Wer die letzten Tage die Berichterstattung um die Löwen verfolgt hat – unter anderem Günther Gorenzel im Löwen-TV

dem ist eines nicht entgangen: Die momentane Situation gestaltet sich äußerst schwierig für die Löwen – die Tabellensituation die eigentlich Anlass zur Freude bereitet, ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor:

Mit welchen Spielern plant der TSV 1860 und für welche Liga? Ganz klar, der Löwe schielt nach oben – die Tabelle und der sportliche Aufwind der letzten Monate geben das her. Die Chance aufzusteigen haben aber mindestens noch 11 Mannschaften und Nuancen können und werden entscheidend sein. Planen kann man mit der zweiten Liga noch lange nicht.

Viele Verträge der Löwen laufen zum Saisonende aus. Mit einigen Spielern konnte schon verlängert werden, andere haben schon den Wechsel verkündet, bei einigen gibt es schon hartnäckige Gerüchte. Leistungsträger wie Mölders oder Rieder sollen zum bleiben überredet werden – fragt sich nur, mit welchen Argumenten derzeit:

Obwohl viele Löwenfans ihre Jahreskarten in Geistertickets gewandelt oder zusätzliche Tickets gekauft haben, fehlt dem notorisch klammen TSV 1860 Geld. Geld, welches in der dritten Liga ohnehin nicht im Überfluss vorhanden ist. Dazu noch der Schuldenberg der Vergangenheit, bei dem vermutlich schon lange nur noch die wenigsten Durchblicken, wann welche Darlehen fällig werden. Für die Fans überraschende Geldsegen wie die knappe Million vom Wechsel von Udokhai von Wolfsburg nach Augsburg sind wohl schon lange eingeplant.

Die derzeitige Tabellensituation und Löwentruppe ist geradezu verführerisch, weitere Darlehen anzunehmen: Mit dieser Truppe ist unter diesem Trainer theoretisch der Aufstieg denkbar: Wenn es am Ende nicht reichen sollte, dann liegt es nicht am Pfostentreffer in Kaiserslautern am Mittwoch, sondern an den desolaten Auftritten zu Saisonbeginn. Warum also nicht noch einmal frisches Geld annehmen um die Mannschaft zu halten, denken sich viel?

Ein Name der dabei unweigerlich einfällt, ist Hasan Ismaik. Von ihm hört man derzeit wenig, Gerüchte gibt es viele. Das letzte mal persönlich in München in Erscheinung getreten ist er, als er Daniel Bierofka zum weitermachen überreden wollte. Da ging es auf einmal ganz schnell von Abu Dhabi oder Los Angeles nach München. Dass seine Mission nicht erfolgreich war, dürfte ein Glücksfall für 1860 gewesen sein.

Von Ismaik hört man derzeit wenig, vom Präsidium des TSV 1860 ebenfalls. Günther Gorenzel ist jedoch dringend auf ein Signal von beiden Gesellschaftern angewiesen. Wie auch immer das aussehen mag – es ist an der Zeit, Klarheit zu schaffen. Die Vereine in den höheren Ligen gieren nur nach den Leistungsträgern des TSV 1860, die es zum Schnäppchenpreis geben wird, so lange bei 1860 keine Klarheit herrscht.

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