Natürlich sind wir (etwas) enttäuscht: So – vermeintlich – leicht wie dieses Jahr bekommst es nie wieder, haben viele in den letzten Wochen gedacht. Nach dem sensationellen Spiel gegen Duisburg wähnten sich viele bereits ganz oben, zumindest wieder eine Liga höher. Jetzt sind wir wieder in der Realität angekommen. Aktuell bedeutet diese Realität den achten Tabellenplatz, fünf Punkte von einem Aufstiegsplatz entfernt. Hätte man uns vor der Saison nach dem Verlauf gefragt oder nach den erste gespielten Spielen, hätte vermutlich jeder gesagt  „wo soll ich das unterschreiben“?

In dieser dritten Liga ist alles möglich: Frag nach beim MSV Duisburg, der nach der Niederlage bei den Löwen im nächsten Spiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht Jena gerade mal ein 1:1 erreichte. Oder den Mannschaften, die von oben nach unten durchgereicht wurden. Jetzt hat es uns halt gegen Viktoria Köln erwischt.

Die Löwen haben uns seit dem Spiel in Halle – diese waren damals dritter, drei Punkte hinter Platz eins und wir waren fünfzehnter, drei Punkte vor einem Abstiegsplatz, jetzt sind wir neun Punkte vor Halle – sehr viel Freude gemacht:

Das Spiel von Michael Köllner ist auf hohes Tempo und viel Kraft ausgelegt. Dass den Löwen bei dem strammen Programm die Kraft ausgeht – ja mei. Das kann passieren, war fast zu erwarten. Das ist schade und ärgerlich, aber kein Weltuntergang.

Die Aufstellung gestern war ganz klar auf Sieg ausgerichtet. Alte Fußballer-„Weisheit“: „Wenn Du ihn vorne nicht reinmachst, dann fängst Dir hinten eins“. Dass Köln dann aus dem Nichts noch ein zweites macht – ich vermute so schön trifft er nie wieder – war halt in dem Fall unser Pech bzw. für die tapfer kämpfenden Kölner das Glück des tüchtigen.

Wie schon ganz oben geschrieben: Natürlich sind wir enttäuscht. Natürlich würden wir gerne nächstes Jahr eine Liga höher spielen, Nein, eigentlich möchten wir 1. Bundesliga spielen, mal wieder ein Derby gewinnen und den Löwen durch Europa folgen: Das ist das was wir wollen. Die Realität ist eine andere – aber dafür kann die Löwentruppe die auf dem Platz steht nichts: Auch wenn sie die letzten Spiele nicht siegreich war, so hat sie uns in den letzten Monaten doch viel Freude bereitet.

Hoffen wir, dass Günter Gorenzel und Michael Köllner bald die nötigen Mittel haben, um endlich für die neue Saison planen zu können: Eine reguläre Saison, von Anfang an mit diesem Trainer – dann haben wir in der neuen Saison vermutlich noch öfters einen Grund um das zu sagen, was unter´m Strich auch nur das Fazit von dieser Saison sein kann:

Löwen, wir sind stolz auf euch!

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