Daniel Bartnitzki ist der Mann an der Pfeife, wenn der TSV 1860 am Sonntag Abend im Abschlussspiel des 33. Spieltags der 3. Liga Jahn Regensburg im Sechzgerstadion begrüßt (19.30 Uhr – im sechzger.de Liveticker). Der – gerade noch – 29jährige Thüringer, pfeift seit Sommer 2023 in der 3. Liga und begegnete dem TSV 1860 dabei bislang viermal – mit einer aus unserer Sicht verheerenden Auswärtsbilanz. Gut, dass am Sonntag ein Heimspiel in Giesing auf dem Programm steht!
Drei Auswärtspleiten unter Bartnitzki
3:0, 3:1 und 5:1 – so lauteten die Resultate aus Sicht unserer Gegner bei den drei ersten Löwenspielen, die Daniel Bartnitzki leiten durfte. Anfang Dezember 2023 im Dortmunds Roter Erde, im August 2024 in Großaspach (gegen Stuttgart II) und schließlich Ende November in Cottbus waren jeweils deutliche Niederlagen für Münchens Große Liebe zu beklagen. Sein erster und einziger Auftritt im Sechzgerstadion hingegen endete am 9. März letzten Jahres mit einem 1:0-Sieg der Löwen über den Nachwuchs von Borussia Dortmund. In allen vier Spielen musste der Thüringer den Akteuren von Münchens Großer Liebe aber nur insgesamt sechsmal eine Gelbe Karte unter die Nase halten. Platzverweise und Elfmeter gab es dabei gar keine – weder für uns, noch für die gegnerischen Teams.

Strenger Regelhüter
Zahlen, die ein wenig im Widerspruch zur diesbezüglichen Gesamtbilanz von Bartnitzki stehen. Mit durschnittlich 6,6 Verwarnungen pro Partie in seinen 30 Einsätzen in der 3. Liga ist er statistisch gesehen der strengste Regelhüter, der uns in dieser Saison in bislang 32 Partien gepfiffen hat. Und diese Tendenz setzt sich bei den weiteren Sanktionsmöglichkeiten, die einem Referee zur Verfügung stehen, fort: Alle sechs Spiele (Ligaschnitt: 8,8) stellt er einen Spieler mit der Ampelkarte vom Platz, alle fünf Spiele zeigt er gar glatt Rot (der Ligaschnitt ist 9,5). Die neun Elfmeter in seinen 30 Spielen entsprechen hingegen in etwa der Anzahl, die seine Ligakollegen für gewöhnlich verhängen.
Anfeindungen nach Skandalspiel
Besonders wild, bunt und kartenreich ging es Anfang Dezember beim nachher als “Skandalspiel” bezeichneten Aufeinandertreffen zwischen Hansa Rostock und Alemannia Aachen Anfang Dezember letzten Jahres zu, das 2:2 endete und nach dem sich Bartnitzki laut einem Bericht der Thüringer Allgemeinen massiven Anfeindungen (insbesondere in den Sozialen Medien) ausgesetzt sah. Selbstritisch gestand er in der Zeitung ein, einen “rabenschwarzen Tag” erwischt zu haben. Der kicker bestätigte diese Einschätzung und gab dem für den Regionalligsten Rot-Weiss Erfurt aktiven Schiedsrichter für dieses Spiel die Note 5,5.
Junge Linienrichter aus Thüringen
Ebenfalls aus Thüringen kommen die beiden Assistenten, die Bartnitzki am Samstag nach München begleiten. Johannes Drößler ist – wie der Hauptschiedsrichter – 29 und kommt aus Gotha, Benjamin Strebinger ist 25 Jahre alt und aus Schleusingen im Landkreis Hildburghausen. Beide sind seit einigen Jahren als verantwortliche Schiris in der Regionalliga Nordost unterwegs, in der 3. Liga winken sie als Linienrichter in ihrer zweiten bzw. ersten Spielzeit mit dem Fähnchen. Ein Aufeinandertreffen mit dem TSV 1860 München hat noch keiner der beiden in seiner Vita stehen.
Der Vierte Offizielle
Ein Niederbayer komplettiert das Unparteiischengespann für die Partie zwischen den Mannschaften aus Oberbayern und der Oberpfalz am Sonntag. Felix Grund (26) hat schon 49 Mal in der Regionalliga Bayern den Mann an der Pfeife gegeben. Und auch schon 21 Mal in der 3. Liga. Allerdings – aufgrund der regionalen Nähe – noch nie bei Spielen des TSV 1860 oder von Jahn Regensburg. Als Vierter Offizieller hingegen wurde er bereits sieben Mal zu Spielen der Löwen und auch sechsmal zum Jahn geschickt – allerdings noch nie zu einem direkten Duell der beiden Vereine.
Titelbild: Erster und bislang einziger Auftritt von Schiedsrichter Bartnitzki in Giesing. Am 9. März 2025 beim 1:0 gegen Borussia Dortmund II. Hier beobachtet er die Behandlung von Löwenstürmer Dickson Abiama.











Also Jacobsen erst gar nicht aufstellen am besten