Das Piercing- und Tattoostudio „Tempel München“ ist in dieser Saison beim TSV 1860 München als Sponsor eingestiegen.

Tattoostudio als Sponsor beim TSV 1860

Ein Tattoostudio als Sponsor bei einem Fußballverein – das ist zumindest im Profifußball nicht an der Tagesordnung. Wenn die Inhaber des Studios beim TSV 1860 dann noch eher als „Traditionalisten“ bekannt sind, dann ist das ein Grund, an dieser Stelle genauer nachzufragen.

Wer das ganze Interview von Stefan (sechzger.de) mit Stephan (Tempel München) in voller Länge und ungeschnitten sehen möchte, der kann sich das Video gerne auf unserem YouTube-Kanal anschauen. Ansonsten ist sind hier zumindest ein paar Aussagen in Kürze.

“Ich wollte immer das Beste für 1860”

sechzger.de: “Das Sponsoring besteht schon seit Oktober, Du wolltest aber ursprünglich nicht, dass wir das bei sechzger.de veröffentlichen. Warum nicht und woher der Sinneswandel?”

Stephan Tempel: “Grundsätzlich bin ich kein Fan davon, Geschäftliches und Privates zu vermischen. Ich möchte mir auch nicht nachsagen lassen, dass ich mit sechzger.de eine weitere Werbeplattform für den Tempel geschaffen habe. Der Sinneswandel ist leicht zu erklären. Aktuell nutzen wir einfach jede Möglichkeit, um auf unsere Situation im Lockdown aufmerksam zu machen. Also auch diese.

sechzger.de: Du bist ja eher als Gegner des Investorenkurses bekannt. Das Sponsoring geht aber an die TSV 1860 KGaA, die zu 60% Hasan Ismaik gehört. Wie passt das zusammen?

Stephan Tempel: Ach, was heißt schon Gegner des Investorenkurses? Früher hieß es ja auch, ich wäre Gegner der Allianz Arena oder von Karl-Heinz Wildmoser gewesen. Dabei war ich ja nicht grundsätzlich gegen etwas, sondern wollte immer das Beste für 1860. Das wollen die mit einer anderen Meinung auch und jeder meint halt, dass er Recht hat.

Die Allianz Arena steht ja inzwischen ein paar Jahre und jetzt wissen wir, dass wir, die damals schon als Deppen und Ewiggestrige verspottet worden sind, mit unseren Befürchtungen nicht so ganz Unrecht hatten. Zum Einen wollten wir kein Stadion mit dem FC Bayern zusammen. Zum Anderen hatten wir immer die Befürchtung, dass es den TSV 1860 mit dem Stadion zerreißen könnte, für den Fall, dass wir absteigen. Was passiert ist, das wissen wir ja inzwischen. So ganz falsch sind wir Deppen also seinerzeit nicht gelegen.

Bei Hasan Ismaik muss man unterscheiden. Der kann zum Einen erst einmal nichts dafür, dass 1860 seinerzeit so pleite war, dass es ihn gebraucht hat. Dann kam er und hat uns gerettet. Dann sind ein paar Sachen nicht so gut gelaufen, die ich aber jetzt nicht mehr aufwärmen möchte. Fakt ist, dass ich seit einiger Zeit dass Gefühl habe, dass bei 1860 endlich wieder alle an einem Strang ziehen. Gemeinsam für Sechzig eben. Das möchten wir im Rahmen unserer Möglichkeiten mit unterstützen und dazu gehört eben auch das Sponsoring.”

Was Euch bei YouTube erwartet

Wie man Sponsor beim TSV 1860 wird, was er von Marc-Nicolai Pfeifer hält, was insgesamt sechs Monate Corona-Lockdown mit dem Tempel gemacht haben und dass Stephan schon 1997 in seinem Fanzine Tattoos des TSV 1860 präsentiert hat – im Video.

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Danke für dein Lob Andi, freut uns sehr. Wirklich 🙂

Stefan ein ganz ganz großartiges Interview. ich habs nicht nur gelesen. nein ich habs mir auch angeschaut. Stephan und Thomas von mir auch vielen Dank für euer Sponsoring. gerade in diesen Zeiten möchte ich Danke sagen. ich meine das ganz ehrlich. 60 ist mir sehr wichtig, wie Ihr ja alle wisst und ich finde das in Zeiten wie diesen nicht selbstverständlich. Danke!