“Freitags-Comedy mit Michael Köllner” nannte der Coach die wöchentliche LÖWENRUNDE heute Mittag mit einem Schmunzeln.

Nun, das Ganze hat – auch Dank der in der Regel guten Laune, die Köllner versprüht – meist durchaus hohen Unterhaltungswert, aber der Informationsgehalt der wöchentlichen Spieltagspressekonferenz ist noch um einiges höher anzusiedeln.

So berichtete Köllner diesmal, dass Stefan Lex, gleichwohl er am gestrigen Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, für die morgige Startelf gegen Duisburg aller Voraussicht nach noch nicht vorgesehen ist. Ob er im Kader landen wird, entscheidet sich heute im Abschlusstraining. Statt Lex wird aber – soviel scheint sicher – wohl erneut Martin Pusic auflaufen, mit dem sein Trainer in Unterhaching durchaus zufrieden war, da dieser es zwar versäumte, das beruhigende 2:0 zu erzielen und ein Stürmer natürlich an seinen Toren gemessen werde. Auf der anderen Seite erfüllte der Neuzugang aber die Aufgaben die Köllner ihm in der Kabine gestellt hatte. Dass z.B. der kicker – und auch einige andere Medien – den Österreicher für seine solide, taktisch starke und mannschaftsdienliche Leistung in der Münchner Vorstadt nur mit der Note 4 bedachten, ärgert den Löwendompteur aber nicht. Für ihn ist entscheidend, dass er selbst einem Spieler nicht die Note 4 verpassen muss, “denn dann sitzt er im nächsten Spiel sicher draußen”. Eine weitere Abweichung der Köllnerschen Einschätzung von der medialen Beurteilung erfuhr im Haching-Spiel auch noch Daniel Wein: Ihm attestierte Köllner  eine “überragende Leistung” am Montag, was wohl darauf hindeutet, dass die Nummer 17 morgen gegen Duisburg erneut den Vorzug gegenüber Dennis Erdmann erhalten wird.

Eindringlich warnte Köllner davor, den angeschlagenen Gegner aus dem Ruhrpott angesichts der aktuellen Tabellensituation nicht zu unterschätzen. Das Verletzungspech und auch die Corona-Fälle in und im Umfeld der Zebras lassen den Löwencoach keineswegs in das Lied von “den armen Duisburgern” mit einstimmen. Er sieht an der Wedau einen hervorragenden, erfahrenen Trainer an der Seitenlinie und einen “extrem breiten Aufstiegskader”, gegen den die Löwen 100% abliefern müssen, um die gewünschten drei Punkte in München zu behalten. “Mit 95% braucht es schon eine schwache Leistung der Gäste, damit wir etwas holen.” Der dazu passende Begiff, der sich durch die ganze Pressekonferenz zog, war jener von “gewissenhaftem Fußball”, den Köllner in jedem Spiel von seiner Mannschaft fordert. Bleibt zu wünschen, dass jene Löwen, die morgen Nachmittag das blaue Trikot tragen, den Platz gegen zehn vor vier mit einem guten Gewissen verlassen können.

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