Robert Reisinger hat in einem kurzen Statement in einer Tageszeitung betont, dass der Posten von Trainer Michael Köllner nicht zur Debatte steht.

Nur Platz 13 in der Liga

Es läuft nicht bei den Löwen. Nach 11 Spieltagen steht der TSV 1860 in der 3.Liga auf dem 13.Rang mit ebenso vielen erzielten Punkten. Das hatten sich die Löwenfans in ihrer Euphorie vor dem Saisonstart ganz anders vorgestellt. Auch die Verantwortlichen gaben das Tiefstapel-Spiel auf und bekundeten öffentlich die Aufstiegsambitionen. Diese Aussagen haben sich bei vielen eingebrannt, entsprechend ist man aktuell weit hinter den Erwartungen zurück. Andererseits sind gerade einmal elf Spieltage absolviert. Der Großteil der Punkte ist also noch zu vergeben und entsprechend noch alles möglich.

Reisinger stellt klar: Köllner steht nicht zur Diskussion

Ganz genauso sieht dies Präsident Robert Reisinger, der sich in der Print-Ausgabe der BILD klar pro Michael Köllner geäußert hat.

Die Zeiten, wo bei 1860 nach falschen Ergebnissen die Köpfe gerollt sind, sind vorbei.

Der 57-Jährige ist sich sicher, dass die Mannschaft gemeinsam mit Köllner in der Lage ist, aus der aktuellen Situation heraus zu kommen. Aktuell fehle es einfach an der Leichtigkeit im Spiel des TSV 1860. Die vielen negativen Gedanken in den Köpfen der Spieler müssten durch positive Erlebnisse verdrängt werden. Dann ist die sportliche Wende auch mit Köllner möglich, da ist sich Reisinger sicher.

Die nächste Gelegenheit dafür haben die Löwen bereits am kommenden Freitag beim Regionalligisten TSV Buchbach. Doch das Team ist aktuell bestens drauf und liegt in der Spitzengruppe der Regionalliga Bayern. Kaum zu glauben, dass es also ein Spaziergang für Sechzig wird – vielleicht reicht es aber doch für den Umschwung. Danach warten mit Mannheim, Saarbrücken und Schalke drei echte Schwergewichte.

Das Image hat gewechselt

Dass Reisinger seine Aussage durchaus ernst macht, zeigt ein Blick in die Statistik. Die letzte wirkliche Entlassung bei den Löwen gab es im Dezember 2016. Damals musste Kosta Runjaic seinen Hut vorzeitig nehmen. Es folgten einige Interimstrainer, außerdem Pereira und Bierofka. Doch entlassen wurde von ihnen tatsächlich keiner.

Das erkennt sogar die BILD-Zeitung an. “Doch beim einstigen Chaos-Verein ist alles anders.” 696 Tage ist Michael Köllner nun bereits für den TSV 1860 tätig – und aktuell sieht es nicht nach einem vorzeitigen Ende aus.

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Wer bei den Münchner Medien von wem abschreibt, ist selten so gut dokumentiert wie in diesem Fall.

Um den ihm persönlich verhassten Präsidenten Reisinger bloßzustellen und herabzuwürdigen, verfälscht der Blogger Oliver Griss in von ihm bekannter Manier ein Zitat aus einem Artikel der BILD-Zeitung. Griss behauptet auf db24, Reisinger hätte den etwas einfältig wirkenden Satz “Negative Gedanken bringen keine positiven Gedanken” gegenüber der Bild-Reporterin Ellwanger geäußert.

Doch weder in der Print-Ausgabe noch online finden sich bei BILD die von Griss zitierten Worte. Seine Behauptung ist nachweislich falsch. Dennoch springt der db24-Kommentarmob wie vom Blogger gewünscht darauf an und macht sich über den “großen Philosophen” Reisinger lustig.

Das von db24 verfälschte Bild-Zitat übernimmt sodann ungeprüft die Münchner Abendzeitung und verbreitet in einer Online-Meldung den gleichen Unsinn. Auch hier ähnliche Reaktionen wie bei Griss unter den Leser-Kommentaren zum Artikel. Der Vorgang ist hochnotpeinlich für die AZ.

Vielen Dank für diesen Hinweis. Das Gebaren in besagtem Blog ist leider hinlänglich bekannt. Und dennoch (oder gerade deshalb?) ist es wichtig und richtig, die konkreten Belege dafür öffentlich zu machen.