In unregelmäßigen Abständen konnte ich hier bei sechzger.de mein persönliches Sechzig aus der Ferne schildern. Fast sieben Jahre lang schweifte mein Blick vom hohen Norden in Schweden herab an die Grünwalder Straße. Lange war es zudem her, mal wieder die Löwen live und in Farbe im Stadion zu erleben. Vergangenen Freitag war es dann endlich wieder so weit: Nach unzähligen Jahren stand ich mal wieder im Gästeblock und konnte ein Spiel des TSV 1860 aus nächster Nähe. Zwar verlor das Team bei Hansa Rostock verdient, aber im Endeffekt war mir das ziemlich egal. Es hatte etwas von nach Hause kommen und war gleichzeitig auch ein Tschüss von ganz oben.

Willkommen zurück

Die Anreise war schon ein Erlebnis. Kurz nach 23 Uhr ging es mit der Fähre von Trelleborg nach Rostock. Enge Kabine, wenig Schlaf, dafür gutes dänisches Bier waren die ersten Begleiter auf dem Trip nach Deutschland. Selbst war man auf zwei Missionen unterwegs. Zum einen wollten wir die Löwen in Rostock unterstützen, zum anderen ging es auch darum, die Weichen für die Rückkehr nach Deutschland zu stellen. Letzteres gelang einwandfrei. Nach sieben Jahren Schweden heißt es ab Sommer “Willkommen zurück”. Das bedeutet auch, man ist wieder näher dran und kann die Löwen wieder mehr sehen.

Los ging es mit der Fähre von Trelleborg aus nach Rostock

Sechzig ist einzigartig

Denn eines ist mir am Freitag wieder klar geworden: Kein Spiel bei Vålerenga Oslo oder Kongsvinger IL in Norwegen kann das nur annähernd auffangen, was einem ein Spiel bei Sechzig geben. Es war schön, bekannte Gesichter von früher zu sehen, es war schön, gesangliche Grüße gen Abu Dhabi zu schicken und es war einfach schön, mit der Mannschaft mitzufiebern und sie lauthals zu unterstützen. Und es war zudem schön zu sehen, dass die eigenen Kinder sofort mit einstimmen. Sechzig ist einzigartig und wird es immer bleiben.

Wieder daheim

Tschüss von ganz oben – Sechzig aus der Nähe

Eigentlich dachte ich, ich bin emotional zu weit weg. Die Grabenkämpfe, der Würgegriff Ismaiks, die wiederholten Kampagnen eines ehemaligen Boulevard-Journalisten und so weiter – das alles nagte an mir, vor allem aus der Ferne. Doch ein Abend mit dem TSV und alles ist wie weggeblasen. Ich freue mich einfach in der kommenden Saison öfters ins Stadion zukommen. Auch wenn es das andere Ende der Republik ist, sind die Reisen nach München fest eingeplant. Aus Sechzig aus der Ferne wird Sechzig aus der Nähe.

Danke!

 

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