Vor kurzem hat sich Martin Gräfer von Hauptsponsor die Bayerische gegenüber dem Merkur geäußert. Er erhofft sich durch eine mögliche hybride Mitgliederversammlung beim TSV München von 1860 e.V. “eine Wahlbeteiligung von bis zu 40 Prozent“. Doch ist diese Vorstellung realistisch? sechzger.de gibt einen Überblick der Beteiligungen bei den anderen, deutschen Fußball-Profivereinen und an welchen Standorten überall Hybridversammlungen angeboten werden.
Seit 2023 hybride Mitgliederversammlungen möglich
Beim TSV München von 1860 e.V. finden die Mitgliederversammlungen für gewöhnlich Anfang Juli in Präsenz statt. In den letzten Jahren wurden die Veranstaltungen im Zenith im Münchner Norden durchgeführt, so auch im Juli 2025. Immer wieder werden angesichts der prozentual geringen Teilnahme (zuletzt knapp 600 Anwesende bei 27.000 Mitgliedern) Stimmen laut, die eine hybride Mitgliederversammlung fordern, um eine höhere Wahlbeteiligung zu erreichen. Mehr Teilhabe solle damit möglich sein, was zuletzt auch Martin Gräfer von Hauptsponsor die Bayerische gegenüber dem Merkur unterstrich.
Mit einer Hybridversammlung glaube ich an eine Wahlbeteiligung von bis zu
40 Prozent.
Grundsätzlich ist es so, dass bis Anfang 2023 Vereine ihre Mitgliederversammlungen verpflichtend in Präsenz durchführen mussten, sofern die Satzung nichts Anderweitiges vorsah oder die Mitglieder einer Hybridversammlung zustimmten. Im Februar 2023 beschloss der Deutsche Bundestag einen Gesetzesentwurf, wonach es Vereinen künftig grundsätzlich möglich ist eine hybride Mitgliederversammlung durchzuführen. Bei den Löwen führte das auf der Mitgliederversammlung im Juli 2023 zu einem satzungsändernden Antrag, der mit großer Mehrheit angenommen wurde. Seitdem schreibt die Satzung des TSV München von 1860 e.V. vor, dass die Mitgliederversammlungen zwingend in Präsenz zu erfolgen haben. Eine Hybridversammlung bei den Löwen ist also – abgesehen von rechtlichen Gründen, die gegen eine Durchführung in Präsenz sprechen, z.B. Kriegsfall oder nationaler Notstand – ohne eine Änderung der Satzung gar nicht möglich.
“Sehr viele Traditionsvereine” bieten laut Gräfer Hybridversammlungen bereits an. Doch wieviele Vereine sind es wirklich und wieviele Mitglieder nehmen an den Mitgliederversammlungen der anderen Profiklubs teil?
Nur zehn Vereine haben Hybridversammlungen in die Satzungen aufgenommen
Explizit eine Hybridversammlung in der Satzung verankert haben aktuell vergleichweise wenige der insgesamt 54 Vereine im deutschen Profifußball. Dazu zählen fünf Vereine aus der Bundesliga, vier aus der 2.Bundesliga sowie ein Drittligist (Erzgebirge Aue). Dem gegenüber stehen mit elf Vereinen etwa genau so viele, die die Durchführung einer Hybridversammlung explizit ausgeschlossen haben – wie eben auch die Löwen. Auffällig viele Vereine aus der 3.Liga haben sich aktiv für ein Präsenzmodell entschieden, was auch mit den Mehrkosten für die Durchführung einer hybriden Versammlung zusammenhängen dürfte. Bei Hertha BSC (ca. 61.000 Mitglieder) schätzt man diese auf “100.000 bis 150.000€“.
Bei Zweitligist Schalke 04 entschieden sich die Mitglieder im Jahr 2024 außerdem aktiv gegen eine Hybridversammlung, auch beim 1.FC Köln wurde die MV nach vielen Diskussionen ohne Online-Abstimmungen durchgeführt.
Mehr als die Hälfte der Vereine (30) in den ersten drei Ligen haben ihre Satzung hinsichtlich einer möglichen Hybridversammlung noch nicht überarbeitet. Dementsprechend steht es ihnen frei, eine Hybridversammlung durchzuführen, um mehr Teilnehmer und damit auch eine höhere Wahlbeteiligung zu erreichen. Bei der Recherche von sechzger.de zeigte sich jedoch nur bei Drittligist Rot-Weiss Essen, dass auf ein hybrides Modell zurückgegriffen wurde. 600 Mitglieder nutzten diese Option und nahmen 2025 online an der Mitgliederversammlung bei RWE teil.
Wahlbeteiligung insgesamt auf vergleichbarem Niveau
40% Wahlbeteiligung kann sich Martin Gräfer (die Bayerische) beim TSV München von 1860 e.V. mit einer Kombination aus Präsenz- und Online-Abstimmungen vorstellen. In absoluten Zahlen würde das bedeuten, dass 10.800 Löwinnen und Löwen an einer hybriden Mitgliederversammlung teilnehmen. Im Vergleich mit den Vereinen aus der Bundesliga, 2.Bundesliga und 3.Liga zeigt sich: sowohl in relativen als auch absoluten Zahlen dürfte es bei einem Wunschtraum bleiben. Die Spitzenwerte im Jahr 2025 haben Borussia Dortmund und der 1.FC Köln erreicht. Bei den Borussen waren zeitweilig über 7.000 Mitglieder anwesend (bei der Wahl von Joachim Watzke zu späterer Stunde waren es die recherchierten 4.476 Personen), im Kölner Stadion fanden sich 6.100 Mitglieder ein. Dahinter folgt lange nichts. 10.800 Stimmen beim TSV 1860 gleicht also einem Ding der Unmöglichkeit.
Vielmehr zeigt sich, dass die in relativen Zahlen gesehen niedrigere Wahlbeteiligung in München-Giesing bei Weitem kein Einzelfall ist. An vielen Standorten scheint Vereinspolitik einen vergleichsweise kleinen Kreis an Mitgliedern zu interessieren und sie dazu zu animieren, an der Mitgliederversammlung teilzunehmen. Bedeutende Wahlen oder Abstimmungen wie bei bereits erwähnten Beispielen aus Dortmund und Köln, aber auch Saarbrücken (2.359 Anwesende) sorgen für hohe Teilnehmerzahlen und teilweise Rekordbesuche. So auch bei den Löwen: 2024 wurden bei der MV mit Wahlen über 2.300 Mitglieder gezählt.
Der Vergleich mit den restlichen 53 Profivereinen im deutschen Profifußball zeigt also, dass die Löwen weder in Sachen Präsenzveranstaltungen alleine auf weiter Flur stehen noch die Wahlbeteiligung sich großartig von den anderen unterscheidet. Im Gegenteil: die Anzahl der Mitglieder war 2024 ein äußerst positives Beispiel. Die Einführung einer Hybridversammlung ist bislang bei weitem noch nicht als Standard zu sehen, auch wenn die Recherche zeigte, dass Stimmen – wie bei den Löwen unter anderem von Martin Gräfer – auch an anderen Standorten laut werden, die sich für eine Online-Beteiligung stark machen.
Alle Daten auf einen Blick: Übersicht Mitglieder und Hybridversammlungen für Bundesliga, 2.Bundesliga und 3.Liga











Wenn eine Mitgliedschaft weltweit digital „organisiert“ werden kann, wird die Vereinsdemokratie zur Stimmenarithmetik. Investoren könnten dann gezielt Mitglieder rekrutieren, Mehrheiten steuern und 50+1 faktisch aushebeln, und das wäre dann auch völlig legal.
Ohne Präsenz, Debatte und soziale Kontrolle wird die Mitgliederversammlung entkernt und das ist auch das worum es den Herrschaften geht!
Solange diese Gefahr droht, klares nein zu jeder Abstimmungsform, außer Präsenz!
Auf den Punkt gebracht!
Exakt so ist es. Das ist der zu kritisierende Punkt. Gut zusammengefasst!
Bin selber Vereinsvorstand und zu 100% deiner Meinung.
Die zentrale Frage muss lauten: Was wollen der Falschparker, die Hansel aus Olching und die Bayerische mit Hybridversammlungen erreichen?
Mit der Forderung nach einem anderen Wahlverfahren hoffen diese wohl die derzeitigen Vereinsgremien (Präsidium, Verwaltungsrat) abzuwählen, sie in die Wüste zu schicken. Mit der Forderung nach Hybridversammlungen geht die Bayerische erneut gegen die Vereinsgremien vor. Wie häufig will der Verein das noch tolerieren? Es sollte nicht vergessen werden, dass Gräfer seinerzeit die Abberufung von Sitzberger verhindern wollte. Das trotz der erdrückenden Beweise gegen ihn. Ist es tolerierbar, wenn ein Sponsor ultimativ fordert, den Geschäftsführer (Pfeifer) im Amt zu belassen? Hätte der Verein nicht nachhaltiger gegen Gräfer vorgehen müssen, als dieser sich mit einem KGaA-Gesellschafter (HAM) und dem Bündnis Zukunft 1860 gegen die Vereinsgremien positionierte, um eigene Leute in den VR wählen zu lassen? Und jetzt die Forderungen nach einem geänderten Wahlverfahren, um die strategische Ausrichtung bestimmen zu dürfen.
Die Bayerische ist der Hauptsponsor insbesondere der Profifußballer. Aber muss der Verein deshalb akzeptieren, dass die Bayerische jede vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Vereinsgremien untergräbt? Wäre es nicht an der Zeit, dass das Präsidium über den Beirat dem Vermarkter INFRONT den Auftrag erteilt, einen neuen Hauptsponsor für die KGaA zu suchen und den Vertrag mit der Bayerischen aufzukündigen. Das mag vordergründig absurd klingen, aber eine Äbhängigkeit von einem “lästigen” Sponsor ist eine untragbare und brandgefährliche Situation!
Inwiefern wurden die Vorwürfe gegen Sitzberger bestätigt? Hab da nie mehr wieder was davon gelesen.
Und inwiefern ist eine Hybrid-Wahl eine Wahl gegen die Vereinsgremien? Es ist doch viel schöner, wenn man von x-Tausend gewählt wurde wie von 2000 Mitgliedern?
Besser eine Wahl der Gremien durch 200 aktive Mitglieder, die für eine verantwortungsvolle Vereinspolitik stehen, als durch X-Tausend gekaufte Mitglieder, die wieder in die AA auf dem Müllberg umziehen wollen und zusätzlich wieder wie zwischen 2011 und 2017 für sinnlose Spieler- und Trainerverpflichtungen 45 Mio. € verschleudern wollen.
Die Gremien, die während der Zeit nach dem 01.07.2017 und bis zum 30.06.2024 im Amt waren, haben die Insolvenz der KGaA verhindert und während dieses Zeitraums insgesamt nur 4,3 Mio. € weitere Schulden der KGaA veranlasst. Gelungene Konsolidierungspolitik!.
Was soll 1860 mit Leuten wie Lutz anfangen, der die BayWa mit seiner sinnlosen Expansionspolitik ruiniert hat oder Gräfer, der wohl 60 Mio. bei Signa/Benko versenkt haben soll? Oder soll mittels Hybridwahl Ismaik zum Präsidenten gewählt werden, der sein Vermögen von 1,6 Milliarden auf 300 Mio. verzwergt hat?
Was hat denn jetzt das eine mit dem anderen zu tun? Wer sagt denn, dass es andere Vereinschefs gibt, wenn die 10fache Menge abstimmt?
Und was war jetzt mit den Vorwürfen gegenüber Sitzberger? Magst du mir da bitte nochmal die Infos zukommen lassen, in denen diese bestätigt wurden?
Dies wurde auf der MV 2024 ausgeführt, z.B. unter anderem dass (vertrauliche) Mails mittels eines Sammelpostfachs nicht autorisierten Leuten zugänglich gemacht wurden.
Das offenbart mich als nicht MV-Besucher😬Wenn ichs notwendig empfinden würde hinzugehen, würd ichs machen 🙂
Lässt Du aber hoffentlich als Argument FÜR eine Präsenzveranstaltung gelten, oder?
Klar, wenns mir wichtig wäre, würd ich hingehen, bin ja Münchner, so weit ist es nicht. Ich diskutier nur gern 🙂
Auf der Sitzberger anwesend war und sich nicht erklären wollte, aber auf Facebook immer wieder behauptet, es sei ganz anders gewesen. Das hat mich am meisten aufgeregt.
Er hat niemals Beweise vorgelegt, die seine Behauptungen bekräftigten. Auch hat er das Angebot des Ehrenrates ausgeschlagen, den Vorgang zu prüfen.
Es suhlte sich lieber in seiner unbewiesenen Einschätzung, ihm sei Unrecht angetan worden. So hat er leider sein hohes Engagement für 1860 mit einem vermeidbaren Beigeschmack zerstört.
Das Thema Sitzberger wurde sachlich, ausreichend und verständlich auf der MV des Jahres 2024 behandelt und protokolliert.
Sind in 2026, langsam werden die immer wiederkehrenden AA Rückkehr Trauma langweilig, genauso wie das katastrophale Jahr 2017 bei jeder Argumentation hervorholen. Und nein die aktiven 200 Mitglieder haben ein Präsidium 8 Jahre gestützt inkl VR, die also nur 0,6 mio Schulden pro Jahr in der dritten Liga machen dank sonder Transfer Einnahmen morgalla. Ein Plan wie daraus jemals ein Break Even werden sollte gibt es nicht. Insolvent sind wir nur nicht aufgrund der jährlichen Darlehen von HAM und nicht wegen der EV Politik. Die > 1 Mio verluste der Fussball Abteilung ist auch niemanden aufgefallen.
Hybrid Wahl sollte nicht von möglichen Wahlergebnissen abhängen sondern die Wahlbeteiligung erhöhen für Menschen die aus unterschiedlichsten Gründen nicht Vorort sein können. Keiner möchte HAM bei sechzig haben oder sieht ihn im die Lösung aber dieses komplette sich schönreden vom EV in den letzten 10 Jahren untermalt ja das auch die nach deinen Worten aktiven „200“ Mitglieder nicht ganz in der Realität angekommen sind.
Richtig.
Das NLZ wird doch nicht zuletzt deshalb geführt, damit Transfereinnahmen generiert werden. Sie sind zeitlich nicht exant planbar, fallen im Zeitablauf aber mit einer gewissen Regelmäßigkeit an und können bei Realisierung als periodenfremde Ennahmen charakterisiert werden. Sie sind aber keine betriebsfremden Erträge, die als Zufallsprodukt abgetan werden dürfen.
Klar ist der Wunsch, Veränderung im Mitgliedervotum herbei zu führen, der zentrale Wunsch hinter der Forderung nach einer Hybridveranstaltung.
Aber diejenigen, die das fordern und wünschen, verwechseln ganz einfach eine Hybridveranstaltung mit einer online-Abstimmung.
Eine plumpe online-Abstimmung über die Zusammensetzung der Gremien wird es nicht geben. Seien wir uns ehrlich: Das gibt das Vereinsrecht schlichtweg nicht her.
Was vielleicht noch möglich wäre, ist eine Hybridveranstaltung. Wobei sichergestellt werden muss, dass:
Die Idee, man öffnet eine offene Webseite, klickt in einem Abstimmungstool 9 mögliche Kandidaten in der Wahl zum Verwaltungsrat an, schließt die Seite und geht dann zum Baden (und macht die selbe Prozedur am Abend nochmal), können sie sich abschminken. Aber das ist das, was sie sich wünschen.
Auch die Teilnehmer der Hybridveranstaltung müssen (können) der Veranstaltung folgen, und nach erfolgter Authentifizierung in einem bestimmten Zeitfenster, das durchaus eben erst nach mehreren Stunden aufgeht, ihre Abstimmung tätigen. Beispielsweise kann und darf eine Wahl erst nach den Berichten und Aussprache stattfinden
Und die Zahl derer, die an einem Sommersonntag Nachmittags Stunden alleine an den Rechner klemmen, anstatt mit der Familie zum Baden zu gehen (oder halt tatsächlich zur Präsenzveranstaltung gehen), halte ich ganz einfach für verschwindend gering. Und zwar so gering, dass ich nicht davon ausgehe, dass die Einführung dieses teuren Systems irgendeine Änderung im Mitgliedervotum herbeiführen würde. Von 40% Mitgliederbeteiligung wage ich gar nicht zu träumen. Wer kommt auf die Idee, dass sich an einem Sommersonntag 13.000 Löwenfans stundenlang an den Computer setzen?
Aber es ist wie es ist: Wir haben in diese Thematik in den vergangenen 10 Jahren auf allen Mitgliederversammlung stundenlang durchdiskutiert. Das Thema hängt mittlerweile extrem zum Halse raus.
Leider diskutieren wir darüber aber auf 2 verschiedenen Ebenen: Die eine Ebene ist das dafür zuständige Gremium: Die Mitgliederversammlung. Dort haben wir das Thema doch mittlerweile bis zum Ende durchgespielt. Die zweite Ebene ist die Kommentarspalte der DeBilen Couchpotatoes. Denen sind die gängigen Argumenten nicht bekannt und sie sind dafür nicht zugänglich, weil sie vom Blogbetreiber auch nicht ausreichend kommuniziert werden. Dadurch entsteht eine verschwörerische Scheinwelt, eine Blase, die stets im Glauben ist dass es eine plumpe online-Abstimmung nur deshalb nicht gibt, weil “die da oben” es nicht wollen.
Nein, plumpe online-Abstimmungen gibt es deshalb nicht, weil sie in keiner Satzung so vorgesehen sind!
Mal eine grundsätzliche Frage:
Was geht es einen Sponsor an, wie und in welcher Form bei 1860 gewählt bzw abgestimmt wird?
Das ist schon übergriffig!
Gar nix, geht den Sponsor das an.
Herr Gräfer kann ja als Mitglied zur nächsten MV einen entsprechenden Antrag auf Änderung der Satzung stellen.
Mir kommt das alles irgendwie nach Rückzug mit noch ein bisschen rumstänkern vor, Gräfer macht sich mehr und mehr zum Clownb
Für mich sind die Forderungen von Gräfer an den Verein mehr als ein bisschen rumstänkern. Das ist ein offener Affront. Gräfer fordert einen strategischen Plan. Die Strategie der Vereinsgremien sollte sein, den Hauptsponsor alsbald auszutauschen.
Dem füge ich mal nichts hinzu 😁
Getretener Quark wird breit nicht stark.
Dass wir in unserem Verein immer wieder über längst gelegte Eier reden müssen, ob Stadiondiskussion oder Online Abstimmung, das nervt. Es ist schon alles gesagt, auch schon von jedem, und so drehen wir uns – passend zum Schäfflerjahr – rituell und traditionsreich im Kreis, ohne vom Fleck zu kommen.
Lieber wären mir Diskussionen über die Zukunft, was wir von einem neuen Investor erwarten, woe wir perspektivisch aus der Finanzmisere rauskommen, was man ändern kann, um Schritt für Schritt besser zu werden und nicht auf ewig in der Dritten Liga rumzugammeln.
Nichtsdestotrotz danke für die zusammenfassende Einordnung.
Verstehe was du meinst – aber auch unabhängig von der Diskussion sind die Zahlen von den anderen Vereinen interessant finde ich 🙂
Was wohl der Gräfer dazu sagt das beim 1.FC Saarbrücken vor wenigen Tagen – Dienstag oder Mittwoch – die MV als Präsenzveranstaltung von 18 Uhr bis 5 Uhr ging bei der am Ende von Anfangs knapp 2000 ganze 105 noch anwesend waren.
https://m.bild.de/sport/fussball/1-fc-saarbruecken-warum-denn-das-mitgliederversammlung-bis-5-uhr-morgens-6960cabc0e8ad021f55466fc?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F
Für mich hat der M. Gräfer seine eindeutige MV-Niederlage noch nicht weggesteckt.
Er sucht nach Optionen wodurch er mit seinen unterirdischen Propagandaaktionen beim nächsten Mal besser punkten kann.
Lieber M. Gräfer, Sechzig hat andere, wesentlich größere Probleme als die Zusammensetzung und das Wahlverfahren der MV!
Wo sind denn die machbaren Lösungsmöglichkeiten von Stadionalternativen und von einer realistischen Gesellschafterablösung?
Kommt so was nur, wenn der “seriöse” Baywa-Professor mit Personenschutz ins Präsidium gekommen wäre? Mach dich doch nicht noch mehr lächerlich M. Gräfer.
Wer Mitglied bei einem Verein wird, der weiß, wo der Verein seinen Sitz hat. Und wenn er sich dafür interessiert, muss er es einmal im Jahr auf sich nehmen und zu diesem Vereinssitz fahren, um über die Zukunft zu bestimmen. Wer das nicht will, bei dem ist das Interesse nicht groß genug. Das ist okay. Es darf aber nicht dazu führen, dass für diejenigen, bei denen das Interesse nicht groß genug ist, extra Anstrengungen unternommen und Geld ausgegeben wird.
Herr Graefer leistet dem Verein gerade einen Bärendienst, wenn er diese Diskussion neu startet zu einem Zeitpunkt, wo man mit der Stadt endlich in guten Gesprächen über eine Stadionzukunft ist und sich selbst Herr Ismaik ruhig verhält.
Auch so ein Thema, das alle paar Monate wieder aufflammt, meist von ein paar Wenigen, die in ihrer Bubble meinen, sie sein Viele.
Einfach einen Antrag stellen vor der nächsten MGV und eine Mehrheit für eine Online MGV organisieren.
Dazu müsste man natürlich vom Sofa aufstehen und an einer MGV teilnehmen.
Ja und weil das Thema immer wieder aufkommt, habe ich mal alle Zahlen gesammelt – dann reicht zukünftig ein Link zum Argumentieren 🙂
Es wird über kurz oder lang im Zeitalter der Webinare und online-Schaltungen/Sitzungen immer mehr zu sog. Hybridberanstaltungen kommen, nur muss dabei die Sicherheit der Abstimmungen gewährleistet sein. Wichtiger für unser Sechzig empfinde ich seit langer Zeit die Notwendigkeit einer schriftlichen Mitgliederbefragung, wenn es um die Finanzierung der Stadionzukunft geht. Jedes Mitglied darf per Mitgliedsnummer und Unterschrift zu 2-3 Vorschlägen abstimmen, welches Modell er unterstützt ( ggf. auch zu Genossenschaftsmodell) per Einschreiben inkl. frankierten Rückkuvert. Bei etwa 18 000 wahlberechtigten Aktiven, erwachsenen Mitgliedern kostet das einmalig etwa 35.000 Euro und braucht dann evtl. einen Sponsor dafür.
Bei einem Minusbetrag von zuletzt 900.000 Euro zu 2024 im e.V. sollte das umzusetzen sein, wenn man denn Mitbestimmung auch zur Tochtergesellschaft KGaA oder neuer Stadionbetriebs GmbH zulassen will.
Dies hatte ich schon seit dem Anteileverkauf an der Müllbergarena 2006 gefordert um die überteuerte Miete dort bis 2017 zu verhindern und die schnellere Rückkehr nach Giesing zu erreichen. Die „4“ hat es dann erst ermöglicht und an den Folgen der fatalen AA-Finanzierung knabbern wir mehr als bitter bis heute…wie es auch in Doku Rise&fall zu 1860 deutlicher wurde. Das darf sich nie mehr wiederholen und daher sollten alle Mitglieder in den anstehenden Entscheidungen mit einbezogen werden, ggf. auch auf einer außerordentlichen MV .
Mitgliederversammlung, evtl. außerordentlich ja. Schriftliche Mitgliederbefragung nein. Was sollte eine solche Befragung zusätzlich bringen außer Kosten? Du sägst mit dem Argument an der Legitimation der Mitgliederversammlung.
Und wir hatten in der Zeit, über die du schreibst, noch das Delgiertensystem. Da durften nur 200 Leute (in Präsenz) für alle abstimmen. Da wurde über die AA und ihre Verträge entschieden.
Sehe den Sinn einer schriftlichen Befragung auch nicht, vor allem nicht zur Finanzierung! Das sollen doch bitte nicht die Mitglieder entscheiden, sondern die Verantwortlichen, die sich mit allen Rahmenbedingungen gründlich auseinandersetzen.
Sinn könnte eine solche Befragung mE dann machen, wenn es um die Zustimmung/Akzeptanz verschiedener Finanzierungsmodelle geht. Beispielsweise könnte man die Bereitschaft zu einem Invest im Rahmen eines Genossenschaftsmodells oder einer anderen Art der Beteiligung (Spende gegen Namensnennung, Namensschild an seinem Sitzplatz etc.) zur Finanzierung des GWS-Umbaus abfragen, um die entsprechenden Erfolgsaussichten verschiedener Maßnahmen ein wenig einschätzen zu können.. Das könnte aber auch sicher ohne frankierten Briefumschlag mit einer online-Plattform erfolgen.
Einschreiben kostet 2,35 plus Porto Rückkuvert 0,95, plus Druck Anschreiben, kuvertieren und 2 Kuverts. Bist bei ca 5 Eur pro Wahlberechtigtem.
18.000 mal 5 = 90.000 EUR. Dann frankiert und bezahlt man wieviele Rückkuverts, die nicht zurück geschickt werden?
Das sollte auf der MV durchgeführt werden.
Ui, das sind ja Fakten und noch dazu eine ganz schöne Menge. Damit sind die üblichen 59 Wutlöwen beim bloggenden Falschparker hoffnungslos überfordert. Was sie selbstverständlich nicht davon abhalten wird auch weiterhin das Gegenteil zu behaupten und sei es, weil sie offensichtlich nichts anderes zu tun haben. Ich möchte noch anmerken, die KGaA zu Zeiten von Marc Pfeifer eine Online(!) Umfrage unter den Mitgliedern zu allerhand Themen gemacht hat, unter anderem zur Stadionfrage. Das Ergebnis entsprach in etwa dem, was auch bei den Mitgliederversammlungen rauskommt, ein Verhältnis von 70/30 zugunsten des derzeitigen Kurses, inklusive GWS. Was sich Martin Gräfer, den ich ihm Gegensatz zu den Protagonisten aus Olching, für durchaus intelligent halte, damit bezweckt erschließt sich mir nicht. Lassen wir uns von der Umfrage, die er in Auftrag geben will, überraschen.