Dankbar und besinnlich präsentierten sich Michael Köllner und Günter Gorenzel in der letzten LÖWENRUNDE dieses Jahres.

Die wahrscheinlich wichtisten, weil für das morgige Spiel relevanten Informationen der Zoom-Pressekonferenz betrafen personelle Themen: Die beiden Stef/phans, Lex und Salger stehen für das morgige Spiel gegen Wiesbaden (18.60 Uhr im sechzger.de-Liveticker) nicht im Kader. Der Oberbayer war am Betze ja in der Pause mit einer “muskulären Problematik” ausgewechselt worden, die er nun bis zum Trainingsstart am 27. Dezember auskurieren soll. Der Westfale, hatte die Reise in die Pfalz nicht mit angetreten und auch im heutigen Vormittagstraining waren bei ihm “noch keine 100% möglich”, weshalb auch er nicht zur Verfügung steht. Ansonsten war das morgige Spiel gegen den Zweitligaabsteiger in der LÖWENRUNDE tatsächlich eher ein Randthema. Im Mittelpunkt standen der bevorstehende Jahreswechsel und das Weihnachtsfest.

Weihnachtliche Dankesbotschaften richtete Günter Gorenzel zum Auftakt der Pressekonferenz an die Fans, die Gesellschafter (“an der Spitze Robert Reisinger und das Präsidium”), den Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik, die Sponsoren (“Die, die 1860 die Treue gehalten haben und die, die noch dazu gekommen sind”) und last but not least an den Hauptsponsor, die Bayerische, die “sicherlich momentan der stärkste Sponsor in der 3. Liga ist”. Die Mitarbeiter der KgaA und des NLZs, die sonst weniger im Fokus stehen, wurden ebenfalls bedacht. Und auch die Medienvertreter wurden nicht vergessen.

Auf die Extreme, die den TSV 1860 speziell in den letzten Wochen wieder einmal begleitet haben, ging Gorenzel direkt ein: “Vor einer Woche war von der ersten Krise unter Trainer Michael Köllner die Rede, zwei Spieltage später sprechen wir schon von der besten Mannschaft unter dem Trainer, die es jemals gegeben hat. Wir können das alles sehr nüchtern und sachlich einordnen.” Interessanterweise kramte Gorenzel das 6:1 gegen den Halleschen FC vom 7. November noch einmal hervor, das der Mannschaft in seiner Wahrnehmung “nicht unbedingt gut getan” habe. In den auf diesen Sieg folgenden Spielen habe häufig die Konsequenz gefehlt. In den beiden jüngsten Spielen war diese dann wieder vorhanden.

Passend zur weihnachtichen Harmonie verneinte Köllner die Frage von sechzger.de, ob das konsequente Auftreten der vergangenen zwei Spiele vielleicht auch mit einer gewissen Verärgerung, einer “Wut im Bauch” der Mannschaft über die teils harsche Kritik an den Leistungen der vorangegangenen Spiele zu tun haben könnte. “Wir haben es in dieser Saison geschafft, uns auf uns selbst zu konzentrieren und bei uns zu bleiben. Wir achten darauf, den Medien – und das soll nicht despektierlich klingen – und auch einzelnen Fans in den sozialen Netzwerken nicht zu viel Beachtung zu schenken. Natürlich lesen wir das und es ist auch wichtig zu wissen, wie die Stimmung so ist. Aber man tut als Mannschaft nie gut daran, sich zu sehr auf diese Themen einzulassen.”

Anlässlich der Wahl zum Weltfußballer des Jahres wurde Köllner gefragt, wer zum einen sein “Löwe des Jahres” sei und wer für ihn der würdige Kandidat für die große FIFA-Ehrung sei, deren Ergebnis heute Abend bekannt gegeben wird. Auf beide Fragen hatte er interessante Entgegnungen parat: Beim TSV 1860 seien – völlig klar – die ganze Mannschaft und die – auch in schwierigen Zeiten – treuen Anhänger seine “Löwen des Jahres”. In Bezug auf den internationalen Titel wollte sich Köllner ebenfalls auf keinen einzelnen Kandidaten festlegen. So eine Wahl werde eigentlich der Sache nicht gerecht. “Im modernen Fußball haben oft Spieler eine viel größere Wichtigkeit, die Mannschaften Stabilität verleihen.” Diese Spieler stünden aber bei derartigen Wahlen überhaupt nicht im Fokus, was Köllner durchaus bedauert.

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