Am 25.Spieltag kam es zum Duell zwischen Saarbrücken und dem TSV 1860 München im Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen.

Bei den Löwen begann Greilinger für Merveille Biankadi. Außerdem durfte Belkahia statt Erdmann und Tallig in der Rolle des Box-to-Box Spielers für Dennis Dressel starten.
Saarbrücken begann in der Innenverteidigung gegen den TSV 1860 München etwas überraschend mit Steven Zellner. Dieser hatte sich erst Ende Januar einen Teilriss des Kreubands zugezogen.

Saarbrücken TSV 1860 Völklingen
Das Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen

Eckenfestival in Völklingen

Die erste Viertelstunde gehörte eindeutig den Gastgebern. Saarbrücken begann druckvoll in der Offensive, der TSV 1860 München war in der Defensive gefordert und konnte selten für Entlastung sorgen. In dieser Phase gab es fünf Ecken für die Gastgeber, aber Gefahr für das Tor von Geburtstagskind Marco Hiller wollte nicht so recht aufkommen. Die Saarländer zeigten sich variabel und tauschten ihre Postionen permanent durch.

Führung für die Gastgeber

Danach ebbten die Angriffsbemühungen von Saarbrücken etwas ab und der TSV 1860 kam etwas besser in die Partie hinein. Spielbestimmend blieben trotzdem die Gastgeber.
Fast schon folgerichtig fiel dann auch das 1:0, allerdings mit dem ersten richtigen Torschuss. Jänicke setzte sich auf der rechten Außenbahn gut durch und flankte in die Mitte. Sträflich allein gelassen brachte Topscorer Lukas Shipnoski den Ball mit der Spitze im linken Eck unter. Marco Hiller war chancenlos (31.Minute).

TSV 1860 gegen Saarbrücken weiter hinten gefordert

Nach dem Tor setzten die Gastgeber ihre Spielweise fort. Der FCS hatte deutlich mehr Ballbesitz und kontrollierte das Spiel. Auch die Großzahl der zweiten Bälle konnten von Saarbrücken erobert werden. Insgesamt war das eine schwache erste Hälfte vom TSV 1860 München mit wenigen offensiven Akzenten.

Engagierter Beginn nach Wiederanpfiff

Die Löwen kamen motiviert aus der Halbzeitpause und drängten auf den Augleich. Saarbrücken hatte damit allerdings gerechnet, zog sich entsprechend zurück und stand hinten sicher.
Als sich die Partie gerade wieder etwas beruhigt hatte, gab es Elfmeter für Sechzig München. Zellner ging gegen Lex zu ungestüm im Strafraum vor, Schiedsrichter Jöllenbeck zeigte auf den Punkt (61.Minute). Der etatmäßige Schütze Philipp Steinhart lief an und zielte in Richtung linkes unteres Eck. Aber auch Saarbrücken hat einen Elfmeter-Killer in seinen Reihen. Daniel Batz parierte stark.

Saarbrücken TSV 1860 Batz hält gegen Steinhart
Daniel Batz im Tor von Saarbrücken kann gegen Steinhart (TSV 1860 München) parieren

Im Gegenzug die kalte Dusche

Quasi direkt im Gegenzug konnten die Gastgeber ihre Führung ausbauen. Günther-Schmidt haute den Ball aus etwa elf Metern ins rechte Kreuzeck. Hiller war erneut ohne Chance (64.Minute). Eine Vorentscheidung war das Tor allerdings keinesfalls, denn Sascha Mölders hatte gegen die Niederlage etwas einzuwenden. Etwas glücklich gelangte ein Pass von Erdmann abgefälscht zu unserem Torjäger, der sich diese Chance nicht nehmen ließ und den Anschlusstreffer markierte (67.Minute).

Direkt danach brachte Michael Köllner mit Dressel für Tallig und Neuzugang Staude für Lex zusätzlich frische Kräfte. Die Löwen probierten auch noch einmal alles, kamen aber gegen die gut gestaffelten Gastgeber kaum durch. Große Torchancen konnte man nach dem 2:1 nicht mehr kreieren. Das lag oft aber auch schlicht und ergreifend an Ungenauigkeiten oder falschen Entscheidungen im Spiel nach vorne.

Staude scheitert am Pfosten, Biankadi an sich selbst

In der dritten Minute der Nachspielzeit gab es dann doch noch die Riesenchance zum Ausgleich. Ein Schuss von Keanu Staude trudelte gegen den rechten Pfosten. Der nachgerückte Merveille Biankadi erwischte den Nachschuss nicht voll, sodass der Ball aus einem Meter nicht ins Tor ging und Boesel für seinen bereits geschlagenen Keeper den Ball soeben noch von der Linie kratzen konnte.

Nach Abpfiff löste Stephan Salger nach einem Streit mit Jacob eine Rudelbildung aus. Nachdem er bereits in der 81.Minute eine gelbe Karte kassiert hatte, bedeutete die zweite nach Abfiff gelb-rot und ein Spiel Pause für den Innenverteidiger.

Saarbrücken gewinnt am Ende verdient mit 2:1 gegen den TSV 1860 München und fügt den Löwen die sechste Saisonniederlage hinzu. Die Löwen liegen nun mit 38 Punkten auf Rang 5 der Tabelle und haben bereits ein Spiel mehr als das Spitzentrio absolviert.

Weiter geht´s am kommenden Freitag, 26.02.21 gegen das Krisenteam der Liga aus Unterhaching. Anpfiff ist dann um 18:60 Uhr.

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warum hat der Trainer eine zuletzt gut (auswärts) funktionierende Innenverteidigung umgebaut? die letzten drei auswärtsspiele zu null war doch okay, oder?
warum hat Salger gelb-Rot bekommen? muss er sich das Spiel war zu ende als erfahrener Spieler nicht viel besser im Griff haben? was war der Grund?
aus meiner Sicht haben wir das Spiel völlig unnötig in der ersten Halbzeit verlohren.