Kalt aber sonnig – Köllner freut’s

Sonnig aber zapfig kalt wird es morgen Nachmittag um zwei in Giesing sein, wenn der TSV 1860 München Hansa Rostock zum Spitzenspiel der 3. Liga begrüßt. Trainer Michael Köllner verriet in der LÖWENRUNDE am Freitag Vormittag, dass er durchaus froh ist, dass diese klimatischen Bedingugen schon in der Spielvorbereitung im Laufe dieser Woche in München vorherrschten und dass morgen – wie beim heutigen Abschlusstraining – zur eisigen Kälte wenigstens die Sonne scheinen wird.

Staude noch nicht im Kader

Apropos Abschlusstraining: Neuzugang Keanu Staude hat zwar diese Woche mit der Mannschaft trainiert und am Mittwoch auch das obligatorische Belastungs-EKG und weitere Untersuchungen nach seiner Corona-Infektion erfolgreich absolviert. Dennoch wird er beim Spiel gegen den Tabellendritten (wie wir bereits heute Vormittag vermeldeten) noch nicht zur Verfügung stehen. “Da müsste heute schon was dramatisches passieren, dass wir ihn in den Kader nehmen,” berichtete der Löwendompteur. Seine Premiere im Löwentrikot steht dann wahrscheinlich in einer Woche beim 1. FC Saarbrücken an. “Sofern da gespielt werden kann,” schob Köllner nach.

Vorbereitung in der Zwangspause

Der – aufgrund der ersten Spielabsage für sein Team in dieser Saison – notwendigen Pause von fast zwei Wochen kann Köllner im Rückblick weiterhin Positives abgewinnen. Zum einen haben “zwei Tage frei einfach mal gut getan.” Zum anderen wurde am vergangenen Samstag – statt der Reise nach Lübeck – ein längeres Testspiel ’11 gegen 11′ an der Grünwalder Straße durchgeführt, wovon vor allem die jüngeren Akteure mit weniger Spielpraxis profitierten. Die Frage der Abendzeitung nach den Eindrücken aus diesem Testspiel an der Grünwalder Straße fasste der Löwencoach so zusammen: “Ich habe da  nicht die A-Mannschaft gegen die B-Mannschaft spielen lassen. Das ist in der Einordnung  wichtig. Es war ein hart umkämpftes Spiel und am Ende hat eine Mannschaft mit 3:1 gewonnen. Wir haben gut kombiniert und viel davon gesehen, was wir uns Woche für Woche im Training für einen guten Spielaufbau erarbeiten.”

Über den Gegner

Für den morgigen Gegner fand Michael Köllner die gewohnt respektvollen und auch warnenden Worte. Dass die Löwen seit dem Wiederaufstieg 2018 noch auf den ersten Drittligatriumph über die Kogge warten und Hansa vielleicht gar ein Angstgegner für Sechzig sei, sieht er nicht: “Das Thema hatten wir vor dem Bayern-Spiel und auch vor Ingolstadt: Können wir gegen solche Mannschaften gewinnen? Ich glaube: Ja, das können wir!”
Die Frage von sechzger.de nach dem Torhüter der Gäste, Markus Kolke , dem vielleicht stärksten Goalie der Liga, nutzte Köllner für eine Lobeshymne auf seinen eigenen Torhüter. Marco Hiller dürfte erfreut vernehmen, wie viel sein Trainer von ihm hält und was er ihm in der Zukunft noch alles zutraut.

Trainerentlassungen in der 3. Liga

Auch in der heutigen Zoom-Sitzung waren – wie schon vor gut zwei Wochen von sechzger.de thematisiert – die zahlreichen Trainerablösungen der jüngsten Vergangenheit ein Thema. Sehr ausführlich und menschlich überzeugend nahm sich Michael Köllner für Anmerkungen zu diesem Thema Zeit. Er wiederholte, dass diese Mechanismen zwar einerseits zum Profigeschäft dazugehören, man konnte seinen Worten aber zwischen den Zeilen durchaus Kritisches entnehmen. Speziell die völlig überaschende Demission von Ex-Löwen-Coach Alex Schmidt beim Aufsteiger Türk Gücü in dieser Woche kommentierte Köllner, der zuletzt mit dem Kollegen per WhatsApp im Austausch stand, so: “Ich habe persönliche Einsichten von ihm zu der Entlassung erhalten, die auch für mich interessant sind, weil man dann erfährt, wie andere Vereine so ticken.”
Ein vielsagendes Statement des Oberpfälzers.

Die ganze, fast 40-minütige Pressekonferenz kann auf dem Youtube-Kanal des TSV 1860 hier abgerufen werden

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war erneut interessannt. hoffen wir, dass die Mannschafft morgen eine gute Leistung bringen wird und das alles passen wird.