Mit einem deutlichen 7:1 beim TSV Moorenweis setzte der TSV 1860 München seine Siegesserie in der Vorbereitung fort. Während bei den Löwen Loris Husic doppelt traf, kam bei den Gastgebern Routinier Manuel Schäffler in der Schlussviertelstunde zum Einsatz.
Blitzstart der Löwen
Wie Trainer Alper Kayabunar im Interview nach der Partie verriet, hatte sich die Mannschaft vorgenommen, früh für klare Verhältnisse zu sorgen. Und dies gelang bestens: Bereits in der ersten Viertelstund hatten Husic (8.), Fiedler (11.) und Pereira de Azambuja (14.) für Münchens große Liebe eingenetzt. Emre Erdogan ließ in der 26. Minute den vierten Treffer folgen, ehe es auch für die Hausherren Grund zum Jubeln gab.
Vor rund 3200 Zuschauern gelang Benedikt Dumhard der Ehrentreffer für den TSV Moorenweis, ehe erneut Loris Husic zum 1:5-Halbzeitstand traf.
TSV 1860 siegt deutlich beim TSV Moorenweis
Nach dem Seitenwechsel wurde munter durchgewechselt, worunter der Spielfluss ein wenig litt. Dennoch war der TSV 1860 natürlich weiterhin dominant, konnte sich jedoch nur noch zwei weitere Male an der Anzeigetafel verewigen. Rron Gosalci machte das halbe Dutzend voll (65.), Arian Ortivero Calderon sorgte in der 88. Minute für den 1:7-Endstand. Bemerkenswert war zudem der Einsatz von Routinier und Ex-Löwe Manuel Schäffler, der eine Viertelstunde vor Schluss bei seinem Stammverein TSV Moorenweis eingewechselt wurde.
Nun stehen erstmal zwei freie Tage für Alper Kayabunar und sein Team an, ehe es wieder mit dem Training an der Grünwalder Straße weitergeht. Dann werden auch wieder die zuletzt angeschlagenen Alexander Benede und Samuel Althaus dabei sein. Weiterhin fehlen wird Jamie Jenni, der sich im Training verletzt hatte und heute auf Krücken nach Moorenweis kam.
Ob und wann auch der eine oder andere ehemalige Profi (Maier, Deniz, Niederlechner,…) in den Trainingsbetrieb der “neuen Löwen” einsteigen wird, steht indes noch in den Sternen.
Am Ende der morgen beginnenden neuen Woche, also voraussichtlich am Donnerstag oder Freitag wird der Bayerische Fußballverband den Spielplan der Regionalliga Bayern für die neue Saison 2026/27 bekannt geben. Das offizielle Eröffnungsspiel steht – wie letzten Donnerstag berichtet – schon fest und findet am Donnerstag, den 23. Juli im fernen Aubstadt (gegen Drittligaabsteiger Schweinfurt) statt. Die Verantwortlichen bei 1860, so hört man, hoffen darauf, am ersten Spieltag direkt spielfrei zu sein, um noch eine Woche länger Zeit für die Saisonplanung zu haben. Und was wünschen sich die Löwenfans in Sachen Spielplan? Wir haben in der letzten Woche nachgefragt.
Wollen die Löwenfans auswärts oder daheim beginnen?
Zunächst wollten wir – in einer Art Vor-Umfrage – wissen, ob sich unsere Leser*innen für die Rückkehr auf die Regionalliga-Bühne ein Heimspiel oder – wie beim letzten Mal im Juli 2017 in Memmingen – eine Auswärtsfahrt wünschen. Das Ergebnis war eindeutig: Nur 18% aller Befragten würden gerne an eines Gegners Platz in die Saison starten. Vier von zehn hingegen wollen im Sechzgerstadion anfangen. Der knappen Mehrheit von 42% war bzw. ist es egal, ob es auswärts oder daheim losgeht. Wohl getreu dem Motto: Wer nichts erwartet, wird auch nicht enttäuscht.
Und wer soll nach Giesing kommen?
Entsprechend der also durchaus deutlichen Präferenz für einen Auftakt auf Giesings Höhen, durften unsere User*innen sich in der nächsten Umfrage einen konkreten Gegner für das erste Spiel in der neuen Liga aussuchen. Logischerweise haben sich nun ähnlich viele, wie bei der ersten Frage für die Antwort “Ich will auswärts starten” entschieden (nun 22%). Die übrigen Stimmen verteilten sich auf die 18 potenziellen Gegner. Nur zwei von ihnen konnten dabei jeweils mehr als 10% der Stimmen auf sich vereinigen.
Die Roten
Die Zweitvertretung aus der Seitenstraße macht bei den Löwenfans das Rennen. Natürlich nicht bei Sympathiewerten oder ähnlichem, sondern beim Wunsch für den Auftaktgegner. 15% entscheiden sich für dieses heiße Duell gleich zum Start. Rechnet man jene Befragten raus, die in der zweiten Umfrage weiter auf einem Auswärtsspiel beharren, will sogar fast jeder Fünfte die Roten als ersten Gegner. Leider müssen wir diese Erwartungen dämpfen. Wie wir aus relativ zuverlässiger Quelle vernommen haben, ist das kleine Derby erst für den Herbst, wohl für den Monat Oktober geplant.
Das letzte Duell zwischen den Löwen und den kleinen Roten auf Giesings Höhen endete vor – Corona-bedingt – leeren Rängen mit 2:2
Die Vorstädter
Der zweitliebste Gegner für den Einstieg in die Saison ist der mit dem zweitkürzesten Anreiseweg: Die SpVgg Unterhaching. 12% wollen die Vorstädter schon in Kürze mal wieder bei uns in Giesing begrüßen und möglichst ohne Punkte zurück in ihren Sportpark schicken. Von einem “Derby” spricht in diesem Zusammenhang aber bitte weiterhin niemand, der nicht meint, das Spiel künstlich hochjazzen zu müssen, um damit vielleicht ein paar mehr Klicks abzugreifen. Danke!
Der Gästeblock beim letzten Besuch der Vorstädter in Giesing im März 2025, das die Löwen mit 2:1 gewannen.
Wacker Burghausen
Bereits weniger als 10% der Teilnehmer an unserer Umfrage erinnern sich womöglich nostalgisch an die emotionale und tränenreiche Rückkehr nach Giesing Ende Juli vor neun Jahren und wünschen eine Art Wiederholung. Nach diesen 8% soll der Gegner zum Auftakt Wacker Burghausen heißen. Spricht nichts dagegen: Ein Verein mit einer gewissen Tradition, der sicher auch ein paar Gästefans mitbringt. Nehmen wir!
Titelseite der Abendzeitung nach dem geglückten Auftakt in Giesing im Jahr 2017 gegen Burghausen
TSV Landsberg
Noch knapp mehr als 5% haben den Liganeuling TSV Landsberg angeklickt. Da liegt die Vermutung auf der Hand, dass hier die Erwartung, einen eher schwachen Gegner für einen erfolgreichen Ligastart zu erhalten, die entscheidende Rolle für diese Auswahl gespielt hat. Alle anderen möglichen Gegner erhalten von den 956 sechzger.de-Leser*innen, die mitgemacht haben, jeweils maximal 50 Stimmen – und teilweise auch deutlich weniger.
Aubstadt wollen die wenigsten
Woran es wohl liegt, dass ausgerechnet der TSV Aubstadt, in den letzten acht Drittligajahren zweimal Löwengegner im Totopokal (allerdings natürlich jeweils auswärts) die allerwengisten Stimmen, nämlich nur fünf (was 0,5% entspricht), auf sich vereinigen konnte?
Ende der Woche haben wir Klarheit
Halten wir zum Abschluss dieser kleinen sonntäglichen Umfrageauswertung eines fest: Die Erfahrung hat gezeigt, dass es den Terminplanern bei den Verbänden sowieso egal ist, was sich die Fans wünschen. Wir erinnern nur an Englische Wochen in Rostock oder Cottbus in der letzten Saison… Insofern bleibt uns also definitiv nichts anderes übrig, als bis zum Ende dieser Woche abzuwarten, welchen Auftakt uns der BFV mit dem Spielplan beschert. Aber eins ist sicher: Hier bei sechzger.de erfahrt Ihr es als erste!
– – – – – Titelbild: Ausschnitt aus der Choreo vom letzten Derby vor Zuschauern gegen die kleinen Roten. “GEMEINSAM STEHEN WIR EIN – FÜR UNSERE STADT UND IHREN VEREIN” stand oben am Zaun hinter Block G und H. So schaut’s aus!
Zwei Tage nach dem Sieg in Kay gastiert der TSV 1860 München am morgigen Sonntag (Anpfiff: 15 Uhr) zum nächsten Testspiel bei Bezirksliga-Aufsteiger TSV Moorenweis. Wir stellen Euch den Verein aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck vor, dessen Fußballabteilung dieses Jahr ihr 80-jähriges Jubiläum feiert.
Löwen-Gegner TSV Moorenweis im Portrait
Während des TV Moorenweis bereits im August 1920 gegründet worden war, formte sich die Fußballabteilung erst nach Ende des 2. Weltkrieges. Aus dem TV wurde der TSV Moorenweis und 1954 zog der bis dahin heimatlose Verein auf das heutige Gelände an der Jahnstraße. Im Jahr 1973 gelang den A-Junioren der Aufstieg in die Bezirksliga, die damals höchste Spielklasse in Bayern, wo man sich in der Folge u.a. mit dem TSV 1860 und dem FC Bayern messen durfte. Zwei Jahre später gelang auch der 1. Mannschaft der Sprung in die Bezirksliga Süd. Die A-Jugend qualifizierte sich indes 1976 für neu geschaffene Bayernliga und drang ins Endspiel um die Jugendpokalmeisterschaft vor, wo man dem SV Erlenbach mit 4:5 unterlag.
Sportlich sah es in den folgenden Jahren nicht immer rosig aus, über Jahre hinweg pendelten die Fußballer im Kreis Zugspitze zwischen A-Klasse, Kreisklasse und Kreisliga. In der abgelaufenen Spielzeit feierte der TSV Moorenweis jedoch pünktlich zum 80. Geburtstag der Fußballabteilung die Meisterschaft die Meisterschaft in der Kreisliga und stieg in die Bezirksliga Oberbayern Süd auf.
Herausragender Routinier Bonfert
Überragende Spieler des Vereins aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck waren dabei der 25-jährige Elias Dietrich mit 18 Toren und 16 Assists in 23 Partien sowie Thomas Maier mit 10 Toren und 4 Vorlagen und Johann Dietrich, der 7 Treffer und 13 Assists beisteuerte.
Besonders bemerkenswert war auch die Leistung von Routinier Sebastian Bonfert. Der spielende Co-Trainer glänzte als Verteidiger mit 12 Toren und 15 Vorlagen hatte somit einen großen Anteil am Aufstieg seines Teams. Und ja, der hat mal höher gespielt: Mit dem FC Memmingen und dem TSV Landsberg schnupperte der inzwischen 38-Jährige reichlich Regionalliga- und Bayernligaluft.
Manuel Schäffler: Von Moorenweis ins Pokalfinale
Der wohl bekannteste Sohn des TSV Moorenweis ist jedoch Manuel Schäffler, der ja auch bei den Löwen kein gänzlich Unbekannter ist. Von 2001 bis 2010 schnürte er an der Grünwalder Straße seine Fußballstiefel und absolvierte in der 2. Bundesliga 57 Partien für den TSV 1860 München. Darüber hinaus wurde er mit Münchens großer Liebe Deutscher B-Junioren-Meister 2005/06 und Deutscher A-Junioren-Pokalsieger 2006/07.
Weiters spielte Schäffler im Profibereich für Dynamo Dresden, Holstein Kiel, den 1. FC Nürnberg und den FC Ingolstadt 04. Mit dem MSV Duisburg erreichte er das Finale im DFB Pokal und beim SV Wehen Wiesbaden wurde der Stürmer in der Saison 2017/18 Torschützenkönig der 3. Liga.
Die Löwen gastierten zum 60-jährigen Jubiläum an der Lanzing Road und rund 2000 Zuschauer ließen sich dieses Ereignis nicht entgehen. Am Ende stand ein souveräner 11:0-Sieg von Münchens großer Liebe zu Buche. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Testspiel des TSV 1860 München beim SV 1966 Kay.
Fotogalerie zu SV 1966 Kay – TSV 1860 München
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Videos rund um die Löwen
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Heute stand an der “Lanzing Road” beim SV Kay das erste Testspiel im Rahmen des recht spontanen Trainingslager im niederbayrischen Bad Füssing an. Der Anlass war das 60-jährige Jubiläum der Gastgeber, zu dem sich der TSV 1860 gerne die Ehre gab. Gegen den Kreisklassisten aus der Gemeinde Tittmoning gaben sich die Löwen keine Blöße und siegten vor mit 2000 Zusehern ausverkauftem Haus souverän mit 11:0.
Starke erste Hälfte mit Testspieler Julian Bell
Sechzig startete mit einer Elf aus Spielern, die bisher nicht von Anfang an zum Zuge kamen. Der aus dem Urlaub zurückgekehrte Loris Husic durfte die Mannschaft als Kapitän anführen, die bis auf Grancay, Pereira de Azambuja, Fodor und Bell nur aus nominellen U19-Spielern bestand. Die machten ihre Sache gut und konnten beachtliche acht Treffer erzielen, wobei noch mehr Tore möglich gewesen wären, wie Trainer Alper Kayabunar nach dem Spiel im Interview meinte. Mit dem Testspieler aus Leipzig, der mit der Nummer 35 auflief, war der Coach ebenfalls zufrieden und lobte seinen Offensivdrang über die Außenbahn.
Torarme zweite Hälfte trotz vermeintlicher Stammbesetzung
Nach dem Pausenpfiff wurde komplett durchgewechselt und mehr bekannte Namen durften auf dem Rasen ihr können zeigen. Von einer Art Stammelf wollte der Trainer aber noch keinesfalls sprechen. Trotz der Hereinnahmen von z.B. Samuel Althaus und Emre Erdogan taten sich die neu formierten Löwen um einiges schwerer als noch im ersten Durchgang. Bis zur 78′ wollte das zehnte Tor einfach nicht fallen. Doch dann netzte Jakob Schurz für die -heute entgegen mancher Voraussagen in den cremefarbenen Trikots der letzten Saison gekleideten – Löwen ein. Den Schlusspunkt setzt Samuel Althaus fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit mit einem schönen Distanzschuss. Ein Ehrentor war den Jubilaren aus Kay an diesem Abend nicht vergönnt. Nach einem freien nachmittag am Samstag geht es für die Mannschaft am Sonntag auf der Rückfahrt in Moorenweis (Landkreis FFB) weiter. Hier bei uns erwartet euch morgen eine ausführliche Bildergalerie zur heutigen Partie.
Auch wenn aktuell noch nicht offiziell kommuniziert wurde, wie die Mannschaft für die kommende Saison aussehen wird und ob Alper Kayabunar tatsächlich als Trainer zur Verfügung steht, wird im Hintergrund unter Hochdruck am Kader gearbeitet. Gerüchten zufolge soll der TSV 1860 auch Kontakt zu Fabian Greilinger aufgenommen haben, der noch beim SV Wehen Wiesbaden unter Vertrag steht.
Neun Jahre an der Grünwalder Straße
Im Sommer 2024 verließ der linke Flügelspieler die Löwen nach neun Jahren an der Grünwalder Straße gen Hessen. Insgesamt 118 Mal war der gebürtige Eggenfelder seit seinem Debüt im ersten Saisonspiel 2019/20 für die Löwen in der 3. Liga im Einsatz und erzielte dabei fünf Tore (vier Assists). Sein erster Treffer für den TSV 1860 datiert vom 28. November 2020, als er auf Giesings Höhen das 1:0 gegen Türk Gücü (Endergebnis 2:2) erzielte.
Sein letztes Tor war die zwischenzeitliche Führung an der Essener Hafenstraße am 14. Mai 2023 (Endstand ebenfalls 2:2). Dazwischen war Greilinger jeweils mit persönlichen Erfolgserlebnissen an den torreichen Partien gegen Freiburg (6:0 im Herbst 2021), gegen Magdeburg (2:5 im Dezember 2021) und in Duisburg (6:0 im April 2022) beteiligt.
Kehrt Fabian Greilinger zum TSV 1860 zurück?
In den vergangenen zwei Spielzeiten absolvierte der gebürtige Eggenfelder 64 Drittliga-Partien für den SV Wehen Wiesbaden und war an sieben Toren beteiligt (ein Tor, sechs Assists). Bei den Hessen steht Greilinger noch bis Sommer 2027 unter Vertrag, ein Wechsel zum TSV 1860 wäre also vermutlich nur dann realistisch, wenn er den Kontrakt beim Drittligisten auflösen kann.
Derzeit trainieren bereits die vertragslosen Matthew Collins und Julian Bell beim TSV 1860 mit, auch nach Ex-Löwe Emanuel Taffertshofer soll der Verein seine Fühler ausgestreckt haben.
Starke Solidaritätsaktion für unsere Löwen: Am 18. Juli ab 14 Uhr feiert ganz Giesing in der Initiative „Giesing hält zam“ gemeinsam für den TSV München von 1860 e.V.!
“Giesing hält zam” für die Löwen
60 % aller Umsätze der teilnehmenden Läden gehen direkt an den Verein und helfen beim Neuaufbau. Außerdem gibt es ein exklusives Shirt: 100 % des Gewinns werden ebenfalls an den TSV München von 1860 e.V. gespendet.
Jedes Getränk, jedes Shirt und jeder Besuch macht einen Unterschied!
Kommt vorbei, bringt eure Freunde mit und zeigt, was Giesing ausmacht: Zusammenhalt!
In seinem letzten Spiel für den TSV 1860 riss sich Thore Jacobsen beim Toto Pokal-Finale bei den Würzburger Kickers das Kreuzband. Nun wurde der 29-Jährige operiert und kann seine Reha beginnen.
Ex-Löwe Thore Jacobsen am Kreuzband operiert
Es hätte kaum schlimmer kommen können für Thore Jacobsen, den ehemaligen Vize-Kapitän der Löwen. Ausgerechnet in seinem letzten Spiel für den TSV 1860, als sein Abschied von der Grünwalder Straße bereits feststand, verletzte sich der Mittelfeldspieler schwer am Knie. Diagnose: Kreuzband- und Innenband-Riß. Nach optimaler Vorbereitung des Kniegelenkes über einige Wochen erfolgte am Montag die erfolgreiche, arthroskopische Operation (Kreuzbandersatz) durch 1860-Mannschaftsarzt und Kniespezialist Dr. Christian Wimmer im ZFOS.
sechzger.de wünscht Thore Jacobsen viel Erfolg bei der anstehenden Reha als Basis für die weitere sportliche Karriere.
Nach seiner emotionalen Videobotschaft zum Abschied blickt Kevin Volland in einem ausführlichen Exklusiv-Interview mit der Allgäuer Zeitung auf seine Zeit bei den Löwen zurück. Der 33-Jährige äußert sich dabei sehr reflektiert und positiv über seine tiefe Verbundenheit zum Verein, lobt die aktuellen Verantwortlichen und erklärt, warum er sich nun enorm auf die Rückkehr zu seinen fußballerischen Wurzeln freut.
Körperlicher Tribut und der Knick im Frühjahr
Dass Volland sich gegen ein weiteres Jahr Profifußball entschieden hat, hängt stark mit seinem körperlichen Befinden zusammen. Nach 16 Jahren Leistungssport lagen in der abgelaufenen Saison hinter jedem Training und Spiel Einheiten auf der Massagebank, um Knie- und Gelenkprobleme in den Griff zu bekommen. Die 3. Liga sei hart und man bekomme dort „ohne Ende auf die Knochen“. Wäre er aktuell 30 Jahre alt und fit, hätte er diesen holprigen Weg noch drei Jahre weitergehen können. Doch für ein einziges weiteres Jahr wollte er seinem Körper diese enorme Belastung nicht mehr antun, um seine eigenen sportlichen Ansprüche nicht zu unterbieten.
Sportlich und mental begann die schwierige Phase für ihn bereits im Frühjahr: Nach dem Spiel gegen Cottbus verlor die Mannschaft den Faden. Es prasselten in der Folge viele negative Dinge auf das Team ein, sodass er sich enorm pushen musste, um die eigene Motivation hochzuhalten.
Tiefe Verbundenheit trotz Abstiegs-Chaos
Der Zwangsabstieg nach der Saison, der die Mannschaft „wie aus dem Nichts“ traf, sowie die anschließenden rechtlichen Streitigkeiten und die ungewisse Zukunft brachten schließlich den Wendepunkt. In dieser unfassbar aufreibenden Zeit, in der man mental viel abseits des Rasens investieren musste, ging die Lust auf noch eine Saison Profisport letztlich verloren.
Dennoch stellt Volland unmissverständlich klar: Seine Liebe zu Sechzig hat unter diesen turbulenten Wochen absolut nicht gelitten.
Tür für die Zukunft bleibt offen: Lob für Mang und Paula
Der Abschied als aktiver Spieler verläuft absolut im Guten. Volland hebt die „sehr guten Gespräche“ mit Gernot Mang und Manfred Paula ausdrücklich hervor. Die sportliche Leitung zeigte größtes Verständnis für seine persönliche Entscheidung.
Zwar hätten Mang und Paula ihn gerne weiter auf dem Rasen gesehen, doch Volland wünscht sich für den Verein nun einen echten, nachhaltigen Neustart. Der TSV 1860 brauche nun einen Dreijahresplan und Zeit, um ein Fundament für eine junge Mannschaft und einen Trainer aufzubauen. Er wolle nicht nur für ein paar Monate sein Gesicht zur Verfügung stellen, da er für einen solch langfristigen Neuaufbau als Spieler schlicht nicht mehr zur Verfügung steht.
Die Löwenfans dürfen aber hoffen, dass der sympathische Allgäuer dem Verein erhalten bleibt: „Ob ich 1860 in einer anderen Funktion erhalten bleibe, wird man sehen“, so der 33-Jährige. Man werde definitiv in Kontakt bleiben.
Volland mit Vorfreude auf den Amateurfußball in der Heimat
Für Kevin Volland schließt sich nun der Kreis auf eine sehr schöne Art und Weise. Er lässt seine aktive Laufbahn im Amateurfußball beim FC Thalhofen ausklingen, wo er unbeschwert und ohne Druck auflaufen kann. Dort steht ab sofort der reine Spaßfaktor im Vordergrund – gemeinsam mit seinem Bruder Robin, seinem Cousin Nico Beutel und unter seinem guten Kumpel und Trainer Tobias Hänsle. Schon am 19. und 25. Juli stehen die ersten Pflichtspiele für ihn in seiner Heimat an.
60 Jahre SV Kay und der TSV 1860 München ist zu Gast im Gemeindeteil der Stadt Tittmoning. Das Löwenduell an der Lanzing Road ist bereits ausverkauft, wir werden Euch aber natürlich heute Abend (Anpfiff: 18 Uhr) mit Bildern und Infos auf unserem Instagram-Kanal auf dem Laufenden halten.
TSV 1860 gastiert zum Jubiläum des SV Kay
Über 700 Mitglieder zählt der im Jahr 1966 gegründete SV Kay, der neben Fußball auch die Sportarten Tischtennis, Ski, Leichtathletik, Fitness & Turnen sowie Stockschießen beheimatet. Die Grün-Weißen tragen ihre Heimspiele auf dem Sportplatz Kay, liebevoll auch Lanzing Road genannt, aus.
Sportlich ist der SV Kay in der Spielzeit 2026/27 in der Kreisliga 3 im Bezirk Inn/Salzach angesiedelt, wo man die Vorsaison als Tabellenfünfter abschloss. Erfolgreichster Torschütze war der 29-jährige Tobias Wolferstetter, der seit jeher für den SV Kay aufläuft, und elf Mal für seine Farben einnetzte. Auch wenn sich Spielertrainer Michael von Sommoggy und sein Team ursprünglich auf einen ambitionierten Drittligisten (oder gar Zweitligisten) gefreut hatten, so ist man doch heiß auf das Duell zwischen den Kayer und den Münchner Löwen.
Aufgrund der kompletten Auslastung wird es am Spieltag keine Tickets mehr an der Tageskasse zu kaufen geben. sechzger.de wird jedoch wie gewohnt vor Ort sein und Euch über das Geschehen informieren.