TSV 1860 Fanzines bzw. Fanmagazine

Fanzines und Fanmagazine gab es beim TSV 1860 schon sehr, sehr lange, denn der TSV 1860 hat seit jeher eine sehr aktive und kreative Fanszene. Während es vor allem in den 90er-Jahren zum Teil fast ein Dutzend unterschiedlicher Magazine von unterschiedlichen Herausgebern gab, so sind diese in den meisten Fanszenen und auch bei 1860 nahezu ausgestorben. Wer würde in Internet-Zeitalter auch noch ein Magazin kaufen, in dem er die Geschehnisse von vor ein paar Monaten aus Fansicht nachlesen kann?

Welche Fanzines sind beim TSV 1860 übrig geblieben?

Die wenigen Magazine die übrig geblieben sind, haben eine zum Teil herausragende Qualität. Bei 1860 ist hier ganz klar der Brunnenmiller zu nennen.  Herausgegeben von äußerst engagierten Fans des TSV 1860 ist mit den früheren „Zines“ quasi nicht mehr zu vergleichen. Hochglanz, vollfarbig, erscheinungsweise zu jedem Heimspiel (außer Corona) und das für 60 Cent freiwillige Spende. Davon waren die ursprünglichen Magazine zumeist noch Lichtjahre entfernt.

Früher per Schreibmaschine oder sogar Hand und Copyshop

Fanzines wurden zumeist per Schreibmaschine erstellt, zum Teil mit eingeklebten Wappen aus dem Kicker-Sonderheft und kopierten Bildern mit deutlich schwankender Qualität. Zumeist wurden sie dann im Copy-Shop per Hand kopiert und zusammengetackert.  Die große Masse der Fanzines war dementsprechend DinA5 und das Layout, richtige kleben und falten verursachte damals einiges Kopfzerbrechen.

Ein eingefärbtes Blatt als Titelblatt galt damals schon als Highlight, um die Jahrtausendwende kamen dann die ersten Computer und halbwegs professionell layoutete Magazine. Nach damaligen Maßstäben, versteht sich natürlich.

Hochwertige Ausnahmen bestätigten die Regel

Natürlich gab es auch Ausnahmen. Hefte im DinA4-Format oder professionell gedruckte – aber das waren wirklich Ausnahmen. Verkauft wurden die Magazine vor den Stadien oder in den Kurven, was seinerzeit meist kein Problem darstellte. Eine echtes Highlight war der SportBock in München in der Schwanthalerstraße. Ein Sportgeschäft, dessen geschäftstüchtiger Inhaber glühender Löwen-Fan war und sich um die Jahrtausendwende auf Fußballfans spezialisierte. Dort konnte man die Hefte für damals 1,- Mark Aufpreis kaufen.

Vor ein paar Tagen haben wir auf Facebook eine Umfrage gemacht, welche Fanzines rund um den TSV 1860 den Menschen noch im Gedächtnis geblieben sind. Genannt wurden die unten stehenden folgende Magazine rund um den TSV 1860 München. Das eine oder andere werden wir in den nächsten Wochen noch ausführlicher vorstellen. Sollten euch noch weitere Hefte einfallen oder ein ehemaliger Herausgeber selber etwas zu seinem Heft und der damaligen Motivation schreiben wollen.

Schreibt uns direkt oder hinterlasst uns einen Kommentar.

(Ehemalige) Fanzines des TSV 1860

Angriff, Asso Bladl, Blue Lions Times, Blue Side of Life , Breitseite, Brunnenmiller, Der 12. Mann, Der Kurvenpate, Der schwarze Löwe, Der Überflieger, Dick & Doof, Die Kopie, Die Seuche von Bruck, Giesinger Stadionzeitung, Günzburger Löwenbladl, Löwenbomber, Löwenmut, Löwenpost, Löwenzahn, LoGBuch, pane et circencis, Penzerber Nachrichten, Rotz im Schnauzbart, Rülps, Selbstdarsteller, Sinn des Lebens, Staz – Die Stadionzeitung, TorRaub, ZuGaBe.

 

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Es gab doch im GWS die Blaue die Genaue mit der Mannschaftsaufstellung für 80 Pfennig …. (das war immer der Werbespruch) ….. und hatte soweit ich weiß nix mit irgendwelchen Bloggern aus der Gegenwart zu tun…..