Im letzten Heimspiel des Jahres 2020 empfing der zweitplatzierte TSV 1860 München den viertplatzierten SV Wehen Wiesbaden am 17.Spieltag im Sechzgerstadion.

Nach den beiden souveränen Siegen gegen Mannheim und Kaiserslautern staunten die Verantwortlichen auf der Haupttribüne sowie die Löwenfans vor den Fernsehbildschirmen nicht schlecht. Der Gast aus Wiesbaden drückte den Löwen sein Spiel auf und war dominierend. Die Wehener pressten teils bereits am Strafraum von Marco Hiller und standen sehr kompakt. So war kein Durchkommen im Mittelfeldzentrum möglich. Die hohen Flanken und Seitenwechsel konnten die Wiesbadener mit ihrer Lufthoheit gut in Schach halten. In der Offensive fanden die Löwen so gut wie nicht statt.

Die erste Halbzeit

Nach einer Ecke der Gäste fiel dann in der 17.Minute die verdiente Führung: Hiller kam nur zögerlich heraus und die Abwehrspieler waren zu weit von ihren Gegenspieler entfernt, sodass der junge Innenverteidiger Gürleyen sein erstes Profitor erzielen konnte. In der Folge änderte sich auf dem Platz nichts, trotzdem kamen Mölders zu einer Großchance in der 28.Minute. Mit etwas Glück erreichte ihn ein Ball von Dressel, in 15 Metern Entfernung zum Tor traf er aber den Ball nich richtig. Er ging ein gutes Stück links neben dem Tor vorbei, an guten Tagen ist der auch mal drin. Verdient wäre das zu diesem Zeitpunkt nicht gewesen.

Bis zum Halbzeitbild passierte dann nicht mehr viel. Erwähnenswert ist noch die fünfte gelbe Karte von Dennis Erdmann aus der 19.Minute, er fehlt damit im kleinen Derby Anfang Januar.

Die zweite Halbzeit

Nach der Pause ein unverändertes Bild und das schnelle 2:0 für den Gast. Am Ende eines mustergültig zu Ende gespielten Konters konnte der Ex-Austrianer Prokop den Ball im Tor versenken. Dem herausstürzenden Hiller ging der Ball durch die Beine.

Die (im Nachhinein) spielentscheidene Szene fand bereits in Spielminute 72 statt: Wiesbaden kombinierte sich gut in den Strafraum, wo schlussendlich Tietz den Ball etwas zu steil quer legte. Gürleyen, der Torschütze zum 1:0, stand komplett alleine und hätte mit dem 3:0 für die Vorentscheidung gesorgt.

So aber kam es, wie es kommen musste. Wenn man vorne den Ball nicht rein macht… dann kommt ein Mölders und macht das eben auf der Gegenseite! Einen Freistoß von Neudecker verlängerte Moll entscheidend mit dem Kopf, der Torjäger fälscht den Ball noch ab und da war er – der Anschlusstreffer! Die Löwen hatten nun Lust auf mehr, aber weiterhin kein Rezept gegen die gut gestaffelten Gäste.

Erneut sorgte dann ein Freistoß in der Entstehung für den Ausgleich. Die Wiesbadener bekamen den Ball nicht geklärt, Belkahia legte auf den jungen Knöferl ab und unter gütiger Mitfhilfe des linken Innenpfostens trudelte der abgefälschte Ball ins Tor.

Schlussendlich kann der TSV 1860 München durchaus glücklich, aber durch die Leistungssteigerung gegen Ende der Partie nicht unverdient einen Punkt in Giesing behalten. Ein gelungenes Ende des Jahres 2020 und der erfolgreichen Englische Woche. Sieben Punkte aus drei Spielen und (aktuell) Platz 2 in der Tabelle. Da gibt es absolut keinen Grund, sich zu beklagen.

Die herzlichsten Glückwünsche gehen zum Schluss an den 17-Jährigen Lorenz Knöferl. Im dritten Profieinsatz konnte er mit seinem ersten Profitor gleich für einen Punktgewinn sorgen. Vielleicht gibt es da – ganz alterskonform – ein Bier oder passend zum Teamkollegen Daniel einen Wein in der Kabine. Den Schnaps gibt es dann kurz nach deinem Geburtstag im Mai, wenn die Löwen die Saison erfolgreich beendet haben!

Auf die Löwen – Prost!

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