessener Sperre wieder zur Verfügung, Jesper Verlaat hingegen wird verletzungsbedingt bis auf Weiteres fehlen. Um sich in der Tabelle wieder nach oben zu orientieren, sollte die Elf von Patrick Glöckner heute zum Wiesn-Auftakt dringend einen Dreier einfahren. Pack ma’s, Löwen!

1 5 Spielstand Heimspiel TSV 1860 München Liveticker Sechzger.de

Aufstellung:
Dähne – Dulic, Schifferl, Voet (46. Lippmann) – Rittmüller, Christiansen (46. Deniz), Jacobsen, Pfeifer (46. Philipp) – Volland – Hobsch (46. Steinkötter), Niederlechner (74. Haugen)

Bank:
Bachmann (TW), Althaus, Maier, Wolfram

Tore:
0:1 Amaimouni-Echghouyab (39.), 0:2 Amaimouni-Echghouyab (45.+1), 0:3 Hennrich (55.), 0:4 Hennrich (69.), 1:4 Philipp (72.), 1:5 Labes (80.)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Kapitän Jesper Verlaat hat sich unter der Woche beim Auswärtsspiel in Rostock am Oberschenkel verletzt und fehlt den Löwen womöglich länger. Morris Schröter wird voraussichtlich über Monate hinweg wegen eines Sehnenrisses am Hüftbeuger nicht zur Verfügung stehen. Des Weiteren fallen Tim Danhof, Max Reinthaler und Kilian Jakob verletzungsbedingt aus.

Ausfälle bei der TSG Hoffenheim II:
Ruben Reisig (Gelb-Rot-Sperre), Kelven Frees, Gianluca Pelzer, Tiago Poller, Alex Honajzer, Leonard Krasniqi, Blessing Makanda (alle verletzt)

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – TSG Hoffenheim II außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Match wird nicht im Free-TV übertragen. Natürlich läuft die Partie jedoch wie gewohnt auf MagentaSport, das die Begegnung sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream überträgt.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de