von Thomas Enn

Morgen geht’s also los in die Saison 20/21! Trainingsstart beim TSV 1860. Für viele von uns und wahrscheinlich auch unserer Leser war das früher ein blau im Kalender angestrichener Tag. Ein Tag, an dem man den TSV 1860 immer als volksnahmen, greifbaren und fanorientierten Verein wahrnehmen konnte.

Das knapp einwöchige Trainingslager wird vom 26.- 31.08. in Windischgarsten (wie letztes Jahr) stattfinden, ansonsten wird in Giesing weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert.

Das Thema Zuschauerzulassung ist mittlerweile auch beim bayerischen Ministerpräsidenten angekommen, der in einem Interview der Bild am Sonntag Skepsis äußert, „dass wir im August weitere Lockerungen beschließen können. Daher bin ich auch als Fußballfan sehr skeptisch zum Start der Bundesliga. Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25.000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar.”

Uns würden ja 15.000 schon reichen…

Aber vor dem Hintergrund der aktuell wieder steigenden Fallzahlen, erscheint ein Saisonstart mit Geisterspielen immer wahrscheinlicher. Hierzu gibt es am Dienstag nochmals eine Versammlung der DFL, auf der beschlossen werden soll, wie es für die oberen beiden Spielklassen weiter gehen soll. Erfahrungsgemäß werden diese Beschlüsse größtenteils auch eine Liga drunter zu Anwendung kommen.

Möglicherweise wartet die KGaA noch die Ergebnisse des Dienstags ab, um (endlich) den Dauerkartenverkauf starten zu lassen. Immer noch ist unklar, welche Modelle angeboten werden. Ein Blick zu anderen Vereinen zeigt, das Modell einer „Fixkarte“ (automatischer Verzicht auf Rückerstattung bei Geisterspielen, dafür Bevorzugung bei Spielen mit reduzierter Kapazität) und einer „Flexkarte“ (Rückerstattung oder Ticketgutscheine für Geisterspiele) relativ oft zu Einsatz kommt.

Wir sind gespannt, was uns bei den Löwen erwartet. Vielleicht hat die Crew des neuen GF Pfeifer noch eine Überraschung in petto, die Geld in die Kassen bringt.

Zum Thema Geld hat das Löwenmagazin einen lesenswerten Artikel rund um das Darlehen der Bayerischen und seine Rückzahlung, die insgesamt 6,3 Mio. abrufbaren Darlehen des sogenannten „nachhaltigen Finanzpakets“, das die Gesellschafter beschlossen haben, und die Hypothek für das Bürogebäude auf dem Trainingsgelände veröffentlicht:

https://loewenmagazin.de/rueckzahlung-oder-hypothek-das-darlehen-des-hauptsponsors-in-der-diskussion/

Selbst nach mehrmaliger Lektüre bleibt für uns weiter unklar, wieso das „nachhaltige Finanzpaket“, eine Erhöhung des Etats nicht zulässt. Einen ähnlichen Artikel gab es bereits am 17.07. in der SZ: https://www.sueddeutsche.de/sport/tsv-1860-muenchen-das-darlehens-paradoxon-1.4970364.

Wenn es Marc-Nicolai nun gelingen sollte, viele zusätzliche Sponsoring Millionen zu akquirieren, müssten es möglich sein, diese in den Kader zu investieren. Die 6,3 Mio sollten doch immer noch als „eiserne Reserve“ dienen. Vielleicht kann das ja nochmal jemand erklären?

Wie dem auch sei… Wir freuen uns auf den Trainingsstart morgen (dann wird hoffentlich wieder mehr über Fußball und weniger über Geld geredet) und wir werden Euch wie gewohnt in der Saisonvorbereitung über alles Wissenswerte informieren.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here