In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten rund um den TSV 1860 München eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, junge oder ältere Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu dem hinter uns liegenden Auftritt der Löwen einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Hier geht es natürlich um das gestrige 3:1 in Illertissen, mit dem 1860 ins Viertelfinale im bayerischen Landespokal einzog.
Stefan Kranzberg (Redakteur sechzger.de):
Die Löwen haben sicher nicht geglänzt, das Ding aber doch sehr souverän heimgespielt. Das frühe Tor hat dem Pokalschreck Illertissen schon ein bisschen den Zahn gezogen, wobei ich mir – auch für die eigenen Nerven – einen zweiten Treffer vor der Pause gewünscht hätte. Im Endeffekt fielen die Tore aber jeweils zum richtigen Zeitpunkt und es bestand nie die Gefahr, da auszuscheiden. Ich bin auch froh, dass Patrick Glöckner mehr oder weniger die bestmögliche Startelf aufgeboten hat, um klarzustellen, dass man das Spiel und den Wettbewerb ernst nimmt.
Maximilian Deisenhofer (Abgeordneter im Bayerischen Landtag):
Das war heute ein verdienter und souveräner Sieg, allerdings weitgehend glanzlos. Hinten sind wir insgesamt super gestanden und haben ganz wenig zugelassen. Die Szene des Spiels war für mich der Traumpass von Kevin Volland auf David Philipp vor dem 2:0.
Ebenfalls erfreulich: Das sonnige Spätsommerwetter und zahlreiche Löwenspieler, die sich nach dem Spiel noch Zeit für Fotos zusammem mit meinem vierjährigen Sohn genommen haben.
Sieben Pflichtspiele sind wir jetzt ungeschlagen – weiter so, Löwen!
Patrick Glöckner (Cheftrainer des TSV 1860):
Ich bin sehr zufrieden! In diesen Spielen ist es nur wichtig, dass man weiterkommt. Es war die erwartet schwere Aufgabe und wir wussten, was hier abgeht. Man hat es an Nürnberg gesehen, wie stark Illertissen eigentlich ist. Erste Halbzeit haben wir’s extrem souverän runtergespielt, zweite Halbzeit dann bisschen nachgelassen, aber das spielt keine Rolle. Die Mentalität und Einstellung war da gewesen.
Theo (sechsjähriger Löwenfan, in Illertissen mit dem Papa dabei):
Ich freue mich, dass die Löwen schon wieder gewonnen haben. Schade, dass Flo (Niederlechner, Anm. d. Redaktion) kein Tor geschossen hat. Den mag ich am liebsten!
Sascha Königsberg (Vorsitzender des Verwaltungsrats im TSV 1860 e.V.):
An welchen Begriff denkt man, wenn man zum Pokalspiel nach Illertissen fährt? “Vorfreude” – immerhin waren wir in der sehr erfolgreichen Regionalligasaison auch hier siegreich und die Gastfreundschaft war wie bei fast allen Gegnern damals sehr angenehm? Oder doch etwa “Pokalschreck” – gerade erst ist mit Nürnberg ein Zweitligist im DFB-Pokal beim FVI ausgeschieden und vor drei Jahren hatten wir im Toto-Pokal selbst schon das zweifelhafte “Vergnügen”. Für mich war es ein bisschen was von beidem, mit der nicht ganz ernst gemeinten Hoffnung, dass sich der heutige Gegner auf den DFB-Pokal fokussieren könnte. Nach dem Spiel bleibt bei mir aber vor allem ein Begriff hängen: “Europapokal”! Ne ne, damit ist wahrlich nicht die heutige sportliche Leistung von unserem “weißen Ballett” gemeint. Sondern die zum Kult gewordene Quasi-Vereinshymne der Illertissener, die nach dem Erreichen der nächsten DFB-Pokal-Runde wiederbelebt wurde (auch als heute kaufbares T-Shirt). Kein Wunder, für die Gastgeber sind es auch nur noch 5 Siege bis es tatsächlich heißt: “Illertissen spielt international” (für die Löwen sind es noch 9 Siege 😉).










