Im vergangenen Jahr startete der Münchner Hip Hop Künstler, Autor, Aktivist und Moderator David Mayonga (auch bekannt als Roger Rekless) zusammen mit Goldeimer und der Münchner Agentur Eskapaden Booking das antirassistische Projekt Rassismus ist für’n Arsch, an dem sich auch der TSV 1860 München e.V. beteiligte.

TSV 1860: Rassismus ist für’n Arsch

Worum geht es in dem Projekt:
Jeder Mensch, der in seinem Alltag nicht stetig mit Rassismus konfrontiert wird, hat eine Verantwortung dafür, sich mit den eigenen rassistischen Mustern, strukturellem und institutionellem Rassismus auseinanderzusetzen, seine Privilegien zu identifizieren und aktiv an deren Auflösung zu arbeiten. Was hat Klopapier damit zu tun? Ehrlich gesagt: Nicht viel. Auch andere Produkte können genauso gut antirassistische Arbeit unterstützen, aber Goldeimer macht nun einmal Klopapier. Und das Unternehmen hat sich dazu entschlossen, die eigene Verantwortung wahrzunehmen. Das ist keine lobenswerte Pionierarbeit, sondern das Aufarbeiten von einer Menge überfälligem Nachholbedarf.

Klopapier für den guten Zweck

Das Antirassistische Klopapier soll einen Beitrag leisten, zu einer (hoffentlich in Zukunft) rassismusfreien Gesellschaft.

100.000 verkaufte Packungen spenden 100.000 EUR an Antirassismus- und Empowerment-Workshops. Gleichzeitig dienen die Packungen der Aufklärung auf jedem WC. Sie informieren und ermutigen Menschen, sich mit rassistischen Verhaltensweisen, weißen Privilegien, strukturellem und institutionellem Rassismus auseinanderzusetzen.

Der TSV 1860 München e.V. freut sich, dass das Projekt ein voller Erfolg geworden ist und eine Crowdfundingsumme von 279.075 € gesammelt werden konnte. Ein großes Dankeschön geht an alle Löwinnen und Löwen, die sich ebenfalls an der Aktion beteiligt haben.

Rassismus ist für’n Arsch!

Botschafter Roger Rekless

Als Rapper und Moderator hatte sich Roger Rekless bereits überregional einen Namen gemacht. So richtig durchgestartet ist der Markt Schwabener jedoch als Buchautor. In “Ein Neger darf nicht neben mir sitzen” berichtet der Sohn eines kongolesischen Vaters und einer deutschen Mutter eindrücklich von seinen Erfahrungen mit dem in unserer Gesellschaft noch immer omnipräsenten Alltagsrassismus. Das Buch erreichte hohe Platzierungen in der Spiegel-Bestseller-Liste und rückte auch David Mayonga, wie der Rekless mit bürgerlichem Name heißt, in den medialen Fokus.

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